Star Trek - Beyond & Serie Discovery

Summa schrieb:
Ich bin ein Romantiker, mag den "Der Aufstand" aka "Insurrection".
puh...bin ich nicht allein.
ich mochte den auch. als teenie im kino war ich etwas enttäuscht, aber mitlerweile mag ich ihn.
und "der erste kontakt", trotz kanon fledderei.

von den alten definitiv IV.
 
Was ich am wichtigsten bei ST finde ist der religionslose Ansatz von TNG. Und damit meine ich auch die üblichen Gesinnungen wie Amerikanismus usw. Klar ganz ohne kommt auch das nicht aus (ist ja immerhin amerikanisch) aber ich fands schon gut, dass das "Gute" nicht direkt mit Christentum oder Amerika verbunden wurde, sondern viele verschiedene Möglichkeiten gezeigt werden ein guter Mensch zu sein.

Die "Prime Directive" als eigentlich totales Gegenteil der gegenwärtigen amerikanischen Außenpolitik. Auch die Vereinbarkeit von Technik und Spiritualität (mehr noch bei VOY) find ich interessant, da fühle ich mich als Elektromusiker sehr angesprochen. Es wird auch oft betont, dass die Menschheit erst friedlich zusammenfindet wenn Geopolitische Interessen aufgegeben werden und der Wille des Menschen ein besserer Mensch zu werden vorherrscht. Wichtig finde ich tatsächlich den Optimismus der dabei herüberkommt. Was für Krasse Möglichkeiten bestünden wenn der Mensch die vorhandenen Resourcen dafür einsetzt um sich weiterzubilden und nicht sich gegeseitig die Köpfe einzuschlagen.

Folgen wie "Measure of a man" oder auch "the offspring" sind imo bisher unerreicht.

Leider Ist das an vielen Stellen doch nicht zu ende gedacht. Der Mensch ist da leider doch noch eine Art Herrenrasse. Beeing Human wird gleichgestellt mit allem was gut, recht und moralisch ist. Data will menschlich werden, warum nicht Vulkanisch? die sind doch schon 1000 Jahre länger schon "gut". Warum ist Starfleet HQ auf der Erde obwohl die Menschen ja eher Anfänger sind in Spaceflight? Mir hat zB eine Folge gefehlt in der eine Intergalaktische Gemeinschaft die Federation entdeckt und überlegt die Milchstrasse in einen Galaxienbund aufzunehmen. Davon aber absieht, weil unsere Galaxie noch "nicht so weit ist" und daher so in 1000 Jahren nochmal vorbeischaut. Nur um zu zeigen was fürn kleines Kaff unsere Milschstrasse ist.

Genial wiederum alles was mit Data zu tun hat. Nicht nur, dass Brent Spiner der mit abstand beste Schauspieler ist der jemals in einem ST Ding mitgemacht hat (was wiederum dazu führt, dass die Storyschreiber da wohl einfacher geniales aufs papier kriegen) auch der Charakter einer Maschine, der einen wirklich drüber Nachdenken lässt was uns Menschen von einer Maschine unterscheidet. Man denkt über die Funktion von Gefühlen und Emotionen nach. Man denkt auch über moderne Sklaverei nach oder Freundschaft.

Auch geil finde ich die kleinen Messages, die man immerwieder aus dem Kontext reissen kann und für sich dargestellt teils sehr Weise Worte sind

- Garak: "Reality is just an excuse for the lack of imagination"
- Picard: "sometimes the best way to fight is not to be there"
- Tuvok: "sometimes perfection hinders efficenty"

usw.

Das was mir bei TNG so gut gefällt fehlt leider komplett bei DS9. Also Religion als treibende Stroyline find ich immer Kacke. Wobei das bei mir wohl anders wäre wenn ich nur vor einem Altar sitzen müsste und beten damit ein Lichtstrahl rauskommt. :)
 
Wie schlecht die neuen Filme im verglich sind, Beispiel:

Um die Trekkies nicht zu beleidigen muss ja irgendwo der Humanistische Aspekt eingearbeitet werden. Wie peinlich das aber in dem ersten der 3 neuen gemacht wurde zeigt folgender Handlungsstrang.

Der job war ja, dass die Crew Khan der nach Kronos geflüchtet ist einfach abschiessen soll. Spock findet das doof, weil das ja nicht mit den Prinzipien der Föderation zu vereinigen ist. Der soll doch lieber Khan abholen und zur Erde bringen, damit er einen anständigen Prozess kriegt. Bishierhin alles OK. Machtmenschen an der Spitze Starfleets liefen ja schon immer Gefahr die Prinzipien der Federation aufzugeben (admiral marcus).

Nun lässt sich Kirk aber vorerst nicht in die Karten schauen und wartet ab. Dann wird mit dramatischen Blickkontakten, die es nur in Holy Wood gibt darauf hingewiesen was fürn Toller Kerl der Captain ist, der sich dann dazu entscheidet Khan einzufangen. Was fürn toller moralischer Mensch das auch ist. Alle sind zufrieden und wir bilden uns moralisch weiter.

Wenn Khan sich aber stellt und verhaften lässt muss natürlich Kirk ihm dermaßen übertrieben die Fresse einschlagen (die szene ist echt übertrieben der haut da glaub ich 20mal dem Khan auf die Fresse) dass ihm die Hand weh tut.

Das finden wir natürlich toll. Wir tun moralisch das richtige und dürfen trozdem Foltern.

Gewisse Ähnlichkeiten zur gewissen Praktiken gewisser Länder sind rein zufällig.
 
Stimme dir in vielem zu, aber die "kleine Galaxie" - Folge gab es, es ist die, wo körperlose Wesen beobachten und weil die Menschen Kinder komisch behandeln sagen sie - komm, wir treffen uns in 200 Jahren wieder oder so..

Etwas in der Art passiert auch bei den KI's weil die bisschen abgefuckt waren durch das Handeln der FÖD.

Darmok, als die Mauern fielen. Einige Sachen aus VOY und DS9 (spätere Folgen) und einige Dinge mehr bis hin zu Data als Captain war auch nicht schlecht, ebenso Holovolk und Umsiedlung, 1 Direktive und so weiter.

Nunja, und nach 9/11 kamen die Jem-Hadar. Manches ist schon etwas offensichtlich und ja, es gibt auch ein paar zu wenig überlegte Dinge und etwas zu viel Militärkram, die Föderation selbst ist ja verdammt militarisiert. Und dennoch ist es für Amerikaner schon so, dass dieser Pathos manchmal wohl sein muss.
Action kommt vermutlich immer, wenn mehr A-team rein muss.

Das mit der UNO lag zu nahe - also das HQ, das war damals eine echte Idee, eine Art Weltregierung zu haben, heute hat die UNO ja auch keine besondere Bedeutung mehr,..nicht diese, damals dachte man dabei an das Haus Europa und Ende von Kriegen. Dazu hätte man einen sehr großen Weitblick haben müssen, damit da mehr draus wird, denk ich..

Insurrection - war von der Idee im Aufbau super, aber der Verlauf bei 3/4 des Films war doch schwächelnd. Leider.
Aber die Sache mit vulkanisch oder so zu sein - das sollte wohl für den Zuschauer klar sein, es geht da ja um "Menschlichkeit", dh - es wäre wohl auch woanders so, aber dann hätte man doppelte Transferleistung bringen müssen, so weit ist der typische Zuschauer nicht, die erste Folge, the Cage wurde abgelehnt, weil da eine Frau weit oben steht und weil zu viel "Gehirn" vor kommt. Der Doc ist da noch mehr 60er ;-)
Man musste halt diese superalbernen Schlägereien einbauen, weil Western waren das, was man damals so guckte. Diese wirken heute sehr lächerlich.
Und es gab auch mal eine Folge mit "Yanks" und "Comms", also Ami vs. Kommunisten.
Gut fand ich aber die "scheinbar unterenwickelten", welche sich als hoch entwickelt herausstellten und am Ende alle Spocks und Kirks doof aussehen ließen.

Ja, Brent Spiner - super, er ist ja auch später bei Archer noch mal vor gekommen, super.

Janeway denkt über das töten nach, nur für Kaffee und manipuliert ihren Traumkerl "Boy meets Girl, Girl opens console and..." ;-)
Humor ist schon auch drin, in den Folgen - die normalen Folgen sind alle inhaltlich besser, bis auf Erstkontakt, wegen Lieblingsfeind Borg - ich mochte die Borg richtig, als die sich individualisierten in der späteren Zeit mit X-Warp und Hugh als Chef und deren Entwicklung wurde auch weiter geführt. Super. Lore war auch noch mit drin in dem Spiel.

"Ich bin nur ein einfacher Schneider", sagt Garak.

Eigentlich ist die Wahrheit aber - Freude ist nur das Fehlen von Information ;-)
Das ist aber nicht Trek sondern..

DS9: Bajor und dieser Quatsch mit den Drehkörpern und so - das war mir auch etwas zu viel..
Religion gab es aber vorher schon, meist als Grund des Scheiterns, es ist aber auch der "Reisende" vorgekommen, der wie eine Art Neobuddhist erschien, schon auch cool, aber nicht direkt als "Religion", sondern sowas wie "beyond glaubensscheiß"

Wesley, was machen wir nur mit dem? Kinder nicht auf die Brücke! ;-)
Children - they are not that great.

Glaube an die Wurmlochaliens.
Und dem Dominion X.
Und an seine 5 Stimmen.
Und Goth im Himmel.


Wieviele Lichter sehen sie?

Achja - Folter damals mit Psychologin an Bord war mir auch lieber, bisschen zu viel NY-Neutrotiker-Zeug, aber als Sicht schon mehr "eso".
Heute und später wird mehr Action gemacht und es wird klarer gutböse definiert, ja - es stimmt - für etwas wichtiges wird gefoltert. Archer zB macht das, aber es wird stark thematisiert. Kirk - ist aber auch damals der "Mensch" gewesen, eher im Sinne von "Gefühl ist total super und hat immer Recht", während der "Verstand" (Spock) meist nicht richtig liegen soll - am Ende, weil er ist ja "wie ein Computer", und logisch ist ja eigentlich nicht natürlich. Das ist schon auch in sich ein wenig krude.
Dieses schräge und inkonsistente Zeug hat man immer mal gewagt, natürlich.
Aber mehr Visionen als .. bei StarWars zB ;-)

Ich wünsch mir definitiv mehr Nachdenklickeit - das kann sein wie es will, es soll nicht mehr rumgeballert werden, das ist langweilig, und keine Krimischeiße. Das gilt auch für Militärkram, aaaber - früher war Obrigkeit auch nicht immer gut, es gab ja auch diese Verschwörung mit so Ohrenreinkriech-Fieselteilen, ..
Ausprägung von Persönlichkeiten und Bugs wie "auf einem Planeten gibt es auch nur eine Religion oder Anschauung" oder es ist wie bei uns - aufgeteilt in 2 Zonen.. das gab es schon auch oft.

Sehe ich aber ein, ist halt um zu zeigen - das geht ohne Quatsch, es ist richtig toll - es geht ohne Autos und ohne Geld.
Wie cool ist das denn? Ich mein - man kann überall hin, alles tun und ist absolut frei von Materialproblemen. Man braucht nur einen Computer und ein bisschen Zeugs, dann kann man überall eine Kolonie aufbauen und alles herstellen. Spätere Sachen sind aber auch so Alleslöser mit Technik. Es wird natürlich auch langweilig wenn man ALLES kann, dann muss Q kommen oder Reginald durchknallen und Superkräfte kriegen, dann wird das lustig.
 

Summa

hate is always foolish…and love, is always wise...
MvKeinen schrieb:
Wenn Khan sich aber stellt und verhaften lässt muss natürlich Kirk ihm dermaßen übertrieben die Fresse einschlagen (die szene ist echt übertrieben der haut da glaub ich 20mal dem Khan auf die Fresse) dass ihm die Hand weh tut.
Muss er wohl auch, damit der Übermensch Kahn das spürt.
 

borg029un03

Elektronisiert
Habe endlich geschafft "Star Trek Discovery" zu ende zu schauen (Staffel 2)
und muss abschliessend feststellen, dass mir die Serie doch ganz gut gefallen hat. Besonders die letzte/abschliessende Doppelfolge war richtig gut.
Staffel 3 kommt wohl noch dieses Jahr.

https://www.youtube.com/watch?v=09Cd7NKKvDc
Echt? Was war daran denn gut? Dümmste "KI" ever? Gefühlt endlose Verabschiedungen bevor man es sich danach doch nochmal anders überlegt? Oder überflüssiger Showdown? Ich mein man hätte solange weg springen können bis man fertig ist. Oder die Kultur die 5 Folgen davor noch Steine geklopft hat kann plötzlich Raumschiffe fliegen? Mir fällt soviel ein was besonders die letzten Folgen zum dümmsten in Star Trek ever machen. Gott im Zentrum der Galaxie ist direkt poetisch dagegen.
 


News

Oben