Patchbay!

Dieses Thema im Forum "Neuland" wurde erstellt von Horst, 27. Oktober 2017.

  1. Horst

    Horst -

    Hi zusammen. Ich habe mich vor kurzem hier angemeldet, weil ich mir hier ein paar Infos holen wollte und vielleicht mal 1-2 Fragen an die Gemeinschaft hätte, weil ich wohl für einige Sachen zu doof bin. Hab vor 2 Jahren angefangen, locker im Keller digital zu produzieren und habe schnell gemerkt, das ich mir doch lieber 2-3 Geräte kaufen muss, um glücklich zu werden ;-)

    Meine Geräte: Sub37 , Korg Wavestation, TR08, FreeBass
    Soundkarte: Rme Babyface + Behringer ADA8200 Ultragain
    Rack: Lexicon MX200, analoger Compressor
    DAW: Ableton

    Mein Frage: Hab mir eine Patchbay gekauft und würde gerne alles in die Patchbay einspeisen, so das ich z.B. den Moog durch den Lexicon jagen kann. Gibt es eine Anleitung wie ich das am besten verkabele. Ich habe nämlich überhaupt keine Ahnung wie ich das anschließe. Finde auch nichts im Netzt was auf Deutsch gut beschrieben ist, weil mein Englisch ist gleich 0.
    Ich habe einfach keine Ahnung wo ich was reinstecken soll. Habe schon alles mögliche versucht aber leider war es immer eine Niete. Patchbay ist die Samson S-Patch. Vielleicht kann mir jemand ein guten Tipp geben.. Wäre auf jeden Fall sehr Dankbar drüber.


    Grüße Horst
     
  2. 6Slash9

    6Slash9 eingearbeitet

    Ich habe das gerade gestartet/vollendet.
    Bei mir läuft´s so (exemplarisch einer von diversen Wegen ) :
    Moog mit Monoklinken (also unsymmetrischer Verkabelung ) oben in die Patchbay. Somit kommen die Ausgänge aller Instrumente immer oben an.
    Weg steht auf N , bedeutet, ohne eingestecktes Patchkabel in diesem Kanal geht´s unten direkt wieder raus.
    Und zwar per Stereoklinkenkabel(symmetrische Verkabelung) in´s RME/ADAT-Wandler.
    Somit hast den direkten Weg des Klangerzeugers in´s Interface.
    Genauso kommen die Outs der Effekte oben an. Bei mir auch wieder per (unsymmetrischen) Monoklinken, da die derzeit 3 verwendeten Effekte jeweils (leider!) nicht symmetrisch sind. (Leider, weil bin mit den Pegeln
    noch nicht wirklich zufrieden.) Auch diese Outs gehen unten wieder symmetrisch verkabelt in´s Interface.
    Auf getrennten Kanälen der Patchbay sind die In´s der Effekte. Diese habe ich unten. Oben des Kanals ist der Send vom RME. Stehen auch auf N.
    Somit kann ich in der FX-Software des RME einen Out an ein FX legen und das bearbeitete Signal kommt dann über den FX-IN wieder zurück.
    Möchte ich nun einen Synth direkte in ein FX haben, stelle ich die Synthkanäle der Patchbay auf T , patche von den oberen Buchsen in die unteren Eingänge des FX (die natürlich auch auf T).
    Das FX-Signal kommt jetzt über den FX-Eingang in´s Interface oder ich stelle den Ausgang des FX auch auf T und patche das Signal wieder in ein weiteres Gerät.
    Die Patchkabel sind Stereoklinkenkabel, symmetrische Verkabelung.
    Hast Du symmetrische Outs von Synths/FX nutzt Du natürlich Stereoklinkenkabel für symmetrische Verkabelung.

    Wenn jemand dazu was besseres weis würde ich gerne dazulernen.

    In jedem Fall benötigst Du definitiv extrem viele Kabel !

    Bei mir ist das alles ein Platzproblem, hätte ich mehr davon , würde ich die Geräte großzügiger verteilt aufstellen und jeweils umverkabeln,
    also mir die Patchbays sparen !
     
  3. Ich bin für Patchbays zu doof, das hab ich mir irgendwann mal eingestehen müssen. Schon bei dem Gedanken, was denn wohl "normalisiert" oder gar "halbnormalisiert" bedeuten könnte, kriege ich einen Knoten ins Hirn (das braucht mir jetzt auch bitte keiner zu erklären, danke!).
    Aber man darf ja ruhig doof sein, man muss sich bloß zu helfen wissen, und so hab ich mir eine Patchbay-Logik ausgedacht, die für mich funktioniert, die ich verstehe und die auch meine recht häufigen Gerätewechsel (ja, das versuch ich mir abzugewöhnen) mitmacht.
    1.): Alle Patchbays werden auf "offen" gestellt, sodass ich jede Verknüpfung auch wirklich patchen muss und keine unsichtbaren Verbindungen für Überraschungen sorgen.
    2.): Alle Eingänge werden bei der Beschriftung grün unterlegt, alle Ausgänge rot. Fertig. So weiß ich immer genau, wo was ist, und neue Geräte werden genau da eingesteckt, wo noch Platz ist.
    3.): Beschriftungen mach ich handschriftlich auf kleine Etiketten und kleb die auch gern übereinander, wenn sich was ändert.
    4.): Ganz grobe Sortierung: oben Instrumentenausgänge, Mitte Effektgeräte rein und raus, unten Mischpulteingänge. Oder wo grad Platz ist.
    Auf diese Weise verpasse ich bestimmt einiges an Flexibilität und oute mich als Blödmann, muss aber nicht ständig nachdenken, warum jetzt gerade mal wieder irgendwo nichts rauskommt.
    Und in Zukunft werde ich eine oder zwei Patchbays mehr benutzen, damit ich immer genug Platz habe.
    Ach ja, und ich verschraube grundsätzlich alles im Rack, also auch und gerade die Patchbays, mit Humfrees, und dadurch haben sich so ziemlich alle meine Brummprobleme erledigt.

    Schöne Grüße,
    Bert
     
  4. noir

    noir aktiviert

    Ganz wichtig vorweg: Stelle sicher das Du wirklich genug Kabel hast die zu 100% funktionieren, ohne Wackelkontakt oder ähnliches. Im Zweifelsfall neu kaufen. Ansonsten werden Dich ein paar defekte Kabel ziemlich sicher sehr lange beschäftigen.

    Mein Schema: Wenn nur irgendwie möglich sind konsequent sind alle Geräteausgänge oben und alle Eingänge unten. Somit muss ich in 90% der Fälle nur die erste Spalte beschriften. Die 10% sind bei mir Aux Sends ohne Return. Ich habe außerdem keine Instrumente direkt in die Patchbay gelegt sondern nur die Inserts für einige Kanäle meines Mixers. Falls ich wirklich mal ein Fuckup habe und kein Signal bekomme, kann ich am Mixer schnell das Insert ziehen um zu sehen ob es am Klangerzeuger liegt oder an der Verkabelung an der Patchbay.

    Wenn Du evtl. Dein Audiointerface mit vielen In/Outs (Oder vielleicht auch ein Analogen Mixer als Submixer) mit in die Patchbay nehmen willst, rate ich Dir zu Multicorekabeln. Diese gibt es schon relativ günstig (z. B. beim großen T) und es macht die Sache wesentlich sauberer als mit vielen Einzelnen. Multicorekabel gibt es auch als Inserts also z. B. 8x Mono Klinke zu 4x Stereo.
     
  5. Ron Dell

    Ron Dell Kiosk hat zu ¯\_(ツ)_/¯

    Schau mal in die Bedienungsanleitung der Behringer PX2000, das ist quasi eine mustergültige Abhandlung zu dem Thema mit konkreten Verkabelungsbeispielen.
     
  6. Bernie

    Bernie Anfänger

    Die Funktionen sind ja meistens aufgedruckt oder man schaut mal im Manual.
    Ich habe mehrere Behringer-Patchbays im Einsatz.
    Obere Reihe hinten: Vom Klangerzeuger Out
    Untere Reihe hinten: Zum Mischpult In
    Obere Reihe vorn: frei
    Untere Reihe vorn: frei

    Das gleiche mit den Effekten
    Obere Reihe hinten: Zum Effekt In
    Untere Reihe hinten: Vom Effekt Out

    Wenn ich jetzt vom Klangerzeuger obere Reihe ein Kabel einstecke, wird der Weg zum Mischpult unterbrochen.
    Mit diesem Kabel gehts oben in den Effekt Eingang, unten vom Ausgang wieder in die untere Reihe des Klangerzeugers.

    Eigentlich ist es ganz einfach, nur irgendwie blöd zu beschreiben.
     
    island gefällt das.
  7. aesi

    aesi -

    Darf ich fragen, warum Du den Rückweg mit Stereoklinkenkabeln machst, reicht doch Mono, oder nicht?
     
  8. hairmetal_81

    hairmetal_81 I am Freeware...

    Ich bin zwar nicht 6Slash9, aber...:

    Er macht die Verkabelung mit hoher Wahrscheinlichkeit in (2x) Mono;
    die Verwendung von Stereokabeln pro Eingang dient "lediglich" dazu, die symmetrische Signalführung zu gewährleisten! (...wie er es ja auch erwähnt hat.)
     
  9. aesi

    aesi -

    Ja das verstehe ich schon, aber was hat es für ein Vorteil, wenn symmetrische Kabel genommen werden, wenn das Signal doch "nur" Mono ist?
     
  10. hairmetal_81

    hairmetal_81 I am Freeware...

    Symmetrische Verkabelung hält Störgeräusche fern.
     
  11. aesi

    aesi -

    Ah, Danke für die Info. Jetzt habe ich es kapiert.
     
  12. sbur

    sbur engagiert

    Na ja, vielleicht sollte man dazu schreiben, dass die Aussage nur dann zutreffend ist, wenn das Signal auch symmetrisch ist. Ein unsymmetrisches Signal wird in einer symmetrischen Verkabelung nicht automatisch weniger störanfällig. Dazu müsste es zuvor symmetriert werden, z.B. In einer DI-Box.
     
  13. aesi

    aesi -

    ok, man lernt ja nie aus. Danke für die Tips.
     

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