Synth -> Reverb -> ? -> Looper -> Spass

kpt_maritim
kpt_maritim
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Hallo,

ich lese hier schon einige Jahre weile passiv mit - tolles Forum mit einem super Umgangston. Vielleicht kennen mich manche von euch schon, unter demselben Nick war ich mal im Tubetown Forum sehr aktiv und habe auch etliche Spuren zum Thema Röhrenverstärker (Röhrenfibel, Klampfomat, Harpomat) im Netz hinterlassen. Ist aber nicht so wichtig, ...

Ich habe mir vor einigen Jahren einen Moog Little Phatty zugelegt. Der Klang war voll überzeugend. Das Ding hatte aber zwei entscheidende Nachteile: Erstens war die Bedienung im Menü grausamst. Die Veränderung vieler wichtiger Paramter, wie etwa die Flankensteilheit des Filters oder der Modulationsziele war alles andere als gut gelöst. Ich habe ständig vergessen, wie das Menü strukturiert war- Zweitens ist das Teil sackschwer. Da ich kein Auto besitze und den Synth auf dem Rad mitnehmen möchte war das blöd.

Also habe ich den Moog verkauft und die neue Electribe angeschafft. Ist ein komischer Wechsel, aber ich besitze den kleinen Kaossilator und das X/Y-Pad finde ich super. Doch die Electribe klingt einfach nicht. Man kann zwar zig Filter auswählen, klingen tun die aber nicht. Die Hüllkurven waren auch zu sparsam. Dafür endlos Effeckte, die ich nicht wirklich brauchte. Also ebenfalls wieder verkauft.

Jetzt kam mir folgende Idee für eine Signalkette

Kleiner feiner Synth -> Reverb -> ? -> Looper -> Spass

Welcher Synth?

1. Er sollte rucksackkompatibel sein.
2. Er sollte perkussives, Bässe und Leads gleichermaßen beherrschen. Ich will ja Loops bauen, mich selbst begleiten und solieren.
3. Polyphonie ist nicht nötig.
4. Arpeggiator benötige ich nicht, Sequencer wäre nett aber kein Kriterium
5. Tastatur ist wichtig
6. Ich brauche zwei Hüllkurven, wenigstens eine ADSR
7. Er muss ein schönes Rauschen haben, dass des Little Phatty war eher so naja
8. Klänge aus elektronischer Tanzmusik 303&Co brauche ich nicht.
8. Brummen, und summen und zwitschern soll er.

Der nächste Punkt in der Kette ist das Reverb aber kein Problem. Looper gibt es auch genug gute auf dem Markt.

Da ist aber noch ein Fragezeichen im Signalpfad. Das erklärt sich so: Der Looper kann Stereo. Wenn ich mir eine Loop aus verschiedenem Overdubs aufbaue, wäre es sie im Stereo-Panorama verteilen zu können. Jetzt haben die meisten Synth keinen Panorama- oder Balance-Regler. Nur einige größere digitale Schiffe können Pan sogar modulieren. Deswegen muss da noch was hin. Vielleicht ein Miniaturmixer. Der würde mir dann gleich auch noch ein Kopfhörersignal ausspucken. Allerdings soll ja alles im Rucksack mit .... Vielleicht könnte ihr mir helfen?

Viele Grüße von der Küste
Martin
 
Xpander-Kumpel
Xpander-Kumpel
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Hallo!
Vielleicht wäre der Kaossilator von Korg da mal eine Überlegung wert, der bringt looping, Drums, sampling, FX usw. imho schon mit hat allerdings keine Tastatur.

Hier mal zwei Beispiele mit nem Microkorg, wo man sehen kann das man damit schon ne Menge machen kann(vielleicht zu elektronisch?):

 
kpt_maritim
kpt_maritim
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Hallo,

Wow, ich bin beeindruckt. Stimmt der Kaossilator Pro hat ja auch einen Looper und schon einige Effekte. Da käme ich dann mit zwei Geräten aus. Den kleinen Chaossilator kenne ich ja recht gut und der macht unterwegs Spass. Ich glaube aber mir sind die 16 Takte als maximale Looplänge zu kurz. Ich mache keine Tanzmusik, sondern komme eher aus der Jazz/Blues/Stoner/Doom Ecke. Eine Minute muss da für eine Loop schon drin sein. Der Looper macht mir auch keine Schwierigkeiten, sondern

- welcher Synth?
- wie positioniere ich ihn im Stereofeld des Stereoloopers?

Viele Grüße
Martn
 
Xpander-Kumpel
Xpander-Kumpel
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...die Novation Bass Station II ist klein, leicht, günstig, speicherbar, klingt sehr gut und kann gerade sehr gut Perkussives und Bässe.
Sie hat viele Regler wovon manche Doppelt belegt sind(die Hüllkurven muß man umschalten z.B.), das mögen viele nicht.
Ich find die super und habe die auch.
Bei den Arturia Brutes gefällt mir persönlich die Hüllkurvenabstimmung nicht, gerade perkussiv oder Bass lässt sich für mich ziemlich schlecht einstellen.
Man kann das umlöten(Hüllkurvenzeiten/Abstimmung) ist mir aber zu umständlich.
 
kpt_maritim
kpt_maritim
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Hallo

Danke! Der Minibrute hat auch keine Speicher, das ist blöd, denn wann immer ich einen neuen Klang auf die Loop geben will, müsste ich erst mal kräftig schrauben. Da schon ein paar passende Presets zu haben wäre hilfreich. Darum ist die Bass Station in der inneren Wahl. Rolands System 1 und Korgs Monologue sind auch interessant. Ich befürchte aber, dass der Monologue ähnlich blechern klingt wie die Electribe. Der Sound setzt sich durch, aber ich mag ihn nicht. Vielleicht sollte ich dazu einen eigenen Fred aufmachen?

Das Problem mit dem Stereopanorama werde ich entweder durch ein Mod des Synthesizers oder ein kleines Kästchen lösen, dass mir das Monosignal splittet. Das könnte man in eine DI-Box mit reinhäkeln. Dann hat man das Angenehme mit den Nützlichen verbunden.

Als Hall werde ich den Hall of Fame nehmen und zum Loopen den Digitech Jam Man Solo XT.

Viele Grüße
Martin
 
motone
motone
Autotune-Allergiker
Eines der Roland Boutiques der ersten Generation + K25m Keyboardmodul wären evtl. was...? JX-03 / JU-06 / JP-08 ?
 
kpt_maritim
kpt_maritim
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Hallo,

haben die Programmspeicher? [Edit: haben sie, lese ich gerade.]

Viele Grüße
Martin
 
vogel
vogel
Lebensform, fortgeschritten
kpt_maritim schrieb:
Das Problem mit dem Stereopanorama werde ich entweder durch ein Mod des Synthesizers oder ein kleines Kästchen lösen, dass mir das Monosignal splittet. Das könnte man in eine DI-Box mit reinhäkeln. Dann hat man das Angenehme mit den Nützlichen verbunden.
Oder häng hier eins der Behringer-Minis rein:
https://www.thomann.de/de/behringer_xen ... _191244_10

Ansonsten würde ich würde deine Ansprüche den Microkorg empfehlen; der kann fürs Geld unglaublich viel, aber nur, wenn du mit den kleinen Tasten zurechtkommst.

Als Looper (für eine ähnliche Konstellation wie bei dir) nutze ich den JamMan-Stereo. Passt bestens.
:nihao:
 
kpt_maritim
kpt_maritim
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Hallo,

Das mit dem Behringer ist eine feine Idee. Wenn ich einen mit Auxweg nehme, dann kann ich den Looper da einschleifen und alles auf den Kopfhörer ausgegeben. Ich bekäme dann sogar noch ein Mikrofon ran, und könnt mich auf mein Cajon setzen.

Den Mcrocorg kenne ich recht gut, die Tastatur ginge zur Not. Aber ich habe da im Gegensatz zu meinem Moog nur wenig gute Sounds rausholen können. Das liegt vielleicht auch an der komischen Bedienung, mit der ich nicht zurecht kam. Ich habe gerne viele Potis und wenig Menüs oder Matrizen.

Viele Grüße
Martin
 
vogel
vogel
Lebensform, fortgeschritten
kpt_maritim schrieb:
Ich habe gerne viele Potis und wenig Menüs oder Matrizen.

Viele Bedienelemente und Rucksackkompatibilität sind halt schwer zu vereinbaren.....

Aber du willst ja sicher nicht live an den Sounds groß rumschrauben.
Im Studio die Sounds vorzubereiten, am besten mit einem Behringer BCR2000, für den es schöne MIcrokorg-Templates gibt; da hast du dann auch viele Encoder....
 
Xpander-Kumpel
Xpander-Kumpel
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Microkorg finde ich auch super, einer meiner Lieblingssynthesizer.
Aber, die Bedienelemente und der "Doppelaufdruck" für Synth und Vocoder gehen mal so gar nicht :doof: !
Selbst nach Jahren kann ich mich optisch immer noch nicht schnell orientieren und das finden was ich suche.
Ich habe mit diesen beiden farben irgendwie scheinbar nen Knick in der Pupille oder die Aufdrucke sind zu nah beieinander.

Mir hats irgendwann gereicht und ich habe den Korg MS2000BR erworben, der soll vom Klang identisch sein nur er ist dazu noch sehr gut zu bedienen.
 
vogel
vogel
Lebensform, fortgeschritten
Xpander-Kumpel schrieb:
Ich habe mit diesen beiden farben irgendwie scheinbar nen Knick in der Pupille oder die Aufdrucke sind zu nah beieinander.

Absolute Zustimmung; der Kontrast ist so gut wie unlesbar; ich hab neben dem Microkorg ne kleine Taschenlampe liegen, damit gehts irgendwie.

Daher ja meine Empfehlung, den BCR2000 zu nutzen.

http://www.synthgraphics.com/microkorg.html

Auch wenn das Overlay nicht mehr verfügbar ist; das sysex-file ist vorhanden und die Aufteilung ist sehr gut und effektiv.
 
kpt_maritim
kpt_maritim
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Hallo

Es gibt bei mir keinen Unterschied zwischen Live und Studio, ich musiziere ohne jede Ambition für mich allein oder zusammen mit einem Kumpel oder meiner neunjährigen Tochter. Um ihr den Zugang zu erleichtern, sollte die Bedienung logisch aufgebaut sein und wenn möglich dem Signalpfad folgen. Das wäre bei einem externen Controller nicht der Fall.

Ich habe mir gestern darum das System 1 von Roland bestellt. Es ist klein und leicht. Die Bedienung ist logisch, und es hat überhaupt keine Menüs. Trotzdem sind 8 Speicherbänke da, in die man sich schon mal ein paar Sounds für die Session am Nachmittag ablegen kann. Durch das Plugout-Konzept ist es auch vielseitig, man hat zwei Maschinen in einer. Nach einem Hörmarathon mit Soundsamples im Netz finde ich, dass mindestens alle Brot- und Buttersounds möglich sind. Was darüber hinaus noch geht, werde ich sehen. Vielleicht nicht ganz unwichtig - das Gerät hat auch schon Stereo-Effekte an Bord, die ich sehr ordentlich fand.

Da ich kein Pianist bin, werde ich hoffentlich mit dem flachen Tastenhub leben können. Notfalls kann man das dann doch noch mit einem Controller kompensieren. Aftertouch wäre aber schon noch geil gewesen. Das fehlende Modulationsrad kann ich verschmerzen, das habe ich schon beim Moog mit einem CV Pedal von Electro Harmonix gemacht, um die linke Hand frei zu bekommen.

Irgendwie scheint die Kiste nicht allzu beliebt zu sein. Es gibt ja auch einen längerem Fred im Forum dazu. Vielleicht bereue ich es ja, mal sehen ...

Viele Grüße
Martin
 
kpt_maritim
kpt_maritim
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Hallo,

ich habe das System 1 bekommen. Es gefällt mir. Man bekommt schnell gute Sounds hin, der Signalfluss ist übersichtlich. Trotzdem gibt es viele Modulationsquellen und -ziele, die meistens sogar stufenlos mit Potis gelegt werden können. Die Pitch-Hüllkurve hatte ich beim Kauf gar nicht so auf dem Schirm, ist aber für Perkussives ein Gimmick, dass ich nicht missen möchte. Reverb und Delay haben nicht viele Parameter, klingen aber gut. Der Klangcharakter der ganzen Maschine ist, ... hmmm ... schwer zu beschreiben ... Moog ist brachialer, den Microkorg habe ich kratziger in Erinnerung ... vielleicht trifft es "edel" am besten.

So ich schraube weiter.

Viele Grüße
Martin
 
kpt_maritim
kpt_maritim
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Hallo

Danke, ich warte jetzt noch auf den Jamman Stereo. Dann berichte ich mal.

Viele Grüße
Martin
 
kpt_maritim
kpt_maritim
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Hallo,

es hat sich viel getan. Das System 1 habe ich nicht mehr, auch wenn es sehr gut klang. Der Grund war das fehlende Modulationsrad. Ich brauche es nicht unbedingt, weil ich die Modulation schon bei meinem damaligen Moog Little Phatty hiermit gesteuert habe:

https://www.ehx.com/products/expression-pedal

Das Teil ist übrigens super. Kaum Batterieverbrauch, super fein einstell- und Kallibrierbar und keine mechanischen Potis. Teuer ist es auch nicht. Jedenfalls schmeißt es eine CV raus. Aber man kann den CV Eingang des Roland nicht auf Cutoff des Filters routen - das ging auch aus der "Anleitung" nicht deutlich hervor. Grrmpf, was soll denn das? Zumal das Filter des Roland sehr gut klingt, das Signal nicht ausdünnt und wunderbar in die Resonanz geht. Die Idee war darum ein modulares System 1m anzuschaffen und über eine externe Tastatur zu steuern.

Ich habe dann zufällig ein Angebot für einen Minibrute SE bekommen. Aus Neugier habe ich ihn genommen. Er hat mich ursprünglich gar nicht besonders interessiert, weil er nur einen Oszillator hat und weil er keine Presets speichert. Als ich ihn aber gründlich ausprobiert hatte, war klar, dass er für immer bleiben wird. Das ist ein klasse Gerät mit dem wohl am weitesten aufgebretzelten Oszillator den ich kenne. Die Hüllkurven und das Filter sind großartig. Mein Moog Little Phatty war nicht annähernd so vielseitig, besonders bei Percussions nicht.

Das loopen mit dem Jamman klappt auch hervorragend. Allerdings muss ich da noch Zeit zum Üben investieren. Das macht aber gar nichts, weil es Spaß macht. Den Mixer habe ich noch nicht angeschafft, weil mir zwischenzeitlich eine Idee kam, deretwegen ich jetzt auch nochmal diesen Fred reaktiviere.

Der Minibrute hat keine Effekte. Ich überlege, ob ich eine Effektbank zwischen ihm und dem Looper hänge. Ich würde das aus einzelnen Bausätzen von Guitar PCB und DIY Musikding zusammenhäkeln. Da könnte ich dann auch den Panoramaregler für die Position im Stereosignal unterbringen und bräuchte gar kein Mischpult. Was meint ihr, welche Effekte sollte man verwenden. Ich denke zunächst an

Chorus
Phaser
Reverb ...

... ich überlege sogar einen echten Federhall einzubauen. Die Schaltung könnte man um 2...3 FETs und einen LM386 als Halltreiber stricken. Dazu einen ganz dicken langen TANKAnkAnkankankank.... von Accutronics. Was haltet ihr davon?

Was haltet ihr davon? Welche Effekte würdet ihr nehmen?

Viele Grüße
Martin
 

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