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Schauspieler bald obsolet

  • #31
warum hören sich manche menschen heute noch gern oldies aus den 60ern an ? oder fahren oldtimer ?
es wird einen "nostalgiker" markt geben, wie jetzt schon, für "human-made content" oder "nur mit echter dna gemacht"
dieser markt wird zwar kleiner werden, aber nie ganz verschwinden.
bei kunst ist immer "authentizität" gefragt. das fehlt nämlich (meist) bei ki-generiertem content.
Hmm aber das widerspricht doch meinem Beitrag nicht. Das war doch eigentlich auch die Aussage: wo kein Mensch, da keine Geschichte und dann eben auch keine Identifikation.

Bin gespannt wie die nächsten Generationen mit dieser Leere umgehen.
 
  • #32
2 1/2 Men ohne Charlie Sheens privater Geschichte und Werdegang: hätte nie auch nur 1 Staffel überlebt. Zum Beispiel einfach. Ohne Wertung.
 
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M.i.a.u.: sllk
  • #33
Wie kommen denn neue Stars nach? Wenn die KI alles totkopiert hat, dann folgt eine Lücke, weil es logischerweise viele weniger Schauspieler geben wird und schon erst recht viel weniger Schauspielkarrieren. Lücke in Form von realen Stars, die genau digitalisierenswert sind.
Bis dahin hat man die nachfolgenden Generation auf rein virtuelle Darsteller sozialisiert, so wie die aktuelle Generation sich ein Leben ohne Smartphone nicht mehr vorstellen kann...
 
  • #34
Ja, das wird dann sicher als normal angesehen werden. Warum auch nicht. Schauspieler tun ja auch nur so "als ob".
Filmkunst, Theater etc. werden vielleicht in einer Nische überleben, aber für die Masse der Prolls reichen Porn, Alk, Glücksspiel und generierte "Superhelden". Prost.
 
  • #36
Wie sowas funktioniert, haben die Japaner schon vor einigen Jahren mit einem rein virtuellen, weiblichen Popstar vorgemacht.


Superstars, die keine Menschen sind? Gab es schon immer.

Micky Maus zum Beispiel.

Oder, noch älter, "Gott".

Im Kino oder in Büchern ist doch ah alles Fake. Da ist es dann auch egal, ob Will Smith oder Mickey Maus da herumhampelt.
 
  • #40
ich glaube eher das sich die Film- und Musik-Industrie nach und nach selber abschaffen. Nach den Jahren des Hypes wird da nicht viel an Zuschauern bleiben. Warum soll ich für etwas Geld bezahlen, was ich mit ein paar Prompts selber machen kann. Würde zur Film- und Musikindustrie ja absolut passen.
 
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M.i.a.u.: AtomA und Herbie
  • #41
Warum soll ich für etwas Geld bezahlen, was ich mit ein paar Prompts selber machen kann.
Das ist aber komplett unspannend weil du ja weißt wie der Prompt war. Die Geschichte kennst du dann schon.
Außerdem haben die wenigsten Menschen ausreichend Phantasie für spannende, mitreißende und relevante Geschichten.
Das ist ja jetzt schon so, siehe Hollywood.
 
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M.i.a.u.: sllk und dubsetter
  • #42
Wenn die deutschen Teenager jetzt bald Social Media-Verbot bekommen, dann werden sie vor lauter Langweile kreativer als KI jemals sein könnte und die Kunstszene revolutionieren!

#ironie
 
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M.i.a.u.: haebbmaster
  • #43
ich glaube eher das sich die Film- und Musik-Industrie nach und nach selber abschaffen. Nach den Jahren des Hypes wird da nicht viel an Zuschauern bleiben. Warum soll ich für etwas Geld bezahlen, was ich mit ein paar Prompts selber machen kann. Würde zur Film- und Musikindustrie ja absolut passen.
Das wird nicht passieren - weil der Mensch ein Rudeltier ist.
Man möchte mit anderen dieselbe Musik/Filme/Sportevents/Bücher/whatever gemeinsam erleben/austauschen.
Stars wird es immer geben, egal ob Actor, Sänger, DJ, Models, Sportler. KI kann man nicht anfassen.
 
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M.i.a.u.: dubsetter und Synthesilent
  • #44
Wenn die deutschen Teenager jetzt bald Social Media-Verbot bekommen, dann werden sie vor lauter Langweile kreativer als KI jemals sein könnte und die Kunstszene revolutionieren!

Ja … aber sie können es niemandem ihrer Peergroup zeigen - zumindest nicht auf Instagram, denn Social Media ist ja gesperrt. ;-)
 
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M.i.a.u.: Synthesilent
  • #48
Das ist aber komplett unspannend weil du ja weißt wie der Prompt war. Die Geschichte kennst du dann schon.
Außerdem haben die wenigsten Menschen ausreichend Phantasie für spannende, mitreißende und relevante Geschichten.
Das ist ja jetzt schon so, siehe Hollywood.
Warum, sag dem Prompt welches Buch oder Erzählung du gerne hättest und schon geht es los. Musst du ja nicht vorher lesen. Oder noch besser, lass doch die KI selber entscheiden wie die Geschichte ausgeht. Das ist doch jetzt schon super einfach möglich und muss doch nur noch anders „generiert“ werden. Irgendwann wird es halt langweilig. Merkt man doch auf insta und co schon jetzt. Ich schau mir kaum noch Sensations-Videos an, ist doch sowieso zu 99% Fake.
Aber ist alles Kaffesatzleserei. Theater, Oper, Konzerte wird es weiterhin geben, da wüsste ich nicht wie die KI so schnell reinkommt. Aber wer weiß 😱😎
 
  • #49
Hmm aber das widerspricht doch meinem Beitrag nicht. Das war doch eigentlich auch die Aussage: wo kein Mensch, da keine Geschichte und dann eben auch keine Identifikation.
Die KI wird von der Geschichte der Menschen gefüttert. KI generierter Kontet ist in gewisser Weise sehr menschlicht und wird immer besser.
Bin gespannt wie die nächsten Generationen mit dieser Leere umgehen.
Gar nicht, glaube ich, weil es keine Leere geben wird.
Ich denke genau das Gegenteil wird der Fall sein: Die totale Überflut.

Man muss sich doch nur die Entwicklung in der Musikszene anschauen.
Durch daw kann heute jeder irgendwas machen. Das ging früher einfach nicht.

Genauso wird es auch mit Filmen sein. Keine Leere - weder in Quantität, noch Qualität, vielleicht sogar im Gegenteil.
Die Filmindustrie wird demokratisch, ohne Mono/polypolstellung und mit direkter Beeinflussung, zu was auch immer. Das wäre eine Hoffnung.
Natürlich wird sich jeder mit 5 Sätzen einen Film erstellen können. Davon wird es Unmengen geben.

Aber es wird genauso ambitionierte passionierte Privatpersonen geben oder kleine Teams, die richtige große Projekte umsetzen werden. Das nicht jeder Filme machen, liegt ja auch an den großen Kosten.
KI macht das aber möglich.
Und so wie auch bei der Musik, wird es sehr viel Leere geben, aber auch einiges substantzielles und zwar viel mehr als heute die gesamte Filmindustrie erzeugen kann. Also die Lücke ist gefüllt oder überfüllt.

Was verloren geht, zumindest zu einem gewissen Teil, ist der gemeinsame kulturelle Kleber, der die Leute prägt und zusammenhält. Das geht damit einher.
In den 80ern war es einfacher musikalsche Gemeinsamkeiten zu finden. Schau mal in den Thread "Now playing". Kommt einem so vor, als würde es kaum noch Überschneidung geben im Vergleich.

Die Filme werden dann auch in jedem Land sofort verstanden, weil sofort anpassbar und übersetzbar. Somit wird es vielleicht eine globale Angleichung geben und dadurch kulturelle Prägungen aufgeweicht. Was ja immer vor- und Nachteile hat.
Gibt dann nicht mehr den Film. Sondern die Filme und unzählige Zersplitterungen.
Hindert ja auch keiner einen daran, einen bestehenden Film zu nehmen und ihn auf unterschiedlichste Weise zu verändern. 1001 Ende.
Remixen.

KI wird einen weiteren und auch sehr großen Überfluss bringen und Grenzen aufheben. Was tritt an diese Stelle? Vielleicht erstmal nichts. Das ist eine mögliche Form von Leere, die ich mir vorstellen kann.
Im gemeinamen Erleben in großer Zahl.
Und für die ganzen normalen Leute die kein Interesse an Kunst haben, die werden sowas wie spotify mit KI haben. Alben und Filme mit kurzen Prompts verändrn und erstellen. Ganz individuell.
Ich denke schon eine KI kann das leisten in naher Zukunft und möglicherweise, Muster so gut erkennen, auch wenn diese durch menschliche Emotionen erzeugt wurden, dass es für alle oder die meisten gleichwertig sein kann.
Also die KI nimmt ja menschliches Schaffen und kann möglicherweise Subastanz erzeugen, auch wenn sie keinen SInn dafür hat. Etwas das uns tief bewegt. Weil die KI gelernt hat, was uns bewegt, durch uns selbst.
 
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M.i.a.u.: Kai Chonishvili
  • #50
Die KI wird von der Geschichte der Menschen gefüttert. KI generierter Kontet ist in gewisser Weise sehr menschlicht ...

Eben, und deswegen lassen sich Menschen auch so einfach täuschen.

Aber anders als Menschen in Schulen, Akademien, Meisterklassen wird KI mit Mittelmaß trainiert. Um das am Output zu merken, muss man selbst mehr als Mittelmaß sein.

... und wird immer besser.

Hoffen wir mal. Allerdings wird ja bekanntlich getretener Quark breit, nicht stark. Was soll die KIs auch hochziehen, wenn sie zB vom Internet per Selftraining lernen...
 
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M.i.a.u.: sllk
  • #52
Das allermeiste an Filmen und Serien finde ich schon sehr lange einfach nur langweilig bis total überflüssig. Wenn dann Ki-synchronisierte KI-Schauspieler in von KI-generierten Filmen untermalt mit KI-Filmmusik kommen wirds halt noch überflüssiger.

Wie Homer Simpson einst schon sagte: "Das virtuelle Nougat schmeckt wie Mist!"
 
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M.i.a.u.: Kick
  • #53
ich glaube eher das sich die Film- und Musik-Industrie nach und nach selber abschaffen.
Das glaub ich auch. Dazu kommt, dass durch die Einfachheit, mit der man sehr bald mit KI ganze Spielfilme (oder in der Musik Alben) erzeugen kann, sooo viel Schrott im Netz sein wird, dass das es schier unmöglich wird auf diesen Platformen (oder im schlimmsten Fall sogar im gesamten Internet) irgendetwas anderes, sinnvolles zu finden.

Musik wird wieder viel live gespielt werden, auch in kleinen Venues und Theater wird wieder eine Renaissance erleben, vielleicht?! Bei mir zumindest.
 
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M.i.a.u.: sllk und Randulph
  • #55
Krass find ich auch, wie der Typ (sowieso äußerst unangenehm) in dem obigen Video über KI spricht: Es personalisiert sie schon total!
 
  • #58

Eher Homogenisierung. Oder wie nennen das die Politiker bei Gesetzen? Harmonisierung! :)

Das ist auch nicht nur schlecht. Es kann auch dazu führen, dass Menschen erkennen, dass wir eigentlich alle die gleichen Probleme haben, es kann auch ein neues Zusammengehörigkeitsgefühl enstehen.

Wir Metropolitans fühlen teilweise bereits heute so, bei Landeiern ist das noch etwas anders.

Aber keine Angst, es werden dann einfach neue Gegenstände zum Herstellen von Kontrasten in Kunst und Kultur herangezogen werden. Der Klassengegensatz wird uns noch eine Weile erhalten bleiben, genau wie die Kommunikationsprobleme zwischen Mann und Frau oder zwischen Avantgarde und Mainstream, zwischen Tradition und Erneuerung.

Wir wollten Tonträger und FIlmverleihe und TV Programme, und wir wollten ein Internet, und dass das zu Austausch - und Austausch zu Angleichung führt - das war eigentlich immer klar. Schade nur, dass es bislang so lief, dass hier in Europa das meiste Zeug in der Popkultur einfach aus den USA übernommen wurde. Man würde sich schon auch mal gerne etwas aus Indonesien ansehen, und es dürfte auch gerne mal wieder was eigenes sein.
 
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M.i.a.u.: sllk
  • #60
Eher Homogenisierung. Oder wie nennen das die Politiker bei Gesetzen? Harmonisierung! :)

Das ist auch nicht nur schlecht. Es kann auch dazu führen, dass Menschen erkennen, dass wir eigentlich alle die gleichen Probleme haben, es kann auch ein neues Zusammengehörigkeitsgefühl enstehen.

Wir Metropolitans fühlen teilweise bereits heute so, bei Landeiern ist das noch etwas anders.

Aber keine Angst, es werden dann einfach neue Gegenstände zum Herstellen von Kontrasten in Kunst und Kultur herangezogen werden. Der Klassengegensatz wird uns noch eine Weile erhalten bleiben, genau wie die Kommunikationsprobleme zwischen Mann und Frau oder zwischen Avantgarde und Mainstream, zwischen Tradition und Erneuerung.

Wir wollten Tonträger und FIlmverleihe und TV Programme, und wir wollten ein Internet, und dass das zu Austausch - und Austausch zu Angleichung führt - das war eigentlich immer klar. Schade nur, dass es bislang so lief, dass hier in Europa das meiste Zeug in der Popkultur einfach aus den USA übernommen wurde. Man würde sich schon auch mal gerne etwas aus Indonesien ansehen, und es dürfte auch gerne mal wieder was eigenes sein.

Jeder starke Trend erzeugt idR. Gegenbewegung.
Ist ja auch gesund, weil Extreme abgebremst werden.

Zusammengehörigkeitsgefühl entsteht unter Menschen mit denselben Interessen/Rahmenbedinungen/Erfahrunegn
oder eben Geschlecht/Kultur/Glauben/... das wird wohl immer so bleiben.
Denke bei KI sind die Auswirkungen je nach Job/Skills/Abhängigkeit vom kreativen Output extrem unterschiedlich.
Kreative vs. Bürojob vs. Handwerk

Austausch führt nicht nur zur Angleichung, durch Reibung auch zu Neuem, in der Musik neue Genres.
Allein schon amerikanische Musik ist ein Potpourri unterschiedlichster Kulturen.
Austausch kann auch zur bewussten Abgrenzung führen, z.B. um Traditionen zu bewahren wie
französische Radiosender, deren Playlist mind. 40% in franz. Sprache sein muss.

Ja, US- Dominanz haben wir in Europa wegen Marktmacht und Algorithmen.
Aber gleichzeitig war es noch nie leichter als heutzutage indonesische Musik zu finden
oder europäische Artists, die nicht amerikanisierte Musik produzieren.
 
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M.i.a.u.: micromoog

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