Sound like Godzilla

Dieses Thema im Forum "Softsynth" wurde erstellt von mascha, 6. August 2014.

  1. mascha

    mascha -

    Hallo zusammen,

    mit welchen Software Synth bekomme ich solche Sounds am ehesten realisiert wie z.B am Anfang dieses Trailers.
    Wie etwa bei Sekunde 7.


    src: https://youtu.be/UYXQ6aArXMA



    Vielen Dank
     
  2. PySeq

    PySeq engagiert

    Ich glaube, der Synth ist nicht so wichtig. Da steckt einfach eine Menge Arbeit und Know-How drin. Auch bzgl. der Effekte.
    Bekanntlich hat Hans Zimmer für die Batman-Reihe "Dark Zebra" verwendet. Theoretisch bekäme das den Sound (für Godzilla) bestimmt auch hin. Wenn man das Know-How hat und bereit ist, so viel Arbeit zu investieren wie die Profis dieser Multi-Millionen-Dollar-Hollywood-Produktion.
     
  3. TonvaterJan

    TonvaterJan engagiert

    Also für mich klingt das nicht nach einem Synthesizer, sondern nach extremem Timestretch eines kurzen Impulses.
    Mir kommen diese Artefakte im Sound sehr bekannt vor von Granularen Timestretch-Tools....


    Grüsze vom Tonvater
     
  4. Klaus P Rausch

    Klaus P Rausch playlist

    Ein Paradebeispiel für Sounds, wie sie in Hollywood gemacht werden.

    Das Zauberwort heißt zunächst Layer und Verfremdung. Dazu clevere Methoden, wie man typische "Wow" Sounds erzeugt.

    In diesem Fall höre ich folgende Komponenten heraus:

    Einen tiefen Ton eines ordentlichen Analog Synthesizers der Güteklasse Synthex, Matrix 12, A6 und dergleichen. In diesem Fall ist das ein D2 oder D1, möglicherweise auch beide gestackt. Wahrscheinlich Double Saw Wave, kann auch Unisono sein mit einigen Cents Detune. Das deutliche Brizzeln entsteht durch Überbetonung der betreffenden Frequenzen, man hebt den Gain dort gemütlich um 10db oder mehr an. Mit dem Parametric EQ die Frequenz abfahren und lokalisieren, dann Pegel anheben. Ein Delay (Stereo) mit Panning Effect. Ein Layer scheint ein nach unten transponiertes Voice Sample zu sein. Der Verlauf der Hüllkurve kann auch manuell gemacht sein, ich mache das normalerweise mit Volume Pedal, dann klappt es leichter das Einschwingen und Ausklingen so zu machen, wie es gerade gebraucht wird. Der Sound hat auch noch eine zweite Ebene, die im Raum hinter dem ersten angeordnet ist. Ob der mittels des genannten Delays erzeugt ist oder mit einem Layer, ist nicht ganz klar rauszuhören. Der Trailer selber hat ein dickes Pfund Side Chain Compressor drauf, davon profitiert der Druck des Sound Effects. Normalerweise macht man bei solchen Jobs in einer Aufnahmesession so 8-10 Varianten, und eine passt dann. Oder gefällt dem Kunden halt am besten :)

    Wie dieser nachklingende Effekt gemacht ist, weiß ich nicht genau. Entweder ist das ein Effekt, der sich durch das Delay ergibt, könnte auch eine Hallfahne sein, die hinter das Delay geschaltet ist. Oder auch Sachen wie Pool Billard, wo die Kugeln in unregelmäßiger Folge aufeinander treffen und dem Synthsound zugemischt ist. Sowas wird ganz besonders gerne gemacht, denn das erzeugt einen subtilen Gänsehauteffekt.
     
  5. Ich kann mir da Zebra auch gut vorstellen. Hans Zimmer hängt ja in der Kreativphase wohl fast nur vor der DAW. Geil finde ich sein eingebautes MIDI-Keyboard. Toller Platz um großartige Werke zu schaffen. Ich möchte nicht wissen wie viele Stunden er auf dem Platz schon verbracht hat.
     

    Anhänge:

  6. Wie der gemacht ist weiß ich nicht, aber auf Samplelibrarys wo Riser und Cinemasounds drauf sind findet man sowas recht häufig.
    Hatte letztens eine in der Hand da war auf jeder Taste so eine Variation.
     
  7. Cyborg

    Cyborg aktiviert

    Hallo
    geh mal davon aus, dass bei solchen Produktionen manchmal auf ganz einfache Quellen zugegriffen wird, diese dann aber durch einen Wust vin FX gejagd werden. Ein anderes Mal ist die Erzeugung des "Urklanges" sehr aufwändig. In beiden Fällen ist es vielleicht einfacher selbst nach einer Lösuing zu suchen und die detektivische Arbeit zu vergessen. Ich hatte mal über die Entstehungsgeschichte des (ikonischen) Godzilla-Gebrülls der alten Filme gelesen, das war schon recht abenteuerlich ;-)
    Und dann doch noch zur 7. Sekunde. Ich hatte mal einen "chinesisch" anmutenden Track zusammengerührt und dabei verwendete ich den Sound irgendwelcher gigantischen asiatischen Hörner. Wenn man davon einen Teil aus der Attack-Phase nimmt, kommt das schon sehr nah. Achja: Quelle: die gern verspottete Korg M1 (R)

    warte mal, den Track stellte ich ja gerade ein, hier nochmal der Link


    play: http://www.cyborgs.de/synthesizer/cd/Cyborg_Tracks/Cyborg%20(Lutz%20Bojasch)%20-%20Voices%20-%2008%20-%20Honk-Konk.mp3
     

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