Midlife Crisis: Ich will E-Gitarre spielen!!

Ich kenn mich mit midlifekriese nicht aus - aber ein ernsthafter Rat von mir ist erst mal mit Rhytmus-gitarre anfangen - dann besorgst du dir nen looper und begleitest dich selbst - macht voll Spass. Das liest sich hier wie bei jemand der Fussball lernen , aber nur Tore schießen will . Lg
 
Ich kenn mich mit midlifekriese nicht aus - aber ein ernsthafter Rat von mir ist erst mal mit Rhytmus-gitarre anfangen - dann besorgst du dir nen looper und begleitest dich selbst - macht voll Spass. Das liest sich hier wie bei jemand der Fussball lernen , aber nur Tore schießen will . Lg

Also, wenn Du mit Rhytmus Gitarre eine akustische Gitarre meinst - ich hab hier schon klar gemacht, dass das nicht mein Weg ist. Ich habe ein gutes, musikalisches Grundwissen. Und dieses möchte ich nun auf das E-Gitarre spielen anwenden. Bei meinen ersten Übungstagen habe ich mich sehr wohl gefühlt und mache recht schnellen Fortschritt - und achte dabei, Fehler zu minimieren. Wenn ich hier in eine Sackgasse laufe, wird sofort ein menschlicher Gitarrenlehrer konsultiert.

Gestern habe ich tatsächlich schon sawas einen Jam mit den Backingtracks hinbekommen und das Gefühl dabei war wirklich unglaublich. Ich spiele in einer "Band" die Leadgitarre - WOOOOW! Zwar noch hakelig und mit vielen falschen Tönen, aber hey: Das motiviert mich unglaublich. Ich hab schon den ganzen Tag eine Bluesband im Kopf, zu der ich meine (unfassbar guten) Soli spiele.

Ich bin zwar noch ganz am Anfang, aber ich freue mich auf die Reise!
 
Ich kenn mich mit midlifekriese nicht aus - aber ein ernsthafter Rat von mir ist erst mal mit Rhytmus-gitarre anfangen - dann besorgst du dir nen looper und begleitest dich selbst - macht voll Spass. Das liest sich hier wie bei jemand der Fussball lernen , aber nur Tore schießen will . Lg


Ich würde empfehlen da einfach mehrgleisig zu fahren.

Einerseits disziplinierte Übungseinheiten mit Metronom und auf der anderen Seite herzhaftes Jammen zu Backing Tracks, sofern keine realen Bandmembers vorhanden sind.

Unbedingt beide Varianten in Kombinantion.

Das erstere schleift deine Feinmotorik was Sicherheit und gutes Timing ergibt und zweiteres fördert das Improvisationsvermögen was auch sehr wichtig ist, vielen fehlt es nämlich genau daran, wenn man zb jahrelang TABs von Metallica und Co auswendig lernt, usw.
Die dudeln dir zwar einen runter aber bei einem echten Jam versagen jene oftbzw brettern ihre Licks runter die sie auswendig gelernt haben ohne Rücksicht auf Verluste.
Unangenehm und Peinlich.




Selbst Paco de Lucia hat es gepredigt: Improvisiert so oft es geht und nehmt ein Metronom dazu.
Backing Tracks sind da ideal, weil man lernt sein Instrument zu bedienen und gleichzeitig auf die Musik zu hören bzw zu agieren, quais als Frage und Antwortspiel.
So muss das sein, weil in der Regel ist eine Instrument spielen auch eine Art Kommunikation.. gerade mit Mitmusikern und so.

Zu sich selbst zu jammen macht nur Sinn wenn man über einen Anfängerstatus längst hinausgewachsen ist und gut wird man auch gerade dann wenn man sich an Leuten orientiert die besser sind bzw einfach mehr SpielErfahrung haben.. und das ist mit den Backing Tracks in vielen Fällen gegeben.

Die Backing Tracks und die Zeitlupenfunktion auf YT, das sind wirklich tolle Begebenheiten für ambitionierte Gitarristen die ein Selbststudium praktizieren.


Sind natürlich nur meine Ansichten und Erfahrungen die auf ca 35 Jahre fast durchgängig aktives Gitarrenspiel beruhen und weniger als allgemeingültiges Dogma zu verstehen.
 
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Danke @Kokain - das bestätigt mich sehr. Genau so gehe ich an die Sache ran. Beim Improvisieren lerne ich auch mehrer Finger einzusetzen - einfach weil es effizienter ist.
Sehr cool! :agent:
 
Was auch gut an Backing Tracks ist:

Man stösst evtl auch mal an seine Grenzen und wenn man sich dafür sensibilisiert kann man ganz gezielt seine Schwächen herausfinden und daran arbeiten.

Das sind die Momente die einen weiterbringen.
 
Keine Ahnung was Sweep Picking ist.
Allerdings spiele ich fast ausschliesslich Nylongitarre und nutze auch kein Plektrum mehr, hab ja fünf Finger mit Nägeln was ja 5 Plektren gleichkommt.

Ich kann nur eines aus Erfahrung sagen, für manche Sachen braucht man tatsächlich Jahre bis es wirklich sitzt und sich ganz natürlich anfühlt wenn man die Technik spielerisch einsetzt, also der bewegungsablauf nahezu automatisiert ist und du dich nur noch um den Ausdruck kümmern musst.

Zb der RumbaVentilator, also dieser typische Gipsy King Rhytm, rein vom Bewegungablauf hatte ich das nach ca einem halben Jahr drauf in gemässigtem Tempo und es hat dann nochmal ca 3 Jahre gedauert bis es wirklich in angezogenem Tempo gegrooved hat. Mittlerweile erstelle ich eigene Ventilatoren und auch innerhalb der Rythmik phrasiere ich die Akzente.

Ich beschäftige mich derzeit nur noch mit Harmonien und damit das die diversen Spieltechniken nicht einrosten.
Hier und da mal ein neues Arpeggiomuster oder ein paar neue Tremolophrasierungen.
Was mich auch ständig beschäftigt sind Fingersätze, so das man hier und da ein Finger liegen lassen kann wenn man einen Mehrklang wechselt bzw vorbereitet. (Mit Tremolo mein ich nicht diesen Hebel)

Das Schöne: nach oben ist immer Luft was einen mit Motivation erfüllt.
 
Gab's im Musiker Board nicht ne Bluesgruppe zum Solieren auch Backin Tracks ?
 
Warum braucht ihr fremde Backing Tracks? :agent: Selbst ist man der Musiker! :school: :)
Das Forum heißt "sequencer.de" und ihr habt keinen Bock auf einen Sequencer oder wie? :lol:
 
Man kann ja gern mit einem Sequencer seine eigenen Backing Tracks erstellen und damit ein lebenlang auf der Stelle trampeln. Und dann gibt es da noch die ambitionierteren Leute die sich musikalisch gerne weiterentwickeln wollen. Und das geht halt nur dann wenn man über den eigenen Tellerand hinausblickt und Erfahrungswerte teilt bzw annimmt.
Schrecklich einfältig das man das hier in einem "Musikerforum" überhaupt proklamieren muss.
 
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Der nächste Step ist dann wirklich die Backingtracks entweder mit der Klampfe oder mit den Synthies zu erstellen und mit dem jeweils anderen die Melodie zu spielen. Bei mir heißt das "Track machen".
Im Moment bin ich froh über die Backingtracks bei YT - das ist Quick & Dirty. Keine Prokrastination - ich will mich aufs Spielen konzentrieren. Beim Synthie bin ich oft immer zu lange mit Verkabeln, Konfigurieren, Umbauen etc. beschäftigt, da kommt das spielen oft zu kurz (da ist der Kronos ein Segen: Einschalten, Sound wählen, spielen :) ).
 
ist wie ne Jam Session mit FREMDEN. :schwachz:


Eigentlich eine Schule durch die JEDER gestandene Musiker geht und wo man auch das meiste lernt.

Viele in der Maschinenmatrix und Automatenwelt kennen das garnicht und da erscheinen Backing Tracks auch als extrovertiertes Sakrileg.
 
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Ich und der Barre Griff sind sehr weit voneinander entfernt :)
Nein, der Justin sagt in seinem Video auch klar, dass es nur eine Empfehlung ist. Und tatsächlich ist der Griffwechsel von A nach D und umgekehrt recht easy. Klar, dass da immer weitere Varianten gibt, aber ich denke, wenn ich einmal mit einem Lernsystem anfange, dann halte ich mich auch an die Vorgaben.
Hier das Video:

View: https://www.youtube.com/watch?v=VkkOFLouQDs&index=11&list=PLCAAA4629624F20D8

du zeigst ein akkustikgitarren video und spielst E-gitarre?
das wäre so, als würdest du ein bratschen video zeigen, spielst aber geige,
oder tuba und spielst posaune.

e-gitarre hat mit akkustikgitarre nichts zu tun. vollkommen andere instrumente, ganz andere spieltechnik.
 
vollkommen andere instrumente, ganz andere spieltechnik.

Ein wenig übertrieben. Das könnte man fast ähnlich auf Les Paul vs Strat übertragen, denn auch die spielen
sich fast grundsätzlich anders, oder 6 Saiter vs mehr ?

Na klar, kannst du dein Können von einem Instrument auf das andere adaptieren, auch wenn es noch so abwegig ist ...

Auch kannst du eine E Gitarre so greifen, wie du es von der Akustichen her kennst. Viel wichtiger ist dabei, dass du
DEINEN Weg findest. Es gibt keine Regeln, wenn es gut klingt, nur manchmal etwas bessere oder eifnachere Wege.
 
Der Justin Guitar ist wirklich gut und ich mache schon ganz schöne Fortschritte. Bei täglich fast 1 Stunde üben sind auch die Fingerkuppen schon (fast) schmerzfrei und ich kann 6 Akkorde inkl. Akkordwechsel. Ich übe täglich die Akkorde, das akkurate Spielen und die Akkordwechsel. Dazu meist eine neue Lektion und jetzt kommen dann die "fiesen" Akkorde. Außerdem in der Theorie noch die Fratboard Sachen - da finde ich diese Seite hier ziemlich gut:
https://www.fachords.com/tools/fretboard-trainer/

Ist was für die Couch oder die Mittagspause.

Dass man Akustik- und E-Gitarre anders spielt - ja, das sieht man immer wieder. Aber in den Basiskursen spielt das - glaube ich - noch keine so große Rolle.

Und das Wichtigste: Mir macht es Spaß: Immer wenn ich das/der/die Bag aufmache und mich die Les Paul anstrahlt, dann muss ich lächeln. Ist ein gutes Zeichen.
:banane:
 
Der/die/das Original Gibson Bag ist aber sooooo schön. Da liegt sie ganz kuschelig drinnen und die Katzen kommen nicht ran.



Notiz an mich: Ich sollte über meine Beziehung zur Gitarre nachdenken.... :lieb::hae::romeo:
 
Bei täglich fast 1 Stunde üben

Wenn du muskulär den Grund geschaffen hast und noch Zeit bleibt, kannst du auch ausdehnen.

Als ich anfing gabe es Tage, da habe ich 12 Std am Tag geübt, natürlich mit Pausen, aber dann
konzentriert und gezielt. Von Einspielen, Fingerübungen, Synchrosachen, dann über Technikübungen
und letztendlich Lieder, die ich gerade übe und zum Abschluss Improvisation.

Heute schaffe ich es leider nicht mehr annähern, auch kann ich das tempo bei Master of Puppets nicht
mehr halten, Solo sowieso nicht ... aber was soll´s ... :D
 
Na, ich habe einen "ganz normalen" 9-10 Stunden Arbeitstag - viel mehr eine eine Stunde täglich ist da nicht drinnen. Ich lege erst mal den Grundstein und dann sehe ich, ob ich bei mir im Musikzimmer weiterdudeln will oder ob ich in Zukunft Stadien fülle. Man sehen :)
 
Sieht bei mir ähnlich aus und da ist ne Stunde schon sehr viel.

Man sagt ja ... Min 30 Min/Tag
 
e-gitarre hat mit akkustikgitarre nichts zu tun. vollkommen andere instrumente, ganz andere spieltechnik.


Stimmt doch garnicht,

Der C Dur Akkord ist auf beiden Instrumenten identisch, bei den anderen Akkorden bin ich mir nicht so sicher.

Ich glaub AMoll ist auch auf beiden Instrumenten gleich.

Spieltechnik ist auch ähnlich, man bringt die Saiten irgendwie zum schwingen.


Aber prinzipiell geb ich dir Recht, die Spieltechniken sind unterschiedlich und ist auf einer klassischen Gitarre sehr viel anspruchsvoller als auf einer EGitarre.
Selbst auf einer Western muss man sehr viel sauberer spielen als auf einer EGitarre.
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
Als Anspruchsvoller empfinde ich das nicht. Der Hauptunterschied zur Akustikgitarre ist der schmalere Hals, der kleinere Body und dass die Druckstärke bei der E-Gitarre geringer ist. Wenn ich bei meinem Verstärker auf "Clean" schalte (und so übe ich zu 99%), dann sirrt das auch, wenn ich nicht fest genug drücke oder ein anderer Finder im Weg ist.
Die Akustikgitarre ist halt ein Klangkörper für sich, und kann so "aus sich heraus" mehr Töne zaubern - mit Verstärkern und Effekten sieht das aber wieder anders aus.
 
Habe neulich einen schönen Übetip von Wayne Krantz gesehen: Mit Metronom üben, sich dabei aufnehmen, später anhören, aktiv den Timing-Eindruck beim Spielen mit dem Gehörten vergleichen: Das soll enorm beim akkuraten Timing helfen ... dabei mit Skalen anfangen, im Verlauf immer melodischer, phrasierter, musikalischer werden: herausfordernd!
 
e-gitarre hat mit akkustikgitarre nichts zu tun. vollkommen andere instrumente, ganz andere spieltechnik.
Es kommt darauf an, was und wie man darauf spielt. Ich spiele beide z.B. nahezu identisch. Bei meiner SLG200N weiß selbst der Hersteller scheinbar nicht, wo er sie einzuordnen hat. Man kann sie wie eine akustische spielen, sie hat "Katzendarm"-Saiten drauf, es steht aber E-Gitarre auf dem Gerät und auf der Verpackung drauf. Tja. "ES" steht bei Gibson übrigens für "Electric Spanish". Meine SLG200N ist auch quasi Electric Spanish. Aber auch meine "normalen" E-Gitarren spiele ich nicht viel anders als akustische. Ich spiele übrigens keine klassische Musik. Es gibt Leute, die auf einer E-Gitarre klassische Musik spielen.
 
Aber prinzipiell geb ich dir Recht, die Spieltechniken sind unterschiedlich und ist auf einer klassischen Gitarre sehr viel anspruchsvoller als auf einer EGitarre.

Da vergleichst Du Äpfel mit Birnen. Die Spielweisen sind - wie Du ja erkannt hast -extrem unterschiedlich, und auch bei E-Gitarren *sehr* komplex. Zudem fehlt bei dem Vergleich ein wesentliches Element: Bei E-Gitarren spielt der damit verbundene Verstärker/Lautsprecher und dessen Einstellungen eine derart große Rolle, dass man ihn aufgrund des Einflusses auf die Spieltechnik eigentlich zum Instrument dazuzählen muss. Damit bekommt "E-Gitarre spielen" eine ganz andere Dimension - das ist das was eine E-Gitarre ausmacht und sie wesentlich von einer Akustik-Gitarre unterscheidet.

Das spielt natürlich alles keine Rolle wenn man auf der E-Gitarre nur Lagerfeuermusik runterschraddelt. Wer sich tatsächlich mit dem Instrument beschäftigt wird sehr schnell merken dass das SPIELEN einer E-Gitarre keinesfalls "anspruchsloser" ist ... aber, wie gesagt, das kann man nicht so ausdrücken. Die spieltechnischen Gegebenheiten/Möglichkeiten sind einfach zu unterschiedlich.

Selbst auf einer Western muss man sehr viel sauberer spielen als auf einer EGitarre.
Ein guter Witz ... klar, wenn Dir dein Sound scheißegal ist, dann trifft das schon zu. Wie gesagt: Lagerfeuermusik runterschraddeln, dann ist eh alles wurscht.
 
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