Verzerrte Chicago/Detroit House Chords

Dieses Thema im Forum "Sound / Tutorials" wurde erstellt von Dionne, 23. August 2010.

  1. Dionne

    Dionne -

    Hallo allerseits,
    seit langer zeit versuche ich diesen sound (hauptsächlich mit ableton analog) nachzubauen, man kann ihn in vielen RON TRENT & CHEZ DAMIER produktionen hören.
    in dem folgenden video kommt er bei ungefähr minute 4:00 rein:

    alle veruche meinerseits klingen viel viel zu dünn und furzig und nicht so knackig wie bei den jungs.

    freu mich über jede hilfe
    D
     
  2. Anonymous

    Anonymous Guest

    Auch wenn die Herangehensweise eher langweilig ist und viele Wege nach Rom führen: Ich würde es mit einem Sample probieren. Ab in den Sampler damit, tunen, filtern, layern usw ....
     

    Anhänge:

    • CHORD.zip
      Dateigröße:
      21,2 KB
      Aufrufe:
      51
  3. Dionne

    Dionne -

    hey danke schonmal für die antwort, hab damit grad ein wenig rumgespielt und finde es klingt halt auch mit dem sample ziemlich dünn und es knarzt halt auch so garnicht wie bei dem bespielstück.
    denkst du denn selber es ist ein sample?
    best
    d
     
  4. Q960

    Q960 aktiviert

    Versuch mal folgende Effektkette: Saturationtool, Filter,Delay,Compressor oder auch eine beliebige andere Kombination dieser Effekte. Damit solltest du deinem gewünschten Ergebnis recht nahe kommen.
     
  5. Anonymous

    Anonymous Guest

    noiseprofessors Hinweisen sollte man immer vertrauen :D

    Der furzige Effekt entsteht, wenn man das Sample (analoger Synth Chord, Dreiklang) eine Oktave unterhalb des Originals abspielt, dadurch zerfasert sich der Attack, denn der wird durch das Pitch Shifting gestreckt und es entsteht dieses Britzeln. Das Sample muss am Anfang sehr sauber auf Nulldurchgang geschnitten sein, damit es den Groove nicht kaputt macht. Die ziemlich perkussive Spielweise gibt dann "unten" nur dieses Faserige wieder, während eine Oktave höher, vielleicht auch zwei, der knackige Chord abgespielt wird. Der ist ziemlich "nass" gemacht, hier einfach ordentlich Effekte zufügen wie bereits von Q960 empfohlen. Muss aber vielleicht nicht sein, kommt auf den Tonerzeuger an.
     
  6. Anonymous

    Anonymous Guest

    Man kann es auch gar nicht oft genug schreiben: Mastering, ja bereits reine Summenkompression, verändert den Klangeindruck und das Mischverhältnis der Effekte zusätzlich und formt die Sounds noch anders. Will nicht sagen, dass es daran allein liegt- siehe auch die anderen Hinweise - aber die Summe aller Teile ergibt das dann. Bin mir auch nicht sicher, dass es in dem Track genau dieses Sample ist (was ich auf die schnelle mal rausgesucht hab), aber es klingt mir doch stark nach gesampeltem Akkord.
     
  7. Anonymous

    Anonymous Guest

    Nach wie vor meine ich, du hast Recht. Und der Hinweis mit der Summenkompression ist wichtig, das stimmt wirklich. Noch ein weiterer Tipp von mir: Die Notenlänge kontrollieren, denn gerade bei den perkussiven Sounds ist zu lang selten gut, und kürzer oft besser und unterstützt in diesem Fall den Britzeleffekt bei den "unten" gespielten Noten, wodurch das Tonale nahezu verschwindet und nur Britzel übrigbleibt.
     
  8. Anonymous

    Anonymous Guest

    Aucb hier: noiseprofessor vertrauen :)

    Die Verfremdungeseffekte mittels simplem Pitch Shift werden oft unterschätzt. Fällt mir selber immer wieder auf, und ich habe ja nun buchstäblich Hunderte von Samples andauernd in der Mangel. Die klanglichen Effekte sind in vielen Fällen nicht wirklich vorhersehbar. Während korrekterweise exzessives Multisampling Regel ist, haben One-Shots eigene Vorzüge, unter anderem eben ganz eigene "Zerfaserungen" einer Attack Phase bei simpler Transposition um eine Oktave oder auch mehr. Muss man selber ausprobieren, um das nachzuvollziehen, da verliert sich dann eventuelle Skepsis schnell.

    Modulationen zu verwenden ist eine andere Methode, wäre dann exakt zu bezeichnen welche das sind. Im Falle des o.g. Sounds könnte Waveform Shaping im Zusammenhang mit einem sehr kurz modulierten Envelope in Frage kommen, würde ich mir aber nicht die Mühe machen wollen, das zu verifizieren.
     
  9. Anonymous

    Anonymous Guest

    Kein Beweis, aber weiteres Indiz: Ron Trent hat sehr viel mit der MPC60 gearbeitet. Diese ollen Sampler sind in Punkto unerwünschte, aber coole Nebeneffekte bei der Bearbeitung nicht zu unterschätzen.
    Wobei ich dieses Brizzeln, das sich mit dem Chord abwechselt, gar nicht dem selben Sample zugeordnet hätte und auch nicht so drauf geachtet habe. Kann aber möglich sein.
     
  10. Anonymous

    Anonymous Guest

    auch lustig, chord von einem track in einen sampler laden und eine oktave höher spielen, manchmal kommen da dann 0815 synth sounds raus...
     
  11. Summa

    Summa wibbly wobbly timey wimey

    Koennte FilterFM mit 'nem runtergepitchten bzw. recht tieffrequenten Modulator sein...
     
  12. Anonymous

    Anonymous Guest

    DamDuram: Falscher Sound, der vom Anfang war wohl nicht gemeint - lies oben nochmal... ;-)
     
  13. Anonymous

    Anonymous Guest

    Kann zwar nicht helfen, aber ziemlich coole Musik in diesem Beispiel. :supi:
     
  14. Navs

    Navs aktiviert

    Bin mir nicht sicher, dass das Gnarzen vom gleichen chord stab/ chop sound kommt. Wenn ja, dann vermutlich nur, weil das Sample mehrere Oktaven tiefer gespielt wird.
     
  15. Dionne

    Dionne -

    also ich hab jetzt nochmal ein wenig mit dem sample von Noiseprofessor rumgebastelt, das dann eine oktave tiefer gespielt und nochmal 7 halbtöne darüber mit weniger velocity. attack weggenommen ( wenn man das nicht macht klingts so "hämmerig" , aber auch nicht mehr so "direkt") , delay und ableton dynamic tube ein wenig drive drauf.
    ich finde das knarzt schon sehr schön, fast wie ichs mir vorgestellt hatte.
    leider fällt mir jetzt nicht noch das andere beispiel von ron trent ein, welches ich die ganze zeit im ohr habe, weil bei dem könnte man fast meinen er hätte das chordsample rückwärts gespielt.
    was meint ihr?

    ps. tolles forum wie ich mal wieder finde
    d
     

    Anhänge:

  16. Anonymous

    Anonymous Guest

    Kommt doch nicht schlecht! Ich hab auch kurz was mit dem Sampler in Ableton Live gebastelt.



    Dieses tieffrequente Knarzen im Originalsong wird aber was anderes sein, da bin ich mehr bei Summas Tipp.
     

    Anhänge:

  17. Anonymous

    Anonymous Guest

    genug für heute ;-)
     

    Anhänge:

  18. Anonymous

    Anonymous Guest

    okay. einen noch. :D Das klang mir alles noch zu statisch/ metallisch mit diesem einen Sample. Also noch ein bisschen moduliert. Ich merke grad mal wieder, wie einfach sowas in Ableton Live zu machen ist! Und jetzt geh ich mal heia machen ;-)
     

    Anhänge:

  19. @threadstarter


    und, schon selber etwas hinbekommen? stell mal rein hier!
     
  20. inVrs

    inVrs -

    mensch just, dein zeug klingt doch alles auch so schon super ;-)
    ich kann den herrn mal direkt fragen, meines wissens nach ist die MPC theorie wohl am nächsten dran,
    und ich tippe mal auf nen Yamaha DX für den Groundsound.

    gruß, danilo
     
  21. Dionne

    Dionne -

    ah nääh danilo,
    an manchen sachen beißt man sich einfach die zähne aus und ich steh nunmal auf den sound.
    so richtig knarzig bekomm ichs halt nich, klingt runtergestimmt immer eher wie so innercity chords.
    steht dein studio schon?
    best
    just
     
  22. JG

    JG -

    Gibt es schon neues ?

    Die Chicago/Detroit-Chord Diskussion gab´s ja hier schon öfter. Der gemeinsame Nenner war meist ein Sample :lol:
     
  23. Dionne

    Dionne -

    also ich bin da jetzt noch nicht so weitergekommen, aber hab so ein anderes beispiel gefunden wo die chords so untenrum schön brezeln

     
  24. Anonymous

    Anonymous Guest

    Daran ist ein Phaser beteiligt.
     
  25. JG

    JG -

    Also ich würd vom pupsen her auch auf ein Sample tippen...
     
  26. Summa

    Summa wibbly wobbly timey wimey

    Sieht man mal von den Kompressionsartefakten ab, hoert sich das nach 'nem durch 'nen Hochpass geschickten Blaeser Sample an...
     
  27. JG

    JG -

    Ein Brass-Sound oder so richtig mit Blech ? ;-)
     
  28. Summa

    Summa wibbly wobbly timey wimey

    Yep, so weit man das bei der Soundqualitaet beurteilen kann, hier zum Vergleich ab 0.09 ...

     
  29. Dionne

    Dionne -

    also so weit reicht meine vorstellungskraft nicht, das wenn ich diese live bläser sample , mein gewünschter sound rauskommt!
     
  30. Summa

    Summa wibbly wobbly timey wimey

    War jetzt nur als generelles Beispiel fuer den Blaeserklang gedacht und du musst dir halt noch HP-Filter und Delay dazu vorstellen. Wenn's 'ne 100%ig Reproduktion werden soll muesstest du zudem noch genau das selbe Sample finden...
     

Diese Seite empfehlen