Uusitalo - Synthi Pad Sound

marcelfrehse

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Hallo liebe Leute,

seit ein paar Tagen hab ich wieder mein allerliebstes Techno-Album rausgeholt, vom Finnen Sasu Ripatti, hier eines unter seinem Namen Uusitalo. Das Album hat meine Sicht auf Techno für immer verändert. Der gesamte Sound, das ganze Album war damals (2000) allem was ich kenne Myriaden an Lichtjahren voraus und ist es für mich heut noch immer. Der sehr verspielte, detailreiche und mitunter auch experimentelle Techno enthält an einigen Passagen des gesamten Albums für mich sehr markante Sounds, die für mich sinnbildlich für diesen sehr tiefgründigen Klang sind, darunter auch dieses konstante helle, warme Pad was in diesem Song sehr gut zu hören ist, gleich so ab Sekunde 8 (0:08 min). Es läuft immer wieder in ruhigeren Passagen aber auch mit Beat, was dem ganzen einen schönen roten, markanten Faden verleiht.

Das Pad hört sich für mich sehr einfach an, ich kann mir aber auch vorstellen dass es gar nicht so schnell zu basteln ist, weil ich keinen Ansatz habe woraus es besteht.
Was ich zumindest schon mal höre ist, dass es gelooped zu sein scheint, wenn es von vorn losgeht hört man den Filter ein kleines bischen auf und zu gehen, Attack und Release recht ähnlich. Es scheint immer nur eine konstante Note zu sein, kein Akkord.
Vielleicht 2 Oszillatoren ?
Die Tonhöhe macht den Klang natürlich auch aus.

Wer kann hier helfen, wer hat eine Idee?

 
Zuletzt bearbeitet:
Die Schwebung kommt mE von einem leichten Filter LFO, kann aber auch ein Modulationseffekt sein.
Das Pad selbst verorte ich auf ROMpler/Sampler
 
Das Pad klingt tatsächlich fast exakt genau wie der Flächensound, den ich standardmäßig am Yamaha Reface CS (den es damals natürlich noch nicht gab, ist klar) eingestellt habe:
Zwei ganz leicht gegeneinander verstimmte Sägezahn-Oszillatoren (beim Reface gibt es nur einen zumischbaren Oszillator eine Oktave tiefer, dafür kann man Supersaw ein bisschen aufdrehen), nach Geschmack und Anlass ein bisschen langsame Filtermodultation plus den internen Chorus (der macht das Schwebende).
Langsame Hüllkurve nur auf die Lautstärke, Filter eher nicht so weit auf, und dann einen F-Moll-Akkord spielen.
Das sollte sehr ähnlich ohne viel Aufwand mit jedem subtraktiven Synthesizer zu machen sein, beim Reface CS klingt der Sound aber wunderschön unaufdringlich.

Schöne Grüße
Bert
 
Für mich klingt das was man leicht als Filter wahrnimmt „Rolandig“ digital, entweder könnte die JD/JV-Serie oder auch der JP8000 dafür in Frage kommen.
 
Die 90er Roland Rompler Generation ist mir auch in den Sinn gekommen. Aber scheinen mir zwei sehr sehr ähnliche Sounds auf selber Tonhöhe zu sein, wahrscheinlich damit es nicht so nach langweiliger Roland Rompler Kost klingt...
 
das detuning ist, falls vorhanden, nur so schwach ausgeprägt dass man es fast gar nicht wahrnimmt.

mir fällt grad in dem Pad auf, wenn der Filter sich schließt, dass das wirklich ein Pad vom JP-8000 sein KÖNNTE, weil diese charakteristische Veränderung im Klang, so wie er "eingeengt" wird (sorry, mir fällt grad kein anderes Wort ein) wenn der Filter geschlossen wird und der Sound dann so einen "höhlenartigen" Vibe bekommt, das kommt mir irgendwie vom JP-8000 bekannt vor. Das war teilweise auch sehr von der Tonhöhe abhängig. In dem Video startet es genau bei 0:05 min und geht bis 0:08 min, da ist es mMn sehr deutlich zu hören. Ich find das jetzt auch sehr JP-8000-mäßig. hat man das einmal im Kopf, hört man das immer wieder.

bleibt nur die Frage offen: sind das wirklich 2 Saw, oder ist das ne Saw plus irgendwas anderes?
 
Zuletzt bearbeitet:
Das ist auf jeden Fall mehr als nur ein Pad. Ist denn nur das tiefere gemeint, das durchgehend gehalten wird?
 
interessant. könntest du ein Soundbeispiel nachbauen? @Feinstrom
Wenn du hier bei ca. zwei Minuten reingehst (oder im Grunde überall in dem Video, wo ein Pad zu hören ist), dann hörst du ungefähr, was ich meine.
Alles Reface CS plus Hall plus Delay.
Der CS ist ja nicht speicherbar, sodass es natürlich jedes Mal ein bisschen anders klingt, und ich drehe auch während des Spielens gerne mal an diversen Knöpfen (OK, der CS hat Fader...).


Schöne Grüße
Bert
 
Das sind zwei Pads in Oktav-Lage. Der untere hat eine leichte Filtermodulation mit etwas Resonanz drauf, was auch diese Vokalartige Modulation zwischen "o" und "a" erzeugt. Der obere ist ein einfacher Stringpad mit leicht runtergedrehtem VCF ohne Modulation.
Der untere Pad spielt den Molldreiklang bis zur Quint (zB A3-C4-E4) der ein Oktav hörere spielt den Molldreiklang von der Terz bis zur Oktave: (zb. C5-E5-A5)
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da 'vladislav delay' damals viel mit reaktor gemacht hat, koennte der synth zu dem loop
durchaus aus der native-instruments bibiliothek stammen.
 
Das sind zwei Pads in Oktav-Lage. Der untere hat eine leichte Filtermodulation mit etwas Resonanz drauf, was auch diese Vokalartige Modulation zwischen "o" und "a" erzeugt. Der obere ist ein einfacher Stringpad mit leicht runtergedrehtem VCF ohne Modulation.
Der untere Pad spielt den Molldreiklang bis zur Quint (zB A3-C4-E4) der ein Oktav hörere spielt den Molldreiklang von der Terz bis zur Oktave: (zb. C5-E5-A5)
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boahr wie hast du das alles rausbekommen ?
 


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