Roland Juno 106 Voice Chips ?

Dieses Thema im Forum "Analog" wurde erstellt von chubbychecker, 12. Dezember 2012.

  1. hi
    ich plane mir eventuell wieder einen Juno-106 zu kaufen, und lese immer wieder im Internet dass die probleme
    mit den Voice Chips haben und oft ausfallen... ist das generell bei allen Juno 106s so oder eventuell nur bei frühen oder späteren
    seriennummern ? und tritt dieses Problem auch bei den Juno 60 auf?
     
  2. RetroSound

    RetroSound ●--~√V√V√V~--●

    es betrifft bestimmte baureihen. frag mich jetzt aber nicht welche das sind. meiner hat noch nie zicken gemacht. bei anderen sterben sie aber nach und nach. das problem ist aber handelbar/reparierbar bzw gibt es genügend ersatz im internet. beim ju-60 passiert das nicht.
     
  3. Ich wüsste nicht, dass es bestimmte Baureihen betrifft. Hast Du das irgendwo mit Beleg her? Meiner Ansicht nach hat Roland wegen den Problemen mit dem 80017 (der ja kein Chip, sondern einfach ein vergossenes Modul) den IR3R05 bei allen anderen Modellen eingeführt (also das gleiche, nur als richtigen Chip). Die Qualitätsprobleme mit den 80017 gab es ja wohl schon z.T. bei der Produktion.
     
  4. tom f

    tom f Moderator

    meine 106er habe (zumindest solange sie bei mir waren) nie was gehabt
     
  5. Das hängt ja auf dezidiert mit den "klimatischen" Rahmenbedinungen zusammen. Obn der Synth häufig Kalt/Warm-Wechseln ausgesetzt war, oder in sehr feuchter Umgebung stand.

    Der Fehler beim A80017 ist ja, dass die Gussmasse der Module Risse bekommt (was durch starke Temperaturschwankungen begünstigt wird), dann kriecht langsam Feuchtigkeit in die Risse rein (das ist zunächst nicht leitendes, quasi destilliertes Wasser), in der Feuchtigkeit lösen sich Staubpartikel auf, dadurch werden Ionen in der Feuchtigkeit gesammelt, und jetzt wird dieser Schmodder leitend. Und dann hat man Kurzschlüsse zwischen den Beinchen der SMD-Chips auf der vergossenen Platine.

    Ich schätze, dass vor allem 106er betroffen sind, die viel Livebetrieb erfahren haben. Und das dürften nicht wenige sein, denn der 106er war bei Showband-Profi-Musikern ausserordentlich begehrt.


    Florian
     
  6. tom f

    tom f Moderator


    danke für die interessante info - witzig zu erfahren dass es sowas regelrecht "biologistisches" ist das dem juno zu schaffen macht... passiert ja sonst eher mit gletschern, dass das wasser/eis die stein spaltet und den berg zersetzt - LOL
     
  7. Es gibt sogar Reparaturanleitungen für "gestorbene" Chips - sodass man in nicht wenigen Fällen an der Anschaffung neuer Chips vorbei kommen könnte. Bei meinem (ex-) 106er jedenfalls fiel nach 5 Jahren intensiver Benutzung eine von 6 Stimmen aus (ohne Livebenutzung oder Feuchtigkeit) - und der Verkauf des teil-defekten Gerätes war für mich lohnender als eine Reparatur.

    Ähem: Und gemessen an den heutigen Preisen (ca. 650,- Euro) gibt es für meine Begriffe ein paar gute Alternativen zum 106er. Man möge mich der Häresie zichtigen, aber ich (*räusper*) bevorzuge soundmäßig doch tatsächlich den Venom vor dem 106er...

    (setzt aber viel Programmierarbeit voraus, denn mit seinen Standardsounds ist der Venom zurecht umstritten)
     
  8. Murano

    Murano -

    Aber das mit den Voice Chips war glaub's wirklich vor allem bei den 106ern der Fall. Ich habe einen JX-3P, der über 20 Jahre mit österreichischen Partymusikern auf Tour war - diese Vergangenheit sieht man dem Teil optisch ziemlich an, aber technisch: Seit ich den habe keinerlei Probleme.
     
  9. RetroSound

    RetroSound ●--~√V√V√V~--●

    ein kleines chemielabor zu hause eingerichtet und los gehts:


    das kann jeder! :floet:
     
  10. Du dramatisierst. Das ist doch nur Aceton (gibt es in jedem Baumarkt). Wer sich nicht traut bzw. keine ruhige Hand hat, der möge mir die Chips zuschicken, ich mache es für 5 Euro pro Chip. Man benötigt dazu nur Geduld und Spucke. Und Aceton. :mrgreen:

    (über dieses Video hinaus - eigentlich soll es sogar so sein, dass man die "befreiten" Chips anschließend bei 60 Grad für einige Stunden bäckt - und damit den allergrößten Teil dieser Chips wieder zu Leben erweckt)
     
  11. tom f

    tom f Moderator

    ist sowas nicht auch etwas riskant?

    aceton ist ja nicht grade gesundheitsförderlich... inkl. chemischer reaktion mit dem harz.. dann auch noch backen (extra dämpfe..)

    stellt sich unabhängig die frage ob man die teile nicht schon vor dem versagen entharzen soll ...

    mfg
     
  12. tom f

    tom f Moderator

    ist sowas nicht auch etwas riskant?

    aceton ist ja nicht grade gesundheitsförderlich... inkl. chemischer reaktion mit dem harz.. dann auch noch backen (extra dämpfe..)

    stellt sich unabhängig die frage ob man die teile nicht schon vor dem versagen entharzen soll ...

    mfg
     
  13. tom f

    tom f Moderator

    ist sowas nicht auch etwas riskant?

    aceton ist ja nicht grade gesundheitsförderlich... inkl. chemischer reaktion mit dem harz.. dann auch noch backen (extra dämpfe..)

    stellt sich unabhängig die frage ob man die teile nicht schon vor dem versagen entharzen soll ...

    mfg
     
  14. swissdoc

    swissdoc back on duty

    Mein MKS-30 hatte einen defekten Chip, Aceton hat es gerichtet.
    Mein Juno 106 hatte zwei defekte Chips, Aceton hat es nicht gerichtet, backen habe ich nicht probiert (ist mir neu), dort habe ich recht günstig einen VOICE CHIP FILTER IC CLONE eingebaut.

    Beide gebraucht gekauft, kenne aber die Geschichte der Geräte nicht.
     
  15. Xpander-Kumpel

    Xpander-Kumpel engagiert

    …wattn fürn Harz?
    Harz4 oder was???


    PS: Aceton ist natürlich nicht gesund, aber ist schon geil was man aus vermeintlichen Kunststoffen(Acetat) so machen kann. Brillengestelle kleben, das Binding an der 58er Les Paul wieder anbringen, etc....
     
  16. Er meint wohl das "Gussmaterial" welches zerstört werden soll.
    Hab beruflich mit Aceton zu tun, krasses Zeug. Auf jeden Fall Handschuhe tragen und beeilen, Kunstoff wird recht schnell schwach....
     
  17. snowcrash

    snowcrash aktiviert

    Gletscher sind Geologie nicht Biologie, du Pantophag!

    Ausserdem "biologistisch" = Biologismus
    http://de.wikipedia.org/wiki/Biologismus
     
  18. Hi guys! Alter Thread, ich weiß, aber...

    mal eine Frage:
    Wieso wurden von Roland überhaupt die Chips mit diesem Misst überzogen - etwa um thermische Kopplung zu erzielen? Bei den anderen drei MC5534A ist hingegen Silikon auch über die ICs angebracht worden, bevor man das mit diesem Zeug ummantelt hat. Außerdem, wenn man das Acetonbad erfolgreich hinter sich hat, dann kann man deutlich erkennen, dass an den Seiten der ICs Silikon rausgequollen ist, was auch zwischen den IC-Beinchen zu sehen ist. Hat das Roland etwa zur zusätzlichen befestigung der ICs an die Keramikplatine angebracht? Hmm, sind doch zwei Fragezeichen geworden...

    Cheers,
    star
     

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