Suche verzerrte, elektrische Gitarre

Ne, ne Bullet hab ich nicht, hab eine Tele P90 Custom irgendwas von Squier.

Aber die Bullets sollen ganz ok sein, man sollte trotzdem im Laden anspielen, die Qualitäts-Streuung ist recht groß.

Meiner Meinung nach muß es nicht die tollste Gitarre sein wenn man eh durch nen Modeller geht. Wenn man Cleane Sounds braucht, ok, dann sollte es was anständiges sein.

Aber was ich hier so überflogen hab von wg Röhrenverstärker... was da fürn Rattenschwanz an Tretminen, Cabinet und Mikrophonierung dranhängt...
das halte ich für etwas Überzogen ;-)
 
Deine Squier ist wahrscheinlich aus Erle. Ich habe seit 13 Jahren eine günstige Jackson aus Erle. Hat damals so um die 700-800 DM gekostet. Angeblich Made in Japan. Naja, vielleicht stimmt das auch. Keine besonders tolle Gitarre, aber die Hölzer klingen sehr gut. Ja, ist für Clean besonders wichtig. So Rock-Gitarren macht man ja z.B. gerne aus Mahagoni. Ich habe aber nicht so viele Gitarren durchprobiert, um so genau Bescheid zu wissen. Mich interessiert eher Clean, und da finde ich die klassische Kombi Erlenbody, Ahornhals und Palisandergriffbrett ganz gut. Für Metal muss es nicht unbedingt diese Kombi sein, aber eine dumpfe Linde muss es wahrscheinlich auch nicht sein. :twisted:

Beim Thema echter Amp vs. Modeler ist es wohl so ähnlich wie echt analog vs. VA. 8)
Ich hatte mal E-Gitarre über einen echten Verstärker gespielt, aber diese Variabilität bei Modellern und die Möglichkeit ganz einfach zuhause jeden beliebigen Sound über Kopfhörer und das auch nachts zu spielen sind einfach toll! :adore:
 
Ich hab mal nachgeschaut, Korpus ist aus Agathis bei der Tele.
Hab die aber schon lang nicht mehr in der Hand gehabt, ist zur Deko verkommen irgendwie :oops:

Hab noch ne Fender Highway One Strat, die schnapp ich mir auch ab und zu mal, hatte seinerzeit 665,-- gekostet und da merkt man schon das es nicht 'billig' ist.
War ne gute Basis, hab noch Locking Tuner draufgemacht und die Elektronik getauscht und bissi gemoddet. ;-)
Ist mein liebstes Stück geworden.

Da kommt auch die Epi Les Paul Tribute 2010 nicht ran die ich mir mal gekauft hab weil ich mal undbedingt ne LP haben wollte. Aber jetzt weis ich das mir LP so garnicht liegt (spiele viel im sitzen), wobei der Sound schon nicht verkehrt ist mit den Gibson Pickups.
 
Zu Agathis kann ich momentan nichts sagen. Kenne ich nicht. Teles sind auch nicht so meine Welt. LP auch nicht. Ich habe mal eine LP-artige LAG bestellt gehabt, war aber nichts für mich. Die Strat-Bauform finde ich ergonomischer, und auch z.B. dass man die Saitenreiter einzeln einstellen kann. Und dann noch die kürzere Mensur bei Gibson-Artigem. Das Einzige was mich bei einer Strat stört, ist die Position des Pickup-Schalters. Den würde ich weiter nach hinten verlegen. Und Kabelanschluss dürfte ruhig unten in der Zarge sein. Ich suche also auch eine gute Basis zum Modden. Möchte zunächst meine Jackson nicht verbasteln, sondern erst eine zweite Gitarre beschaffen. Mit Fender hatte ich irgendwie kein Glück. Habe erst kürzlich zwei Bässe bestellt gehabt. In der Preisklasse etwas über 1000 €. War beides nichts. Da müsste ich mal wieder in den Laden gehen und genauer schauen. Online ist zwar toll, dass man relativ einfach zurück geben kann. Aber z.B. 10 Gitarren nacheinander nach Hause bestellen fände ich irgendwie schräg. Im Laden ist es einfacher sich 10 Gitarren anzuschauen, ein paar davon anzuspielen usw. Allerdings kann ich Details erst zuhause in Ruhe überprüfen. Es kommt z.B. vor, dass Brücken im falschen Abstand montiert werden usw. Und selbst wenn die Gitarre einen Fehler hat, ist es dann nicht so einfach sie in einem realen Laden zurück zu geben. Die wollen dann gegen etwas anderes umtauschen aber kein Geld zurück geben. Online ist das viel einfacher.
 
Ja, der Pickupschalter kommt mir auch ab und zu in die Quere.

Aber ansonsten muß ich sagen, die Strat ist die eine für mich. Die schmiegt sich so schön an.
Ich hatte die auch in einem Laden gekauft, nicht online bestellt, wurde aber auch erstmal bestellt.
Wurde aber vom allerfeinsten im Laden dann gecheckt und eingestellt, war echt super als ich Sie zum ersten mal in der Hand hatte.

Waren Deine Bässe Made in USA? Obwohl, das macht glaub ich den Kohl auch nicht fett ob der 'billige' Mexicaner das Ding in USA oder seinem Heimatland zusammenschraubt. :twisted:
 
shiroiyuki schrieb:
Ja, der Pickupschalter kommt mir auch ab und zu in die Quere.
Das Tolle bei einer Standard-Strat ist, dass man einfach Pickguard austauschen kann, und dort die Positionierung der Schalter und Regler ändern kann. Bei meiner Jackson ist außerdem der Body im Pickup-Bereich so gefräst, dass man dort nach Belieben alle möglichen Pickup-Kombis reinschrauben könnte.

shiroiyuki schrieb:
Waren Deine Bässe Made in USA?
Nee nee. Der eine war Japaner (Marcus Miller) und eigentlich gut verarbeitet, allerdings als B-Ware etwas kaputt, und hat mir ansonsten nicht so zugesagt, dass ich ihn für diesen Preis behalten gewollt hätte. Mich hat ursprünglich gereizt (als Marcus Miller Fan übrigens, aber so spielen werde ich natürlich nie können), dass es ein Jazz Bass mit Aktiv/Passiv Schaltung ist. Dann hat es sich herausgestellt, dass ich den aktiven Betrieb in meinem Homestudio gar nicht benötige. Der Bass war ziemlich schwer, die A-Saite klang irgendwie nicht gut. Der Body war mit transparentem Lack sehr glatt lackiert, dadrunter sah das Holz aber so aus, als hätte jemand mit dem Body vor der Lackierung Fußball gespielt. Und Ahorn-Hals hatte hässliche Maserung. Kenne ich so nicht mal von ganz billigen Instrumenten. Also gut verarbeitet, aber komische Holz-Wahl. Und naja, so richtig überzeugt hat mich das Modell auch ansonsten nicht. Weiß außerdem nicht warum die A-Saite nicht gut geklungen hat.

Und der zweite Bass war ein Mexikaner. Und zwar Duff McKagan. Eine Fehlkonstruktion: Kopf und Hals schwer und dick, Body federleicht. Der Klang hat mir auch nicht zugesagt. Viel zu weich. In die Buchse ging das Kabel kaum rein. Da wird wohl das Billigste vom Billigsten verbaut. Die Elektronik bzw. die Pickups waren etwas schief reingeschraubt. Also hätte ich nachbessern müssen. Und das hätte ich evtl. auch gemacht, wenn nicht die extreme Kopflastigkeit und der träge undefinierte Klang wären. Was tadellos war, waren die Lackierungen. Bzw. beim Body war es eher ein Plastiküberzug als Lackierung, und Hals und Kopfplatte sind schwarz. Und zwar so, dass man sofort hässliche Finderabdrücke hinterlässt. Die Gig-Bags, die Fender bei diesen Bässen mitliefert sind übrigens eine Katastrophe. Dienen wohl der Polsterung beim Transport. Für mehr sind sie nicht zu gebrauchen. Aber das nur so am Rande. Die Amerikaner werden ja mit Koffer geliefert. Aber Fender Bass kommt für mich sowieso nicht mehr in Frage, weil die riesige Kopfplatte ihn unnötig viel zu lang macht. :twisted:
 
Alles interessant und nett was ihr da so schreibt. Nur hatte da nicht jemand nach Metal Sound gefragt? Man merkt beim Durchlesen, von Metal habt ihr keine Ahnung... eure Vorschläge sind bestimmt alle sehr wertvoll für Vieles, leider bestimmt nicht für Metal.
 
Vom Metal habe ich tatsächlich keine Ahnung. Habe ich bereits anfangs geschrieben und ein Audiobeispiel verlinkt, wo ich versuche mit dem Line6 POD so ähnlich zu klingen: viewtopic.php?p=901194#p901194

Wenn es härter und obertonreicher sein soll, dann müsste es NI Guitar Rig eigentlich schon können.

Für Fragen welche Hölzer und Pickups für Metal usw. könnte ich Musiker-Board empfehlen. Auch sonst für Metal-Fragen.
 
Ich möcht Euch allen nochmals für die zahlreichen und hilfreichen Antworten danken. Ich werde den Thread in Ruhe studieren und dann eine gebrauchte oder eine neue E-Gitarre anschaffen. Hoodie: Thumbs up :D

Nochmals Danke und Gruß,
 
abbuda schrieb:
Alles interessant und nett was ihr da so schreibt. Nur hatte da nicht jemand nach Metal Sound gefragt? Man merkt beim Durchlesen, von Metal habt ihr keine Ahnung... eure Vorschläge sind bestimmt alle sehr wertvoll für Vieles, leider bestimmt nicht für Metal.

Den Schuh ziehe ich mir gerne an.
Aber erzähl doch mal! Zu was rätst du, wenn es um MEtal geht?
Was muss man wissen oder haben?
 
Michael Burman schrieb:
Die nehmen für billige Gitarren Linde, weil sie billiger, weicher und entsprechend leichter zu verarbeiten ist. Aber sie klingt nicht. Zumindest nach meiner Erfahrung mit dieser einen Gitarre und der Bestätigung (durch das G&B-Forum) eines bekannten Gitarrenbauers.

Geil, jetzt kommen die üblichen Gitarren-Klischees auch hier an (Linde klingt nicht, Amps müssen Röhren haben, ...). :lollo:
Also Linde wird z.B. auch in teureren Ibanez-Gitarren oder in der Music Man Petrucci für etwas unter 3K verbaut. Gut, Klang ist wie immer subjektiv, was wir hier im Forum selbst bei Synths oft genug haben, aber es gibt genug Gitarristen die der Meinung sind, dass Linde Gitarren gut klingen und sicherlich nicht dumpf. Das Deine 500 € Godin dumpf klang, muss also nicht am Lindeholz per se gelegen haben. Vielleicht war das Holz (Holz ist nicht gleich Holz, wie Honig nicht gleich Honig ist, da Naturprodukt) zufällig halt mal schlecht, das gibt's auch bei Mahagoni (was gar keine spezifische Art Baum ist, sondern es werden eine Reihe Baumarten so genannt und die Konsistenzunterschiede sind dort gravierend!), Erle, Esche, usw. Was ja auch der Grund ist, warum manche Hersteller künstliche Materialien entwickelt haben, z.B. einige mit Carbon-Gemischen (Basslab, Steinberger, ...) oder mit einem Holzfaser-Kunststoff-Gemisch (Flaxwood).
 
Dieser Gitarrenbauer meinte außerdem Linde wäre ein Bass-Holz. 8) Wenn also ein konkretes Stück Linden-Holz gut ist, könnte es vielleicht für eine extrem runtergestimmte Gitarre passen. :mrgreen: Und wenn in einer 500 € Gitarre die Linde schlecht war, wie gut wird sie dann wohl in einer 100 € sein?... :roll: In einem beliebten und oft empfohlenen Buch über Gitarrenbau habe ich gelesen, dass man den Klang des Holzes auch durch einfaches Klopfen schon hören kann. Und tatsächlich. Meine Jackson-Erle klingt sehr offen und hell. Die Godin-Linde klang dumpf und tot. Flaxwood ist übrigens ziemlich teuer. Habe ich auf der Musikmesse in den Händen gehalten, allerdings nicht verstärkt angespielt.
 
Linde heißt auf Englisch Basswood, vielleicht verwechselt er da was. :lollo:

Eine E-Gitarre ist keine Akustik-Gitarre, das Klopfen sagt daher nicht allzuviel aus und mit zwei Beispielen plus Psychoakustik im Hinterkopf würde ich das auch nicht generalisieren. Der Klang einer E-Gitarre hängt an so vielen Komponenten, z.B. Pickups, Pickup-Einstellung (Höhe), Saitendicke, Saitenmaterial, Saitenhöhe, Sattelmaterial, Stegmaterial, ...
Da ist es leicht das auf's Holz zu schieben. Ich hatte auch schon eine Basslab Demo-Gitarre hier zum testen, die total beschissen klang, was aber an uralten Saiten lag (ich besitze mittlerweile zwei eigene).
 
changeling schrieb:
Linde heißt auf Englisch Basswood, vielleicht verwechselt er da was. :lollo:
Hm... :roll: Wahrscheinlicher wäre, dass ich da was durcheinander gebracht habe... :selfhammer:
Aber er meinte z.B. auch, dass der Body-Überzug, wenn es z.B. keine dünne Lackschicht, sondern irgendeine dickere weiche Schicht aus was auch immer ist, auch stark dämpfen kann. Keine Ahnung, was da auf dem Body drauf war. Vielleicht eine Wachsschicht? So hieß die Gitarre: Godin Session Raw SG RN w. Ich hatte ja extra eine bestellt, wo man das Holz gut sehen können soll... :lol:
 
Also wegen Dämpfung des Lacks scheiden sich die Geister. Bei einer E-Gitarre sollte der Korpus idealerweise ja eigentlich gar nicht schwingen und wenn der Korpus steif genug ist, sollte die Oberfläche auch keine Auswirkung haben, höchstens zwischen der Verbindung von Brücke in den Korpus. Aber da behauptet jeder Gitarrenbauer was anderes.
Wachs kommt an die Brücke überhaupt nicht dran, kann also wenn ich da nichts übersehe gar keine Auswirkung haben. Außerdem sind Wachsschichten auf der Gitarre nicht übermäßig dick, sonst würde es ja mit der Hand ablösbar sein.
 
G&B-Talk

changeling schrieb:
Bei einer E-Gitarre sollte der Korpus idealerweise ja eigentlich gar nicht schwingen
Also da habe ich Gegenteiliges gelesen. Angeblich wäre z.B. eine Gitarre aus Stein nix. Der Body soll eben so beschaffen sein, dass Schwingungen länglich gut übertragen werden können. (Deshalb wäre z.B. MDF ungeeignet. Daraus macht man eher Gehäusen von Audioboxen, damit Schwingungen von den Boxenwänden möglichst geschluckt werden.) Und jedes Holz wirkt da quasi wie eine Filterbank. D.h. bestimmte Frequenzen gehen besser durch, andere weniger. Bessere Schwingungseingenschaften bedeuten auch mehr Sustain. Deshalb gibt es Instrumente mit durchgehendem Hals, also wo der Hals weder drangeschraubt (wie standardmäßig bei Fender), noch drangeklebt (wie standardmäßig bei Gibson) ist, sondern das Holz vom Kopf bis zum Fuß aus einem Stück besteht. Besonders bei E-Bässen sehr beliebt. Allerdings klebt man bei solchen Instrumenten meist mehrere Streifen aneinander, nur halt entlang des Instrument, nicht quer.
 
Re: G&B-Talk

Michael Burman schrieb:
Bessere Schwingungseingenschaften bedeuten auch mehr Sustain.

Nee, genau umgekehrt. Das wäre sonst ja auch unlogisch, weil ein schwingender Korpus Energie von der Saite abzieht und die Saite damit abbremst. Gitarren aus härteren Materialien (wie z.B. Ur-Steinberger aus Carbon) müssen am Amp auch anders eingestellt werden. Zumal Klang auch immer subjektiv ist.

Die Halsart hat auch nichts mit dem Sustain zu tun. Es gibt genug Gitarren mit geschraubten Hälsen, die sehr viel Sustain haben. Das ist auch so eine Urban Legend.
 
Soljanka schrieb:
abbuda schrieb:
Alles interessant und nett was ihr da so schreibt. Nur hatte da nicht jemand nach Metal Sound gefragt? Man merkt beim Durchlesen, von Metal habt ihr keine Ahnung... eure Vorschläge sind bestimmt alle sehr wertvoll für Vieles, leider bestimmt nicht für Metal.

Den Schuh ziehe ich mir gerne an.
Aber erzähl doch mal! Zu was rätst du, wenn es um MEtal geht?
Was muss man wissen oder haben?

Gerne, das hab ich doch weiter vorne schon geschrieben, schau da mal nach.
 
Also Metal können eigentlich alle Gitarren mit nem Humbucker am Steg (bei einem Singlecoil wird das Brummen dabei nur in absolut nervende Dimensionen verstärkt, sonst ginge es damit auch). Wenn der Humbucker keinen besonders heißen Ausgang hat und der Verstärker keine großen Gain-Reserven, muss man eventuell noch einen Booster oder ein boostendes Zerrpedal davor hängen. Der Bad Monkey wird gerne für Metal vorgeschaltet um die Bässe was raus zu drehen, damit die Powerchords weniger matschen.

Ansonsten gibt es auch spezielle heiße Metal Humbucker wie z.B. den SH-6 von Seymour Duncan (der ist auch in manchen Serien-Gitarren drin, z.B. der ESP/LTD Max Cavalera Signature). Die Metallica PUs EMG 81 sind gar nicht so heiß und da habe ich öfter Berichte von Streuungen gelesen. Ich hatte zwei (einen mittlerweile mit nem SH-6 ausgetauscht) und habe keine großen Unterschiede zwischen beiden bemerkt, obwohl die in unterschiedlichen Gitarren waren. Die eine ist Headless komplett aus Ahorn (mit Graphit-verstärktem Hals und Ebenol Griffbrett), die andere mit durchgehendem Ahorn-Hals und Seiten-Flügeln aus Erle (und Ebenholz-Griffbrett), soviel auch nochmal zum Thema Klangbeeinflußung durch unterschiedliche Holzarten. Da machen unterschiedliche Pickups wesentlich mehr aus finde ich.
 
Mal ein paar Empfehlungen für geeignete Metal Pedale, die ich selbst gut kenne:

BOSS

Geliebt und gehasst gleichermaßen, aber für Metal einfach gut zu gebrauchen ist der MT-2 Metal Zone. Der hat einen effectiven EQ mit einstellbarer Mittenfrquenz und das Ding klingt echt heftig! Das hat mit natürlicher Übersteuerung so gar nichts mehr zu tun. Ich spiele kein Metal, das Ding ist auch für Rock gut geeignet.

Für Drop-Tunings eignet sich der nicht mehr produzierte HM-3 Hyper Metal. Klingt auch in den tiefen Regionen richtig sauber. Das kann der dafür beworbene MD-2 Mega Distortion so gar nicht. Der geht mehr Richtung Grunge und Alternative Rock.

Der HM-2 Heavy Metal kann den Swedish Death Metal Sound (den ich mal so gar nicht leiden kann). Der EQ ist hier sehr eigenwillig und äußerst effektiv. Man kriegt bei niedriegen "High" Einstellungen scooped Sounds hin, die aber erfahrene Gitarristen tunlichst meiden, auch wenn die solo noch so cool klingen - im Mix geht's einfach total unter. Ich persönlich nutze eine subtile Einstellung mit dem Ding (beide EQ-Regler auf 1 Uhr) und kriege damit fantastische 80's Steve Lukather Lead-Sounds raus. Tolles und zurecht gesuchtes Pedal (wird auch nicht mehr hergestellt)!

Ein sehr flexibles, aber auch nicht mehr produziertes Pedal, ist der SD-2 Dual Distortion. Daraus macht man einen einfachen Amp zum 3-Kanaler. Er klingt eindeutig nach Marshall! Der Lead-Kanal rockt richtig gut! Geht vielleicht nicht ganz in Richtung Metal, aber man kommt in sahnig klingende Heavy-Gefilde. Der Kanal "Crunch" ist genau das, was man sich unter Crunsh vorstellt - richtig dreckige und natürlicher klingende Zerre mit scharfem Ton. Geht dann in Richtung Nirvana. Das Gerät findet durchweg Liebhaber. Vielleicht das beste Verzerrerpedal, das BOSS je entwickelt hat. Dass die das aus dem Programm genommen habe, ist nicht zu verstehen.

MARSHALL

Für harte Sachen geeignet ist bei Marshall der JH-1 Jackhammer. Schöner quasi-parametrischer Mittenregler wie beim MT-2 von BOSS, aber deutlich natürlicher klingender Sound, der auch was vom originalen Gitarrensignal durchschimmern lässt. Er wird oft als Pedal mit True Bypass angepriesen, aber das hat er nicht! Es ist ein Passive Bypass und es empfiehlt sich, ein weiteres gepuffert Signal in die Effektkette zu packen, weil das Cleansignal sonst ziemlich dumpf wird!

Der GV-2 Guv'n'or Plus kann kein Metal. Aber für harten Rock ist er allemal super! Hat einen guten 4-Weg-EQ und einen warmen, angenehmen Klang. Sieht nur hässlich aus mit der goldenen Hardware - habe meinen direkt auf Chrom gemodded. Ebenfalls kein True Bypass, egal, was die großen Onlineshops alle so blubbern!

Ein Kollege aus einem anderen Forum schwört auf die alten Marshall-Pedale, die noch in England hergestellt wurden. Dicke, klobige schwarze Dinger. Er mag davon den ShredMaster für die härtere Gangart. Kann ich nichts weiter zu sagen. Muss ich irgendwann mal selbst testen.

KORG

KORG hat in den 90ern hübsche silberne ToneWorks Pedale auf den Markt gebracht, die einen Boutique-Flair haben. So richtig klasse ist aus der Serie nur der 301dl Dynamic Echo (habe zwei davon, damit ich auch in True Stereo arbeiten kann), aber der 104ds Hyper Distortion ist auch prima. Komplett digital mit dicht bestückter SMD-Platine, aber das Resultat klingt schön analog! Sägender Sound, der bestens für alles zwischen Rock und Metal geeignet ist, tolle Mittenreglung und ein brauchbarer Cabinet Resonator, zudem ein Ausgang, der auf AMP oder LINE umschaltbar ist. Das ist eine Art Amp-Simulator und dadurch kann man direkte Aufnahmen machen, die auch ganz passabel klingen. Der einzige wirkliche Nachteil bei diesem Pedal ist, dass das Effektsignal etwas zu leise ist. Die Verstärkungssektion hat nicht genug Power. Ein Jammer, denn ansonsten ist es ein geniales Pedal! Es empfiehlt sich bei dem Ding, ein Looppedal in der Art des BOSS LS-2 zu nutzen, um die Lautstärke auf diesem Weg wieder hinzubekommen.

Von Ibanez habe ich auch einiges in die Finger bekommen, aber davon hat mich nichts so recht überzeugt, weder der Distortion DS-7, noch die Smash Box (ich glaube, die heißt SM-7). Die Digitechs kenne ich nur vom Aussehen. Ansonsten habe ich noch ein kanadisches Dingotone FDD, was aber eher in die Richtung Boutique geht und eigentlich in Europa gar nicht zu bekommen ist. Das ist ein schönes Gerät! Für Metal vielleicht nicht unbedingt, aber es kratzt schon nahe daran.

Ansonsten kann ich guten Gewissens eierlegende Wollmilchsäue wie die neueren ZOOM-, BOSS- und KORG-Multieffektgeräte empfehlen. Da geht selbst in den günstigen Preislagen sehr viel und ziemlich gut! Die Prozessoren in den Teilen werden immer besser und weisen seit ein paar Jahren schon eine gute und durchweg empfehlenswerte Qualität auf! Diese Modelle sollten auch durch die Bank weg brauchbare Amp-Simulationen haben.

Für Aufnahmen mit echtem Verstärker muss man schon mehr als Zimmerlautstärke hinlegen, damit es gut klingt. Da können die Nachbarn möglicherweise an die Decke gehen. Zudem ist die Mikrophonabnahme von Verstärkern eine Wissenschaft für sich. Bis der "Sweet Spot" gefunden ist, der endlich den gewünschten Sound bringt, kann schon mal die eine oder andere Stunde ins Land ziehen. Ein guter Verstärker kostet auch wieder deutlich mehr als ein Mittagessen bei McDoof mit der ganzen Familie. Bei mir musste es auf Dauer ein Marshall Röhrenamp sein, den ich seit Weihnachten habe. Endlich mein Sound! Habe 13 Jahre lang nach dem passenden Amp gesucht!

Gitarrentechnik kann generell ganz schön in die Kosten gehen! Pass auf, worauf du dich da einlässt!
 
Metal Verzerrer würde ich für ne Hauptstimme nicht mehr einsetzen, sondern höchstens zum doppeln, habe selber noch das Jackhammer und Guv'nor von Marshall und hatte das TriMetal von Zoom (sollte Richtung Rectifier gehen, was meine J-Station aber wesentlich besser kann, der TM klang bei mir einfach nur dumpf und undefiniert), Shred'o-matic von Akai (sogar mit Röhre und Diode drin, der Klang hat mir aber trotzdem nicht gefallen) und Rocktron Rampage.
Den Guv'nor finde ich für Gitarre besser, der Jackhammer klingt aber enorm geil auf Synths/Percussion für Hardcore Techno und Co, auch wegen dem genannten EQ.
Naja, Geschmackssache halt wie immer (mir gefällt z.B. auch der Swedish Death Metal Sound). Von Musik Produktiv gab es mal eine Demo CD mit zig verschiedenen Zerr Pedalen, blöderweise werden die meisten davon aber nicht mehr hergestellt.

Statt 1000 Zerrpedalen kann man aber auch einfach einen 10-Band EQ vor den Verstärker schalten. Bei mir macht das der von MXR, den man auch als Booster benutzen kann.
 
Für Git gibt es noch ein USB Pedal mit Interface & sogar Vorstufenröhre http://www.icon-global.com/Controllers_ ... _V-GIG.htm

Oder ein Git Adapter f. I Pad http://www.icon-global.com/Gear+for+iPa ... Plug+G.htm

ESP sind natürlich die Originale, die LTD sind eben in Asien gebaute, lizensierte, günstige Versionen, die ich auch nur habe

Apropos Cavalera. Sowohl frühere Sepultura als auch neue Soulfly Produktionen werden lt. Interview mit Max Cavalera sogar auf Drop C Tuning gestimmt, also ziemlich fies, wenn man von E auf C herabstimmt :phat:

Diese ESP Camouflage von Max hat aber nur 1 Humbucker & auch diese Warlock-ähnliche Korpusform

Das beste Ergebnis habe ich im Bereich Metal mit einem Preset des Mesa-Boogie Triaxis mit einer ebenfalls 19" Stereo-Endstufe Two:Ninety erzielt, das war damals schon sehr teuer, so habe ich mich für einen Engl E 860 II Tube Rackhead entschieden mit Vor-Endstufen in 1 Gehäuse mit 13 Röhren.

6L6GCA Röhren sind natürlich für Metal prädestiniert, EL 84 oder EL 84 eher gemäßigt, gut auch KT 88 Röhren, 12 AX 7 Vorstufenröhren.

Dazu habe ich mir jetzt von Palmer eine Custom made 412" fertigen lassen, ähnlich Mesa Boogie mit Electro Voice Bestückung, bestehend aus Eminence Delta 2 x mit 2 x Emi Red Coat The Governor, diagonal angeordnet, ziemlich fies :)
 
Ich hab eine Bariton die auf H gestimmt ist. Drop Tunings sind aber nicht so mein Ding (da stimmt man die tiefste Saite einen Ganzton weiter runter, vor allem um Powerchords besser greifen zu können), die ist daher in H Standard gestimmt. Dann kann man aber eigentlich gleich eine Gitarre mit sieben Saiten nehmen, was mich im nachhinein etwas ärgert, weil mir an der Gitarre die hohe E-Saite fehlt. Tiefer als D würde ich nur mit längeren Mensuren stimmen (die Bariton hat 27", normal sind 25,5" oder etwas kürzer für Gibson-mäßige Mensuren). Hatte H vorher auf 25,5" Gitarre mit dicken Saiten probiert, aber das war nur noch labbrig.

C ist so ziemlich die Standardstimmung im Death Metal.

Lautsprechertechnisch kann ich WGS empfehlen. Von denen habe einen Retro 30 (soll ein wenig Richtung Celestion Vintage 30 gehen) und einen Invader 50 (mit Celestion Greenback Anleihen). Für ungefärbteren Klang ist ein Jensen NeoDym ziemlich gut. Günstige Boxen für eigene Lautsprecherkombis gibt's bei Tube Town (von denen habe ich eine 1x12" und eine 2x12"). Die Boxen von PCL Vintage Amp sollen auch ziemlich gut sein, da ist jeder Lautsprecher einzeln gekammert. Allerdings gibt's die nur mit Jensen Lautsprechern (Neo oder C irgendwas).
 
Guitar vs. Keytar:

kb041.jpg
 
Eine ganz nette Software-Alternative ist Amplitube 3, da sind auch die anderen Spezial-Amplitube-PlugIns darin enthalten, zB Amplitube Metal. Find ich persönlich um Längen besser als Guitar Rig, frisst aber auch exorbitant Ressourcen. Live lief das erst, nachdem wir auf SSD umgerüstet hatten.

http://www.delamar.de/testberichte/amplitube-3-testbericht-vielseitige-gitarrensoftware-10277/
http://www.ikmultimedia.com/products/amplitube/

Natürlich kein Vergleich zu einem Hardware-Verstärker, aber man kann ein paar Sachen hinbekommen, bei denen im Mix nicht mehr so arg auffällt, dass es nur am PC generiert wurde. Um Längen besser und fürs Budget erschwinglicher als ein Röhrenamp ist der Roland GR-55, ein Gitarrensynth (Rompler) mit sehr sehr netten Amp-Emulationen drauf. Da kannst Du die passende Gitarre mit den richtigen Abnehmern dann auch in andere Synths reinschicken und einen schönen Analogsynth rocken oder aber die hauseigenen Sounds spielen, die teilweise richtig gut klingen.

http://www.rolandmusik.de/produkte/GR-55/
http://www.amazona.de/test-roland-gr-55-gk-guitar-synthesizer/
http://www.youtube.com/watch?v=KvhodDWwyFs

Alles unter der Voraussetzung halt, dass du Gitarre spielen kannst. Ging nämlich aus dem Eingangspost nicht hervor. Das würde zB mich davon abhalten, Metal einzuspielen, da das doch eine gewisse Virtuosität erfordert, zumindest True oder Prog Metal ;-) Bin aber auch am Keyboard tätig...
 
hol dir irgendeine klampfe, auf der du dich wohl fühlst. dabei ist es erstmal völlig egal, was für pickups drin sind, aus welchem holz sie ist (wenn überhaupt) oder ob sie geschraubt oder geleimt oder durchgehenden hals hat. das ist für eine gezerrte gitarre, die nicht auf der bühne gespielt wird, erstmal nicht so wichtig. du brauchst keine "fette" gitarre, wenn du gitarrenwände machen willst. du kannst auch mit nem relativ dünnen singlecoil fetteste wände kreieren, die sogar weniger matschen, als wenn du jeweils ne monsterzerre auf den einzelspuren hast. zwei oder drei gedoppelte dünne spuren können superfett und dabei transparenter klingen, als eine mit hypermetaldistorsion und ultrahighoutputhumbucker.

deine spielart ist wesentlich wichtiger.

bei cleaneren tönen werden die unterschiede im grunde erst wichtig.

ich kenne kein amp plugin, das mich richtig überzeugt hat. guitarrig ist ein tolles effektgerät, aber gitarren mag ich dadurch zb gar nicht. das einzige gerät, das ich wirklich mag ist die Johnson J-Station, die kann auch clean sehr gut und stellt POD und alle anderen ampsimulationen in den schatten. Gibt es ab und an in der Bucht.

ne überzeugende metalattitüde bekommst du auch nur wirklich gut hin, wenn du es spielen kannst. vll solltest du auf ein tremolo achten, für divebombs.
 


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