Neu

Samplerates: the higher the better, right?

  • #122
Mac Studio M2 Ultra mit Metric Halo Interface

seit dem letzte größeren Firmwareupdate kann man die Filter des DAC umstellen
Anhang anzeigen 260637

das macht nochmal n guten Unterschied... es klingt mit Linear Phase deutlich sauberer als mit Minimum Phase. Wobei mancheiner Minimum Phase sogar als angenehmer empfinden könnte.
Metric Halo ist feist!
 
  • #123
nein... gehe analog vom Pult zum Metric halo und dann mittel AES zu den Monitoren ... btw fand ich das schon bei den Genelecs besser mittels AES als analog reinzugehen.. weil dann 2 Wandlungsschritte wegfallen
 
  • Daumen hoch
M.i.a.u.: roh'signal und b57q903b4t86756734
  • #124
nein... gehe analog vom Pult zum Metric halo und dann mittel AES zu den Monitoren ... btw fand ich das schon bei den Genelecs besser mittels AES als analog reinzugehen.. weil dann 2 Wandlungsschritte wegfallen

Wie regelst du da die Lautstärke?
 
  • #127
Coole Lösung, aber so analog einschleifen ist dann nicht mehr.
das ist korrekt . Die Monitore haben einen XLR In den man zwischen analog und digital(AES) umschalten kann . Würd ich es wirklich unbedingt brauchen .. könnte man sich das schon basteln.
Aber ich hatte zig Monate noch den analogen Signalweg und hab es kein einziges Mal benutzt. Als ich dann noch gemerkt habe das die digitale Verbindung schlicht und ergreifend besser klingt, hab ich mich von der Idee das vollanalogen Abhörens verabschiedet . Zumal ich eh keine Monitore mehr hab die ohne Wandlung auskommen.
 
Zuletzt bearbeitet:
  • Daumen hoch
M.i.a.u.: b57q903b4t86756734
  • #128
In 44,1khz, 88,2khz und 192khz, fängt um 30Khz relativ sanft an abzufallen, bei 44,1khz
gibts nen harten Cut bei 21,5khz ... tjo und 192khz ... liegt ausserhalb des Darstellungsbereichs

das ergibt keinen sinn und es beantwortet auch nicht meine frage.

Man sieht hier deutlich, dass die Verzerrung bei 88,2khz sich rund 10khz nach oben verschoben hat

es langt nicht, irgendwas zu sehen, man muss auch verstehen, was man da sieht.

du bist nicht mal in der lage zu erklären, was man da sieht, willst es dann aber interpretieren.

Es ist in Summe relevant - Es gibt nicht ohne Grund Upsamplingfunktionen, ob nun als "HQ"
oder direkt x2 oder x4 betitelt und die meisten Plugins upsamplen auch schon. Es ist schwierig eines
zu finden, dass das nicht tut.

das war auch nicht meine frage.

und upsampling ist eben genu nicht das gleiche wie die rate systemweit zu ändern.

Der Vorteil dabei ist, wenn die DAW gleich mit höherer Abtastrate läuft, die Plugins nicht einfach
höher upsampling, sondern bleiben idR bei ihrer vorgesehenen Abtastrate.

der vorteil von butter ist, dass das brot dann nicht so trocken ist. und jetzt?

Ist übrigens der TDR Slick EQ, der offenbar ein recht gutes Filter hat. Hab da schon andere gesehen, die
deutlich früher verzerren


rhabarber, rhabarber, rhabarber. :)

meine frage war, wie du auf die idee kommst, dass ein filter zu einem anderen ergebnis führt, nur weil sich die samplingrate ändert.

das kann man ja mit simpler mathematik ausrechnen ob das so ist, und deswegen müsstest du das jetzt mal vorrechnen, falls du vorhattest damit irgendjemanden zu überzeugen.

also berechne doch einfach einen shelving filter in 44 khz und dann einen 96 und sann wird man ja sehen, ob da die gleichen werte rauskommen.


die "verzerrung" hängt nebenbei bemerkt vor allem von der bittiefe ab und wäre auch nichts, was man in einem 2 pixel graphen sehen könnte.

mal davon abgesehen, dass das auf dem bild sowieso nichts mit einem shelving filter zu tun hat.
 
  • #129
"Die interne Multirate-Architektur von SlickEQ arbeitet nicht mit 8× oder 16×, sondern in der Regel mit 2× oder 4× : also begrenzter Headroom für Aliasing."

Bei nur 2× oder 4× können im Analyzer noch Reste im oberen Spektrum sichtbar sein, auch wenn sie wohl für das Ohr nicht wirklich relevant sind. Die 2x OS vom Slick würden das ja erklären... Aber bei Saturn:
Messbar = Hörbar - Nein :dunno:
 
Zuletzt bearbeitet:
  • #130
Was stimmt nur mit dir nicht?
 
  • #131
@verstaerker

OMG Du bist so FAT(so)... :-)
 
  • HaHa
M.i.a.u.: verstaerker
  • #132
@einseinssnull
Du weichst der Kernfrage wiederholt aus.

Es ging von Anfang an nicht um die rein mathematische Skalierbarkeit eines idealen Filters, sondern um praktische Verzerrungstendenzen realer Plugins zur jeweiligen Nyquistfrequenz hin – egal ob korrekt skaliert oder nicht.

Die Nyquistgrenze ist eine reale systembedingte Schranke. Und je näher man dieser kommt, desto mehr treten (sichtbare und teilweise hörbare) Effekte auf.

insbesondere bei:

- EQs mit interner Limitierung oder vereinfachter Skalierung
- Plugins mit nichtlinearer Verarbeitung ohne sauberes Oversampling
-Plugins, die intern nur mit x2 oder x4 Multirate arbeiten
-Analyzer, die artefaktbehaftet darstellen (z. B. Pre-Ringing, Interpolation)

Das hat nichts mit “Shelving-Fehlinterpretation” oder Unwissen über Bittiefe zu tun, sondern ist messbar, reproduzierbar und zigfach dokumentiert.

Wenn ein identisch eingestellter EQ bei 44,1 kHz ab ~14 kHz zu boosten beginnt, bei 88,2 kHz aber erst ab ~28 kHz dann ist das kein “Darstellungsfehler”, sondern ein reales Verhalten des Plugins unter verschiedenen SR-Bedingungen.

Dass du dich mehrfach darauf zurückziehst, „dann rechne es doch selbst aus“, obwohl du selbst nichts beilegst, wirkt eher wie eine rhetorische Abwehrstrategie als wie inhaltlicher Diskurs, ergo großes Maul, nix dahinter.

Wenn du Beweise brauchst: Screenshots und Analyzer-Daten liegen vor.

Wenn du Mathematik willst: Rechne die Bandbegrenzung und das Aliasing-Potenzial bei nichtlinearen Prozessen in Abhängigkeit der SR selbst durch.
Für uns praktische Anwender hat das NULL Relevanz. Es zählt nur, wie es am Ende klingt!

Wenn du Diskurs willst: Dann antworte auf die eigentliche Frage und nicht darauf, was deiner Meinung nach gesagt werden sollte.

Aber damit wärst du wohl überfordert?!
 
  • #133
Samplerate Wandler: Über 44,1/48khz praktisch irrelevant
Samplerate DAW kann jeder ausprobieren. Wer da kein bock drauf hat, kann die Unterschiede hier hören.
Das Differenzsignal beinhaltet nicht nur Aliasing, auch die Prozesse sind etwas anders (insb. schnelle Hüllkurven, Kompressoren profitieren),
Modulationen etwas genauer, nicht lineare Prozesse näher an "analog", was auch, wenn auch gering, Einfluss auf Phasenverhalten, Transienten haben sollte,
Antialiasingfilter arbeiten bei höheren Sampleraten etwas "entspannter".

Das Beispiel ist fast "best case", real dürften die Unterschiede höher ausfallen, da nicht nur 4 sehr gute Plugins, sondern
meist ein wirres Durcheinander :D

 
  • #134
Samplerate Wandler: Über 44,1/48khz praktisch irrelevant
Die allermeisten aktuellen Wandlerchips upsamplen sowieso intern fürs Processing.
Heisst auch, viele der Diskussionen sind eh obsolet weil man als User gar nicht weiss welche Samplerate man eigentlich gerade hört.
Letztendlich würde ich immer das Ohr entscheiden lassen. Wer zB Izotope* RX hat, kann ja mal mit den unterschiedlichen Einstellungen fürs AA-Filter rumspielen fürs Up und Downsampling. Sehr spannend.

Reaper als DAW bietet zB auch ein eigenes internes Oversampling, frei einstellbar pro PlugIn. Auch spannend zu hören ob und was passiert je nach Plugin.

Aber OS ist auch kein automatischer Gralsbringer, letztendlich hat auch der Up und Downsamplingprocess seine Artefakte. Es geht immer um den im Einzelfall besten Kompromiss. Und der ist oft sehr relativ.

Wenn ich eines gelernt hab; vertraue niemals Digital. Und damit meine ich nicht die Theorie, sondern die nötigen Kompromisse in der Umsetzung, die besonders auch für Echtzeit-Audio nötig sind.

Latenz auch ein heiss umkämpftes Thema hier. Kommt aber auch nicht frei Haus.
 
  • Daumen hoch
M.i.a.u.: ModernerPurist
  • #135
Weitere Vorteil ist auch halbierte Latenz.
Dafurch könnte man auch eine höhere Buffersize fahren
und kriegt so bisschen benötigte Mehrleistung zurück.
 
  • Daumen hoch
M.i.a.u.: Akai
  • #136
Ja. Von Anfang bis Ende auf hohen SR arbeiten, ist sicher der beste Kompromiss. Dann hintenraus, am besten erst vom ME mit der besten Software possible, einmal auf die Release Rate runtersamplen.

Einfach nur 48k geht aber auch klar.... ;)

Lustigerweise klingen günstige Wandler oft besser in höheren Rates und die richtig guten immer noch deutlich besser auf nur halber Rate.... ;)
SR ist halt auch nur ein Puzzleteil unter vielen. Und das Risiko sich in technischen/klanglichen Nebenschauplätzen zu verlieren, ist in der Musikproduktion eh der grösste Feind.... :D
 
  • Zustimmung
M.i.a.u.: claudio
  • #137
hihi,
und ich arbeite immer noch "nur" mit 44 khz 16 bit....:)

gab nie probleme, auch beim anschliessenden "professionellen " mastern nicht..
 
  • #138
und ich arbeite immer noch "nur" mit 44 khz 16 bit....:)
die Samplerate deiner Audiofiles hat nicht unbedingt etwas mit den internen Raten in der DAW zu tun. Aber ich exportiere die Summe auch nur als 44.1/16.
 
  • Daumen hoch
M.i.a.u.: Akai, ModernerPurist und dubsetter
  • #139
die Samplerate deiner Audiofiles hat nicht unbedingt etwas mit den internen Raten in der DAW zu tun. Aber ich exportiere die Summe auch nur als 44.1/16.

Das ist etwas, was viele durcheinander bringen

Endsamplerate, Bearbeitungssamplerate, Wandlersamplerate.

Nichts hat miteinander zu tun.
 
  • Daumen hoch
M.i.a.u.: claudio und Akai
  • #140
hihi,
und ich arbeite immer noch "nur" mit 44 khz 16 bit....:)

gab nie probleme, auch beim anschliessenden "professionellen " mastern nicht..
Ja, aber Formatraten nicht mit Arbeitsraten verwechseln. Bei deine ME wird die Bitrate DAW-intern ja eh wieder auf 32Bit float aufgeblasen. SR wie gesagt auch, wandlerabhängig. Ich hab ganze Alben in 16/44 angeliefert bekommen und so wieder rausgegeben, und nicht wenige. Dran gearbeitet hab ich aber uU in völlig abweichenden Raten. Das heute noch ein ME seine teure analoge Kette in 1644 recorded, halte ich für äusserst unwahrscheinlich. Lässt ja quasi schon kein moderner Wandler mehr zu.

Aber es geht ja in der Diskussion auch nicht darum, dass das kein Problem ist. Sondern darum was im Direktvergleich das Potential hat noch etwas besser zu klingen. Da spielt der eigene Anspruch vor allem mit rein, und das ist überhaupt nicht wertend gemeint, in beide Richtungen.

Wie gesagt: was im Wandler stattfindet darüber hat man als Anwender meist keine Kontrolle. Und was in der DAW stattfindet oft auch nicht.
Was einem bleibt, so das Thema überhaupt interessiert, ist in SEINEM System direkte Vergleiche zu fahren. Und dann bescheisst einen der eigene DA Wandler ja vermutlich trotzdem noch.
Alles nicht so einfach.... :D Zu behaupten SR X ist besser als SR Y oder OS hat nur Vorteile ist aber definitiv Bullshitbingo spielen.
 
  • Daumen hoch
M.i.a.u.: claudio
  • #141
ging ja auch nicht um besser,
sondern lediglich meine erfahrungen.
im übrigen arbeite ich in der daw und bei den meisten audiofiles auch "nur " mit 44,1 khz.

und (das nur nebenbei) :
ich benutze als "end wandler" tatsächlich noch einen Tascam* dat,
der dann per spdif in den rechner geht..:)
 
  • #142
Meinen Tascam* DAT hab ich auch gerade wieder ausm Lager geholt. :)
Muckemache tue ich wegen meinen älteren ADAT Wandlern auch in 48k. Aber in den Wandlern bzw in der DAW wird deswegen, ohne meine Kontrolle, trotzdem wild up und downgesampled. Die Processe minimiert man uU wenn man gleich in höheren Rates arbeitet. Aber auch nicht zwangsläufig weil die genauen Rates wieder von Wandlern und PlugIns abhängig sind....

Und selbst wenn du es irgendwie schaffst durchgängig auf 44k zu bleiben, dein DA Wandler der am Rechner hangt beim Abhören gibt dir gar keine 44k zu hören raus...
 
Zuletzt bearbeitet:
  • hilfreich
M.i.a.u.: claudio
  • #144
ging ja auch nicht um besser,
sondern lediglich meine erfahrungen.
im übrigen arbeite ich in der daw und bei den meisten audiofiles auch "nur " mit 44,1 khz.

und (das nur nebenbei) :
ich benutze als "end wandler" tatsächlich noch einen tascam dat,
der dann per spdif in den rechner geht..:)

Is doch ok, wenn du damit klarkommst. Früher wurde so gearbeitet oder halt analog - Ging ja auch.

Aber: Aliasing ist ein Arschloch. Du ziehst Frequenzen raus, die eigtl nicht da sein sollten, weil es mulmt.

Kann am Ende auch Stil sein und deinen einzigartigen Sound ausmachen. Gab genug Beispiele,
bei denen Aliasing den Soud fett machte.

Die meisten Plugins oversamplen intern eh. UAD oder Pluginalliance, Waves macht das m.W. nicht
und bei einigen hast du Optionen, wie Fabfilter
 
  • Daumen hoch
M.i.a.u.: dubsetter und claudio
  • #145
Aliasing kann auch cool/gewollt sein.

Weiteres:
Im Pro-Audio-Bereich arbeiten die Wandler teilweise schon mit 32Bit-Float. Intern arbeitet eine DAW wie Live mit 32 Bit (Float) Tiefe, an Mischpunkten mit 64 Bit. D.h. das Signal kann einen wesentlich höheren Dynamikumfang umfassen.
16 und 24Bit sind ganzzahlige/integer Formate und lassen nicht mehr als 0dBFS zu. D.h. alles was drüber ist wird abgeschnitten. 32Bit-Float/Fließkomma lässt Pegel weit über 0dbFS zu, was ITB schonmal sehr wichtig ist. Man kann beliebig hoch und runterregeln - ohne Daten- bzw. Signalverlust.

Zur Audioauflösung gehören
1. Bittiefe, welche den möglichen Dynamikumfang beschreibt, d.h. ich habe x Bit Wordbreite um die Lautstärkeabstufungen zu beschreiben. Bei 16 Bit kann habe ich rund 65.000 Stufen (2^16), bei 24 Bit rund 17Mio Stufen (2^24) etc.
Und dann
2. die Samplingfrequenz, welche angibt, wie oft pro Sekunde ein analoges Audiosignal gemessen und damit dieser Wert geschrieben wird. Je öfter das Signal abgetastet wird, umso originalgetreuer kann ich es digital nachbilden. Bei entsprechend geringer Samplingfrequenz/Abtastrate kann ich z.B. eigentlich keine Sinus-Schwingung mehr darstellen, dann reichts vielleicht nur noch für Sägezahn oder Dreieck bzw. im Extremfall Rechteck, was man bei diversen Bit-/bzw. Samplingratenreduzierern auch gut hören kann. Jedoch muss eben auch jeder Wert berechnet und geschrieben werden, was CPU-Leistung, RAM und Speicher braucht.
Höhere Audioauflösungen brauchen immer mehr CPU-Leistung, da mehr Daten zu verarbeiten sind. Hierbei ist jedoch auch zu berücksichtigen, dass die DAW so oder so immer mit 32/64Bit arbeitet.

Die Nyquistfrequenz besagt, dass man (eigentlich) für jede Periode min. 2 Datenpunkte braucht um eine Frequenz bestimmen bzw. beschreiben zu können. Jedoch kann man hier erkennen, dass das eigentlich nicht befriedigend ist. Man arbeitet auch lieber weit unter der Nyqistfrequenz bzw. setzt die Abtastrate höher.

Na ja, und das Endprodukt des Musizierens ist keine Ansammlung einer riesigen Anzahl von Sinuswellen - das ist es vielleicht in der DAW oder intern in der additiven Synthese - sondern eine Datei.
Diese Datei entstand durch eine Mischung aus vielen vielen unterschiedlichen Pegeln der einzelnen Spuren zu einem ganz konkreten Zeitpunkt.
2 positive Werte addieren sich, 2 negative auch, positiv und negativ heben sich (teilweise) auf.
Und diese Datei beschreibt zum Zeitpunkt x einen Pegel y, daraus ergeben sich im besten Fall Frequenzen - weil wir Gleichspannungen nicht hören können, weil's keine Schwingungen sind.
Wenn man ins fertige Produkt im Audioeditor maximal hineinscrollt, sieht man die einzelnen Samplepunkte.
 
  • #146
Das ist etwas, was viele durcheinander bringen

Endsamplerate, Bearbeitungssamplerate, Wandlersamplerate.

Nichts hat miteinander zu tun.
Ich würde nicht direkt sagen, dass das nix miteinander zu tun hat. Du kannst i.d.R. die Auflösung in der DAW nicht höher einstellen, als es der Treiber deines Audiointerfaces zulässt, welcher sich wiederum immer an der max. Auflösung des Wandlers orientiert. In welcher Auflösung die DAW intern rechnet, ist wieder ein anderes Thema.
 
  • Daumen hoch
M.i.a.u.: dubsetter
  • #147
Aliasing kann auch cool/gewollt sein.

Weiteres:
Im Pro-Audio-Bereich arbeiten die Wandler teilweise schon mit 32Bit-Float. Intern arbeitet eine DAW wie Live mit 32 Bit (Float) Tiefe, an Mischpunkten mit 64 Bit. D.h. das Signal kann einen wesentlich höheren Dynamikumfang umfassen.
16 und 24Bit sind ganzzahlige/integer Formate und lassen nicht mehr als 0dBFS zu. D.h. alles was drüber ist wird abgeschnitten. 32Bit-Float/Fließkomma lässt Pegel weit über 0dbFS zu, was ITB schonmal sehr wichtig ist. Man kann beliebig hoch und runterregeln - ohne Daten- bzw. Signalverlust.

Zur Audioauflösung gehören
1. Bittiefe, welche den möglichen Dynamikumfang beschreibt, d.h. ich habe x Bit Wordbreite um die Lautstärkeabstufungen zu beschreiben. Bei 16 Bit kann habe ich rund 65.000 Stufen (2^16), bei 24 Bit rund 17Mio Stufen (2^24) etc.
Und dann
2. die Samplingfrequenz, welche angibt, wie oft pro Sekunde ein analoges Audiosignal gemessen und damit dieser Wert geschrieben wird. Je öfter das Signal abgetastet wird, umso originalgetreuer kann ich es digital nachbilden. Bei entsprechend geringer Samplingfrequenz/Abtastrate kann ich z.B. eigentlich keine Sinus-Schwingung mehr darstellen, dann reichts vielleicht nur noch für Sägezahn oder Dreieck bzw. im Extremfall Rechteck, was man bei diversen Bit-/bzw. Samplingratenreduzierern auch gut hören kann. Jedoch muss eben auch jeder Wert berechnet und geschrieben werden, was CPU-Leistung, RAM und Speicher braucht.
Höhere Audioauflösungen brauchen immer mehr CPU-Leistung, da mehr Daten zu verarbeiten sind. Hierbei ist jedoch auch zu berücksichtigen, dass die DAW so oder so immer mit 32/64Bit arbeitet.

Die Nyquistfrequenz besagt, dass man (eigentlich) für jede Periode min. 2 Datenpunkte braucht um eine Frequenz bestimmen bzw. beschreiben zu können. Jedoch kann man hier erkennen, dass das eigentlich nicht befriedigend ist. Man arbeitet auch lieber weit unter der Nyqistfrequenz bzw. setzt die Abtastrate höher.

Na ja, und das Endprodukt des Musizierens ist keine Ansammlung einer riesigen Anzahl von Sinuswellen - das ist es vielleicht in der DAW oder intern in der additiven Synthese - sondern eine Datei.
Diese Datei entstand durch eine Mischung aus vielen vielen unterschiedlichen Pegeln der einzelnen Spuren zu einem ganz konkreten Zeitpunkt.
2 positive Werte addieren sich, 2 negative auch, positiv und negativ heben sich (teilweise) auf.
Und diese Datei beschreibt zum Zeitpunkt x einen Pegel y, daraus ergeben sich im besten Fall Frequenzen - weil wir Gleichspannungen nicht hören können, weil's keine Schwingungen sind.
Wenn man ins fertige Produkt im Audioeditor maximal hineinscrollt, sieht man die einzelnen Samplepunkte.
Ja, da sind ein paar Sachen durcheinander 😄


Bittiefe = Quantisierung/Dynamikumfang, mehr als 24bit braucht man idR nicht
Samplingrate = zeitliche Abtastung bzw. welche Frequenzen überhaupt darstellbar sind. Die Aussage, dass ein Sinus bei zu niedriger Samplingrate einfach zu Sägezahn/Dreieck/Rechteck wird, ist so nicht richtig
da entsteht Aliasing, also falsche Frequenzanteile, die um die Nyquist-Frequenz herum falsch interpretiert werden.

Und 2 Samples pro Periode sind nur die theoretische Nyquist-Grenze, nicht "gute" praktische Auflösung. Deshalb arbeitet man mit Abstand zur Nyquistfrequenz und entsprechenden Filtern.

Der Rest mit Samples als Abfolge von Pegelwerten stimmt im Wesentlichen.
 
  • Daumen hoch
M.i.a.u.: dubsetter und Akai
  • #148
Ich würde nicht direkt sagen, dass das nix miteinander zu tun hat. Du kannst i.d.R. die Auflösung in der DAW nicht höher einstellen, als es der Treiber deines Audiointerfaces zulässt, welcher sich wiederum immer an der max. Auflösung des Wandlers orientiert. In welcher Auflösung die DAW intern rechnet, ist wieder ein anderes Thema.

Es besteht aber keine Notwendigkeit die Wandler über der hörbaren Frequenz abtasten zu lassen.
Ein Mensch hört nicht mehr als 20-22khz, wenn überhaupt und Aliasing findet dort nicht statt,
es sei denn man macht was falsch, aber selbst bei alten Interfaces, die man mit Absicht überfahren hat,
hat man die gut klingende Limiterschaltung VOR dem Wandler angefahren.

Beim Wandler spielt alles über 44,1khz keine Rolle. Es ist egal.
 
  • #149
Ja, da sind ein paar Sachen durcheinander 😄


Bittiefe = Quantisierung/Dynamikumfang, mehr als 24bit braucht man idR nicht
Samplingrate = zeitliche Abtastung bzw. welche Frequenzen überhaupt darstellbar sind. Die Aussage, dass ein Sinus bei zu niedriger Samplingrate einfach zu Sägezahn/Dreieck/Rechteck wird, ist so nicht richtig
da entsteht Aliasing, also falsche Frequenzanteile, die um die Nyquist-Frequenz herum falsch interpretiert werden.

Und 2 Samples pro Periode sind nur die theoretische Nyquist-Grenze, nicht "gute" praktische Auflösung. Deshalb arbeitet man mit Abstand zur Nyquistfrequenz und entsprechenden Filtern.

Der Rest mit Samples als Abfolge von Pegelwerten stimmt im Wesentlichen.
Es geht nicht darum, was Du brauchst. Die DAW rechnet so und so mit 32/64Bit Float und das ergibt auch Sinn - gerade wenn man viel prozessiert und auch nicht mit den Pegeln aufpassen will, wie ein Schießhund.
Für das fertige Endprodukt reichen in der Praxis 16/44,1.

Mein Beispiel mit der Sinuswelle zielt darauf ab, dass es aufwendiger ist bzw. mehr Auflösung bedarf, eine Sinuswelle, welche praktisch nur aus Rundungen besteht :mrgreen: adäquat darzustellen, als ein Dreieck oder ein Rechteck. Kannst Du gerne mit einem Bit-/Sampleratenreducer reproduzieren. Da wird die Sinusschwingung immer "eckiger", was man am raueren Klang hört.
 
  • #150
Es besteht aber keine Notwendigkeit die Wandler über der hörbaren Frequenz abtasten zu lassen.
Ein Mensch hört nicht mehr als 20-22khz, wenn überhaupt und Aliasing findet dort nicht statt,
es sei denn man macht was falsch, aber selbst bei alten Interfaces, die man mit Absicht überfahren hat,
hat man die gut klingende Limiterschaltung VOR dem Wandler angefahren.

Beim Wandler spielt alles über 44,1khz keine Rolle. Es ist egal.
Öhm ... nö :mrgreen:
Bzw. von welchem Wandler schreibst Du? AD oder DA?
Bei AD spielt das natürlich eine große Rolle, da ich Aufgenommens noch bearbeiten will, vielleicht auch extrem pitchen o.ä.

Für die Wiedergabe ist 44,1 ausreichend, gleichgar, wenn man an die Trägheit einer Lautsprechermembran denkt.
 
×
Dir gefällt Sequencer.de? ❤️ Lasse dir unsere neuesten Inhalte in der Google-Suche ganz oben anzeigen!

Zurück
Oben