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Samplerates: the higher the better, right?

  • #181
Musik besteht im Grunde aus einer Überlagerung von Sinuswellen unterschiedlicher Frequenz, Amplitude und Phase.
Hat was FM artiges 😂

Auch komplexe Wellenformen lassen sich so zusammensetzen. Eine Pulse entsteht z. B. durch das Addieren entsprechender Oberwellen... je mehr davon vorhanden sind, desto steiler werden die Flanken. Ein mathematisch perfektes Rechteck wĂŒrde unendlich viele Oberwellen und damit unendliche Bandbreite benötigen und ist physikalisch nicht möglich.

Deshalb kann ein Wandler auch komplexe Wellenformen rekonstruieren: Er muss nicht wissen, ob das ursprĂŒnglich ein Rechteck, SĂ€gezahn oder sonst was war. Er rekonstruiert das bandbegrenzte Signal aus den Samples.

FĂŒr mich wesentlich entscheidener ist jedoch, wie ich damit in der Praxis umgehe. Dieses Hintergrundwissen bringt mir
aus tontechnischer Sicht gar nichts. Da muss ich nur wissen
wann ich mit welcher Samplerate arbeite, bestenfalls kann
ich mir anschauen, ob Harmonische und erzeugt werden
und somit potenziell Aliasing entstehen kann oder ich mach
stÀndig den Nulltest.

Dazu muss ich nichtmal Flöhe husten hören.
Die Diskussion dreht sich um die Theorie, um die Praxis besser zu verstehen bzw. ĂŒberhaupt erstmal zu verstehen.
Du hast dich ja auch an der Diskussion beteiligt, wozu sie ja da ist.

Musik besteht jedoch, streng betrachtet, nicht aus der Überlagerung von Sinuswellen. Dessen kleinteilige Einzelteile vielleicht - was jedoch in dem Sinne noch keine Musik darstellt. Die einzelnen Sinuswellen sind Theorie. Sie existieren vielleicht in den einzelnen Spuren Deiner DAW und haben vielleicht fĂŒr Dich als Bediener eine theoretische Relevanz. Die Summe, die dabei herauskommt, ist jedoch eine sehr komplexe Abfolge von Datenpunkten und am Ende Luftschwingungen. Ok, in der Praxis könnte es auch ein Sinuswellenorchester geben, additive Synthese quasi, aber die komplexe Form der Summe ist das entscheidende, das Endprodukt, das wir hören.
 
  • #182
am Ende Luftschwingungen

Ich sag ja .. Sinus. Das ist die Form, wie sich Schallwellen ausbreiten. Da sind weder Rechtecke, noch SÀgezÀhne.

Wir wollen keine Wandler bauen. Hier geht es in erster Linie um Musik, Musikelektronik und darausfolgenden
tontechnischen Fragen. Wir haben lÀngst den Bereich der tontechnischen Relevanz verlassen, dem es nur
darum geht Probleme zu beheben und nicht um Probleme anderer, nÀmlich der Hersteller von Wandlern.
 
  • #183
Superfrage!

Indem hinter dem D/A-Wandler ein Tiefpassfilter ist, dessen Cutoff auf 1 Hz eingestellt ist und das quasi unendlich steil ist.

Um zu verstehen, dass nun wirklich ein Sinus am Ausgang herauskommt, wenn Du ein Rechtecksignal hineinschickst, kannst Du ja mal am analogen Synth den Cutoff eines Lowpassfilters auf die Frequenz Deines Oszillators einstellen, der ein Rechtecksignal liefert. Falls Du zwei 24dB-LowpÀsse kaskadieren kannst, wÀrst Du schon bei 48dB/Okt, da hörst Du beim besten Willen keine Oberwelle mehr.

Und wenn Du Dir das Signal am Oszilloskop anschaust, voila ein Sinus. Klingt auch genau wie ein Sinus (schalte den Oszillator auf Sinus um und Du hörst keinen Unterschied).

So Ă€hnlich macht jeder D/A-Wandler aus nur zwei Abtastwerten das perfekte Sinussignal (wie genau das Rekonstruktionsfilter in zwei Teile analog/digital gespalten wird, ist die große Kunst des D/A-Wandlerbaus).
Ja, und weil es praktisch keinen idealen Tiefpassfilter mit unendlicher Flankensteilheit gibt, hat man einen Sicherheitspuffer geschaffen - etwas mehr als 0,2 - 20.000 * 2,2 = 44.000
 
  • #184
Ich sag ja .. Sinus. Das ist die Form, wie sich Schallwellen ausbreiten. Da sind weder Rechtecke, noch SÀgezÀhne.

Wir wollen keine Wandler bauen. Hier geht es in erster Linie um Musik, Musikelektronik und darausfolgenden
tontechnischen Fragen. Wir haben lÀngst den Bereich der tontechnischen Relevanz verlassen, dem es nur
darum geht Probleme zu beheben und nicht um Probleme anderer, nÀmlich der Hersteller von Wandlern.
Nö. Schallwellen können Sinuswellen beinhalten. I.d.R. sind das jedoch komplexere Wellenformen.
 
  • #185
Die Diskussion dreht sich um die Theorie, um die Praxis besser zu verstehen bzw. ĂŒberhaupt erstmal zu verstehen.
Du hast dich ja auch an der Diskussion beteiligt, wozu sie ja da ist.

Musik besteht jedoch, streng betrachtet, nicht aus der Überlagerung von Sinuswellen. Dessen kleinteilige Einzelteile vielleicht - was jedoch in dem Sinne noch keine Musik darstellt. Die einzelnen Sinuswellen sind Theorie. Sie existieren vielleicht in den einzelnen Spuren Deiner DAW und haben vielleicht fĂŒr Dich als Bediener eine theoretische Relevanz. Die Summe, die dabei herauskommt, ist jedoch eine sehr komplexe Abfolge von Datenpunkten und am Ende Luftschwingungen. Ok, in der Praxis könnte es auch ein Sinuswellenorchester geben, additive Synthese quasi, aber die komplexe Form der Summe ist das entscheidende, das Endprodukt, das wir hören.
Jeder Klang ist in der Tat nicht eine komplexe Abfolge von Datenpunkte sondern eine komplexe Mischung von Sinuswellen. Eine Rechteckwelle z.B. setzt sich in der Tat aus Sinuswellen mit F1 F3 F5 F7 usw. In absteigender IntensitĂ€t zusammen. Die Harmonischen werden ab der Nyquistfrequenz rausgefiltert, ĂŒbrig bleibt die Sinuswelle ohne Harmonische.
 
  • Daumen hoch
M.i.a.u.: ModernerPurist
  • #187
Jeder Klang ist in der Tat nicht eine komplexe Abfolge von Datenpunkte sondern eine komplexe Mischung von Sinuswellen. Eine Rechteckwelle z.B. setzt sich in der Tat aus Sinuswellen mit F1 F3 F5 F7 usw. In absteigender IntensitĂ€t zusammen. Die Harmonischen werden ab der Nyquistfrequenz rausgefiltert, ĂŒbrig bleibt die Sinuswelle ohne Harmonische.
Als mathematische Beschreibung der theoretischen Bestandteile stimme ich dem zu.
Als Ergebnis von Sinusschwingungen. Allein Die MassentrÀgheit von Lautsprechermembranen erlauben nichts anderes.

Dazu muss ich mich nicht in der Wandlertechnik auskennen.
Lautsprechermembranen erlauben nur Sinusschwingungen? Das ist eine interessante Theorie ...
 
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