Sampling

Dieses Thema im Forum "mit Sequencer" wurde erstellt von MFakaNemo, 4. Mai 2015.

  1. Hallo,

    ich habe einige kurze Frage zu Samplern.

    Zusätzlich zu Synths (woanders bereits diskutiert), möchte ich ggf. auch einen Sampler (old school) integrieren. Irgendwie mag ich das Arbeiten mit den alten Geräten. Jetzt möchte ich aber auch gern externe Samples oder Soundfetzen in einen Sampler laden und damit dann loopen, spielen, modden usw.
    Der Sample sollte auch über MIDI zu syncen in der Lage sein.

    Welche könnt ihr mir empfehlen? Irgendwas von Akai? Alesis? am liebsten so späte 80er, frühe 90er.
     
  2. citric acid

    citric acid eingearbeitet

    Da müsste man erst mal wissen ob Du einen externen Sequenzer hast, wenn nicht kommst Du evtl. um eine MPC nicht herum. Dann die frage ob Du nur Loops oder auch Einzelsounds oder Multisamples benutzen möchtest. Benötigst Du mehrere Einzelausgänge? usw....

    Akai MPC, Yamaha RS7000 sind da schon ganz heiße Kandidaten. Unter dem würde ich nicht gehen. Kommt aber auf dein Setup und Arbeitsweise drauf an.
     
  3. welchen MPC meinst du? den 60? der hat doch nur begrenzten Speicherplatz.
    der RS7000 klingt vielversprechend. aber tut es ein SU700 nicht auch?

    vom Setup : DAW mit MIDI-Connections zu externen Synths, mglw. (noch nicht sicher) ein Hardwaresequencer (Yamaha QX3)
     
  4. Despistado

    Despistado aktiviert

    Da musst du dir erst überlegen wie du die Samples (z.B. vom Rechner) in den Sampler bekommst.

    Weil nur mit Diskette macht sicher keinen großen Spaß.
    Das Gerät sollte also demnach auf jeden Fall zumindest einen SCSI-Anschluss haben.
    Dann könntest du bspw. ein Zip Laufwerk anschließen und dann noch ein zweites Zip-Laufwerk am Rechner (via USB) und dann könntest du mittels Zip-Disketten (da passen etwa 90MB drauf) Samples zwischen Rechner und Sampler austauschen.
    Diese Zip-Laufwerke gibt's allerdings auch nicht mehr neu.

    Außerdem solltest du dir überlegen, wieviele Samples du denn gleichzeitig verwenden wollen wirst.
    Mit einem Uralt-Sampler mit 2MB RAM wirst du dann vllt. eher unzufrieden sein, je nachdem...
     
  5. Despistado

    Despistado aktiviert

    Klar aber die Kiste ist ja eben auch uralt, eben aus den 80ern, wie gewünscht...;-)
     
  6. konnte man in den SU700 nicht direkt über Audio recorden von einer externen Quelle und damit gleich loopen? Aber das waren bestimmt keine großartig langen Samples, richtig?
     
  7. Despistado

    Despistado aktiviert

    Doch klar, direkt aufnehmen geht natürlich, aber du hast ja etwas geschrieben von wegen "Samples laden" und da müsste man dann schon genauer überlegen, was da in Frage kommt.
     
  8. da wäre es wohl einfacher mit dem SU700, oder? also mittels direkt-Aufnahme in den Sampler..
    etwas vergleichbares gibt es wohl nicht aus den 80ern?
     
  9. Zolo

    Zolo aktiviert

    Su700 hat ewig lange ladezeiten über SCSI...

    Ich weiß gar nicht ob man die Samples überhaupt Tonal spielen konnte ?

    Ansonsten muss ich echt nochmal auf den teuren und modernen Octatrack hinweisen.
    Da dauert die Arbeit auch nicht länger als am Computer - macht aber mehr Spass ;-)
     
  10. Danz wichtiger Hinweis: Loopen bedeutet bei den ganzen alten Samplern, aber auch bei der MPC "auf ein Tempo fest gelegt sein". Das Gemeine ist dann, dass ein zweiter Loop nur mit sehr viel Glück zum ersten Loop tempomäßig dazupasst.

    Wenn Du also wirklich mit Loops arbeiten willst, dann solltest Du schon bei moderneren Samplern schauen, die auch Echtzeit-Timestretching können. Eventuell wäre ein Korg Micro-Sampler was für Dich. EDIT: oder natürlich der von Zolo erwähnte Octatrack. Ist finanziell eine andere Schuhnummer, aber eben auch von den Features eine andere Liga als der Korg.
     
  11. Despistado

    Despistado aktiviert

    Nein, vor allem schon gar nicht solche Groovebox-artigen Sampler wie den SU700.

    Direkt aufnehmen mit dem Sampler geht natürlich auch mit den Geräten aus den 80ern, aber das RAM ist halt deutlich begrenzt.
    Außerdem muss man bei vielen (allen?) Samplern aus den 80ern nach dem Einschalten erst umständlich das Betriebssystem von Diskette laden.
     
  12. Zolo

    Zolo aktiviert

    S700 war schon geil wenn man mit OneShot Drum Samples gearbeitet hat und ne Handvoll Loops dazu gemischt hat.
    Gab ja Leute wie Speedy J die ganze Alben mit der Kiste gemacht haben.

    Erstmal geladen, kam ich auch immer schnell zu guten Ergebnissen ;-)
     
  13. Despistado

    Despistado aktiviert

    P.S: Es kommt dann halt total darauf an was du denn genau machen möchtest mit den Samples.

    Möchtest du z.B. einen Drumloop geloopt laufen lassen im Sampler und der Drumloop soll dann synchron zum Rest im Midi-Sequencer laufen?

    Bei diesem Szenario wäre es nicht sinnvoll das Drumloop-Sample im Sampler direkt zu loopen.
    Zwar kann der Sampler loopen aber es wird dann wohl irgendwann nicht mehr synchron zum Tempo im Sequencer laufen, denn BPM sind nicht gleich BPM, soll heißen: Auch wenn das Sequencertempo bspw. 130 BPM ist und das Drumloop-Sample ebenfalls in 130BPM aufgenommen wurde, so kann es sein, dass das Sample in Wirklichkeit nur 129,4BPM hat.

    Deswegen würde dann das im Sampler geloopte Sample irgendwann aus dem Takt laufen.

    Sinnvoll ist es deswegen das Sample im Sampler überhaupt nicht zu loopen sondern vom Sequencer aus jedes mal neu anzutriggern.
    Ist das Sample also bspw. 2 Takte lang, so setzt du im Sequencer alle 2 Takte eine Midi Note die das Sample alle zwei Takte neu antriggert.

    Aber das alles ist wirklich sehr oldschoolig und umständlich und hat eigentlich nur Nachteile.

    Genausogut könntest du den Drumloop (das Sample) einfach in den Sequencer ziehen und das Tempo wird automatisch berechnet und an das Sequencer-Tempo angepasst.
    Und die Bearbeitungsmöglichkeiten sind im PC natürlich sowieso mehr als in einem Sampler.

    Auch hier empfiehlt es sich also wieder genau zu überlegen, wie sehr oldschool es denn sein soll oder ob hier die Nachteile nicht überwiegen....
     
  14. ich danke euch ...

    aber ööööhm ja, ok.
    also das schmatz ich mir dann glei ab. ich dachte, das wäre nicht ganz so kompliziert. da ist es ja wirklich einfacher, das über DAW zu machen. Oder ok, über Octatrack .. was kam der ..? Um die 800 Euro.. uffz. Ja klar, ist ja alles schon moderner und flexibler und genau. Aber kostet halt ganz paar Happen mehr.

    *seufz* irgendwie hat heut jeder Octatrack.Youtube ist voll davon...
     
  15. zum su700. das teil hat 64 mb . samples reingespielt sind schnell , gespeichert dauert. es gibt acht loopspuren auf denen lassen sich auch die tempos der samples verändern.
    ob das gut klingt sei dahingestellt. es gibt 16 freie samples die spielt man einfach so in echtzeit in den sequencer mit knöppedrehen , und 16 rytmussample , die man mit dem sequencer abspielen kann.

    tonal spielen geht nicht , editieren ist übel (sequencer daten) , das sample verbiegen nicht besonders tief . effecte ok.

    der sampler sollte beim gebrauchtkauf am bestzen schon ein scsi interface haben und die 64 mb.

    umbedingt die encoder testen , die sind oft am arsch und verursachen wertesprünge oder gehen gar nicht mehr.
    sie sind recht billig , 300 euro sollte man einen guten auf jedenfall bekommen, eigentlich billiger.



    die rs7000 ist in allen belangen , ausser was das design angeht besser !!
    anstatt mit 8 loopspuren kann man hier auch mit 16 arbeiten wenn man das will , samples sind tonal spielbar , der sequencer ist seh rsehr gut und mann kann auch externes zeug damit ansteuern , reglerbewegungen lassen sich auch hier aufzeichnen , sm speicherkarten und wave import und export !! effecte sind die gleichen und mehr davon. verarbeitung und bauteile sind super robust , bis auf den lack sonst fast unkaputtbar.preis um die 500 euro oder billiger.

    größter nachteil , fast unmöglich das board mit den einzelausgängen zu bekommen .


    eine mpc ist auch recht gut für loops , dann die 1000 mit jj os 2 xl .
     
  16. also, ein Octatrack kommt für mich nicht in Frage. for sure.
    preislich ist mir das einfach eine Nummer zu heftig. Für dieses geld bekomme ich zwei ordentliche Vintage-Synthis.

    Also, dann wohl eher Akai. aber da hats ja wieder zig Auswahl ...
     
  17. Zolo

    Zolo aktiviert

    Octatrack schliesste per USB an Rechner und wird als Laufwerk erkannt.
    Man kann sehr gut schneiden oder slicen. ALLES kann man in Echtzeit machen ohne rechnen oder anhalten. Auch rückwärts oder Geschwindigkeit usw.
    Das ganze muss nicht gespeichert werden. Ist nach dem Ausscahlten alles da und man macht einfach dort weiter wo man aufgehört hat. Anschalten dauert wenige Sekunden.
    Samples können viele Gigabeit groß sein. Werden in Echtzeit auch im Takt abgespielt. Also z.B. ein ganzen Song von einer Stunde länge dazuspielen und in Echtzeit verbiegen...

    Kannst aber auch ein alten Sampler holen wo du 5-10 Minuten zum Speichern brauchst jedesmal :mrgreen:
     
  18. lol --- :D

    aber .. 1300 Euro... erstmal haben ^^
     
  19. stuartm

    stuartm musicus otiosus

    GIbts gebraucht schon um die 900 Euro, oder vor Weihnachten wenns wieder diverse Rabattaktionen hagelt.

    Aber mit deinem Problem bist du nicht allein, hier gehts zur "Sampler Selbsthilfegruppe" :cool: : viewtopic.php?f=3&t=102277
     
  20. SvenSyn

    SvenSyn aktiviert

    Wo kaufst du deine Vintage-Synthies? :agent:
     
  21. citric acid

    citric acid eingearbeitet

    Nein mpc 60 ist für puristen, die genau wissen was sie da haben :phat: ich hatte eine ..die war cool ....für dich sollte es eine mpc 1000 sein, die kann auch ordentlich slicen und dann kannst u die loops auch in anderen geschwindigkeiten abspielen, genau wie rs7000 su700 ist nicht zu empfehlen und war noch sehr shwer zu bedienen.... habe damals die rs7000 und davor ie su700 für yamaha vorgeführt und das war der horror, bei der rs7000 war das anders ;-) geile kiste
     
  22. Anonymous

    Anonymous Guest

    Jetzt machst du mich wirklich neugierig :) Sag an
     
  23. Zolo

    Zolo aktiviert

    Ja genau. VIelleicht tausche mein Octatrack gegen die zwei Vintag Synthis :mrgreen:
     
  24. Feldrauschen

    Feldrauschen aktiviert

    ne "gute" mpc1k (pad fix, jjosxl) kostet auch so um die 450 bis 550.
    sehr solide kiste, viel möglichkeiten. die 300 mehr für n gebr ot sind allemal gut angelegt!
    electron ist zwar etwas teurer aber dafür richtig gut durchdacht und qualytech nichts zu meckern. wenn ich bedenke was ich an kohle ausgab für halbfertige verbuggte grooveboxen, dann spar ich noch mit elektron!
     
  25. kommt auf die Ansprüche drauf an..
    also gut, wenn ich dann meinen D50 habe, und meinen SY77 ... krieg sie ja günstiger.
    ok, da war meine Bemerkung vorschnell, ich nehm sie zurück. DIE würde ich niemals gegen nen Octatrack tauschen :mrgreen: Obwohl der Octatrack richtig gut aussieht.

    Kann man in den richtig dicke lange Samples reinladen, ja?
     
  26. stuartm

    stuartm musicus otiosus

    k.A was du mit "dicke" Samples meinst :D ,
    aber die Länge ist nur durch die CF-Karte beschränkt, da der OT direkt davon streamen kann.
     
  27. damit meinte ich die Kompression, Bitrate, Frequenz.. also 44.1/48kHz, 16 bit, 24bit, und natürlich auch die Länge .. :selfhammer:
     
  28. Anonymous

    Anonymous Guest

    Mit der Static Machine gehen, wie oben schon erwähnt sehr lange Samples, weil von der CF-Card geladen wird. Die Flex Machine (hat mehr Editierungsmöglichkeiten) lädt die Samples in den RAM (64 oder 80MB - bin mir gerade nicht sicher) der auf die 8 Tracks aufgeteilt wird. Je nach gewählter Auflösung und Länge sind die Samples entsprechend groß bzw. der Speicher dann voll. Für Samples die man nur abspielen will, sollte man daher die Static Machine wählen.
     
  29. aber in beiden Fällen müssen die Sounds erstmal auf die CF Card übertragen werden, richtig? und von dort dann in die Octatrack. So wie ich das jetzt aus deinen Worten herauslese, ist die Flexible deswegen besser, weil sie es in den RAM lädt und dadurch schneller und flexibler ist, als die Static, weil die das nicht in den RAM lädt?
     
  30. stuartm

    stuartm musicus otiosus

    Der Unterschied in der "Performance" zwischen Flex und Static ist marginal.
    Static kann nicht den Sample-Startpunkt per LFO modulieren. Mehr nicht.

    Theoretisch kann zuviel Gefrickel (Parameter-Locks + LFO) auf mehreren Static-Maschinen eine langsame CF-Karte überforden, passiert mit den aktuellen Karten aber praktisch nicht. Außerdem zeigt der OT mit einer RGB-LED an wie stark die Karte ausgelastet wird.

    Der OT kann Samples in
    - 16 oder 24 bit
    - 44.1 kHz
    - mono oder stereo
    - wav oder aiff

    Der Flex-Speicher hat 85.5MB.
    Samples werden von der CF-Karte ins RAM geladen (Flex) oder direkt von da abgespielt (Static).
    Live-Sampling geht in den Flex-Speicher.
     

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