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Native Instruments GmbH is in preliminary insolvency

  • #391
Naja gut, dass glaube ich gerne, aber im Prinzip haben es alle Anderen ja auch irgendwie früher hinbekommen, auch viel kleinere Entwickler. Ich vermute halt , dass damals Trennung von GUI und Applikation architektionisch nicht so üblich war.
Nein, das Problem ist ein anderes. In den frühren Jahren von VST-Plugins war der absolut übliche Weg das Userinterface aus lauter kleinen Bitmaps zusammenzubasteln, für die verschiedenen Knob-Positions gab es dann entsprechenden viele Bitmaps, aus welchen an der passende Stelle eine ausgewählt wird. Bei NI hatten wir ein Framework, was gegenüber VSTGUI (von Steinberg) deutlich Fortschrittlich war, der UI-Designer konnte da z.B. recht unabhängig von den Entwicklern sich um die Oberfläche kümmern, und ein Softwareentwickler hat sich dann um die Verbindung zur Audio-Engine etc. gekümmert.
Bei den meisten anderen Entwicklern, welche heute noch existieren, würde ich behaupten, dass die sowieso erst auf dem Markt gekommen sind, als es Frameworks wie Juce oder iPlug2 gab, welche halt direkt vektororientiert gearbeitet haben.

Ich denke einer der großen Managementfehler war einfach, dass man, als die Gründer den Laden übergeben haben, zu wenig sensibel den Change gestaltet hat, um die wichtigen Leute zu halten. Das kann man sich so richtig lebhaft vorstellen, wie die Kultur von Inhaber-geführt zu PE-Fond mit den Leuten dann geclasht hat und dann nach und nach, das komplette Know-How rausfluktuiert ist. Und bis man oben geschnallt hat, was eigentlich passiert, waren die wichtigsten Leute, die den Karren gezogen haben dann weg.
Sehr viele wichtige Leute sind schon gegangen, bevor überhaupt Investoren eingestiegen sind. Da ist Stephan Schmitt als Firmengründer sicherlich das bekannteste Beispiel, aber die Liste ist wirklich lang, die ursprünglichen Leute hinter Traktor sind z.B. auch schon sehr lange nicht mehr bei NI ...
Es muss aber auch klar sein, dass sich eine Firma so langfristig nicht halten kann.
Warum? Der Geschäftsbericht von 2023 spricht da andere Bände.
Der Innovationsgrad von NI ist, für die Anzahl von Leuten, die da wahrscheinlich beschäftigt sind, lächerlich. Und nur alle drei Jahre mal nen Arpeggiator für Kontakt dazubasteln oder ne neue Oberfläche auf einen bestehenden Synth aufsetzen ist für so eine große Firma, die so viele Mäuler stopfen muss, halt auch zu wenig.
Ach, dieses Argument wieder. Da würde ich sagen, dass Du aus Deiner Blase nicht erkennst, dass viele Leute einfach nur Musiker sind und überhaupt keine Probleme haben, fertige Sounds einzusetzen. Mein Bruder ist zum Beispiel total begeistert von Komplete, von dem würde ich eine solche Kritik nie hören.
Das ist so ein bisschen, wie mit der Auto-Industrie oder generell deutschen Industrien. Man melkt halt bestehende Geschäftsmodelle, in der Hoffnung, dass diese ewig währen, vergisst dann aber irgendwann mit der sich weiterdrehenden Welt mitzuziehen. Und so gehen hier immer ganze Branchen kaputt.
Auch wenn es mir selber nicht gefällt und ich kaum noch was von NI einsetze, so sehe ich das wirklich anders. Z.B. mit Reaktor hat NI nie wirklich großartigen Umsatz gemacht. Aus meiner Sicht hat im Laufe der Jahre NI schon recht gut verstanden, in welchem Bereich sie am besten/leichtesten Geld verdienen kann, und sich auf diesen Bereich konzentriert.
 
  • #392
Nein, das Problem ist ein anderes. In den frühren Jahren von VST-Plugins war der absolut übliche Weg das Userinterface aus lauter kleinen Bitmaps zusammenzubasteln, für die verschiedenen Knob-Positions gab es dann entsprechenden viele Bitmaps, aus welchen an der passende Stelle eine ausgewählt wird. Bei NI hatten wir ein Framework, was gegenüber VSTGUI (von Steinberg) deutlich Fortschrittlich war, der UI-Designer konnte da z.B. recht unabhängig von den Entwicklern sich um die Oberfläche kümmern, und ein Softwareentwickler hat sich dann um die Verbindung zur Audio-Engine etc. gekümmert.
Bei den meisten anderen Entwicklern, welche heute noch existieren, würde ich behaupten, dass die sowieso erst auf dem Markt gekommen sind, als es Frameworks wie Juce oder iPlug2 gab, welche halt direkt vektororientiert gearbeitet haben.
Naja du bist/warst da sicherlich näher dran. Aber die anderen Hersteller haben sich schon auch recht lange Zeit gelassen von BMP auf Vektor-basiert umzustellen. Die hatten da schon auch was zu tun.


Warum? Der Geschäftsbericht von 2023 spricht da andere Bände.
Kann ich nicht nachvollziehen. Ich sehe auch nur den Geschäftsbericht der Music Creation Group und da gehen die Umsätze 2022, 2023, 2024 von 161 auf 153 auf 130 Mio. zurück. Was hingegen steigt ist das negative Konzernergebnis von -111 auf -140 und dann -149 Mio. Klar sind da viele Finanzschiebereien und Abschreibungen mit im Spiel aber am Ende sind das keine guten Zahlen die auch immer schlechter werden.

Für NI selbst sind die Umsatzerlöse von 100 Mio EUR in 2020 auf ca. 95 Mio in 2022 und 2023 und dann 79 Mio in 2024 zurückgegangen. Da wird's wohl in 2025 noch niedriger gewesen sein. Ich sehe da nihct, dass deren Produkte weggehen, wie geschnitten Brot.

Ach, dieses Argument wieder. Da würde ich sagen, dass Du aus Deiner Blase nicht erkennst, dass viele Leute einfach nur Musiker sind und überhaupt keine Probleme haben, fertige Sounds einzusetzen. Mein Bruder ist zum Beispiel total begeistert von Komplete, von dem würde ich eine solche Kritik nie hören.
Da hast du recht, ich bin da natürlich in einer Blase, wie Jeder irgendwie. Ich sehe jetzt aber trotzdem nicht, warum ein Musiker, wie z.B. dein Bruder unbedingt von Komplete 14 (oder 13 oder 12) unbedingt auf Komplete 15 updaten soll. Wo ist da der Mehrwert für ihn, den entsprechenden Aufpreis zu zahlen?

Außerdem hat man ja schon Serum 2 bekommen, in den man sich einarbeiten muss, muss erstmal die jährlichen kostenlosen Feature-Hübe von Pigments und Falcon verdauen. Dann kommt jetzt Zebra 3, für die meisten entweder kostenlos oder für 29 EUR und das Budget ist auch schon leer, weil Omnisphere 3 wollte man auch unbedingt haben und Fabfilter kommt auch jedes Jahr mit nem Update.

Also warum sollte man noch 99 EUR für ein Komplete Standard Update zahlen damit man die 51. Urban Beats und die 63. Trap Sound Extension bekommt? Allein im Sinne der Aufmerksamkeitsökonomie.


Auch wenn es mir selber nicht gefällt und ich kaum noch was von NI einsetze, so sehe ich das wirklich anders. Z.B. mit Reaktor hat NI nie wirklich großartigen Umsatz gemacht. Aus meiner Sicht hat im Laufe der Jahre NI schon recht gut verstanden, in welchem Bereich sie am besten/leichtesten Geld verdienen kann, und sich auf diesen Bereich konzentriert.
Ja schade eigentlich. Weil es vermutlich für viele immer noch das Herz des Unternehmens ist. Sie hätten es vielleicht konsequenter zu einer Plattform ausbauen sollen.

Wenn ich ehrlich bin, sehen die Geschäftsberichte eher so aus, als hätte man sich darauf konzentriert durch Fusion, Konsolidierung, Mitarbeiterabbau und Finanztricks erfolgreich zu sein und nicht durch gute sich stetig verbessernde .Produkte.

P.S.: was hast du für oder bei NI gemacht?
 
  • Daumen hoch
M.i.a.u.: Dagalos
  • #393
Naja du bist/warst da sicherlich näher dran. Aber die anderen Hersteller haben sich schon auch recht lange Zeit gelassen von BMP auf Vektor-basiert umzustellen. Die hatten da schon auch was zu tun.
Was ich damit aussagen wollte: Hersteller, die später mit der Entwicklung angefangen haben, mussten erst garnicht umstellen, weil sie sowieso schon Juce benutzt haben. Welche Plugins gibt es denn noch auf dem Markt, die so alt sind wie Kontakt und Reaktor? Halion fällt mir da ein, da weiss ich nicht, wielange Steinberg dafür gebraucht hat. Reason ist zwar kein Plugin, aber ähnlich alt, und da kann man sehr gut sehen, wie lange die benötigt haben, um Reason vollständig umzustellen (falls sie das überhaupt mittlerweile geschafft haben, beim Rack bin ich mir da garnicht so sicher).
Kann ich nicht nachvollziehen. Ich sehe auch nur den Geschäftsbericht der Music Creation Group und da gehen die Umsätze 2022, 2023, 2024 von 161 auf 153 auf 130 Mio. zurück. Was hingegen steigt ist das negative Konzernergebnis von -111 auf -140 und dann -149 Mio. Klar sind da viele Finanzschiebereien und Abschreibungen mit im Spiel aber am Ende sind das keine guten Zahlen die auch immer schlechter werden. Für NI selbst sind die Umsatzerlöse von 100 Mio EUR in 2020 auf ca. 95 Mio in 2022 und 2023 und dann 79 Mio in 2024 zurückgegangen. Da wird's wohl in 2025 noch niedriger gewesen sein. Ich sehe da nihct, dass deren Produkte weggehen, wie geschnitten Brot.
Okay, da kennst Du wohl einen aktuelleren Geschäftsbericht als ich, Zahlen für 2024 kenne ich z.B. keine. Hast Du für den ein Link?
Da hast du recht, ich bin da natürlich in einer Blase, wie Jeder irgendwie. Ich sehe jetzt aber trotzdem nicht, warum ein Musiker, wie z.B. dein Bruder unbedingt von Komplete 14 (oder 13 oder 12) unbedingt auf Komplete 15 updaten soll. Wo ist da der Mehrwert für ihn, den entsprechenden Aufpreis zu zahlen?
Also er ist immer recht gut informiert, welche neuen Libraries existieren und schwärmt auch desöfteren von welchen. Ob er die dann einzeln kauft oder auf ein Update warten, da müßte ich erst nachfragen.
Außerdem hat man ja schon Serum 2 bekommen, in den man sich einarbeiten muss, muss erstmal die jährlichen kostenlosen Feature-Hübe von Pigments und Falcon verdauen. Dann kommt jetzt Zebra 3, für die meisten entweder kostenlos oder für 29 EUR und das Budget ist auch schon leer, weil Omnisphere 3 wollte man auch unbedingt haben und Fabfilter kommt auch jedes Jahr mit nem Update.
Mein Bruder hat sicherlich noch nie was von Serum 2, Falcon und Zebra 3 gehört. Pigments schon eher, da von Aturia, allerdings hat er meines Wissens nichts von Aturia, zumindest hat er nie etwas davon erwähnt. Natürlich ist das jetzt eine anekdotische Evidenz, aber ich habe auch noch mit ein paar anderen Musikern kontakt, bei denen das zumindest sehr ähnlich ist.
P.S.: was hast du für oder bei NI gemacht?
Softwareentwicklung, von 1999 bis 2007, ist also schon eine Ewigkeit her.
 
  • #395
Die Gesichte ist tatsächlich etwas anders... Weder hat NI PA oder Izotope aufgekauft...
Es begann alles mit Soundwide, die NI, PA, Izotope, Brainworx, Soundstacks geschluckt haben. Investor war "Fransico Partners"
Dennoch gab schon damals Probleme, was eine Restrukturierung erforderte. Sprich, der Name Soundwide verschwand in diesem Prozess und das gesamte Konstrukt wurde unter das Label Native Instruments gestellt.
stimmt , an den Namen Soundwide konnte ich mich auch noch erinnern, diesr wurde i.d. T wieder schnell duch NI ersetzt ... Hatte mich gewundert .. ehrlich gesagt hatt die Story auch nur halb verfolgt ... erst jetzt wo ins Eingemachte geht mwurde ich hellhörig . XD ich vermute mal ,dass der sch Investor alles an die Wand gefahren hat oder irgendwelche Konzepte / Veranderungen auf dem Weg gebracht hat ,die letztendlich zu finanziellen Problemen geführt haben . Stichwort ( max Rendite ) Das ist alles Spekulation .. Nur NI und der neue Investor Francisko Partners weiß wirklich was die Ursache dafür ist ...
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Ja ,das ist das Problem bei 3rd Party plugin /Libraries Hersteller ,gehen die Konkurs ,dann warst das mit der Bezahlten Software ,das ist m.E Betrug am Kunden . ((. Ein ilok Dongle System ist in vielen Fällen am sichersten. . Aber am besten und sinnvollesten wäre es ,

Bevor die Anfangen irgendein Scheiß zu veranstalten , sollten Sie lieber dafür Sorgen ,dass Ihre Produkte am laufen bleiben oder es für ihre Nutzer / Kunden offline freischalten ,sodass im Fall der Fälle ihre Plugins und Librarys auch ohne Account und Lizenz abfrage installierbar bleiben ... Es gibt Millionen Kunden / Nutzer auf der Welt , die haben den finanziellen Schaden ...
--- alles nur ,weil diese fast alle Plugins /DAW Firmen ihren paranoiden Zwang ausleben und ihre Produkte mit irgendwelchen abartigen Kopierschutzmaßnahmen kaputt machen ... Wenn jemand das Hacken will ,dann kann der das irgendwann , , Leiden tun immer die Ehrlichen Kunden ,die für Ihre Software Geld bezahlen .. genau diese Leute stehen dann mit leeren Händen / Lizenzen da ,wenn die die Bude dicht machen und die Aktivierungsserver abschalten .
 
  • #396
Aber achtung ,dass kann jede 3rd Party Softwarefirma treffen . deshlab invenstiere ich da nix .... sonst muss man echt immer Angst haben ,dass sein bezahltes Produkt nach ein paar Jahren nicht mehr geht ...
Solange der Hersteller keine Onlineaktivierung hat und man unter Windows oder Linux arbeitet, kann man von ausgehen, dass das auch in 20 Jahren dann noch geht. Neue Hardware kann genauso in ein paar Jahren komplett unbrauchbar sein. Ich könnte kein SMD Zeug reparieren. Wenn bestimmte Microcontroller oder FPGAs etc nicht mehr produziert werden, dann steht man auch im Regen, wenn es für das Gerät nicht zufällig Ersatzschaltungen gibt.

Ich gehe mal von aus dass Diva oder Zebra3 noch sehr lange funktionieren werden, selbst wenn Urs die Firma dicht machen müsste.

Augen auf beim Softwarekauf^^
 
  • Zustimmung
M.i.a.u.: tecbum
  • #398
Solange der Hersteller keine Onlineaktivierung hat und man unter Windows oder Linux arbeitet, kann man von ausgehen, dass das auch in 20 Jahren dann noch geht. Neue Hardware kann genauso in ein paar Jahren komplett unbrauchbar sein. Ich könnte kein SMD Zeug reparieren. Wenn bestimmte Microcontroller oder FPGAs etc nicht mehr produziert werden, dann steht man auch im Regen, wenn es für das Gerät nicht zufällig Ersatzschaltungen gibt.

Ich gehe mal von aus dass Diva oder Zebra3 noch sehr lange funktionieren werden, selbst wenn Urs die Firma dicht machen müsste.

Augen auf beim Softwarekauf^^
So its es !! naja SMD reparieren würde noch gehen ,, aber diese ganzen Sachen zu bekommen ist eine ganz andere Sache ,da man oft alles aus China bestellen muss ,oder Ersatzteile nicht mehr lieferbar oder herstellbar sind . Das wars dann ......
hatte ich mal bei einem Handy gehabt musste das funktionstüchtige Handy entsorgen , nur weil es kein Akku mehr für das Gerät gab .. Das will ja ,die EU endlich verhindern ......
.. nee ... Ich mag Software auch lieber , wenn diese ganzen Kopierschutzmaßnahmen nicht wären , dann wäre das die beste Option nachhaltig frisst weniger Strom , nimmt kein Platz weg , etc und es gibt so gute Plugins die stehen der Hardware nichts nach .....
 
Zuletzt bearbeitet:
  • Zustimmung
M.i.a.u.: Dagalos
  • #399
Was ich damit aussagen wollte: Hersteller, die später mit der Entwicklung angefangen haben, mussten erst garnicht umstellen, weil sie sowieso schon Juce benutzt haben. Welche Plugins gibt es denn noch auf dem Markt, die so alt sind wie Kontakt und Reaktor? Halion fällt mir da ein, da weiss ich nicht, wielange Steinberg dafür gebraucht hat. Reason ist zwar kein Plugin, aber ähnlich alt, und da kann man sehr gut sehen, wie lange die benötigt haben, um Reason vollständig umzustellen (falls sie das überhaupt mittlerweile geschafft haben, beim Rack bin ich mir da garnicht so sicher).
Steinberg hat tatsächlich bis vor ein paar Wochen dazu gebraucht. Die haben wohl mit der letzten Cubase-Version endlich mal angefangen, dass man die ganzen Plugins skalieren z.B. auch Groove Agent 6 SE kann. Für HALion haben sie das seit kurzem auch nachgeschoben.

Ich tue mich ehrlich gesagt schwer, zu verstehen, was an einem Update der GUI, also z.B. Reaktor von BMP auf Vektor so komplex sein soll? Die GUI ist doch jetzt nicht soo komplex und verschachtelt, dass das ein Ding der Unmöglichkeit wäre. Sowas müsste doch mit 1-2 Mannjahren (ohne Designer für die neuen Vektor-Widgets) zu schaffen sein(?). Wenn die Entwickler wissen, was sie tun (müssen), was wahrscheinlich eben bei NI nicht mehr der Fall war/ist. Ich denke sie haben es halt einfach verschlafen, wo es noch gegangen wäre und jetzt haben sie halt weniger Entwickler und auch keine, die mit dem Code mitgewachsen sind.


Okay, da kennst Du wohl einen aktuelleren Geschäftsbericht als ich, Zahlen für 2024 kenne ich z.B. keine. Hast Du für den ein Link?
Suche mal auf unternehmensregister.de nach Native Instruments, da findest du die Berichte zumindest der Holding. Da weisen sich auch die Umsätze der Töchter also z.B. für NI GmbH selbst aus. Ich habe wiederum den Geschäftsbericht von NI GmbH für 2023 nicht gefunden. Nur der der Holding.

Also er ist immer recht gut informiert, welche neuen Libraries existieren und schwärmt auch desöfteren von welchen. Ob er die dann einzeln kauft oder auf ein Update warten, da müßte ich erst nachfragen.

Mein Bruder hat sicherlich noch nie was von Serum 2, Falcon und Zebra 3 gehört. Pigments schon eher, da von Aturia, allerdings hat er meines Wissens nichts von Aturia, zumindest hat er nie etwas davon erwähnt. Natürlich ist das jetzt eine anekdotische Evidenz, aber ich habe auch noch mit ein paar anderen Musikern kontakt, bei denen das zumindest sehr ähnlich ist.
Also ich wollte damit ja auch nur zum Ausdruck bringen, dass der Markt extrem gesättigt ist und ständig neue Sachen erscheinen, das Budget der Leute aber begrenzt ist. Und wenn man es da nicht schafft, den Leuten zu vermitteln, dass man was extrem geiles und neues hat, was man jetzt unbedingt wieder braucht, dann geben die Leute halt ihr Geld lieber für was Anderes aus.


Softwareentwicklung, von 1999 bis 2007, ist also schon eine Ewigkeit her.
Krass. In welchen Tools ist denn dein Schweiß und Blut eingegangen, wenn man das fragen darf?
 
  • #400
Ich tue mich ehrlich gesagt schwer, zu verstehen, was an einem Update der GUI, also z.B. Reaktor von BMP auf Vektor so komplex sein soll? Die GUI ist doch jetzt nicht soo komplex und verschachtelt, dass das ein Ding der Unmöglichkeit wäre. Sowas müsste doch mit 1-2 Mannjahren (ohne Designer für die neuen Vektor-Widgets) zu schaffen sein(?).
Ja, 1-2 Mannjahre sollte reichen, ausser Du hast das Problem, dass die User oder andere 3th Parties Beteiligte selber mit eigenen BMPs arbeiten können/dürfen. Wie man dies vernünftig lösen kann (ausser halt mit unscharfen hochskalieren der Bitmaps) ist mir völig unkar.
Suche mal auf unternehmensregister.de nach Native Instruments, da findest du die Berichte zumindest der Holding. Da weisen sich auch die Umsätze der Töchter also z.B. für NI GmbH selbst aus. Ich habe wiederum den Geschäftsbericht von NI GmbH für 2023 nicht gefunden. Nur der der Holding.
Okay, das ist tatsächlich ein ordentlicher Umsatzrückgang in 2024, aber immer noch mit positiven EBITDA. So wie ich das verstehe, ist das Hauptproblem immer noch die hohe Schuldenlast, aber von Geschäftsberichten etc. habe ich zugegebenermassen auch keine Ahnung.
Krass. In welchen Tools ist denn dein Schweiß und Blut eingegangen, wenn man das fragen darf?
Habe viel an den Audio-Schnittstellen gearbeitet, sowohl für Standalone (ASIO), als auch den diversen Plugin-Schnittstellen, incl. Hosting von Plugins wegen Kore, und dort auch an der Einbindung der Hardware. Am Pro-5, B4, Spektral Delay und vor allem FM7 habe ich aber auch mehr oder weniger direkt mitgearbeitet (von DSP habe ich aber keine Ahnung).
 
  • #401
Steinberg hat tatsächlich bis vor ein paar Wochen dazu gebraucht. Die haben wohl mit der letzten Cubase-Version endlich mal angefangen, dass man die ganzen Plugins skalieren z.B. auch Groove Agent 6 SE kann. Für HALion haben sie das seit kurzem auch nachgeschoben.
....
Padshop ? In Version 13 ärgere ich mich jedesmal über das kleine GUI.
 
  • #402
Ja, 1-2 Mannjahre sollte reichen, ausser Du hast das Problem, dass die User oder andere 3th Parties Beteiligte selber mit eigenen BMPs arbeiten können/dürfen. Wie man dies vernünftig lösen kann (ausser halt mit unscharfen hochskalieren der Bitmaps) ist mir völig unkar.
Naja, ich hätte es so gemacht, dass man entweder Bitmaps oder Vektorgraphiken verwenden kann. Bitmaps werden dann entsprechend auf die Zielauflösung skaliert.

Okay, das ist tatsächlich ein ordentlicher Umsatzrückgang in 2024, aber immer noch mit positiven EBITDA. So wie ich das verstehe, ist das Hauptproblem immer noch die hohe Schuldenlast, aber von Geschäftsberichten etc. habe ich zugegebenermassen auch keine Ahnung.
Ja positiv, aber relativ gering auf den Umsatz bezogen, da darf dann auch nicht mehr so viel dazwischen kommen, wie es jetzt offensichtlich der Fall ist. Es ist immer eine Frage der Perspektive. Hätten sie den dreifachen EBITDA, wie das Jahr zuvor, wären ja auch die Schuldenlasten ein geringeres Problem. Das Gesamtproblem ist also immer die Kombination aus Allem. Am Ende hat man NI offensichtlich zu viel zugemutet aber auch zu viel schleifen lassen, würde ich sagen.


Habe viel an den Audio-Schnittstellen gearbeitet, sowohl für Standalone (ASIO), als auch den diversen Plugin-Schnittstellen, incl. Hosting von Plugins wegen Kore, und dort auch an der Einbindung der Hardware. Am Pro-5, B4, Spektral Delay und vor allem FM7 habe ich aber auch mehr oder weniger direkt mitgearbeitet (von DSP habe ich aber keine Ahnung).
Ah cool.


Padshop ? In Version 13 ärgere ich mich jedesmal über das kleine GUI.
OK ich korrigiere mich: .... bis jetzt vor Kurzem gebraucht um überhaupt mal anzufangen die ganzen Plugins zu updaten. Groove Agent 5 haben sie auch nicht hochgezogen. Da steht wohl bald ne 6er-Version in's Haus nachdem 6 SE schon da ist. Und Retrologue dürfte auch noch LowRes sein. Aber HALion (und vermutlich bald der neuer Groove Agent) ist schon mal ein guter Anfang wie ich finde, da kommt einem das Plugin schon gleich viel hochwertiger vor, wenn Alles scharf und groß ist.
 
  • #403
Weil sich Leute Gedanken machen, ob die erworbene Software in naher Zukunft noch läuft. Ich für meinen Teil halte den Weg für nicht optimal, in gewisser Weise ist es aber nachvollziehbar, die ganzen Probleme erklärt der holländische Kollege im Video ganz gut.

Ich denke, prinzipiell wären politische (?) Lösungen vonnöten, die im Falle von Insolvenzen mit anschließenden Liquidationen einen Käufer vor einem möglichen Totalverlust (insbesondere bei Hardware und Software, die irgendwie verdongelt ist mit "Online-Diensten") schützen, aber nicht nur in diesem Fall, sondern generell bei erworbener Software.
 
  • Daumen hoch
M.i.a.u.: subsoniq
  • #404
sondern generell bei erworbener Software.
Das scheitert allerdings schon daran das man im allgemeinen keine Software erwirbt, nur eine Nutzungslizenz. Und wer glaubt das diese Lizenz für ewig gelten muss hat Pech. Man sollte schon wissen was man tut und wofür man sein Geld ausgibt.
 
  • #405
Ich denke, prinzipiell wären politische (?) Lösungen vonnöten, die im Falle von Insolvenzen mit anschließenden Liquidationen einen Käufer vor einem möglichen Totalverlust (insbesondere bei Hardware und Software, die irgendwie verdongelt ist mit "Online-Diensten") schützen, aber nicht nur in diesem Fall, sondern generell bei erworbener Software.
Das wird schwierig umsetzbar sein. Was sollte die Politik da genau regeln können? Das hat jetzt nichts mit NI zu tun, aber im Insolvenzfall ohne Betriebsfortführung (also Liquidation) hat das insolvente Unternehmen zumeist selbst diverse Dienstleister schon lange nicht mehr bezahlt, die daraufhin ihre Dienste eingestellt haben oder Leistungen zurückbehalten. Es kommt nicht selten vor, dass der Insolvenzverwalter selbst nicht mehr an die Daten des Unternehmens kommt, weil Nutzungslizenzen z.B. für Spezialsoftware oder Daten auf Servern nicht bezahlt sind. Das Know-How ist auch schnell weg, die Arbeitnehmer sind ja gekündigt. D. h. wer sollte diese Freischaltung softwaretechnisch umsetzen? Bei Software muss man sich einfach im Klaren sein, dass diese eine gewisse Halbwertzeit hat. Das gilt im weitesten Sinne auch für Hardware und Medien, denn irgendwann werden vielleicht Abspielgeräte nicht mehr gebaut (zB VHS Kassetten, Spielkonsolen) oder Anschlussstandards (kein SCART mehr o.ä.) ändern sich.
 
  • Daumen hoch
M.i.a.u.: electric guillaume
  • #406
Ich denke, prinzipiell wären politische (?) Lösungen vonnöten, die im Falle von Insolvenzen mit anschließenden Liquidationen einen Käufer vor einem möglichen Totalverlust (insbesondere bei Hardware und Software, die irgendwie verdongelt ist mit "Online-Diensten") schützen, aber nicht nur in diesem Fall, sondern generell bei erworbener Software.
Nein, warum soll die Politik da eingreifen?
Man kann nicht alles absichern und in Watte packen.
Und wie will man das erklären, wenn der Staat mit Steuergeldern ein Unternehmen „rettet“ bei dem relativ wenig dranhängt?

Die Politik (der Gesetzgeber) hat ja bereits eingegriffen in dem er das Insolvenzrecht und das Insolvenzverfahren auf die Beine gestellt hat.

Klar ist das für Mitarbeiter, Zulieferer und Kunden bitter.

Ich finde es immer fragwürdig, wenn nach der Politik gerufen wird, wenn es schlecht läuft und wenn etwas im Aufbau ist und gut läuft, wehrt man eine Einmischung der Politik vehement ab.
 
  • Zustimmung
  • Daumen hoch
M.i.a.u.: Mr. Roboto, electric guillaume, Braunsen84 und 2 andere

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