Standards zB. "Jazz"

Thomasch

Thomasch

MIDISynthianer
...
und Du darfst nicht vergessen, dass Pop und oder Jazz immer noch sehr auf Strukturkonventionen beruht, an die man sich beim "lospielen" anlehnen kann. Bei elektronischer Musik fällt viel von solchen Konventionen flach.
Diese Aussage halte ich für Unsinn, gerade die elektronische Musik ist voll von Konventionen. Und zwar von vorne bis hinten.
Grundsätzlich würde ich behaupten, daß jede Art von Musik die einem bestimmten Stil entspricht, notwendigerweise entsprechende Konventionen erfüllen muß, um überhaupt einordenbar zu sein.
Nur aufgrund von Konventionen entstehen erst unterschiedliche Stilistiken.
 
Michael Burman

Michael Burman

⌘⌘⌘⌘⌘
Elektronische Musik ist für mich bzw. in meinem Verständnis Musik, welche mit elektronischen Sounds, sprich mit Synthesizern erzeugt wird. Das könnte dann auch z.B. ein Jazz-Standard sein, das eben mit elektronischen Sounds gespielt wird. :cool: Ok, das wäre dann bei diesem Beispiel quasi ein Sub-Genre "Electronic Jazz" oder so. ;-)
 
Zuletzt bearbeitet:
molemuc

molemuc

quaterbernie
@Thomasch

kann man machen., muss aber nicht

bewusst Genres bedienen wäre nicht mein Ding
da kann ich ja gleich four to the floor im Bierzelt machen.
 
fanwander

fanwander

*****
Vorgegebene Noten in den sequencer eingeben kann es ja
auch nicht sein
Doch genau das ist es. Ob Du jetzt anderer Leute Musik auf dem Klavier nachspielst, oder in den Sequencer eingibst, ist egal. Es geht darum, dass Du erforschst, was Leute machen, deren Musik so ist, wie Du gerne hättest, dass Deine Musik ist.
 
Thomasch

Thomasch

MIDISynthianer
@Thomasch

kann man machen., muss aber nicht

bewusst Genres bedienen wäre nicht mein Ding
da kann ich ja gleich four to the floor im Bierzelt machen.
Dann verstehe ich dein Begehren in Live Situationen gewisse Standards abzurufen nicht.
Es geht ja bei Standards nicht nur um Akkord Progressionen aka Harmonien, da ist noch so viel mehr - Melodie, Rhythmik, Sound.
Und am Ende definieren sich Genres aus einer spezifischen Kombination aus all den einzelnen Details.
Letztendlich ist das alles wie Lego, die einzelnen Grundbausteine und ein paar Spezialsteine begegnen einem immer wieder.
Und je nach dem wie man sie kombiniert, kommt halt etwas wiedererkennbares (Genre/Style oder ein Crossover) heraus
Und hier kann ich Florian nur völlig zustimmen, es gibt kaum eine bessere Methode sich bestimmte Standards anzueignen, als die Arbeit anderer zu studieren.
 
Zuletzt bearbeitet:
Michael Burman

Michael Burman

⌘⌘⌘⌘⌘
BTW: Wer statt gedruckter Noten lieber eine Piano-Rolle analysiert / nachspielt: Man kann ja MIDI-Files herunterladen und analysieren / nachspielen. :)
 
AxelFH

AxelFH

||
so wie ich @molemuc verstehe,
redet er vom musik machen am modular*. ( * und eben nur davon)
Er will "dort" mit seiner Musik weiterkommen.
oder verstehe ich da was falsch ?

und das "wäre" ne komplett andere Ausgangslage als wie jemand der sich z.bsp. auch ans Piano setzt ( oder Gitarre) ,
und sich das ganze dort geben kann.
und selbst wenn man nen modular per keyboard spielt, ists immer noch kein piano. ;-)
Ich denke, ich habe falsch verstanden.
 
Omega Minus

Omega Minus

|||||
wenn ich das so lese verstehe ich erstmal nix
aber ich werde es mehrmals lesen und dann
üben, üben, üben und hören, hören, hören
und dann klöppeln, klöppeln, klöppeln
Falsche Reihenfolge. :)

IMHO sollte man das Lesen und das Hören niemals trennen. Gehörbildung und Musiktheorie gehören zusammen.

Im Sikora (sehr empfehlenswerte Buch: "Die Neue Jazz-Harmonielehre" von Frank Sikora) steht auch drin, dass es eine Feedbackschleife ist. Und nicht einfach "Theorie, bis sie sitzt, und dann weiter!", das halte ich für kontraproduktiv.

Grüße
Omega Minus
 
maak

maak

||||||||||
Imo Jazz bringt dich bei 0815 elektronischer Musik echt nicht weiter.
Zb der min7 Chord Sound (4 Töne) ist im Ggs zum normalen minor Chord (also Dreiklang ) eigentlich kein richtiger eher so ein verwässertert minor Sound. So die klassischen Jazz Akkorde maj7, min7b5, usw. klingen entweder viel zu relaxed (maj/min7) oder haben ihren Ursprung ausm Blues. Das passt vom Stil nicht. Zb. hörst du auch auf aktuellen Aufnahme eher keine maj/min7 sondern mind min9 (also 5 Töne) weil diese Akkorde wieder mehr Spannung haben und modern klingen, aber dann bist du vom Stil nahe bei NeoSoul / Future Bass usw. Also elektr. Musik braucht direkte klare Akkorde die jeder sofort kapiert (dreiklang). Jazzakkorde sind meistens zu weich / relaxed oder habe extrem viel Spannung (stacked 4th) oder lassen zu viel Platz für Interpretation.

was du absolut machen kannst ist versuchen Melodien nachzuspielen und nur nach Gehör. YT video runter laden in der DAW loopen. Dann paar mal Anhören und mit singen / summen und langsam looopen neben her versuchen dir Töne zu finden mit irgend einer Piano vst .

Dabei lernste Melodien hören, rhytmus pattern lernen (edit: und vor allem super wichtig Notenintervalle!!) und das ist schon viel.
Wenn die Melodie npoch zu schnell ist dann konzentrier dich auf die Bass note und verusch die raus zubekommen. Wenn du das durchziehst ist das mit das beste was du machen kannst. Was man im Kopf hört ohne nachzudenken spielen. Der nächste Schritt ist das mit Akkorden zu machen. Ich kann intuitiv auch Akkordefolgen finden die passen aber manchmal weiss ich nicht weiter und probier einfach alles aus, weil ich noch etwas Theorie hab, kann ich am Ende sagen ob der Chord dann passt. aber Leute merken sich nun mal Melodien und nicht Akkorde (Harmonien) Für Akkorde hat noch nie jemand nen Award bekommen

https://youtu.be/NRHfWrYNqPk?t=210
 
Zuletzt bearbeitet:
Sanguinea Project

Sanguinea Project

lupDujHomwIj lubuy'moH gharghmey
ich halte mal kurz fest:

- (fast) jede Art von Musik fußt auf irgendwelchem Schemata.
- ob ich ein Riff im Sequencer einprogrammiere oder per Hand spiele: das zugrundeliegende Schema ist dasselbe.
- (ästhetisches Urteil) es ist egal, welches Instrument ich für welchen Stil nutze. Jazz mit Synthesizern geht natürlich. Bach ja auch :).
- nur hören und sich Gedanken machen reicht nicht
- sich nur Gedanken machen ohne zu hören, reicht auch nicht.
- Üben ist kein Verrat an den Kollegen.

Marcus Miller und Gunlaugur Briem haben Dich und Deinen Modular zu einer Jamsession eingeladen.
Du bekommst von Miller die Ansage: lass ma was in A-Moll 7/9 machen.
Von Briem hörst Du: 110 BPM, Shuffle.

Damit hast Du Tempo und Rhythmus; wenn Du Musiktheorie gebüffelt hast, weißt Du ungefähr, was Miller spielt, und welche Töne Du zur Auswahl hast, damit es sich nicht Scheiße anhört. Um cool mitzujammen, würde Dir jetzt die Übung zugute kommen.
 
molemuc

molemuc

quaterbernie
@Sanguinea Project

vielen dank für die pragmatische Zusammenfassung
muss mal schauen wie 7/9 im sequencer geht
 
Sanguinea Project

Sanguinea Project

lupDujHomwIj lubuy'moH gharghmey
@molemuc … das ist Skalenwissen … aaaber: den Sequencer brauchst Du ja nicht notwendig, weil den Part der Bassist liefert. Bleiben Fläche (falls Dein Equipment polyphon kann - sorry, als Softwaremurkel ist monophon oder polyphon für nicht gar so die Frage) oder Lead.
Und mit dem Bassisten ist ja auch die Ausrede flöten, dass Du nur etwas am SEQ stöpseln musst :)
 
Sanguinea Project

Sanguinea Project

lupDujHomwIj lubuy'moH gharghmey
@Omega Minus *harharhar* :oscar::)
 
Zuletzt bearbeitet:
 


Neueste Beiträge

News

Oben