Midi-Sync nur schlecht, wenn Notebook mit Netzteil läuft

Hallo!

Mir ist ein Kuriosum unter gekommen, da wollte ich doch mal ins Forum posten.

Kurz zum Setup: Ableton 9 auf MacBook Air mid 2012, USB-Verbindung zum Beatstep Pro mit aktueller Firmware, der hat eigene Stromversorgung über GroundLoopAdapter und USB-Netzteil.
Midi-Einstellungen in Ableton: Nur Sync Out Ableton --> Beatstep Pro, kein Track In usw.

In Ableton loopt ein gewarptes 10-Minuten-WAV-File mit aufgenommen Beats, kleiner VST-Bass, 2-3 Kompressoren/Delay, dazu steuert der Beatstep Pro mit dem Drum-Sequenzer über Midi (nur Adapter, keine Thru-Box) Drumsamples vom Volca-Sample (auch Strom per Netzteil).

Meine überraschte Feststellung:
Wenn der Mac mit Netzteil läuft, wird aus dem Midi-Sync nach 10 Sekunden reines Chaos, verschiebt sich dauernd, verschluckt Noten, halt unbenutzbar.
Wenn der Mac nur Strom per Akku bekommt, läuft der Sync unbeirrbar tight parallel (Bassdrums abwechselnd muten und zusammen zum Hören) und das beim Test über zwei Stunden (Akku dabei von 100% auf 30% runter).

Kennt das einer? Das muss doch irgendwie mit einer Schleife in der Erdung zusammenhängen? Wegen der Netzteile? Wilde Vermutungen? Muss ich alles neu kaufen und brauche ich erst was Neues, um anfangen zu können (natürlicher Musiker-Reflex)?

Liebe Grüße
Eure Herr Ulla-Trulla
 
Liebe Herr Ulla-Trulla,
Dein Pseudonym ist mindestens so cool wie Dein technisches Problem :)

Ich hab' einen Moment lang daran gedacht, dass sich das Timing des Macbooks vielleicht im Netzbetrieb ändert, aber das kann's nicht sein. Das Problem ist ja offenbar, dass die Synchronisation im Netzbetrieb ganz aussetzt - sonst würde Dein Drum-Device eine Tempoänderung von Ableton ja einfach mitmachen.

Eigentlich ist (Hardware-) Midi ja so ausgelegt, dass Brummschleifen vermieden werden sollen. Ich habe aber schon Brummschleifen erlebt, was dann nur mit der Abschirmung zu tun haben kann. Das eigentliche Signal wird nämlich durch einen Optokoppler im Empfängergerät galavnisch entkoppelt.

Uups - ich lese gerade: Du benutzt ja USB-Midi :)
Aber der USB Ground-Loop-Adapter soll ja genau das verhindern, oder?

Wenn Du für Deinen Mac ein Midi-Interface hast, kannst Du ja mal die Oldschool-Verbindung über 5-Pol-Midi ausprobieren, also:

MAC--> Class-Compatible-10-EUR-Midi-Interface-->5-Pol-Midi-Kabel-->Beat Step Pro.

Dein
Frau Tonerzeuger :)
 
Hallo Frau Tonerzeuger, Danke für den Tipp!
Ich habe hier noch ein Midimate II, das war eigentlich immer top.
Ich versuche das noch mehr einzugrenzen.
Etwas Off-Topic: Nach meinen Gehversuchen mit Computer, Beatstep, 3,5mm-Midi-Adaptern, CV/Gate und Co finde ich, dass uns doch mehr versprochen wird, als Brummschleifen und billige USB-Netzteile halten können.
Ich tippe mal, dass mein Mac-Netzteil einfach nicht mehr ganz heile ist.
Vielleicht Schirmung kaputt, Spannungsspitzen, wtf, da fehlt mir das elektrische Halbwissen.
Aber es muss irgendetwas einen Defekt haben, sonst wäre das schon mal irgenwem unter gekommen.
Diese Art Sync müsste ja auch noch wesentlich verbreiteter sein, als der aktuell hippe MPC-X/Live-Jitter...
Liebe Grüße
Eure Herr Ulla-Trulla
 

swissdoc

back on duty
USB-MIDI Ground Loops machen sich i.d.R. nur im Audio-Out bemerkbar. Von MIDI-Jitter oder Datenverlust habe ich bisher noch nie etwas gehört. Der von @Tonerzeuger vorgeschlagene Test mit DIN-MIDI ergibt Sinn. Ein weiterer Test könnte ein Known-Good Netzteil zum MAC sein. Da kann ja ein Defekt am Kabel vorliegen oder so. Auch das ist so der virtuelle Griff zu Erklärungsstrohhalm.

Die Versprechen müssen ja grösser sein, als die Einlösung derselben in der Realität. Sonst würde ja keiner den Kram kaufen.
 


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