Neues von Herrn Bartos

Wie ich finde gute Neugkeiten:

Zum einen ist JeanMarc Lederman zu Karls Audiovision-Team dazugestoßen - http://www.karlbartos.com/message/20101101.html

JeanMarc ist vieleicht dem einen oder anderen noch von seiner Band The Weathermen ("My Name is Poison!") ein Begriff, davon abgesehen hat er auch schon für z.B. Front242 ähnliche Dienste geleistet. Kurz gesagt: Der kennt sich in der Szene aus und war schon ein paar Mal um den Block. ;-)

Und zum anderen hat Karl neulich mal durchsickern lassen, daß er wieder an neuer Musik arbeitet die dann nächstes Jahr rauskommen soll. Und da Communication eine meiner absoluten Lieblingsscheiben ist freu' ich mich darauf halt. :) Ich hoffe, daß ich dann auch endlich mal die Chance habe, ihn live zu sehen. :)
 
Da fällt mir grad ein - ich HABE ihn ja einmal live gesehen... In den 90ern in Köln auf nem Elektronikfestival, aber in dem Jahr hat er nicht gespielt sondern nur Platten aufgelegt. :)
 
Karl Bartos hat doch in Düsseldorf Musik studiert an der Schumann-Hochschule, wenn ich richtig informiert bin.
Insofern würde ich ihm eigentlich mehr zutrauen als das, was er bisher präsentiert hat.
Oder es ist genau das, was er will. Aber ich kann z.B. an Communication oder auch damals Elektric Music (Television) nichts sonderlich interessantes finden. Klingt für mich irgendwie nach "Kraftwerk für Arme" mangels besserer Bezeichnung.
Aber wie gesagt, wenn er genau dieses klangliche Resultat anstrebt - OK. Dann ist es halt nur einfach nichts für mich.
 
Kruge schrieb:
Da fällt mir grad ein - ich HABE ihn ja einmal live gesehen... In den 90ern in Köln auf nem Elektronikfestival, aber in dem Jahr hat er nicht gespielt sondern nur Platten aufgelegt. :)

Wenn Du das Kickzone damals im Müngerdorfer Schwimmstadion meinst... da stand Bartos eigentlich eher in beratender Funktion neben einem Herrn mit Billardkugelfrisur. War aber nicht so der Hit. Schulze, der fast von der Bühne fiel, war viel besser. Was nichts heißen muß.

Stephen
 
Jaaaa genau, das Kickzone meinte ich. :) Und jepp - Schulze war fröhlich bis hinter die Kiemen an dem Abend... ;-) Ich hätte noch gerne ken Ishi gesehen, aber meine Freunde mit dem Auto wollten früher nach Hause...

Klar, Karl's Auftritt war ein wenig enttäuschend - wir hatten erwartet, daß er da spielt und nicht nur auflegt (oder beim Auflegen berät ^^), aber was mich an dem Abend wirklich beeindruckt hat war, wie unglaublich *mächtig* die Roboter über die PA kam, als es gespielt wurde, das war eine Erfahrung für sich. Ich kannte es ja bis zu dem Abend nur von der relativ zahmen HiFi-Anlage meiner Eltern. Und den Song auf einmal mit richtig heftig Druck dahinter zu hören bzw in der Magengrube zu spüren hatte was. :)
 
Er hat doch genug eigene Stücke, er müsste nicht zwangsweise Kraftwerk-Songs spielen. Es wirkt wie eine kleiner Version. Ja, auch wenn er vermutlich maßgeblich daran mitgewirkt hat. Ich wäre bestenfalls so keck und spielte irgendwann als Zugabe mit Ansage "ich habe hier noch einen Coversong" in einer ganz anderen Version? Naja, nur so ne Idee.
 
Kruge schrieb:
Da fällt mir grad ein - ich HABE ihn ja einmal live gesehen... In den 90ern in Köln auf nem Elektronikfestival, aber in dem Jahr hat er nicht gespielt sondern nur Platten aufgelegt. :)

Jau das habe ich bei ihm auch zwei Male auf Festivals erlebt. Ende 90er/Jahrtausendwende. Da hatte er, wie es zu der Zeit eine Welle war, dennoch ganz coole Mucke aufgelegt, durchwegs 80er Scheiben mit ziemlich fetten "Neuzeitbeats" gemixt, da kamen schon abgefahrene Sachen bei rum. Teilweise auch Anfang 90er Sachen mit drin, Blur oder Nirvana z.B. Hatte mich damals ziemlich gekickt, das war irgendwie abgefahren...


Elektrokamerad schrieb:
Besser als verlegt.

:lol:
 
Moogulator schrieb:
Er hat doch genug eigene Stücke, er müsste nicht zwangsweise Kraftwerk-Songs spielen.

Schon. Aber die Frage ist erstens, ob diese eigenen Stücke qualitativ mithalten können und zweitens, ob die Leute in erster Linie wegen dieser Stücke in seine Konzerte kommen, oder weil sie alte Sachen von Kraftwerk hören wollen.
Das ist z.B. auch bei Paul McCartney zu beobachten - wobei ich den von seiner popmusikalischen Bedeutung natürlich nicht mit Karl Bartos vergleichen will: Als er nach dem Split der Beatles wieder anfing, live zu spielen, präsentierte er fast nur neue Stücke. Inzwischen besteht sein Live-Programm zu einem sehr großen Teil, wenn nicht sogar überwiegend, aus alten Beatles-Songs. Denn die will sein Publikum offenbar hören und sie sind halt auch ziemlich gut.
 
Markus Berzborn schrieb:
Karl Bartos hat doch in Düsseldorf Musik studiert an der Schumann-Hochschule, wenn ich richtig informiert bin.
Insofern würde ich ihm eigentlich mehr zutrauen als das, was er bisher präsentiert hat.
Oder es ist genau das, was er will. Aber ich kann z.B. an Communication oder auch damals Elektric Music (Television) nichts sonderlich interessantes finden. Klingt für mich irgendwie nach "Kraftwerk für Arme" mangels besserer Bezeichnung.
Aber wie gesagt, wenn er genau dieses klangliche Resultat anstrebt - OK. Dann ist es halt nur einfach nichts für mich.

Ob sein Stil von Esperanto, Communication und dem von ihm produzierten Flatz Album "Absicht" ist oder nicht kann man wohl ewig drüber diskutieren :) ( http://www.youtube.com/watch?v=9dz0Netbmpo ) Ich persönlich tippe auf "Absicht", aber wer weiß... Sehr interessant finde ich in dem Zusammenhang das (komplett elektronisch produzierte) Guitarrenrock Album von ihm (Electric Music "Electric Music"), in dem er u.a. den Beatles Stil mit "Together we can do it all" ziemlich gut trifft.

TV ist übrigens eines meiner Lieblingsstücke überhaupt - wäre doch Langweilig, wenn alle das gleiche gut finden... ^^
 
Ich wage einmal die Behauptung, dass weder Karl Bartos noch Wolfgang Flür Kraftwerk (Hütter/Schneider) in ihren In ihrer künstlerischen Tiefe jemals verstanden haben. Was da in der Öffentlichkeit und als Tonträger abgeliefert worden ist, hat einen kaum noch zu überbietenden Fremdschämfaktor. Und um Antworten zuvor zu kommen: Ich finde sie beide privat ganz sympathisch.
 
kalyxos schrieb:
Kruge schrieb:
TV ist übrigens eines meiner Lieblingsstücke überhaupt
"Hallo, liebe Zielgruppe" - seitdem mag ich es auch sehr. :)

:)

Ich mag an dem Stück zum einen halt die Musik und zum anderen das Gefühl von Nostalgie, das dabei in mir hochkommt - über "damals", als es nur drei Sender gab, das Fernsehen erst um vier Uhr nachmittags anfing und meist kurz nach MItternacht schon wieder zu Ende war und so...

Eine kleine Liebeserklärung an ein Medium das inzwischen seine Hoch-Zeiten hinter sich hat und das heute, überladen mit reality "Doku"-Soaps von fantasielosen und geizigen Machern gegenüber dem Internet mehr und mehr an Bedeutung verliert...

Das hat mir auch bei KW immer schon sehr gefallen, dieses "Zum Thema machen" und "romantisieren" von Technologien. :)
 
Wenn das seine künstlerische Mitte ist, dann hat er zu Kraftwerk offensichtlich wenig beigetragen. Trotzdem ist er ein netter Kerl, der Karl. Ich mag seine menschliche Art.
 
ich war mal in einer seiner vorlesungen....

sehr philosofisch was er da so vorträgt. der studien gang ist auch gut besucht. die idee das musik und bilder zusammen gehören find eich sehr gut.


das kann man auch imme rmehr beobachten bei den visuals in live darbietungen oder auch sendungen wie pharse 3.
 
Die Gitarre auf dem Titelstück von Autobahn wird von Herrn Hütter gespielt. Ich finde, dass es nicht darauf ankommt, worauf man spielt, sondern was. Sonst hat man Musik nicht verstanden.
 
audiotrainer schrieb:
Dieser Roboter da ganz rechts im Video sieht irgendwie nach Herrn Bartos aus.

Ja, er hat für die Mobile Homes ein paar Songs geschrieben, im Stil seiner "Guitarrenrock"-Platte (*komplett synthetisch produziert) "Electric Music" nicht unähnlich. Das ist eines der Stücke aus dieser Kolaboration.

Ob er sowas überhaupt *darf* - also Guitarren anfassen und so... Ich denke da spricht nun wirklich nix dagegen. :)

Wie so ähnlich auch schon Dirk sagte: Die Musik ist wichtiger als das Werkzeug (das Instrument) - irgendwer hat irgendwo mal gesagt "Wichtig ist, was hinten dabei rauskommt!" - irgend so'n Politiker, glaube ich...

Karl's Rockmusik sehe ich klar als Hommage an die Bands, die er als junger Mensch früher gerne gehört hat (und immer noch hört) - vor allem die Beatles.
 


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