SynMag 72: DIY Analog Step Sequencer - Begleitung

Dieses Thema im Forum "SynMag Synthesizer-Magazin + Literatur" wurde erstellt von bunkerFFM, 31. Januar 2019.

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  1. bunkerFFM

    bunkerFFM ...

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    bsoONE (Zweiter Prototype basierend auf 2 LED Chaser Bausätzen, die ich ein wenig erweitert habe.




    play: https://bunkerffm.de/wp-content/uploads/2019/02/bsoONE-proto-II-example-zwei-1.mp3

    Das nächste zeigt meine aktuelle Entwicklung. Hier ist das Gerät mit einem Arduino Clone um eine MIDI Schnittstelle erweitert worden. Über die oberen 8 Potis lassen sich Tonhöhen voreinstellen, die über MIDI geschaltet werden, zusätzlich wird man wählen können ob man mit Note On Off Signal auch den Sequenzer Ein- und Ausschaltet. Dieses Gerät nenne ich bsoONEm und wird als nächstes auch über MIDI Clock Synchronisation verfügen. Dann lässt sich das Ganze auch mit dem restlichen Equipment steuern.

    [​IMG]

    Hier jetzt ein kleines "Teststück" mit der oben abgebildeten Schaltung, über MIDI können 8 Tonhöhen als "Noten" angesprochen werden. Dazu wird es eine vereinfachte Variante geben, die ich in Kürze auf meiner Seite darstellen werde.

    Auf dem nächsten Bild könnt Ihr den etwas einfacheren bFFM-bom sehen. Hier wird auf den zusätzlichen Sequencer verzichtet. Das Gerät habe ich gerade fertiggestellt und ich werde hierfür eine Anleitung auf meinem Blog veröffentlichen.

    [​IMG]


    play: https://bunkerffm.de/wp-content/uploads/2019/02/boM-midi-controlled-oscillator.mp3

    Und hier noch eine weiterer Test mit dem bffm BOM, Bauanleitung folgt in Kürze auf meiner Seite:

    play: https://bunkerffm.de/wp-content/uploads/2019/02/bFFM-BOM-2019-02-24-02.mp3

    Aktuelle Entwicklung könnt Ihr auch auf meinem Blog verfolgen:
    https://bunkerffm.de/

    Wer Fragen hat kann Sie hier gerne hier stellen, ich freue mich auf euer Feedback.
    Enrico aka eNi / bunkerFFM[/AUDIO]
     
    Zuletzt bearbeitet: 24. Februar 2019
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  3. bunkerFFM

    bunkerFFM ...

    Ja den Bausatz gibt es recht günstig, meine habe ich in China über ebay und sie eignen sich hervorragend für einfache Sequenzer Schaltungen.
     
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  4. clic

    clic ..

    Hallo Enrico,

    danke für das schöne Projekt. Als (mehr oder weniger) blutigeer DIY-Anfänger, mache ich mich ans Projekt und habe noch folgende Fragen:
    1. Wo bekommt man die mit einem Raster bedruckten Lochrasterplatinen? Bei Reichelt und Conrad habe ich nichts gefunden...)
    2. Die Alps Potis haben an der Seite einen relativ dicken Pin, der so nicht in die Löcher der Platine passt. Würdest Du die entsprechenden Löcher aufbohren?
    3. Kannst Du ein Bild der Platine von unten posten? Verwendest Du für die Zusammenführung der LEDs einen blanken Draht?
    4. Ich hätte gern Litze verwendet, die nur einen einzelnen Draht hat, habe ich nicht gefunden. Wo würdest Du suchen?
    5. Auf der Abbildung sehe ich je Modul einen Schalter, der Kodensatoren (?) schalten, oder? Was genau schalten diese Schalter? Hast Du vielleicht eine Skizze?
    6. Kannst Du eine Software empfehlen, mit der ich die Platine planen & Layouten kann? Ich habe mal mit Karopapier begonnen ;-)

    Danke Dir vorab!!
     
  5. bunkerFFM

    bunkerFFM ...

    Hallo clic, schön, dass Du Interesse an der Schaltung hast, hier meine Antworten zu Deinen Fragen:

    1. Wo bekommt man die mit einem Raster bedruckten Lochrasterplatinen? Bei Reichelt und Conrad habe ich nichts gefunden...)

    Bei Reichelt findest Du die Lochraster unter folgenden Link

    https://www.reichelt.de/Lochraster-Loetpunkte/2/index.html?ACTION=2&LA=3&GROUPID=7785

    Für 10 Print-Potis habe ich eine Breite von min. 150mm, die ich benötige.

    Es gibt Lochraster und Streifenraster Platinen auf der Seite. Im Prinzip geht es natürlich mit beiden.

    Bei den Streifenraster Platinen müssen natürlich einige Leiterbahnen unterbrochen werden.

    Die in meinem Aufbau gezeigte Platine aus Hartpapier, hatte ich über ebay bezogen, Sie ist etwas breiter.

    Bei Reichelt gibt es auch eine Lochrasterplatine, Hartpapier, 200x100mm, falls Du etwas mehr Platz benötigst.

    Ich poste noch ein paar Bilder zum Aufbau, falls noch Fragen sind einfach hier posten oder mich über E-Mail anschreiben.

    2. Die Alps Potis haben an der Seite einen relativ dicken Pin, der so nicht in die Löcher der Platine passt. Würdest Du die entsprechenden Löcher aufbohren?

    Die Masse-Pins bohre ich immer mit eine 2mm Spitze vor. Hier nehme ich ein wenig mehr Lötzinn und man muss den Lötkolben auch etwas länger dranhalten.

    3. Kannst Du ein Bild der Platine von unten posten? Verwendest Du für die Zusammenführung der LEDs einen blanken Draht?

    Mache ich.

    4. Ich hätte gern Litze verwendet, die nur einen einzelnen Draht hat, habe ich nicht gefunden. Wo würdest Du suchen?

    Du kannst für den Aufbau entweder Litze verwenden oder Lötdraht. Bei den geringen Strömen reichen schon die dünnsten Drähte.

    Kupfer Lackdraht. Vorteil, man kann mit dem Lötkolben einfach die Isolierschicht "wegbrennen", sie sind sehr flexibel und günstig.

    https://www.reichelt.de/Kupferlackdraht/2/index.html?ACTION=2&LA=3&GROUPID=7705

    Litze kosten etwas mehr:

    https://www.reichelt.de/Kupferlitze-isoliert/2/index.html?ACTION=2&LA=2&GROUPID=7708

    Die gibt es z.B. auch bei Conrad in größeren Rollen.

    https://www.conrad.de/de/tru-compon...ht-yv-1-x-020-mm-gruen-gelb-50-m-1567897.html

    Was man verwendet ist Geschmackssache, Litze hat nur eine etwas stärkere Isolation, bei 5V und unserem Aufbau aber vernachlässigbar.

    5. Auf der Abbildung sehe ich je Modul einen Schalter, der Kondensatoren (?) schalten, oder? Was genau schalten diese Schalter? Hast Du vielleicht eine Skizze?

    Den Schalter hatte ich vorgesehen um zwei verschiedene Kondensatoren verwenden zu können. Dadurch lässt sich der Frequenzreich in dem die Schaltung arbeitet verändern.

    Generell gilt: größere Werte = niedrigere Frequenzen

    Ich würde verschiedene Werte ausprobieren. für den Sequenzer Teil bieten sich Werte von ca. 2.2uF bis 100nF an.

    Beim "Oszillator" dem zweiten Teil werte von 100nF oder 33nF.

    Ich möchte hier aber noch einmal kurz auf den Zusammenhang von Poti Werten auf die Frequenz eingehen, da ich die Schaltung jetzt schon mehrmals aufgebaut habe, jeweils mit verschieden Werten.

    Wenn man 100k Potis verwendet hat man eine bessere Steuerung bei tiefen Frequenzen. Bei Werten um 10k Ohm lassen sich mittlere bis hohe Frequenzen feiner einstellen.

    Das ist leider ein Nachteil mit dem NE555, es gibt keine "perfekten" Werte.

    Hier eine Übersicht:
    220k Poti Step lässt sich komplett muten, tiefe Frequenzen lassen sich gut regeln. Nachteil, schwer als Print-Poti zu erhalten.
    100k Poti guter Kompromiss
    10k Feine Steuerung für mittlere bis hohe Frequenzen.

    Ich werde die Tage nochmals einen überarbeiteten Schaltplan posten.

    Noch ein Tipp wegen den zusätzlichen Potis für die "Grundfrequenz"
    Noch ein Tipp für den Nachbau. Ich würde zunächst günstige Potis verwenden oder alternativ Trimmer und nicht die hochwertigen Alps. Die sind Super, kosten aber pro Stück natürlich etwas mehr. Für meine Experimente habe ich mir einfache Print-Potis über ebay aus China bestellt. Wenn man etwas sucht bekommt man hier 10 Potis für unter 1,40, muss aber etwas warten. Einfach mal nach "10 BC RV09 5-100K Potentiometer verstellbarer Widerstand 12,5 mm Welle 3Pins BC" suchen. Die haben natürlich eine höhere Tolenranz eignen sich aber gut für Experimente.

    6. Kannst Du eine Software empfehlen, mit der ich die Platine planen & Layouten kann? Ich habe mal mit Karopapier begonnen ;-)

    Hab jetzt mal folgendes ausprobiert, und ich denke bisher, dass ist ein guter Einstieg. EasyEDA bietet ein Online-Tool, das ich persönlich übersichtlicher finde, als z.B. Eagle. Ein weiterer Vorteil: wenn Du ein Layout als PCB erstellen lassen willst, kann man es dort direkt bestellen.
    https://easyeda.com
    Sonst gibt es z.B. noch ...
    Unter Windows, Mac und Linux kann man für nicht kommerzielle Projekte Eagle verwenden. Damit kann man auch Platinen layouten.
    Schaltpläne und Simulation kann man auch unter Windows und Mac mit LTspice erstellen. Hier sind nicht so viele Bauteile wie bei Eagle vorhanden.
    Unter Linux gibt es noch weitere Software für die Erstellung von Schaltplänen.
    Alternative ist noch Fritzing verfügbar. Hier ist auch eine Ansicht für Steckplatinen zusätzlich verfügbar.

    https://www.autodesk.de/products/eagle/free-download
    https://www.analog.com/en/design-center/design-tools-and-calculators/ltspice-simulator.html#
    http://fritzing.org/home/

    Ich hoffe dass meine Antworten schon etwas weiter helfen. Ich aktualisiere hier in Kürze noch den Beitrag.

    Weitere Fragen beantworte ich natürlich gerne.

    Liebe Grüße Enrico
     
    Zuletzt bearbeitet: 10. März 2019
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  6. clic

    clic ..

    Hallo Enrico,
    besten Dank für Deine Mühe die vielen Fragen zu beantworten, ich freue mich auf die Updates!
    Beste Grüße,
    Clic
     
  7. clic

    clic ..

    Hallo Enrico,
    mir sind noch ein paar Fragen eingefallen, zuvor aber mal mein "Verdrahtungsplan", auf Papier; ging schneller ;-) Vielleicht hilft das ja jemanden, der auch anfängt:
    Blaue Linien: Verdrahtung oben
    Braun/orange Linien: Verdrahtung auf der Unterseite


    Naja, so will ich halt sehen: Passt alles aufs Board? Wo wird was womot genau verlötet?

    Nun meine weiteren Fragen, die während der Arbeit aufgetaucht sind:
    7. Welche Funktion hat das Poti ganz rechts unten auf Deiner Platine?
    Ich sehe da drei Potis in der untersten Reihe auf der Platine Im Schaltplan aber nur 2: Filterpoti und Volume...

    8. Wo ist der 2. 100 nF Kondensator?
    Für die Filterstufe sehe ich auf dem Schlatplan 2 Kondensatoren, auf der Platine (auch unten rechts) nur einen.
    Zusatzfrage: Die Polung der Folienkondensatoren ist wurscht, oder? Meine sehen auch so rot aus und haben keine Pol-Markierung (die ich erkennen würde).

    9. Was geschieht mit dem Volumetrimmer der Amp-Baugruppe LM386?
    Ich denke, der wird einfach "aufgedreht" gelassen und das Ausgangssignal dann über das Vol.-Poti geregelt? Oder hast Du den ausgebaut?

    10. Was würdest Du empfehlen, wenn ich das Ding in ein Gehäuse bauen wollen würde?
    Plastik? Gibt es irgendwo sachdienliche Standard-gehäuse, die dann Bohrungen etc. bekommen können?

    Danek Dir vorab für Deine Mühe die vielen Fragen zu beantworten!!

    Beste Grüße
    Clic
     
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  8. bunkerFFM

    bunkerFFM ...

    Hallo Clic,
    sorry das ich jetzt erst antworte, hab einen Schaltplan ganz allgemein, den findest Du auf meiner Seite.
    https://bunkerffm.de/wp-content/upl...bsoONE-schematic-sheet_20190313215305-pdf.jpg
    Vielleicht erklärt sich hier einiges von Deinen Fragen.
    R5-R14 habe ich mit 100k ausgelegt. Es funktioieren aber auch die ursprünglichen 10k Werte.
    R19-R28 habe ich wie im vorgestellten Beispiel mit 10k ausgelegt.
    Bei dem Schaltplan werden die einzelnen 1k Widerstände weggelassen. Für die Strombegrenzung muss aber R29 umbedingt vorhanden sein. Sonst könnte bei Potiwert=0 Ohm die Diode durchbrennen.
    R30 Poti und C5 bilden den Tiefpass Filter. C6 filtert den Gleichspannungsanteil heraus.
    R15 und R16 könnte man wahrscheinlich auch weglassen.
    Von dieser Idee habe ich bereits 3 Boards aufgebaut und alle mit verschiedenen Poti Werten, jedes klingt ein wenig anders und hat gewisse Vor- und Nachteile.
    so jetzt versuch ich mal Deine Fragen zu beantworten...

     
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