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John_Doe
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Die Diskussion dreht sich um die Theorie, um die Praxis besser zu verstehen bzw. ĂŒberhaupt erstmal zu verstehen.Musik besteht im Grunde aus einer Ăberlagerung von Sinuswellen unterschiedlicher Frequenz, Amplitude und Phase.
Hat was FM artiges đ
Auch komplexe Wellenformen lassen sich so zusammensetzen. Eine Pulse entsteht z. B. durch das Addieren entsprechender Oberwellen... je mehr davon vorhanden sind, desto steiler werden die Flanken. Ein mathematisch perfektes Rechteck wĂŒrde unendlich viele Oberwellen und damit unendliche Bandbreite benötigen und ist physikalisch nicht möglich.
Deshalb kann ein Wandler auch komplexe Wellenformen rekonstruieren: Er muss nicht wissen, ob das ursprĂŒnglich ein Rechteck, SĂ€gezahn oder sonst was war. Er rekonstruiert das bandbegrenzte Signal aus den Samples.
FĂŒr mich wesentlich entscheidener ist jedoch, wie ich damit in der Praxis umgehe. Dieses Hintergrundwissen bringt mir
aus tontechnischer Sicht gar nichts. Da muss ich nur wissen
wann ich mit welcher Samplerate arbeite, bestenfalls kann
ich mir anschauen, ob Harmonische und erzeugt werden
und somit potenziell Aliasing entstehen kann oder ich mach
stÀndig den Nulltest.
Dazu muss ich nichtmal Flöhe husten hören.
Du hast dich ja auch an der Diskussion beteiligt, wozu sie ja da ist.
Musik besteht jedoch, streng betrachtet, nicht aus der Ăberlagerung von Sinuswellen. Dessen kleinteilige Einzelteile vielleicht - was jedoch in dem Sinne noch keine Musik darstellt. Die einzelnen Sinuswellen sind Theorie. Sie existieren vielleicht in den einzelnen Spuren Deiner DAW und haben vielleicht fĂŒr Dich als Bediener eine theoretische Relevanz. Die Summe, die dabei herauskommt, ist jedoch eine sehr komplexe Abfolge von Datenpunkten und am Ende Luftschwingungen. Ok, in der Praxis könnte es auch ein Sinuswellenorchester geben, additive Synthese quasi, aber die komplexe Form der Summe ist das entscheidende, das Endprodukt, das wir hören.