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Native Instruments GmbH is in preliminary insolvency

  • #61
Es liegt nahe dass sie von InMusic gekauft werden und wie die MPCs in das Universum eingegliedert werden. Im letzten Jahr ist vermehrt NI Kram für MPCs herausgekommen.
 
  • #62
@Kaffi

Focusrite wäre mir ehrlich lieber... Alleine der Gedanke an einer Kombination von Novations und NIs Controller Technologie... Ein Traum

Ich denke NI wird bleiben... Eher wird PA und Izotope abgestoßen, damit sie sich wieder auf ihre Kernkompetenzen konzentrieren können...
Spekulationen natürlich...

Aber es wird spannend zumindest für mich als Nutzer...

PS: Wer braucht schon Waves, oops ich meine Plugin Alliance... :-)
 
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M.i.a.u.: claudio
  • #63

Stand jetzt bleibt festzuhalten: Vorläufige Insolvenz ist (noch) nicht automatisch das Ende – es ist häufig auch der Startpunkt für Sanierung, Investorensuche oder strukturelle Neuaufstellung. Entscheidend wird sein, ob NI zeitnah kommuniziert, wie es mit Produkten, Accounts, Updates und Support weitergeht. CDM hat nach eigener Aussage um Stellungnahme gebeten, jedoch zunächst keine Antwort erhalten.
 
  • #64
@Kaffi magst Recht haben, aber ausgerechnet InMusic. Die sind in dem Becken auch einer der Haifische.
 
  • #65
Mein Verdacht: Bei den Strategieabteilungen der Investoren ist einem von denen der böse Gedanke gekommen, dass es jetzt KI gibt, und dass man irgendwann zum Machen von Musik keine Software von NI benötigt (bestenfalls Chips von NVidia).

Also aktuell sind Kontakt Libraries der Industriestandard aber natürlich ist es schon irgendwie absehbar, dass große Sample-Libraries immer mehr durch Physical-Modeling und vorallem dann generativer KI abgelöst werden.

Trotzdem muss Kontakt aber aktuell das heiße Ding von NI sein, ohne würde es den Laden vermutlich schon lange nicht mehr geben. Ich habe hier über 1TB an Kontakt-Sachen, hauptsache ist ja, dass das nicht irgendwann flöten geht, weil man es nicht mehr aktivieren kann usw.
 
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M.i.a.u.: electric guillaume
  • #66
Update laut Synth Anatomy: da ist wohl Ende letzten Jahres ein Verkaufsdeal geplatzt.

According to the news, the European Commission has cleared the acquisition of the Native Instruments Group by UK-based Bridgepoint Group Holdings Limited (Bridgepoint) and Bain Capital Credit. This was announced at the end of 2025.

Thanks to a comment: Bain Capital Credit was the investor company that bought Guitar Center. It seems this deal has fallen through

Im letzten Jahr ist vermehrt NI Kram für MPCs herausgekommen.

Dieser NI Kram für MPC ist letztlich nix Anderes als in die Fabric Engine eingebettete NI Samples, wahrscheinlich haben die da einfach einen entsprechenden Konverter gebaut.
 
  • #68
Ich schleppe seit Jahren NI, genauso wie Waves, mit durch. Ein Deaktivieren von NI Access ... fühlt sich befreiend an. Auf Izotope und PA könnt ich ebenso verzichten.

Ableton, Steinberg, Softube oder Uad täte weh, genau wie Eventide oder U-He

Persönlich fehlen mir bei NI Produkte, die sie bereits verkackt haben.
Reaktor war mal sooo unfassbar geil, als es noch grün war. Absynth oder Battery 3 auch.

Dann kamen Reaktor Blocks und alles bunt.
Absynth wurde nicht weiterentwickelt.
Und Battery 4 ist bis heute schlechter am PC bedienbar, als B3 ... Die Ausgänge jeder Zelle kann man immer noch nicht direkt sehen und zuweisen, nur per menü und noch paar andere Sachen, dabei war b3 der perfekte Sampler
 
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  • #70
Der Grund für die Insolvenz sind einfach zu viele Mitarbeiter. Die Firma ist total aufgebläht. Todesstoß war die Umstellung der Software auf M1 Macs. Das hat so viel Geld verschlungen, ohne einen einzigen Cent Gewinn. Quasi hat Apple NI gekillt. Da war für 1 Jahr fast keine andere Entwicklung mehr möglich. Dazu sind Mitarbeiter in Deutschland einfach extrem teuer und wenn du 500 davon hast, wo die Hälfte einfach ihren Zenit überschritten haben, was Softwareentwicklung anbelangt, dann kannst du genau so einen Tanker kaum noch steuern. Pluginpreise sind gesunken, Maschine 3 hätten die Leute gerne for free gehabt usw. Du kannst halt nicht nur mit Kontakt, Battery und Ozone 700 Mitarbeiter finanzieren, wenn alles andere flopt. Von den Mitarbeiter konnte man nicht viel erwarten, die haben halt Dienst nach Vorschrift gemacht und das Managment hatte jetzt auch keine Ideen, weil Ideen kommen meist von Unten, von jungen Leute und die gabs halt bei NI nicht, da hat man halt immer alles so gemacht wie immer. Wenn du so eine Firma hast wie Fabfilter, mit 5 Mitarbeiter, das hat eine ganz andere Dynamik.
 
  • #71
@Kaffi magst Recht haben, aber ausgerechnet InMusic. Die sind in dem Becken auch einer der Haifische.
Was aber vermutlich sicherstellen würde, dass die bestehenden Lizenzprüfungen bestehen bleiben. InMusic hat ja auch FXPansion aufgekauft, viele Produkte haben EoL, können aber bis zum heutigen Tag neu installiert/lizenziert werden.
 
  • #73
Es liegt nahe dass sie von InMusic gekauft werden und wie die MPCs in das Universum eingegliedert werden. Im letzten Jahr ist vermehrt NI Kram für MPCs herausgekommen.

Nicht sicher, ob InMusic das Geld dazu hat, selbst wenn sie alle rausschmeißen, das kostet Unmengen. NI ist nicht so ein kleines Unternehmen wie Moog und die Mitarbeiter unterliegen deutschem Recht. Die Wahrscheinlichkeit ist groß, dass sie niemanden finden werden. Vielleicht kann ja die Community zusammenlegen und Reaktor für ne Markfünzig kaufen.
 
  • #74
Im Idealfall splittet sich das alles auf. Kontakt an eine Bude, welche den Branchenstandard solide erhält. Maschine an eine andere Bude, idealerweise im gleichen Konzern. Traktor eigenständig, iZotope, Plugin Alliance und Konsorten ebenfalls. An der Nummer hängen derart viele Branchenstandards und Existenzen, dass es entweder Goldgräberstimmung gibt oder aber richtig blutig wird.
 
  • #75
Ich hoffe für Dich, dass Deine Chefs eine andere Einstellung haben.

Ich versuche das objektiv zu betrachten. Es ist der übliche Weg, du expandierst eine Firma, wenn es gut läuft, du versuchst den Leuten Stabilität zurück zu geben, in dem du die Reserven der Firma immer weiter stretcht, dann brauchst du irgendwann Geld, holst ein Investor rein, der Investor will die Strukturen zerschlagen oder hat andere Pläne wie er die Firma wieder überlebensfähig macht, zum Beispiel durch Zusammenlegung mehrerer Firmen und Synergie, aber irgendwann kann man 500 Leute weltweit nicht mehr ernähren. Dann ist halt Ende oder der nächste Investor kommt und versucht die Kosten zu reduzieren, wieder Innovation ins Unternehmen zu bringen usw.

Würde ich mir wünschen, dass alle NI-Mitarbeiter weiter beschäftigt werden. Natürlich, ich habe auch alle Produkte von NI gekauft, mehr Unterstützung kann ich nicht bieten. Falls es doch nicht klappt, hoffe ich, dass die Mitarbeiter wo anders Unterschlupf finden, das Berlin und Deutschland weiterhin führend bleiben bei der Entwicklung von Audiosoftware. Und ob jetzt so ein US Investor die ganze Kohle verliert ist mir eigentlich egal.
 
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M.i.a.u.: Marius
  • #76
Im Idealfall splittet sich das alles auf. Kontakt an eine Bude, welche den Branchenstandard solide erhält. Maschine an eine andere Bude, idealerweise im gleichen Konzern. Traktor eigenständig, iZotope, Plugin Alliance und Konsorten ebenfalls. An der Nummer hängen derart viele Branchenstandards und Existenzen, dass es entweder Goldgräberstimmung gibt oder aber richtig blutig wird.

Vielleicht kauft ja auch Behringer und verlagert die Produktion nach Behringer City. Dann bekommen wir vielleicht irgendwann die versprochen Behringer Groovebox, kann mich erinnern, dass bei der letzten NI Kündigungswelle Behringer alle NI Mitarbeiter einstellen wollte ;-)
 
  • #78
Todesstoß war die Umstellung der Software auf M1 Macs. Das hat so viel Geld verschlungen, ohne einen einzigen Cent Gewinn.

Du kannst halt nicht nur mit Kontakt, Battery und Ozone 700 Mitarbeiter finanzieren, wenn alles andere flopt.

wer 700 Mitarbeiter braucht um eine Handvoll Plug-ins von intel nach arm-mac zu portieren, der hat Probleme, die so ohne weiteres nicht lösbar sind.

Andere machen das in ihrer Garage alleine.
 
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M.i.a.u.: Kevinside, microbug und notreallydubstep
  • #79
das kann man aber von Kontakt, Reaktor, Traktor nicht behaupten, das sind sehr erfolgreiche NI eigene Entwicklungen.

Generator ist natürlich klar, aber Kontakt hab ich immer nicht so im Blickfeld, grundsätzlich ist ein Sampler ja auch recht simpel im Vergleich zu Synths. Etwas Innovatives kann ich an Kontakt version 1 nicht finden. Halion und Gigasampler sind älter.
 
  • #80
wer 700 Mitarbeiter braucht um eine Handvoll Plug-ins von intel nach arm-mac zu portieren, der hat Probleme, die so ohne weiteres nicht lösbar sind.

Andere machen das in ihrer Garage alleine.

Weiß nicht ob du das verstehst, aber wenn du 5 Mitarbeiter hast, dann ist das relativ einfach, du hast vielleicht 2-3 sehr ähnlich Produkte, die nicht über 30 Jahre entstanden sind, du setzt dich hin portierst deine 2-3 Produkte, was dich vielleicht 2-3 Monate Gehalt für 5 Personen kostet. Aber das skaliert halt ganz anders wenn du 500 Mitarbeiter hast und du 2-3 Monate Gehalt für diese Mitarbeiter ausgeben, die ja nicht alle Programmierer sind. Das skaliert halt ganz anders. Du kannst das abfangen, wenn du halt Produkte hast, die sich wie geschnitten Brot verkaufen, aber wenn du sowieso schon am Limit bist, gerade so deine Mitarbeiter bezahlen kannst, dann sind diese 3 Monate in denen du keinne anderen Projekte machen kannst halt der Todesstoß.
 
  • #81
Der Erfolg kam durch das Zusammenspiel aus Marketing, Netzwerk, Ökosystem und damals noch funktionierender Software.

Dass es in den letzten zehn bis fünfzehn Jahren immer ein Minenfeld war, wo mindestens eine Ecke gebrannt hat, und nun so enden musste wie es halt endete, hatte andere Gründe. Bis 2009/2010 war der ganze Laden federführend, danach hatte man zunehmend den Eindruck, die rennen der Entwicklung hinterher.
 
  • #82
Martin hat da (leider) Recht. Ich arbeite seit fast 20 Jahren in einem Insolvenzverwalterbüro. Bei einer Sanierung / Restrukturierung wird meist zuerst geprüft, wo Kosten eingespart werden können und wenn der Appart zu schnell zu groß geworden ist, gibt es zu oft zu viele Mitarbeiter. Schnelles Wachstum ist - wenn eine Branche boomt - einfacher, als sich - wenn es nicht mehr läuft - auch wieder in einem überschaubaren Zeitrahmen "gesund zu schrumpfen". Wenn dann ständig die Gesellschafter/Eigentümer und die Geschäftsführer wechseln, werden diese schweren Entscheidungen nicht einfacher und oft ist es dann schnell zu spät, sodass eine Sanierung ohne Insolvenzverfahren nicht mehr möglich ist.

Es ist für den Insolvenzverwalter meistens in einem kurz- bis mittelfristigen Zeitfenster einfacher, Kosten, insbesondere Personal, einzusparen, als die Einnahmen hochzufahren, um das Betriebsergebnis in einen besseren Bereich zu bringen. Es wird zwar grundsätzlich immer erstmal versucht, alle Arbeitsverhältnisse zu halten, aber wenn die Zahlen das nicht hergeben, hat auch der Insolvenzverwalter keine Wahl. Während der vorläufigen Verwaltung wird zumeist, soweit sich eine realistische Fortführungsperspektive ergibt, eine Insolvenzgeldvorfinanzierung vereinbart, sodass die Lohnkosten für den Betrieb vorläufig von der Bundesagentur übernommen werden. Dadurch ergibt sich erstmal Liquidität für die Dauer des vorläufigen Verfahrens.

Ich drücke den Verantwortlichen auf jeden Fall die Daumen, dass jetzt die richtigen Enscheidungen getroffen werden.
 
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M.i.a.u.: electric guillaume und virtualant
  • #83
Der Erfolg kam durch das Zusammenspiel aus Marketing, Netzwerk, Ökosystem und damals noch funktionierender Software.

Dass es in den letzten zehn bis fünfzehn Jahren immer ein Minenfeld war, wo mindestens eine Ecke gebrannt hat, und nun so enden musste wie es halt endete, hatte andere Gründe. Bis 2009/2010 war der ganze Laden federführend, danach hatte man zunehmend den Eindruck, die rennen der Entwicklung hinterher.

Was ja auch ganz normal ist. Du gründest eine Firma, hast Ideen, es kommen neue Leute hinzu, ihr seid ein kleines Team, seid jung, am Pulse der Zeit, alles läuft wie geschmiert, dann stellt man immer mehr Leute ein, es wird anonymer, die Innovatoren von früher werden älter, die Mitarbeiter werden älter, hängen an den alten Ideen, haben plötzlich alle Familie, andere Dinge werden wichtig, aber man will die Mitarbeiter ja auch nicht rausschmeißen, also fährt man den Zug halt so lange bis er entgleist. Ich finde jetzt 30 Jahre schon ne geile Zeit und man hat über ne lange Zeit sehr viele Menschen ernährt. Das doch einfach nicht zu vergleichen mit Fabfilter mit 6 Mitarbeitern. Alle größeren Firmen wie UAD oder Ableton stehen früher oder später vor ähnlichen Problemen.
 
  • #84
Weiß nicht ob du das verstehst, aber wenn du 5 Mitarbeiter hast, dann ist das relativ einfach, du hast vielleicht 2-3 sehr ähnlich Produkte, die nicht über 30 Jahre entstanden sind, du setzt dich hin portierst deine 2-3 Produkte, was dich vielleicht 2-3 Monate Gehalt für 5 Personen kostet. Aber das skaliert halt ganz anders wenn du 500 Mitarbeiter hast und du 2-3 Monate Gehalt für diese Mitarbeiter ausgeben, die ja nicht alle Programmierer sind. Das skaliert halt ganz anders. Du kannst das abfangen, wenn du halt Produkte hast, die sich wie geschnitten Brot verkaufen, aber wenn du sowieso schon am Limit bist, gerade so deine Mitarbeiter bezahlen kannst, dann sind diese 3 Monate in denen du keinne anderen Projekte machen kannst halt der Todesstoß.

Dass Du 497 Assistent Special Agent Pace Laborant Internship Expert Managers beschäftigst und nur 3 Programmierer, und die so scheiße behandelst, dass die für einen Plattformwechsel 3 Jahre brauchen, ist aber nicht die Schuld der VST SDK oder der Metal 2 Anleitung, sondern Deine.

Niemand zwingt Dich einen Stab an unproduktiven Idioten einzustellen oder mit Fremdkapital zu arbeiten.
 
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M.i.a.u.: Kevinside
  • #85
@Braunsen84

Das konnten und können wir noch immer sehr gut an der Video Game Branche sehen... Gesundschrumpfen klingt so schön, aber die Wirklichkeit bedeutet; Wir kündigen sovielen Mitarbeitern, die zwar gute Arbeit leisten, aber eben nicht mehr gebraucht werden, um bei weniger Bezahlung die Einahmen zu erhöhen, während die Auserwählten noch mehr "Crunch" arbeiten dürfen...
Der Punkt ist... Das perfekte Zukunftskonzept heute ist, sowenig wie möglich zu investieren und dabei soviel wie möglich einzunehmen...
Und das gilt für viele Firmen aktuell... Und hey, wer hat was gegen Überstunden...

Wobei hier bei dem NI Thema gerade zu mit Spekulationen herumgeworfen wird... Ich denke @microbug hat es richtig gesagt... Ein Übernahme Ende 2025 ist schiefgegangen und jetzt fehlen all die schon geplanten Gelder... Deswegen auch "vorläufige Insolvenz" Manchmal sind es einfach dumme Zufälle, die zu so etwas führen...vorallem wenn geplante finanzielle Entscheidungen kurz vor Abschluss für nichtig erklärt werden...

Sprich; Eine Firma plant durch eine Übernahme neues Kapital zu bekommen... Plötzlich fällt das weg und damit auch die geplante Investition... Dann kommt es zum Engpass und eben zu der aktuellen Situation...

Hat NI zuviele Mitarbeiter; Ist das der Grund... Bitte Beweise dafür; Danke
 
  • #86
Also aktuell sind Kontakt Libraries der Industriestandard aber natürlich ist es schon irgendwie absehbar, dass große Sample-Libraries immer mehr durch Physical-Modeling und vorallem dann generativer KI abgelöst werden.
Nein, darum geht es nicht, dass bei diesem Gedankengang Plugins durch KI ersetzt würden. Musikerstellung insgesamt wird durch KI ersetzt. Vergiss, Cubase, Logic, Roland, Fender, Pearl, Native, Ableton, oder wie der ganze veraltete Kram heißt. Der Investmentberater denkt/weiß, dass in Zukunft das einzige Gerät für Musikerstellung der Rechner mit dem Prompt für Suno sein wird.

PS: das ist nicht meine Meinung zur Entwicklung der Musikalienindustrie. Ich versuche nur darzustellen, wie der Investor vermutlich denkt.
 
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M.i.a.u.: Tanja, oli und electric guillaume
  • #87
@fanwander

Bis es Suno wie Udio ergeht und einfach aufgekauft wird... Darauf spekulieren die wahrscheinlich nach dem Motto... Wir sind so gefährlich für euch Labels, also gebt uns mal so richtig richtig richtig viel Geld und dann könnt ihr damit machen, was ihr wollt...
 
  • #88
Martin hat da (leider) Recht. Ich arbeite seit fast 20 Jahren in einem Insolvenzverwalterbüro. Bei einer Sanierung / Restrukturierung wird meist zuerst geprüft, wo Kosten eingespart werden können und wenn der Appart zu schnell zu groß geworden ist, gibt es zu oft zu viele Mitarbeiter. Schnelles Wachstum ist - wenn eine Branche boomt - einfacher, als sich - wenn es nicht mehr läuft - auch wieder in einem überschaubaren Zeitrahmen "gesund zu schrumpfen". Wenn dann ständig die Gesellschafter/Eigentümer und die Geschäftsführer wechseln, werden diese schweren Entscheidungen nicht einfacher und oft ist es dann schnell zu spät, sodass eine Sanierung ohne Insolvenzverfahren nicht mehr möglich ist.

Es ist für den Insolvenzverwalter meistens in einem kurz- bis mittelfristigen Zeitfenster einfacher, Kosten, insbesondere Personal, einzusparen, als die Einnahmen hochzufahren, um das Betriebsergebnis in einen besseren Bereich zu bringen. Es wird zwar grundsätzlich immer erstmal versucht, alle Arbeitsverhältnisse zu halten, aber wenn die Zahlen das nicht hergeben, hat auch der Insolvenzverwalter keine Wahl. Während der vorläufigen Verwaltung wird zumeist, soweit sich eine realistische Fortführungsperspektive ergibt, eine Insolvenzgeldvorfinanzierung vereinbart, sodass die Lohnkosten für den Betrieb vorläufig von der Bundesagentur übernommen werden. Dadurch ergibt sich erstmal Liquidität für die Dauer des vorläufigen Verfahrens.

Ich drücke den Verantwortlichen auf jeden Fall die Daumen, dass jetzt die richtigen Enscheidungen getroffen werden.

Kann der Investor das Insolvenzverfahren missbrauchen, um Mitarbeiter loszuwerden oder gibt er mit der Insolvenz alle Rechte an der Firma ab?
 
  • #89
Dass Du 497 Assistent Special Agent Pace Laborant Internship Expert Managers beschäftigst und nur 3 Programmierer, und die so scheiße behandelst, dass die für einen Plattformwechsel 3 Jahre brauchen, ist aber nicht die Schuld der VST SDK oder der Metal 2 Anleitung, sondern Deine.

Niemand zwingt Dich einen Stab an unproduktiven Idioten einzustellen oder mit Fremdkapital zu arbeiten.

Es geht nicht darum wie toll die Anleitung ist, es geht darum, dass du mehrere Monate deine Programmierer abstellen musst, die dann ein kostenloses Update für Appleuser programmieren, das kostet Geld. Und selbst wenn du insgesamt nur 1 Monat brauchst für die Umstellung, es kostet Geld und es verzögert andere Projekte die Geld bringen, weil die Programmierer mit der Umstellung auf native M1 beschäftigt sind. Ist ja nicht so schwer zu begreifen, wenn daran dann noch weitere Mitarbeiter hängen, Marketing, Support, Verwaltung, dann skalieren solche Events halt hoch. Wenn du dann gerade eh in Schwierigkeiten bist, weil deine Produkte sich nicht mehr so verkaufen wie vor 5 Jahren, dann rutscht du ganz schnell ins Minus. Es ist leider so, dass Marketing und Wasserkopf ab einer bestimmten Größe auch extrem wichtig sind, um deine Produktverkäufe zu skalieren. Wenn man sich zum Beispiel das Budget von Bayer ansieht, dann gehen da 60% ins Marketing und Vertrieb.
 
  • #90
Der Investmentberater denkt/weiß, dass in Zukunft das einzige Gerät für Musikerstellung der Rechner mit dem Prompt für Suno sein wird.

Er glaubt es zu wissen.

Und es it auch egal, was er glaubt, denn der Investmentberater wird im Gegensatz zum Künstler demnächst wirklich ersetzt werden.
 
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M.i.a.u.: microbug und notreallydubstep

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