Secrets of Songwriting

Dieses Thema im Forum "Musik" wurde erstellt von Anonymous, 25. Juli 2006.

  1. Anonymous

    Anonymous Guest

    Es gibt eine gleichnamige Website, auf der wird Werbung für eine einschlägige Buchpublikation gemacht. Das muss man aber gar nicht mal kaufen, um wenigstens etwas schlauer zu werden. Der Mann gibt nämlich Newsletters raus und darin steht dann auch immer was ziemlich Verwertbares. Hier mal eine Kostprobe vom neusten Newsletter:




    Falls das jemand als hier im Forum verpönte Werbung auffasst: Mir doch egal ;-)
     
  2. micromoog

    micromoog bin angekommen

    ich will aber gar keine Guitar im Intro... ;-)
    Dann werde ich halt nie einen Hit haben!

    :D
     
  3. Anonymous

    Anonymous Guest

    :lol:

    Seine Ideen was Instrumentierung betrifft, sind als Stellvertretersystem zu betrachten. Runtergefallener Kühlschrank geht anstelle Guitar IMMER ;-)
     
  4. Summa

    Summa wibbly wobbly timey wimey

    Hmmm.... die wichtigste Regel hat er vergessen, mach's nicht zu kompliziert, die wenisten Hoerer koennen mit Anspruch in der Musik was anfangen.

    Der Begriff Baukasten erinnert mich an div. Software mit fertigen Loops, die man frei kombinieren kann...


    :meise:
     
  5. Jörg

    Jörg |

    Das zielt eher auf "konventionelle" Popmusik ab, richtig? So mit Melodie, Akkorden, Gesang und so.

    Wir sind ja hier alles total progressive Elektroniker, da passt das nicht unbedingt. :lol:
    Andererseits... vielleicht schon. :floet:
     
  6. EinTon

    EinTon Tach

    Manch ach so "progressivem" Elektroniker kann es mE aber auch nicht schaden, sich auch mal mit sowas zu beschäftigen... :cool:

    Dann merkt man, das man Musik auch noch anders interessant gestalten kann als über einem stehenden Akkord EndlosfilterSequenzen aneinanderzureihen... :wegrenn:

    (...und man muss sich ja nicht unbedingt an das Baukastenschema halten, kann aber trotzdem die eine oder andere Anregung draus ziehen.)
     
  7. Moogulator

    Moogulator Admin

    emails bitte immer nach dem üblichen antispam format formatieren!!

    sprich ät und punkt durch worte ersetzen.. bewusst mit ä, spamsccanner kennen das noch nicht.. der mensch freut sich sicher nicht über spam ;-)
     
  8. Summa

    Summa wibbly wobbly timey wimey

    Ein zu grosses Wissen kann aber auch stoeren, weil man dann die Zielgruppe nicht mehr bedienen kann. Du kennst vielleicht das Gleichnis mit dem 1000fuessler der, der sich uebelegt wie er seine Fuesse bewegt ohne durcheinander zu kommen und danach keinen Schritt mehr vor den anderen setzen kann...
     
  9. EinTon

    EinTon Tach

    Sehe ich anders - man muss halt wissen, wann man sein Wissen einsetzen darf/muss und wann nicht... :cool:

    Dh. Komplexität - ebenso wie der Verzicht auf sie - sollte nicht einfach um ihrer selbst willen verwendet werden, sondern bedarf einer musikalischen Begründung im jeweiligen musikalischen Kontext. :)
     
  10. Summa

    Summa wibbly wobbly timey wimey

    Dogmen und Regeln sind fuer Leute ohne Herz und Talent... ;-)

    Wobei ich nicht von mir spreche, ich mach' Sachen die mir gefallen, hoeher mag ich meinen Anspruch gar nicht schrauben...
     
  11. Anonymous

    Anonymous Guest

    Ist eigentlich berücksichtigt, hab ich wo was übersehen? Ach so: ät mit Ä? Heinz Wäscher mit Ä? Ich denke at ist ok, oder? Ansonsten editiere ich das auch gerne, falls gewünscht.
     
  12. Anonymous

    Anonymous Guest

    Nö, das ist universal, progressive Elektronik ist ja nicht schlechter als andere Sachen ;-) Und Schlauwerdverweigerer gibt´s in allen Stilrichtungen, würd ich einfach ignorieren und weitermachen mit dem Komponieren.
     
  13. Neo

    Neo bin angekommen

    Ne, ne, sind wir nicht alle. Ich mache genau sowas, nämlich stinknormale Songs, meistens zumindest. Manchmal packt mich auch die Wildsau und ich gebe mir den Elektronic Experimental Kick, aber eher selten. :)

    Bin doch wohl nicht der einzige hier, der Songs schreibt, oder ? :shock:
     
  14. Summa

    Summa wibbly wobbly timey wimey

    Ich vermeide bewusst uebliche Song-Strukturen und dauernde Wiederholungen, aber auch minimalistisch melodieloses...
     
  15. electric guillaume

    electric guillaume keine Information

    Es ist immer wieder das gleiche. Auf der einen Seite möchten (fast) alle innovative Musik mit deutlich eigener Handschrift hören oder machen, auf der anderen Seite bekommt man von überall Ratschläge, dass das ja nichts werden kann wenn man sich nicht an die einschlägigen Chordfolgen und Songstrukturen hält. Musikzeitschriften und ihre Workshops sind da führend ;-)
    :roll:
     
  16. Anonymous

    Anonymous Guest

    Das hat aber mit dem Newslettertext nichts zu tun. Gleichschaltung und Entindividualisierung findet durchaus in Medien statt, ist aber verallgemeinernd und unsachlich und betrifft ein ganz anderes Thema: Manipulation aus niederen Beweggründen.

    Innovation und Individualität dagegen sind gerade das, was der Newsletterverteiler missioniert. Dazu offenbart er Rezepturen. Im konkreten Falle Songintro steht es Dir frei, eine eigene Idee dafür zu formulieren und es einem Publikum anzubieten. Lass statt der Guitar den Kühlschrank runterfallen oder hau auf die Tasten im Bassbereich, wo der Soundname des Presets es eigentlich als Diskant im Display suggeriert. Ein anderes Mal ist es korrekt, eine konventionelle Publikumserwartung zu erfüllen, warum denn auch nicht? Oder möchtest Du, dass die Leute mit gestrecktem Mittelfinger den Saal verlassen? Dann kannst Du Dir gleich einen Zettel an den Rücken heften mit der Aufschrift "Kick me!".

    Diese Gratwanderung zu meistern ist eine gute Idee, der Newsletterautor hilft einem dabei mit wertvollen Ideen, ohne einen Cent dafür zu verlangen. Als Künstler sein Publikum gezielt anzusprechen, konkret und verbindlich und ohne große Umschweife, das ist nichts Falsches und will erlernt sein.
     
  17. electric guillaume

    electric guillaume keine Information

    Ich sag jetzt mal ganz ketzterisch, wer braucht denn ein Songintro?
    Das ist wieder so eine Schablone, die es dem Massenkonsumenten erlaubt ein Lied schnell wiederzuerkennen oder auch gleich in eine Schublade einzuordnen ( gezeichnet EG, Fan der ausufernden Bombastintros ;-) )

    Ich gebe aber zu, dass ich das aus der "Elfenbeinturmposition" heraus (produziere meine Musik nur für den Eigenbedarf) leicht mal in die Runde werfen kann.

    :school:
     
  18. EinTon

    EinTon Tach

    Im Artrock bzw. R.I.O.-Bereich gibts auch Songs ohne Intro, zB Henry Cow - "War"

    http://www.emusic.com/album/10866/10866370.html


    und vieles von den Art Bears.
     
  19. electric guillaume

    electric guillaume keine Information

    Die genannten Sachen kenne ich zwar nicht, höre aber auch gerne Progrocksachen, bei denen die Strukturen und Harmonien nicht so absehbar sind, z.B.: Flower Kings :)

    Was nicht heißt, dass ich nicht auch die ein oder andere "eingängige" Pop-CD im Regal habe ;-)
     
  20. Anonymous

    Anonymous Guest

    Ja logo, wenn Du das nur für Dich selber machst, dann kannst Du ja solche Aufmerksamkeitserzeuger komplett weglassen, die würden ja dann auch gar keinen Sinn machen.

    Anderes vom Newsletterversender könnte Dich vielleicht trotzdem interessieren, also Sachen, die musikalisch funktionieren, und ich schätze, das kann man doch eigentlich immer brauchen.

    Müsste mal nachsehen, wo bei Flowerkings ein gutes Beispiel für ein catchy Intro ist. Ist ja Prog und gerade interessant, weil da die absichtliche Entfernung von eng gefassten Grenzen ja andauernd vorkommt.
     
  21. Bluescreen

    Bluescreen bin angekommen

    Wegen der ganzen Songwriter-Problematik sind wir ja so froh, dass es Internetforen gibt.

    Da kann man den Kram dem Fachpublikum auf's Auge drücken in der Hoffnung, dass wegen fehlender Hooks Erläuterungen wie "wurde ausschliesslich mit dem neuen Softsynth XY gemacht" für Excitement sorgen.

    Den gewöhnlichen fachfremden Hörer von nebenan fürchte ich wie der Teufel das Weihwasser ;-)
     
  22. Jörg

    Jörg |

    Ihr wisst schon, dass meine Bemerkung mit den "progressiven Elektronikern" ein klein wenig ironisch war, gelle. :)
     
  23. electric guillaume

    electric guillaume keine Information

    Das ist ja genau das was ich hier so schätze :)

    @ kpr: prinzipiell ist gegen professionelle Hilfe bei der Erstellung von Songs, zumal noch umsonst nichts einzuwenden. Nur sollte man dann nicht damit rechnen als Begründer einer neuen Stilrichtung gefeiert zu werden.

    Es gab zu Beginn meines Interesses für diese Materie, vor ca. 15 Jahren in der Keyboards einen Wettbewerb, in dem die Musik der Zukunft gesucht wurde.
    Es wurde kein Gewinner ermittelt, unter anderem mit der Begründung, dass viele der Einsendungen grundlegende Kriterien wie Struktur, Spannungsbögen usw. vermissen ließen, genau weiß ich es nicht mehr.

    Das kam mir damals so vor wie die Ausschreibung zum Wohnhaus der Zukunft, und nachher wird bemängelt, dass die Gästetoilette nicht im Eingangsbereich ist ;-)
     
  24. electric guillaume

    electric guillaume keine Information

    Nicht immer, aber immer öfter ;-)

    Zugegeben wenn ich als Laie mal chordorientier arbeite, habe ich schon gelegentlich das Problem, dass ich zwar genau im Kopf habe wie es jetzt harmonisch weitergehen könnte, aber so lange brauche bis ich die richtigen Tasten gefunden habe, dass die ursprüngliche Idee schon wieder entschwunden ist. In solchen Fällen müsste man den persönlichen Ehrgeiz alles selber machen zu wollen mal kurz beiseite schieben und eine Chordstabelle konsultieren dürfen. :?
     
  25. Anonymous

    Anonymous Guest

    Na klar, da wird einem schon mancher Text vorgetragen, oh je. Als mittlerweile alter Sack habe ich mir schon vieles anhören müssen der Kategorie "Sowas musste mal machen" oder "Mach mal was genau wie die da", besonders in Entscheideretagen von Plattenfirmen. Das ist natürlich alles Quatsch, führt aber zumindest meiner Erfahrung nach im Laufe der Zeit zu einem gesunden Egoismus, der persönlichkeitsprägend ist und das ist eh das Wertvollste für einen Musiker. Neben einer korrekten Ausbildung am Instrument, die auch nie aufhört, halte ich Musiktheorie für das zweitinteressanteste Thema. Je mehr Know How sich da ansammelt, desto besser lässt sich in der eigenen Komposition entscheiden, wo man Regeln über Bord wirft und wo es total super ist, wenn man sie einhält. Dazu muss man sie aber zuerst mal kennen und da sind so Leute wie der Newsletterversender eine praktische Bereicherung. Es gibt Leute wie die Gitarristin Stern, die einem auch ganz gute Tipps so im Vorbeigehen reintun: "Erfinde täglich eine neue Melodie und fange mit einer ganz kurzen an."
     
  26. Markus Berzborn

    Markus Berzborn bin angekommen

    OK, Innovation, Individualität, Strukturen...
    Das hilft alles nichts, solange nicht Inspiration und Talent da sind.
    Und wenn letztere da sind, heben sich die vermeintlichen Widersprüche automatisch auf.

    Gruß,
    Markus
     
  27. Jörg

    Jörg |

    Talent hilft aber auch nicht unbedingt, wenn man nicht über die handwerklichen Fähigkeiten verfügt, dieses auch umzusetzen.
     
  28. Markus Berzborn

    Markus Berzborn bin angekommen

    Da hast Du recht, das war für mich im Begriff "Talent" miteingeschlossen - das habe ich etwas unglücklich ausgedrückt.

    Gruß,
    Markus
     
  29. Jörg

    Jörg |

    Im Idealfall kommt beides zusammen, nicht wahr. ;-)
     
  30. Bluescreen

    Bluescreen bin angekommen

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