Modularer einstieg

Dieses Thema im Forum "Modular" wurde erstellt von Malek, 4. April 2007.

  1. Malek

    Malek -

    Moin,

    ich heiß Malek und bin schon seit ner ganzen Weile (5 Jahre) in der digitalen Musikwelt unterwegs. Bisher aber eher auf der Software Seite oder digitale Hardwarekisten.

    Auf der Musikmesse bin ich irgendwann an dem legendären Doepfer Stand vorbei gekommen.
    von da an hab ich fast jeden Tag dort verbracht und die modulare Synthese hat mich seit dem mehr und mehr begeistert.

    Aller Anfang ist jedoch schwer und ich kenne mich auf dem Gebiet, gerade von der physikalischen Seite nur sehr begrenzt aus.

    Könnt ihr mir etwas empfehlen wie man einen Zugang zu dieser Welt der Klangerzeugung bekommen kann?
    Gibt es vielleicht eine art "getting started Kit" mit den rudimentärsten Modulen?

    Ich bin über jeden Hinweis erfreut.

    Danke!

    Grüße und frohe Ostern,

    Malek
     
  2. Jörg

    Jörg |

    Ja, zum Beispiel das Mini-System von Doepfer.
    Oder du nimmst einen Semimodularen, wie den Semtex oder den Red Square, wobei ersterer imho mehr zu bieten hat.
     
  3. Bernie

    Bernie Anfänger

    Als Einsteigersynth ist ein System von Döpfer immer eine gute Wahl. Es gibt eine fast unbegrenzte Auswahl an Modulen und jede Menge kompatible Module von anderen Anbietern.
    Wenn Du Platz in der Bude hast und Du lieber etwas größere Knöppe magst, dann schau mal bei Dotcom.
    Ist aber auch deutlich teurer (so ab 3k€).
     
  4. tronique

    tronique Synthesist

  5. interfunk

    interfunk aktiviert


    Hi,

    wenn Du Dir von Beginn an ein paar Erfolgserlebnisse gönnen möchtest würde ich ein vorgpatchtes System empfehlen. Zumal wenn Du nicht nur Klangforschung betreiben möchtest sondern auch bei einer Produktion das Modularsystem schnell mit Standardsounds und dann weiter mit Deinen individuellen Patches nutzen willst - ich habe damit die besten Erfahrungen gemacht, es wird wahrscheinlich auch andere Meinungen geben. Aber warum soll man nicht VCO - VCF - VCA ohne Strippen ziehen zur Verfügung haben..........ich finds super.

    Aus meiner Sicht würde ich Dir als Einstieg auf jeden Fall die Semimodularen: den Anyware Semtex, Cwejman S1, Roland System 100 oder 100m und Korg MS-20 empfehlen - mal abgesehen vom Geldbeutel. Es macht einfach nur Spass mit diesen Geräten zu arbeiten.

    Persönlich finde ich Doepfer unübersichtlich und zu eng gebaut, die Qualität ist für den Preis okay und es gibt die meisten Module.

    I..
     
  6. e6o5

    e6o5 -

    Beim 100m kriegst du aber ohne Strippen zu ziehen nicht wirklich einen Ton raus (ausser du hast das 110 Modul).
    Das System 700 ist doch mehr Semi-Modular oder?
     
  7. Malek

    Malek -

    Also für Projekte hab ich das nicht gedacht, eher für, wie du es nennst, Klangforschung.
    Rum drehen und sehen was sich entwickelt.

    Vor allem aber auch Soundmodulation von externen Soundquellen.
    Das Doepfer Mini z.B. hat keinen Externen Eingang wenn mich nicht alles täuscht.
    Kann man dann noch ein Zusatz Modul kaufen und es so einspeißen?
     
  8. Anonymous

    Anonymous Guest

    Mein Tipp:
    sich zuerst mal gaaaanz genau fragen was man eigentlich will.


    frimeln/experimentieren, einfach freude haben am schrauben ß
    komplexe Synthstrukturen bauen ( eines Tages ) ?
    überhaupt: einfach die suche nach DEM fetten Synth ?
    die suche nach unkonventionellen klängen ?

    und vor allem auch:
    wieviel Geld hat man als startkapital


    Anosnten kann ich auch den Semtex bestens als guten einstieg empfehlen.
    Das Teil klingt fett und macht Lust auf mehr.

    Problem ist ja dass man am anfang den Wald vor lauter Bäumen nicht sieht.
    Wie soll man wissen welche Module die richtigen sind ?
    Und einfach so kann man das auch nicht auflisten.
    Ausser:
    ausser wenn dein Budget gross genug ist ;-)
     
  9. Anonymous

    Anonymous Guest

    übrigens:

    :hallo:
     
  10. iconos

    iconos -

  11. Bernie

    Bernie Anfänger

    Naja, das System 100M wird für rund 3000 Euro, das System 700 komplett für 40.000 Euro gehandelt, ob das jetzt ein guter Tip für einen Einsteiger war? Wer 3kEus ausgeben kann und möchte, der kann sich gleich einen Dotcom oder so holen. Der Semtex ist, wie der MS20, semi modular, da kann man keine Module tauschen.
     
  12. interfunk

    interfunk aktiviert

    Einen externen Audioeingang haben die alle......Standard. Du kannst alle als Filterbank missbrauchen.

    Schau Dir mal den Cwejman S1 an und checke die Soundbeispiele. Den kannst du wiederum mit den Modulen die es gibt kombinieren und ausbauen - aber da hast Du was fürs Leben bis zur Rente. Top Qualität der Bauteile, ein absolut geil klingendes Filter und unendliche Möglichkeiten Klangforschung zu betreiben.

    Das Sparen lohnt sich für die Kiste und Weihnachten kommt bestimmt.

    I..
     
  13. cereal

    cereal -

    Ich denke, der oben von interfunk vorgeschlagene MS20 ist ein schlechter Modularer Einstieg, wenn dein Hauptziel die Klangforschung ist, denn an diesem ist der Audiopfad festverdrahtet. Zudem hat er einen etwas eigensinnigen Klangcharakter :cool:
    Ich denke, dass ein Doepfersystem oder, falls in Deinen Händen grosse Klinken und Knöpfen besser liegen, ein Synthesizers.com-System ein guter Einstieg in die Modularwelt ist. Ich kann jetzt nicht mit Erfahrung von semimodularen Systemen reden, aber bei einem Semimodularen ist es halt schwer einen Teil davon zu verkaufen und durch etwas anderes zu ersetzen. ;-) Wenn man ein vollmodulares System zulegt und eine Zeit lang damit seine Erfahrungen sammelt, erkennt man vielleicht auch mal, dass man das Eine oder Andere Modul vielleicht lieber durch etwas anderes ersetzen würde, was man bei einem Semimodularen nicht machen könnte.
     
  14. Es scheint, als sollte es ein modularer und kein semi-modularer Synth sein - von wg. Klangforschung und externe Signale bearbeiten.

    Es gibt bei Doepfer eine Seite mit Systemvorschlägen, die auch Vorschläge enthält für Systeme, die zum Verwursten externer Quellen optimiert sind. Ist ganz interessant, sich die anzusehen.
    http://www.doepfer.de/a100_systems_d.htm

    Für den Kauf sind 2 Fragen wichtig: Format (6,3mm Klinke oder 3,5mm Klinke) und Geld (i.d.R. sind die 6,3mm Klinke teurer).

    Bist Du Dir sicher, welches Format für Dich in Frage kommt, dann kannst Du überlegen, welche Hersteller, die richtigen Module für Deinen Zweck anbieten.

    Kannst Du Dich mit den kleinen Klinken anfreunden, dann ist Doepfer wahrscheinlich erste Wahl: es ist günstig und es gibt viele Module.

    Wenn Du mit externen Sounds nicht einen VCO meinst, Du den schon rumstehen hast, sondern Geräusche aus dem Umwelt: Dafür würde ich *nicht*, *niemals* und *auf keinem Fall* einen (semi-)mod. Synth nehmen, der für die substraktive Synthese (= das, was mit einem analog. Synth überwiegend gemacht wird) optimiert ist. Elektronische Musik (a la Kraftwerk, Aphex Twin...) und elektro-akustische Musik (a la Pierre Schaeffer...) sind sehr versch. Sachen.

    Du wirst wahrscheinlich einen (oder mehrere) External In brauchen, der ein Envelope Follower und Trig Out hat. Für externe Sounds finde ich die klassischen Synth-filter (Lowpass und Highpass) oft ungeeignet. Besser: eine Filterbank und/oder Resonanzfilter (Dopefer A127 oder Analogue Systems RS360); Frequency Shifter (der von Doepfer ist nicht so gut!); das Doepfer Reverb ist wg. seinem Feedback In schön...
     
  15. Moogulator

    Moogulator Admin

  16. Gerade für Audio-Processing hat Cwejman sehr qualitativ gute, aber auch sehr teure Module im Angebot.
     

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