Punctualism aka Pointillism in Modern Music History

Dieses Thema im Forum "Ansätze / Konzepte" wurde erstellt von Anonymous, 22. August 2010.

  1. Anonymous

    Anonymous Guest

    zum weiter lesen:
    http://en.wikipedia.org/wiki/Punctualism

    darin:
    Sehr wichtig!!

    Cheers!
     
  2. Moogulator

    Moogulator Admin

    Hab gestern in Düsseldorf KunstPUNKTE gesammelt. Muss was dran sein.
     
  3. Anonymous

    Anonymous Guest

    Situation des Handwerks
    (Kriterien der punktuellen Musik)

    (Paris 1952, unveröffentlicht)

    Die Vermittlung kompositorischen Handwerks ist zur Zeit ungenügend. Lehrende
    Komponisten berufen sich auf persönliche Abwandlungen traditioneller handwerklicher
    Methoden.
    Daß voneinander unabhängige private Bemühungen um kompositorisches Handwerk ohne
    Anleitung von Lehrern in der jüngsten musikalischen Entwicklung zu einem >Stil< geführt
    haben, erlaubt es, von einer neuen Situation des Handwerks zu sprechen. Die historische
    Orientierung dieses neuen Denkens geht auf die letzte Wiener Schule mit ihrem
    konsequentesten Vertreter Anton von Webern zurück.

    Ein verbreitetes Mißverständnis spricht Werke dieser jüngsten europäischen
    Komponistengruppe, die jenen gemeinsamen Stil gefunden hat, als Experimente an. In
    Wahrheit widerspricht ihr Werk total dem Experiment, dem Unabgeschlossenen,
    Improvisatorischen. Experimentelle Musik und durchgeordnete Musik, die hier gemeint ist,
    sind äußerste Gegensätze (wenn man Tonexperimente überhaupt als musikalische
    Kunstprodukte bezeichnen kann).
    Die durchgeordnete Musik ruft heute allgemein Untergangsangst hervor, wo sie ernst
    genommen wird. Angstschreie vom >Ende der Musik<, der Kunst überhaupt, werden nicht
    eher schweigen, bis deren Schreier zu Ende gegangen sind. Unsere Situation des
    musikalischen Handwerks ist alles andere als beängstigend.
    Musik wird heute in Wunschkonzerten konsumiert. Das Hören ist ein Hören nach Wunsch
    geworden. Eine Musik ohne Inhalte, auf die sich menschliches Wünschen richten könnte
    (man wünscht sich ja nicht irgend etwas, sondern bestimmtes), wird ungehört bleiben, bis sich
    das Wunsch-Hören zum meditativen Hören wendet. Dieses ist ein mögliches Ergebnis von
    Selbstdisziplin.
    Man kann an dem Wesen der jüngsten Musik erkennen, daß sich eine Umorientierung von,
    Wunsch-Hören zum meditativen Hören vollziehen wird, einbezogen in die allgemein geistige
    Wandlung vom überspitzt Individualistischen zum Persönlich-Kollektiven.

    Es gibt Gedanken über Musik und musikalisches Denken. Gedanken über Musik sind
    absichtsvoll: sie sehen von der Musik ab. Sie basieren auf Assoziationen. Assoziationen
    haben im musikalischen Handwerk nichts zu suchen. Es geht um Hinsicht, nicht um Ab-Sicht.

    Musik als Tonordnung richtet sich auf die menschliche Fähigkeit, Ordnung von Tönen
    wahrzunehmen. Wahrnehmen ist hier verstanden als: darin existieren und aushalten ohne
    Absicht. Dabei ist musikalisches Mit-Denken angeregt. Mit Ordnung ist gemeint: Das
    Aufgehen des Einzelnen im Ganzen, des Verschiedenen im Einheitlichen. Kriterien für
    Ordnung sind Beziehungsreichtum und Widerspruchslosigkeit. Ziel des Ordnens ist die
    Annäherung an die denkbare Vollkommenheit von Ordnung im allgemeinen und im
    besonderen. Eine Vorstellung von Ordnung löst im Handwerker ordnende Prinzipien aus. Im
    Vor-Stellen ist die Sicht einer Einheitlichkeit vorausgesetzt, die das Verschiedene auf sich zu
    beziehen imstande ist. Totale Vorstellung ist demnach Voraussetzung, Einzelnes aus einem
    Ganzen in Ordnung hervorgehen zu lassen.
    In einer totalen Ordnung ist alles Einzelne gleichberechtigt. Die Sinnhaftigkeit einer Ordnung
    gründet in der Widerspruchslosigkeit zwischen Einzelnem und dem Ganzen.


    Tonordnung meint also die Unterordnung von Tönen unter ein einheitliches Prinzip, das
    vorgestellt ist. Und: Widerspruchslosigkeit zwischen der Ordnung im Einzelnen und im
    Ganzen.
    Eine vorgestellte Ton-Ordnung ist auch Einfall, >Zu-Fall< oder > Musikalische Idee<
    genannt worden.


    Handwerk hat es mit Vermittlung und Ausbildung von Fähigkeiten zu tun, eine Vorstellung in
    effektive Ordnung umzusetzen. Geordnet wird das Material - in unserem Fall die Töne.
    Mehr oder weniger große Widerspruchslosigkeit zwischen Vorstellung und Materialordnung
    sind Kriterien zur Beurteilung handwerklichen Könnens. Handwerkliches Vermitteln wird
    demnach sinnvoll in der Mitteilung von Möglichkeiten, Einzelnes in ein Ganzes einzuordnen;
    nicht aber, Einzelnes für sich herstellen zu können. Andererseits ist es offenbar, daß
    musikalisches Handwerk nichts mit dem >Erfinden< von Musik zu tun hat.
    Die Vorstellung einer Musik als Vor-Stellung von Ordnung überhaupt ist durch Einmaligkeit
    ausgezeichnet (Ein-Fall), also auch jede Materialordnung, die von einer solchen Vor-Stellung
    mit dem Ziel von Widerspruchslosigkeit ausgeht.
    Komponieren wurde lange als bloßes Zusammenstellen verstanden. Das >Zusammen< reicht
    als Bestimmung nicht aus (ganz abgesehen von >Komponisten<, die lediglich
    auseinanderstellten und -stellen). >Organisieren< trifft eher den Bezug zwischen Vorstellung
    und Materialordnung.
    Das Hervorgehen des Einzelnen aus einem Ganzen schließt die Wahl von Material, das
    bereits vorgeformt - vorgeordnet - ist, aus.


    Versteht man unter >Improvisation< das geschickte Reagieren auf unvorhergesehene
    Einzelheiten in der Weise einer Arrangiertechnik, so haben wir es beim Improvisieren mit
    Tönen, das auf solche Weise geschieht, nicht mit Tonordnung, sondern mit einer Sammlung
    von Tönen und Tongruppen zu tun.
    Bereits vorhandene Tonordnungen (Tonsysteme, Themen, Motive, Reihen, >Rhythmen<,
    Folklorismen u. a.) sind gleich improvisatorischen Einzelheiten unbrauchbar (als bereits in
    einer jedem Einzelnen eigenen Weise geordnet), unbrauchbar für die Verwirklichung einer
    einheitlichen Vorstellung von Musik, die ja erst eine ihr gemäße Materialordnung hervorrufen
    kann, nachdem sie im Einfall vor-gestellt ist, und die sich mit einem Anspruch von Totalität
    (in Hinsicht auf Vollkommenheit von Ordnung) in jedem Werk neu und einmalig vollziehen
    soll - ,wenn mau die Notwendigkeit totaler Ordnung einsieht und akzeptiert.
    Vorgeformtes kann nicht eingeordnet, nur arrangiert werden. Ein-Ordnung aber ist eine
    Bedingung für Widerspruchslosigkeit. In den Bereich des organisatorischen Handwerks
    gehören also auch nicht Betrachtungen über bereits Vorgeformtes. Das Zusammenstellen von
    Verschiedenem, jedes in seiner Weise bereits Vorgeordnetem, genügt nicht.


    Das Einzelne ist der Ton mit seinen vier Dimensionen: Dauer, Stärke, Höhe, Farbe. Das
    Komponieren, von der handwerklichen Fähigkeit geleitet, Töne zu ordnen, hat also schon in
    jeder dieser Dimensionen anzusetzen, um Widerspruchslosigkeit zu erreichen. Im
    Unterordnen versucht man, die einzelnen unteren Ordnungsprinzipien (sowohl untereinander,
    wie zum Übergeordneten hin) aus der Idee abzuleiten. Die dazu notwendige Fähigkeit nannte
    ich handwerkliches Können. Die Unfähigkeit zu solchem Tun nenne ich Dilettantismus. Die
    Verwandtschaft zwischen Letzterem und der Improvisation, dem Arbeiten mit vorgeformtem
    Material, wird deutlich.



    In der traditionellen Musik und solcher, die gegenwärtig >der Tradition verpflichtet< ist,
    wurde und wird Vorgeformtes (vom Motiv über das Thema zur Reihe) als kleinste Einheit
    betrachtet und akzeptiert. Die heutige Einsicht aber in die inneren Beziehungen der Töne
    deckt den Widerspruch auf zwischen individuellen Ordnungen des Vorgeformten und der
    Notwendigkeit, integrale Ordnung aus einer einheitlichen Vorstellung abzuleiten. Der Idee
    eines Werkes kann nicht schon die Wahl von Vorformen vorausgehen, die diese Idee
    widerspruchslos verkörpern sollen.
    Die Zurückführung der Musik in eine absichtslose Ordnung von Tönen (als Hinsicht auf die
    jeweilige Vorstellung verstanden), wie sie in jüngster Zeit begonnen hat, ist mit der
    Notwendigkeit verbunden, Vorgeformtes in seiner Widerspruchhaftigkeit zu erkennen und
    nicht länger zu akzeptieren.

    Der ordnende Geist setzt also beim einzelnen Ton an, das heißt, er ordnet Töne einer
    einheitlichen Gesamtvorstellung von Tonordnung unter, indem er Töne aus der Idee
    hervorgehen läßt. Töne existieren demnach in einer >totalen< Musik als notwendige Folge
    des immanenten Ordnungsprinzips, das aus der Idee abgeleitet ist. Ordnungsprinzipien
    traditionellen Handwerks sind daraufhin zu prüfen, inwieweit sie heute noch brauchbar sind.

    Musikalische >Variation< setzt eine vorgeformte Gestalt voraus, die verändert wird. Diese
    Gestalt trägt einen ihr eigenen fixierten Ordnungscharakter von Tönen. Sie ist fertig, nicht
    notwendig als Resultat aus einer Idee für eine bestimmte Tonordnung hervorgegangen, die
    allgemeiner und in der sie ein ebenso untergeordnetes Einzelnes wäre, wie jeder andere Ton
    im >Variationswerk<, das vorgestellt ist. In der >Variation< geht es aber nicht um das zu
    Variierende (oder nur mittelbar), sondern um das Variieren: Nicht das zu Variierende
    existiert, sondern Weisen des Variierens eines sich einmal Gesetzten existieren aus einer
    Vorstellung von Ordnung, die Gleiches in verschiedenem Licht sieht. Es begegnet uns in
    >Varianten< ein Nebeneinander von individualisierten Tonordnungen. Einheitlichkeit soll
    durch ständige Anwesenheit des Variierten gestiftet werden. Dieses aber existiert nicht als
    Folge einer einheitlichen Vorstellung, die zu einer totalen Tonordnung führt, da sich ja
    Vorstellung auf Versprengtheit, auf ein Nebeneinander von verschiedenen einzelnen
    Varianten richtet.

    In der Voraussetzungslosigkeit des Variierten und der Vielheit der nebeneinandergestellten
    Varianten begegnet uns der Widerspruch zur >totalen < Tonordnung.
    In einem Werk mit 7 Variationen haben wir es mit 7 Musikstücken zu tun. Alle Stücke (und
    hier können wir auch >Transpositionen<, >Spiegelungen<, >Umkehrungcn<, >Imitationen<,
    >Vergrößerungen <, > Verkleinerungen< etc. mit einbeziehen) sind zwar aus demselben
    abgeleitet, aber es entfällt im Nebeneinander der notwendige Bezug. Das liegt bereits im
    >Verändern<, im bloßen Anderssein der Varianten untereinander. Gefordert ist aber
    einheitliche Bezogenheit des Einzeh1en, vor dessen Entstehung also vor allem der einzelnen
    Variationsweisen (-ordnungen), auf umfassende Vorstellung. Das, was aber Einheitlichkeit
    stiftet, das Variierte, ist nicht nur für dieses Werk und nur für dieses abgeleitet aus einer ihm
    vorausgegangenen Vorstellung von Ton-ordnung. Es fehlt der notwendige Bezug der
    Einzelordnungen: untereinander (>Variationen<) und zu einem Übergeordneten totalen
    Prinzip. Der eigentliche Bruch ist zwischen dem Variierten und der Vorstellung (zwischen
    einem definierten Objekt und Subjekt - statt die dualistische Objekt-Subjekt-Opposition fallen
    zu lassen).

    > Variation< offenbart sich als typische Formvorstellung gespaltener Einzelvorgänge, wobei
    Einheit Stiftendes nur insoweit befragt wird, als es überhaupt Einheitlichkeit der Erscheinung
    hervorrufen kann, nicht aber, inwieweit es selbst wiederum aus einer Vorstellung von


    Ordnung, aus einem zum Generieren widerspruchsloser Organisation befähigten Einfall
    abgeleitet ist.
    > Durchführung< als Vorstellung von Entwicklung in der Zeit zielt auf Fortschritt. Etwas
    wird durch Einzelstadien auf ein Ziel hin geführt (in Reprisenformen von sich selbst weg und
    wieder zu sich hin). In Entwicklung und Durchführung ist also der Blick immer auf das
    gerichtet, was das einzelne Anwesende noch nicht ist oder schon war (Ab-Sicht).
    Annäherung an Vollkommenheit von Materialordnung meint aber ständige Anwesenheit des
    Einen. Um auf Einzelnes in einer Entwicklung hinsehn zu können, muß man ständig von ihm
    absehn, um auf das zu achten, was es noch nicht ist oder schon war: Wieder begegnen uns
    disparate Einzelstadien von Ordnungszuständen.
    Ständige Anwesenheit von durchgeordneter Musik, die keine >Entwicklung< darstellt, kann
    allein den Zustand meditativen Hörens (von dem zu Beginn gesprochen wurde) hervorrufen:
    Man hält sich in der Musik auf, man bedarf nicht des Voraufgegangenen oder Folgenden, um
    das einzelne Anwesende (den einzelnen Ton) wahrzunehmen. Voraussetzung ist allerdings,
    daß das Einzelne bereits alle Ordnungskriterien in sich trägt - und zwar widerspruchslos -, die
    dem ganzen Werk zu eigen sind.

    Es erübrigt sich jetzt, Widersprüche zum hier erläuterten Ordnungsprinzip in >Suiten<,
    Überhaupt >mehrsätzigen< musikalischen Produkten aufzuzeigen. Was zu >Variation< und
    >Durchführung< gesagt wurde, kann für alle anderen Erzeugnisse musikalischen Handwerks
    vom gleichen Standort aus geprüft werden.

    Die Tatsache allein, daß mehrere Jahrhunderte hindurch im gleichen >vorgeformten<
    Tonsystem Musik gemacht wurde, zeigt genügend deutlich, wie sehr sich das Ordnen von
    Tönen in unserer Situation des Handwerks vom traditionellen Handwerk unterscheidet. Damit
    ist nicht etwa nur das Dur-MollSystem oder vorausgegangene Modalität gemeint, sondern
    darüber hinaus das zwölftönig-chromatische Tonsystem. Es läßt sich weitergehend denken,
    daß die vollkommene Vorstellung einer Tonordnung in der Idee für ein Werk eine ihr allein
    zugeordnete Organisation der Töne (als einzelne, und untereinander) hervorruft, die nur hier
    und nirgendwo anders ihren Sinn erfüllt.
    Zur >Ordnung des Tones in sich< muß abschließend noch etwas gesagt werden. Ich sprach
    von 4 Dimensionen, die im Zusammenwirken einen Ton ausmachen. >Ordnen von Tönen<
    heißt also: Ableiten der Ordnungsprinzipien für diese Dimensionen, wobei jedes
    Ordnungsprinzip als einzelnes auf die anderen drei nach einem für alle vier gültigen
    übergeordneten Prinzip bezogen ist. Das übergeordnete ist wiederum aus der geistigen
    Gesamtvorstellung einer allgemeinen Ordnung, die in spezielle Tonordnung umgesetzt wird,
    abgeleitet.
    Im Zusammenwirken der Ordnungsprinzipien für Dauern, Höhen, Stärkegrade und
    Klangfarben entstehen erst die Töne. Hier wird deutlich, daß Vorstellung von Ordnung
    zunächst noch gar nichts mit klanglicher Vorstellung von >fertigen< Tönen zu tun hat, da
    diese Resultat von ineinanderwirkenden Ordnungsregeln sind. Der Komponist erlebt das
    Entstehen von Musik. Sie entsteht vor ihm, er entreißt sie sich nicht mehr.
    Wie weit eine Vorstellung von Ordnung in musikalische Ordnung umgesetzt werden kann,
    muß vom Handwerker bei jeder ihm einfallenden Idee erst geprüft werden. Hier entscheidet
    es sich, ob er die jeweilige Idee annehmen kann, oder nicht.

    Die Ablehnung auch von vorgeformten Tönen gründet in folgender Überlegung. Eine totale
    Vorstellung läßt unter anderem ein bestimmtes Ordnungsprinzip für die
    Zusammensetzungsfaktoren der Klangfarbe existieren. Diese Faktoren machen die Klangfarbe
    für jeden entstehenden Ton aus (Ordnung der Teiltöne etc.). Ein Klarinettenton bringt
    naturgemäß eine bestimmte Ordnung seiner Klangfarbenfaktoren mit. Darüber hinaus


    zeichnet er sich durch typische Zeitveränderungen der Konstellation seiner
    Klangfarbenfaktoren gerade als Klarinettenton aus (abgesehen von Raumverhältnissen,
    Nachhallbedingungen, Entfernung des Hörenden etc.). Im voraussetzungslosen Sich-Bedienen
    eines solchen Tones, der auf bestimmte Weise (>instrumental<) erzeugt- geordnet-ist, kommt
    Widerspruch zur geforderten Ableitung aus einer Werk-Idee zutage.
    Außerdem liegt ja ständiger Widerspruch zur komponierbaren Ordnung in der
    unvorherzusehenden Veränderung der Zusammensetzungsfaktoren von Tönen durch den
    Spieler, den Hervorbringer des Klarinettentones, der ständigen unkontrollierten Änderungen
    unterworfen ist. Wie sehr die Unzulänglichkeit von >Interpretation< von diesem Standpunkt
    aus gesehen werden kann, sei hier nur angedeutet. Es begegnet uns der Widerspruch solcher
    Töne zu der Forderung, daß Töne erst aus der immanenten Anwesenheit einer einmalig für ein
    Werk X gültigen Vorstellung und Materialordnung existieren sollen. Das gilt sowohl für alle
    >natürlichen< Klänge, wie auch für auf Tonband aufgenommene und technisch manipulierte.

    Es ergibt sich die Konsequenz, daß für ein Werk X allein Töne existieren, die den
    Ordnungscharakter X tragen und nur als solche und allein in diesem Werk ihren Sinn haben.
    Dieses ordnende Denken ins Material hinein und die Vermeidung der >natürlichen<
    Eigenwilligkeit des Materials wird vielleicht durch elektronische Klangerzeugung in Zukunft
    möglich gemacht.
    Wie weit im einzelnen bereits Methoden erarbeitet sind, in unserer Situation des Handwerks
    >Punktuelle Musik< zu komponieren, wird an anderer Stelle zu berichten sein.

    Karlheinz Stockhausen - Texte zur elektronischen und instrumentalen Musik
    Band 1
     
  4. Anonymous

    Anonymous Guest

    schoenbergs punktualtität ist wohl eher zufällig.
     
  5. Anonymous

    Anonymous Guest

  6. Anonymous

    Anonymous Guest

    Einspruch: Schoenberg war für seine Pünktlichkeit bekannt.
     
  7. Anonymous

    Anonymous Guest

    Ausgemachter Blödsinn. Letterismus in der Literatur und Pointilismus in der Malerei haben überhaupt nichts mit der Punktuellen Musik nach Stockhausen zu tun.
     
  8. Anonymous

    Anonymous Guest

    . . . . . . .
     
  9. Anonymous

    Anonymous Guest

    Peter Uertz komponiert und musiziert offensichtlich nach dem Prinzip: Punkt, Punkt, Komma, Strich - fertig ist das Mondgesicht.

    Merke:

    Kognitive Fähigkeiten

    Unter kognitiven Fähigkeiten versteht man die Fähigkeit zur Wahrnehmung von Informationen, daraus Erkenntnisse abzuleiten und Verhaltensänderungen durchzuführen sowie die Speicherung von Erinnerungen.
    Defizite können zu Verhaltensstörungen, gestörtem Lernverhalten und weiteren schweren Problemen führen.
     
  10. Moogulator

    Moogulator Admin

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