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Shear Relic 8stimmiger analoger Synthesizer

  • #601
aber dieser Anthony wohnt musikalisch wohl auf nem anderen Planeten als ich
Eher in einer anderen Zeit. Er hat Synthsounds auf einigen 80er Klassikern wie Thriller beigesteuert. Das scheint wohl auch heute noch sein Ding zu sein. Hab ich kein Problem damit. Ist vielleicht hilfreich, daß es genau das ist was einen erwartet, wenn man vom ihm was anklickt.
 
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M.i.a.u.: verstaerker und MartYATARI
  • #602
Hm, ich glaube, beide Synths haben keine nennenswerte interne Nachbereitung, bedürfen (oder bedürfen halt nicht) also gleichermaßen der Trevor-Horn'schen Nachwürzung beim Aufnehmen.
Und wenn ich ähnlich an Synthesizer heranginge wie an Kaffee, würde mir vermutlich ein JV-1010 ausreichen - der klingt auch künstlich (Wer mich nicht kennt: Bei Kaffee bin ich reiner Wirkungstrinker und nehme meist den billigsten Instantkram, aber auch gern den Rest von gestern und hau ihn in die Mikrowelle).

Schöne Grüße
Bert
Der jv1010 ist Killer!
Das Expansion Board wurde Grad mit einem Kondensator ausgestattet.
Sollte bald hier angekommen.
Eine Art Wolf im schafspelz wie der erste Golf GTI 😊
 
  • #603
Eher in einer anderen Zeit. Er hat Synthsounds auf einigen 80er Klassikern wie Thriller beigesteuert. Das scheint wohl auch heute noch sein Ding zu sein. Hab ich kein Problem damit. Ist vielleicht hilfreich, daß es genau das ist was einen erwartet, wenn man vom ihm was anklickt.
Sein Channel ist sehr interessant.
Kann ich nur empfehlen.
Wer gegen Jackson allergisch ist, vielleicht eher woanders umsehen😉
Er hat natürlich viele Videos zu der Zeit, weil das sicher sehr prägend und toll war..
Der frog Sound (vom Song Thriller) zb. Der von einem Casio Kinder keyboard stammt..😀
 
  • #606
Der jv1010 ist Killer!
Das Expansion Board wurde Grad mit einem Kondensator ausgestattet.
Sollte bald hier angekommen.
Eine Art Wolf im schafspelz wie der erste Golf GTI 😊
OT, aber trotzdem: Kein Zweifel!
Und wenn man drei hat (wie ich - ist ja ein nicht sooooo teurer Spaß), hat man sogar Einzelausgänge und eine unfassbare Polyphonie.
Und inklusive dreier Expansion-Boards hat man immer noch weniger als ein Zehntel des Relic-Preises ausgegeben...

Was aber alles nichts an der Tatsache ändert: Der Relic ist ein absolut hochkarätiger Synth, und ich kann's kaum abwarten, bis er hier ist!

Schöne Grüße
Bert
 
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M.i.a.u.: MartYATARI
  • #607
Im Video sagt Jacob, dass sie die Produktion im Oktober begonnen hätten. Da er keine Zeitmaschine hat, muss das Oktober 2025 gewesen sein. Was dann auch in den Kommentaren von Jakon bestätigt wird.

Aber schon spassig, wie Anthony zugibt, noch nie einen Synth unter den Fingern gehabt zu haben, bei dem man die Filtercharakteristik modulieren kann, bei dem man die Resonanz moduliern kann und dessen Hüllkurven so schnell sind, dass es clickt. So einen Moment gab es auch in einem der 3rd Wave Videos, wo man an einem Waldorf WAVE herumgespielt hatte und geflasht war vom Sound einer Performance mit dem selben Sound auf zwei Stimmen, die je hart links und rechts gepanned waren.
 
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M.i.a.u.: MartYATARI
  • #608
Ja, manchmal sind selbst solche Kophi Konif Experten von relativ banalen Dingen überrascht und beeindruckt - vielleicht auch einfach von der Art der Umsetzung bzw. wie das Ganze dann am Ende klingt.
Beim GS Music e7 kann man zum Beispiel den Stereo-Spread per Velocity modulieren - klingt in der Beschreibung eher mäh, aber wenn eine simple Fläche dann plötzlich in alle Richtungen abhebt, wenn man in die Tasten haut, das ist dann schon überraschend (für mich jedenfalls, aber ich komm auch nicht viel raus).

Eine ganz merkwürdige Betriebsblindheit hab ich im Gespräch mit Jacob auf der Superbooth bemerkt: Auf meine Frage, ob auch eine 1-Pol/6-dB-Schaltung à la Ebbe & Flut oder Grp A4 möglich wäre, schaute er mich völlig verständnislos an und hatte nicht die geringste Vorstellung, warum man so etwas irgendwo einbauen sollte - er fragte mich tatsächlich, wie das denn klingen würde.

Schöne Grüße
Bert
 
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M.i.a.u.: MartYATARI
  • #609
Beim Moog* L-Phatty war das einer der wichtigsten Sachen.
Noch krasser wenn da ein Allpassfilter oder sowas noch davor sitzt.

Nerds halt.

Comfytüre für alle.
 
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M.i.a.u.: MartYATARI
  • #610
Ja, manchmal sind selbst solche Kophi Konif Experten von relativ banalen Dingen überrascht und beeindruckt - vielleicht auch einfach von der Art der Umsetzung bzw. wie das Ganze dann am Ende klingt.
Beim GS Music e7 kann man zum Beispiel den Stereo-Spread per Velocity modulieren - klingt in der Beschreibung eher mäh, aber wenn eine simple Fläche dann plötzlich in alle Richtungen abhebt, wenn man in die Tasten haut, das ist dann schon überraschend (für mich jedenfalls, aber ich komm auch nicht viel raus).

Eine ganz merkwürdige Betriebsblindheit hab ich im Gespräch mit Jacob auf der Superbooth bemerkt: Auf meine Frage, ob auch eine 1-Pol/6-dB-Schaltung à la Ebbe & Flut oder Grp A4 möglich wäre, schaute er mich völlig verständnislos an und hatte nicht die geringste Vorstellung, warum man so etwas irgendwo einbauen sollte - er fragte mich tatsächlich, wie das denn klingen würde.

Schöne Grüße
Bert
Du könntest ihm helfen und für ihn arbeiten!
Mein ich ernst, du hast viel mehr Lebens- und syntherfahrung. 👍😊
 
  • #611
du hast viel mehr Lebens- und syntherfahrung. 👍😊
Ersteres ja, Letzteres weiß nicht (Qualität versus Quantität - die Geschichte halt).
Der Letzte, der unter meinen bescheuerten Ideen für Synthesizerfunktionen zu leiden hatte, baut jetzt jedenfalls keine Synthesizer mehr...

Schöne Grüße
Bert
 
  • ^
M.i.a.u.: MartYATARI
  • #612
Ersteres ja, Letzteres weiß nicht (Qualität versus Quantität - die Geschichte halt).
Der Letzte, der unter meinen bescheuerten Ideen für Synthesizerfunktionen zu leiden hatte, baut jetzt jedenfalls keine Synthesizer mehr...

Schöne Grüße
Bert
Das ist schade 😔
 
  • #615
Ich versuche mir einzureden, dass ich nicht schuld dran bin...
Natürlich nicht. Der hat vermutlich einfach gemerkt, dass die Anforderungen relativ hoch sind und obwohl begnadet gibt es leider auch Leute, die dann einfach sagen - nee, das ist zu viel.

Mal sehen, wie es weiter geht.
 
  • #616
Ich versuche mir einzureden, dass ich nicht schuld dran bin...
Hey, ich weiß, das ich nicht schuld war - alles gut.
"Schuld" ist überhaupt blöd in dem Zusammenhang; es gibt halt immer Gründe dafür und dagegen, und irgendwas überwiegt dann.

Allerdings gibt es keinen Grund, kein 1-Pol-Filter im Relic zu implementieren!
Zumindest keinen, nicht mal drüber nachdenken zu wollen, ob das nicht eventuell doch irgendwelche wünschnswerte klangliche Optionen bringen könnte...

Schöne Grüße
Bert
 
  • #617
Fun Fact: von den letzten 4 Firmen bei denen ich gearbeitet habe sind inzwischen 3 insolvent.
 
  • #620
Was für ein Glücksfall, wenn ein begnateter junger Engineer und ein begnadeter älterer Soundprofi auf Augenhöhe zusammenkommen!
Und beide bevorzugen eine ähnliche Soundästhetik (die sich auch noch sehr mit der meinen überschneidet) - wenn ich mir vorstelle, dass der Relic nun wohl mit Presets von Anthony Marinelli ausgeliefert werden wird (und das werden sich beide nicht nehmen lassen, wetten?), wird mir ganz warm im Schritt ums Herz.

Drei Dinge, die ich dem Video entnehme:
1. Hall und Delay bereithalten!
2. Aufpassen mit dem Gainstaging!
3. Ich werde ihn definitiv NICHT an ein MPE-Keyboard anschließen (jedenfalls nicht an Osmose) - sobald das Geeiere anfing, war ich raus.

Schöne Grüße
Bert
 
  • #621
"One man's music is another man's noise..." - wer hatte das gleich noch gesagt?
Aber klar: Wenn genügend Stückzahlen hergestellt werden, kriegen auch Jexus und Herr Devine ein Exemplar, damit sie damit ihren bekannten Krach machen können - bis dahin müssen wir uns wohl mit Stümpern wie Anthony Marinelli begnügen (dass Jacob selbst kein allzu begnadeter Synthesist ist, daraus macht er gar keinen Hehl).

Schöne Grüße
Bert
 
  • #622
"One man's music is another man's noise..." - wer hatte das gleich noch gesagt?
Aber klar: Wenn genügend Stückzahlen hergestellt werden, kriegen auch Jexus und Herr Devine ein Exemplar, damit sie damit ihren bekannten Krach machen können - bis dahin müssen wir uns wohl mit Stümpern wie Anthony Marinelli begnügen (dass Jacob selbst kein allzu begnadeter Synthesist ist, daraus macht er gar keinen Hehl).

Schöne Grüße
Bert
Warum gleich vom einen extremen ins andere.
Ed Wynne, Lennox Smith, Jan Willems oder Wayne Horvitz wären interessant an dem Instrument.
 
  • #623
s'muss schmegge - das wäre das Ding und das Teil klingt defintiv gut und ist auch besonders - es hat seine Berechtigung. Ob es für jeden ausreicht, die Bank zu plündern, kein Auto mehr zu haben und auch sonst eher Tütensuppen zu löffeln ist ein anderes Ding. aber man sagt, dass Leute die leiden die bessere und erfolgreichere Musik machen würden.

Man kann eh kaum irgendein Demo oder Spiel von Leuten als besondere Referenz nehmen, man will ja selbst etwas vollkommen anderes damit machen.
Egal ob man immer Autrechre oder doch eher Jump spielt - und nur das - das wird natürlich nie irgendwie passen. Und natürlich inklusive allem, was ich als Demo spiele - irgendwem sagt das mal gar nichts. Normal. Was hätte Jesus getan? Oder Diamanda Galas? Ist auch egal. Musikalisch ist eh alles eine reine Gearfrage. Schon immer.
 
  • HaHa
M.i.a.u.: verstaerker
  • #624
Warum gleich vom einen extremen ins andere.
Da hast du recht.
Interessant wird's erst, wenn möglichst viele Künstler:innen (ich glaube, ich werde mal versuchen, das Wort "Künstelnde" zu etablieren) aus unterschiedlichsten Genres Gelegenheit bekommen, sich am Relic zu versuchen.

Ed Wynne, Lennox Smith, Jan Willems oder Wayne Horvitz wären interessant an dem Instrument.
Ich alter Ignorant musste die alle googeln (OK, Wayne Horvitz hatte ich mal gehört).
Ja, das könnte spannend werden!
Vielleicht erklärt Jacob ja mal ein Exemplar als "Wanderpokal", der von Hand zu Hand wandert und auf diese Art Videos generiert - aber angesichts einer angepeilten Auflage im zweistelligen Bereich ist das vermutlich schon ein sehr hoher finanzieller Aufwand (nicht nur wegen des teuren Instruments, auch wegen der sich aufhäufenden Versandkosten - und die meisten Profis wollen für solche Aktionen verständlicherweise Geld sehen).
Ich bin gespannt, wie viele künftige Besitzer:innen Audio- oder Videodemos veröffentlichen oder den Relic auf ihren Aufnahmen verewigen.

Schöne Grüße
Bert
 
  • Daumen hoch
M.i.a.u.: Synthesilent
  • #625
Wenn man sowas hat und sich leisten kann hält man idR Fresse, macht Musik und alle denken - Bouuuaar, wie hat der das nur gemacht? Weil gut klingt er ja nunmal. Aber was ist das denn für ein Teil - ja - als PROmi weiss man dann zu schweigen. Vielleicht?

Ich würde auch wenig sagen - oder ihn einfach einsetzen und irgendeiner zeigt dann drauf - wassndas? Ja, das ist halt der Relic - oha! Krass.
 
  • #626
Wobei es ja auch (zumindest bei mir) so ist, dass es eigentlich viel mehr Spaß macht, wenn jemand fragt, wie ich den diesen geilen Sound hingekriegt habe, und ich darauf antworten kann: "Das war der Nintendo mit Electroplankton drauf, durch den Ringmodulator vom Bitrman!" (geschehen beim Happy Knobbing) oder "Das war der Reface CS!" (geschehen in Ouddorp). Oder wenn ein sehr guter Freund (und Moog*-Fan) mich nach Anhören eines Tracks fragt, seit wann ich denn einen Taurus hätte, und ich ihm sagen kann, dass das der Meeblip war...
Aber andererseits hab ich auch viel zu viel Freude an richtig high-endigen Monstersynthesizern...

Schöne Grüße
Bert
 
  • #627
"One man's music is another man's noise..." - wer hatte das gleich noch gesagt?
Aber klar: Wenn genügend Stückzahlen hergestellt werden, kriegen auch Jexus und Herr Devine ein Exemplar, damit sie damit ihren bekannten Krach machen können - bis dahin müssen wir uns wohl mit Stümpern wie Anthony Marinelli begnügen (dass Jacob selbst kein allzu begnadeter Synthesist ist, daraus macht er gar keinen Hehl).

Schöne Grüße
Bert

Bei dem Synth scheint der Teufel im Detail zu stecken. Genau dort kannst du viel machen. Extem feine Anpassungen, da wo es bei anderen Synthesizern ein Vakuum gibt. Und der Sound ist sehr gut.
Und die Frage ist, ob diese kleinen Finetunings auch stabil reproduziert werden können. Also bleiben diese feinen Anpassungen auch erhalten? - wäre schon ne interessante Frage.

Wenn genügend Stückzahlen verkauft werden, bekommen wir überhaupt mal irgendwas anderes.
Die meisten machen genau das, was hier gezeigt wird. Selbst bei Synthesizern wie dem Ob6. Verhältnis 90/10? Und der ist sehr Mainstream.
Sowas kann vielleicht nicht jeder gleich gut, aber sowas machen die meisten.

Ich finde es gar nicht so schlecht, wenn es auch solche "Krachdemos" gibt.
Damit im Internet auch festgehalten ist, dass damit auch ganz andere Sachen gehen.

Ist doch traurig, dass die Art des Synthesizer und dessen kommerzielle Einordnung mehr über den Einsatzzweck bestimmen kann, als der Nutzer selbst.^^
 
  • #628
Bei dem Synth scheint der Teufel im Detail zu stecken. Genau dort kannst du viel machen. Extem feine Anpassungen, da wo es bei anderen Synthesizern ein Vakuum gibt. Und der Sound ist sehr gut.
Genau das!

Und die Frage ist, ob diese kleinen Finetunings auch stabil reproduziert werden können. Also bleiben diese feinen Anpassungen auch erhalten? - wäre schon ne interessante Frage.
Bleiben sie - die Editierung ist extrem stabil und präzise, wie mir Jacob auf der Superbooth demonstriert hat.

Wenn genügend Stückzahlen verkauft werden, bekommen wir überhaupt mal irgendwas anderes.
Der Relic IST ja was anderes, unabhängig von der produzierten Stückzahl.

Die meisten machen genau das, was hier gezeigt wird. Selbst bei Synthesizern wie dem Ob6. Verhältnis 90/10? Und der ist sehr Mainstream.
Sowas kann vielleicht nicht jeder gleich gut, aber sowas machen die meisten.
Ich werde damit vermutlich auch eher traditionelle, harmonische Sounds erstellen.
Die werden dann aber EXAKT so, wie ich sie will, und nicht nur ungefähr so ähnlich. Und wenn sie's nicht werden, liegt es an mir und nicht am Relic (das ist übrigens ein genereller Nachteil an solchen Megasynths: Man hat keine Ausrede mehr, wenn's kagge klingt...).

Ich finde es gar nicht so schlecht, wenn es auch solche "Krachdemos" gibt.
Damit im Internet auch festgehalten ist, dass damit auch ganz andere Sachen gehen.

Ist doch traurig, dass die Art des Synthesizer und dessen kommerzielle Einordnung mehr über den Einsatzzweck bestimmen kann, als der Nutzer selbst.^^
Wieso?
Jeder Synthesizerdesigner hat doch ein bestimmtes klangliches Gebiet im Kopf, das er mit seinem Synth beackern möchte, daran ist doch nichts verkehrt.
Und jeder Nutzer kann doch dann mit seinem Relic machen, was er will. Er kann sich auch gern daran abarbeiten, gläserne Digitalpads zu simulieren oder FM-Pianos oder das ultrarealistische Piano. Dafür gibt's aber halt geeignetere Instrumente. Sogar für experimentellen Industrial-Krach, obwohl der sicher bis zu einem gewissen Grad auch auf dem Relic geht.

Schöne Grüße
Bert
 
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