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Musikalische Entwicklung: Klavier

Moin!

Ich habs mit E Gitarre probiert, mit Bass, meine reduzierten Möglichkeiten am Keyboard auf bestenfalls gymnasial Niveau, aber gerade die Saiteninstrumente bringen mich elektronisch nicht weiter. Bass vlt, aber Gitarre? hmm hatte da so meine Probleme frei über Progressionen zu solieren, zu abstrakt und nicht linear-logisch, da sind die Ergebnisse anders und oft auch unpassend zu elektronischer Musik.

Jetzt probiere ich Klavier, hätte ich eh gleich machen sollen. Bin kein Anfänger mehr.

Welche Titel könnte man sich für die nöchsten 6-12 Monate vornehmen? Hab jetzt mit Bachs Präludium angefangen, aber würde natürlich auch gern an einem Titel arbeiten, der komplett spielbar für mich ist.

Eure Erfahrungen/Gedanken dazu?
 
Letzteres ist getan - Lehrer vlt ... irgendwann zur "Korrektur". Ich möchte erstmal so sehen, wie weit ich komme. Ist ne Frage unsteten Zeitmanagements
 
Ich sach mal so: kommt darauf an was Du magst und wohin Du willst.
Für Training und Verbesserung von Spieltechnik ist Klassik sehr gut geeignet. Sie bringt Dich auf jeden Fall technisch weiter am Instrument. Welche Stücke Du da übst ist völlig Wurst. Das muss keine Selbstkasteiung werden, wo jede Note hart erkämpft wird. Spass soll es ja auch noch machen. Klassik bringt Dein Hirn und Finger aber nicht in Verbindung mit dem was man für "Popmusik" braucht. Dazu zähle ich jetzt auch mal Mukke mit Synth.
Da braucht man andere Tonleitern und einen anderen Zugang zu der ganzen Chose. Weg von Noten, hin zu freiem Spiel, "spielerisch" das Instrument erkunden und selbst gefallende Harmoniefolgen in das Muskelgedächnis zu bringen. "Frei" speieln zu können ohne ein Stück von Noten auswenig gelernt zu haben. Das Aneignen von "Licks" und Pattern die man mag, Umsetzen von dem was man "fühlt" in die Finger bringen. Das lehrt Dich Klassik überhaupt nicht. Klassik ist da wie ein Vorlesewettbewerb. Das rezitieren von dem was andere Menschen irgendwann mal ausgedacht haben.
Auch rythmisch ist das eine ganz andere Nummer. Funk und Soul Spieltechniken am Keyboard zu lernen bringen ungemein weiter, ganz vorne vor allem was Groove und Timing angeht. Das bekommst du sonst nirgends.
Ich habe schon öfter gute Klavierspieler getroffen, viel besser am Piano als ich. Aber wenn es dann darum geht "frei und groovy" irgendwas zu machen oder irgendwo mitzumachen, wird es sehr, sehr amateurhaft. Timing total daneben, keine oder wenig Ideen der Variation um Figuren herum, was passt, was klingt, was einfach amtlich rüber kommt.
Versuche mal Sachen aus dem Genre herauszuhören, was die da spielen und versuche es nachzumachen. Tutorials auf Youtube sind (bedingt) geeignet auf die Sprünge zu helfen, aber auch da Vorsicht, sind oft voller Fehler, wo nicht richtige Akkorde gezeigt werden. Das herauszuhören schult das musikalische Gehirn ungemein.
Beispiel: Lerne "September" von Earth Wind+Fire. Gute Übung für die Finger, Soulige Akkorde mit Timing in die Finger zu bekommen. Bis Du völlig smooth mistspielen kannst. Andere Nummer: Let´s Groove tonight. Lerne den Basslauf mit dem Vocoder gleichzeitig mit den Chords zu spielen. Lerne die Nummer von Anfang bis Ende mitzuspielen, als wärst Du der Bandkeyboarder.
Funky Clavi: Superstition von Stevie Wonder. Das braucht eine ganz dedizierte Technik und ist eine sehr interessante Übung, damit das nicht lahm klingt. Wirklich, mit gutem Groove Clavi spielen zu können, das bekommen nur sehr wenige hin. In der Regel klingt das nur gewollt aber nicht gekonnt. Da muss man lange üben bis irgendwann ein Knoten platzt und man seinen Rythmus gefunden hat. Timing ist das A und O.
Youtube: Matt Johnson von Jamiroqai hat einen Kanal, auf dem er u.a. auch einige Spieltipps für Keyboarder gibt, die Dich weiter bringen können.
 
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M.i.a.u.: hardberg, Archivicious und KleinKlang
Ich bin es von der Gitarre schon gewohnt nach Metronom zu spielen, zum Aufwärmen ne Stunde Technikübungen sind mir nicht fremd. Ich möchte alle Themenbereiche in täglichen Workouts kombinieren und sehrvgezielt üben

- Aufwärmen/Technik
- Skalen/Progressionen/Harmonielehre
- Üben klassischer Titel
- Impro ggf am Synth

Ich möchte tiefer in Musik einsteigen, mit dem Ziel es für die eigene Musik anwenden zu können, sowie auch mal tight einspielen zu können.

Was ich brauch ist immer Struktur, dann gehts leicht, also praktisch: Übe das und das und arbeite das Buch durch 😬 Bin ich zu frei, laufe ich auch frei und mache irgendwann nur das worauf ich bock habe - und das ist sicher nicht das Klavierspielen 😜😂
 
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M.i.a.u.: kernelkid
Mit 2 Unlimited - No Limit machst du nichts falsch.
 
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M.i.a.u.: goorooj und Feedback
Was ich brauch ist immer Struktur, dann gehts leicht, also praktisch: Übe das und das und arbeite das Buch durch 😬 Bin ich zu frei, laufe ich auch frei und mache irgendwann nur das worauf ich bock habe - und das ist sicher nicht das Klavierspielen 😜😂
An Youtube tutorials mangelt es nicht.

Das hier ist ein gutes Beispiel wie sowas aussehen sollte.
Kein Gelaber, einfach nur gutes teaching. Besser verständlich als das wirds für mich nicht.
So ein Boogie ist jetzt auch nicht nur ein Partytrick, du lernst auch wirklich wichtige Dinge wie hand independence ( kann ich bis heute nicht ) und Geschwindigkeit.



Was aber sowas nicht ersetzen kann sind grundlegende Dinge wie die richtige Finger-, Hand- und Armhaltung um dann später keine Probleme zu kriegen besser zu werden wenn du dir das falsch angewöhnt hast.
 
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M.i.a.u.: kernelkid
Letzteres ist getan - Lehrer vlt ... irgendwann zur "Korrektur". Ich möchte erstmal so sehen, wie weit ich komme.
Eingebrannte schlechte Fingersätze und Spieltechniken am Klavier sowie falsche Körperhaltungen nachträglich (auch mit einem Lehrer) korrigieren zu wollen ist, meiner Erfahrung nach, sehr schwer bis fast unmöglich und immer enorm zeitaufwändig und frustrierend. Gerade bei in sich geschlossenen Stücken.

Kein Youtube, keine KI - Entweder Buch oder alternativ Flowkey/Yousician
Es ist auch beim Pianolernen enorm hilfreich Pianisten zu zu sehen, wie sie ihre Finger LANGSAM bewegen, weil man dann sieht wo die Kraft jeweils herkommt und vor allem, wie man die Hand-, Ellebogen- und Schultergelenke in Position bringt, ohne dass man sich nach 3 Monaten Verspannungen einfängt. Auch beim Sitzen an digitalpianos hat die ganze Körperhaltung Relevanz: Ein Fuss is ja immer vorne am Pedal, die Statik ist selten symmetrisch.

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Kl. Tipp: In der Klassik den Daumen immer bremsen, immer. Der Daumen, der ja in der MItte spielt, spielt sonst generell immer zu laut. Dazu den Mittefinger als Achse verstehen und stetig versuchen immer etwas mehr Gewicht (Lautstärke) auf Aussen legen: Also auf Bass und die höchsten Töne.

Das Wichtigste ist eh das Lauschen.
 
  • Daumen hoch
M.i.a.u.: ModernerPurist

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