Monitor Tip: alte Brauns

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Hi,

nachdem ich jahrelang mit Yahama NS40 gearbeitet habe mag ich keine 2Weg-Systeme mehr.
Nun sind die Yahamas für meinen aktuellen Raum schlicht zu gross, also habe ich mich auf die Suche nach 3-Wege Regalboxen gemacht.

Beim Hi-Fi Dealer meines Vetrauens wurde ich fündig:
Reconed Braun 3-Wege aus den Siebzigern für 180EUR/Paar. Noch nie war 3-Wege sooo günstig und die Dinger klingen echt genial.

Wichtig ist, dass die Speaker Reconed, also mit neuer Sicke sind. Nach 30 Jahren zerfällt die der alte Schaumstoff. Da gibt es wohl Spezialisten die sowas machen.
Aktuell stehen wieder ein Paar beim Dealer...ich bin schon am überlegen, ob ich mir noch ein paar fürs Wohnzimmer hole. :mrgreen:
 
Zu den genannten Brauns kann ich nichts sagen.
Grundsätzlich ist das aber eine Idee ... der "Trick" an der Sache liegt dabei, seine Boxen zu kennen.
Weiß man, welche Stärken und Schwächen sie haben, kann man damit auch einigermaßen arbeiten.
Ein Gegenhören auf anderen Monitoren wäre dennoch empfehlenswert.

Ich nutze seit zwei Jahren Vatis RFT BR-50 (ebenfalls mit neuen Sicken und Kalotten, hat 125 Ocken gekostet *hust* ). Im Vergleich zu großen Genelecs und Adam S3 kommen die nicht an ... das Resultat ist idR aber nicht verkehrt und geht in die richtige Richtung.

Haben die Boxen der Wahl allerdings größere Schwächen (wenig Bass, total schwammige Höhen usw), würde ich diese dann definitiv nicht in meine Bude stellen.

(Nur mal so, um den Thread etwas Schwung zu geben)
 
Welche Brauns sinds denn?

Wenns die L-810er von Braun sind, kann ich die fürs Wohnzimmer empfehlen (aber nicht unbedingt als Abhören) - hierzu ein Thread dazu, den ich vor ein paar Jahren im Hifi-Forum gestartet hatte:
http://www.hifi-forum.de/viewthread-84-10124.html

(möglicherweise müssen aber gerade bei so alten Schätzchen die Elkos ausgetauscht werden. Und: Die L-810er haben übrigens Gummisicken, die nach 40 Jahren noch in Ordnung sein können)
 
Ich mag meine Braun L630 auch, die Schaumstoffsicke habe ich durch Gummisicken ersetzen lassen. Allerdings stinken sie gegen meine Yamaha msp 10 Studio dann doch recht stark ab.
 
interessant. Ich bin immer noch im HiFi-box-Stadium, und plage mich seit Jahren mit der Frage ab, was ich, ohne mein Budget zu belasten, tun könnte. Ich mag eigentlich die Lautstärkenregelung per Verstärker contra Aktivboxen. Also wenn man einigermassen vernünftige Boxen hat, wie ist die Empfehlung punkto Verstärker? Habe kürzlich im Elektroschrott einen sauber arbeitenden Marantz Receiver SR620 gefunden, den ich gar nicht übel finde.

Beim mehrmaligen Probehören mit mir bekannten Stücken musste ich bei den Aktivboxen leider feststellen, dass nur die grossen Genelec befriedigend, also gut waren. Das ist aber vom Preis her fern von gut und böse, da ich eigentlich vier davon haben sollte. Mit billigen Aktivboxen wäre ich eventuell sogar schlechter bedient, als mit dem schon Vorhandenen. Meine vorhandenen Boxen sind nicht erste Wahl, ein Paar "Acoustic Research" Boxen, die zwar die Sache rüberbringen und punkto Räumlichkeit nicht als schlecht bezeichnet werden können, und ein Paar Sony Plastikboxen, die einfach nur Schrott sind.

Auf was ist bei einem Verstärker zu achten?
 
Kann mich allem hier Gesagtem anschließen. Mit guten HiFi-Boxen kann man genauso mischen wie mit Studiomonitoren, vorausgesetzt, man kennt sie gut (bzw. weiß, daß sie nicht billig zusammengeschustert sind). Ich habe jahrelang mit Canton LE-600/900 aus den 1970ern gemischt, die seinerzeit noch von einem klassisch ausgebildeten Tonmeister bei Canton entwickelt worden waren. Bevor ich meine Klein & Hummels bekam, hatte ich für kurze Zeit sogar mal die Technics SB-RX50 Koax-Lautsprecher im Studio; die klangen zwar deutlich hifi-mäßiger, aber schlußendlich hört der Endverbraucher ja auf genau so einem HiFi-Gerödel die Aufnahmen wieder ab. Teures Equipment haben wahrscheinlich nur die wenigsten zuhause stehen, und die hören dann meistens irgendeinen Jazz- oder Klassikkrams darüber.

Wichtig bei einem Verstärker ist, daß er genügend Leistungsreserven mitbringt. Ein HiFi-Amp fängt ja erst dann an, Verfärbungen zu produzieren, wenn er an der Leistungsgrenze arbeiten muß. Im Prinzip kannst Du jeden großen Amp nehmen. Ich persönlich stehe sehr auf die großen Marantz, habe aber auch einen alten Denon Class-A am Schnittplatz, der ein Paar MB Quart 280 betreibt. Zum Abhören reicht das allemal. Selbst kleine Scheißwürfel wie Computermonitore sind prima; wenn´s auf denen gut klingt, klingt´s überall gut (das Auratone-Prinzip).

Stephen
 
Ich bin gerade beruflich unterwegs und kann deshalb nicht auf das Typenschild schauen.
Ich habe aber bei Ebay ein paar L530 gesehen, die genauso aussehen.

Der Bass der Brauns ist durchaus Hi-Fi-esk warm. Meine alten Yamaha NS-40 (Grosser Bruder der NS10 als 3-Weg) waren da schon knackiger, dafür aber Yahama-typisch etwas unterbelichtet. Für den Gebrauch im Schlafzimmerstudio sind die Braun OK, mann muss halt etwas auf den Bass achten.
Die Yahamas sind leider im laufe der Zeit echt abgerockt. Ein Bass hat eine Kabelbruch an der Sicke und die anderen haben auch schon was abbekommen. Ein Mitteltöner sit auch etwas leiser als der andere. Neue Chassis für die kosten leider mehr als ein paar Gebrauchte bei Ebay zu schiessen.
Als Midfield waren die Yamahas jedenfalls der Hammer.

Mir war es wichtig ein kompaktes 3-Wege System zu bekommen. Ich habe jahrelang auf den NS40 abgemischt. Bei allen getesteten 2-Wege-System fehlte mir die Präsenz. 2-Wege Systeme haben da einfach Probleme mit der Auflösung. Ein halbwegs bezahlbares 3-Wege System in der grösser einer Regalbox zu finden ist ziemlich schwierig. Da waren die Brauns ein echter Knüller. Für Klang als 3-Wege-System sind 180EUR wirklich ein Schnapp.

Aber es stimmt schon, man kann auf allen Boxen, die man gut kennt abhören. Meine alten NAD 8225 als Zweitmonitore werde ich niemals hergeben. Trotzdem macht es auf den Braun einfach mehr spass.

Das Thema Verstärker ist ein eigenes. Aktuell habe ich eine alte Technics Endstufe, mein alter Harman Kardon Vollverstärker hat leider grätsche gemacht. Zu der Technics kann ich noch nichts sagen, dafür kenne ich sie noch zu wenig und wegen kaputtem Harmen kann ich auch keinen A/B-Vergleich fahren.
Prinzipiell sollte man sich erst mal auf die Boxen einhören und wenn man die gut kennt kann man anfangen mit dem Verstärker zu experimentieren.
 
ppg360 schrieb:
Wichtig bei einem Verstärker ist, daß er genügend Leistungsreserven mitbringt. Ein HiFi-Amp fängt ja erst dann an, Verfärbungen zu produzieren, wenn er an der Leistungsgrenze arbeiten muß. Im Prinzip kannst Du jeden großen Amp nehmen.
das denke ich auch, deshalb gehe ich mit möglichst hohem Signal aus dem Mixer in den Marantz und muss den nur wenig aufdrehen, um laut zu haben.
 


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