Viel weniger CDs bei Vertrieb + Label Ant Zen beendet CD-Verkauf

wer ist Ant-Zen?
Muß man das kennen?
Ein Label und Vertrieb, steht im Text..
Exemplarisch..

Im Artikel gibts auch einige Forumslinks, ich hatte mal Bock das Thema ganz persönlich zu bewerten und hab daher mal …

Ant Zen muss nicht jeder kennen, aber es ist ein Anlass, denn die haben viel Zeug und interessante Sachen und die machen jetzt nix mehr, also Stefan Alt, der Betreiber..

*Wortlaut ist verlinkt oben..
 
Zuletzt bearbeitet:
Klar werden Audio-CD's immer weniger gekauft, aber gleich Ende? Noch nicht.
Weiß noch jemand den Zeitpunkt als bespielte Kassetten von Regalen komplett ausgeräumt wurden?
Mitte 90er wurden sie noch verkauft, außerdem wurden bespielte DAT-Kassetten verkauft.
Ende 90er war noch MiniDisk ein Thema. Haben sich aber nicht lange auf dem Markt gehalten.
Es wurde danach, glaube ich, sogar versucht, Speicherkarten mit Musik drauf zu verkaufen. Ginge auch heute noch, nur wird das auch gemacht? Habe ich irgendwie nicht gesehen.
Online geht klar. Aber physikalisch? CD's, DVD's, BluRay's werden noch verkauft. BluRay-Player können auch CD und DVD abspielen. Und per USB auch externe Medien.
 
...geht es jetzt um die Masse? - die streamt, ist viel praktischer...

...oder um die Audiophilen, die Nerds, um die die-sich‘s-leisten-können, oder die die-Flöhe-husten-hören-können?...Die sind ein kleiner, aber beständiger Markt. Reich wird man mit Tonträgern wahrscheinlich nicht mehr, aber ein liebenswertes Handwerk wird es bleiben...
 
[...] in 2-6 Jahren wird es generell kaum noch Tonträger geben, CDs jedenfalls sind bald tot. [...]

Dies ist ein Pauschalurteil, das vor Ewigkeiten auch über die LP als Medium gefällt wurde -- heute feiert sie fröhliche Urständ. Soviel also zum Thema "Madame Medusahs Kristallkugel".

Was definitiv passieren wird -- und davon schließe ich mich als Kleinlabelbetreiber nicht aus --, ist, daß es in Zukunft immer schwieriger werden wird, CDs ins Ausland zu vertreiben, dank der globalen Porto- und Logistikmafia, die in erschreckendem Maße an der Preisschraube gedreht hat. Da werden es sich viele Kunden im Ausland zweimal überlegen, ob sie u. U. bei einer Bestellung mehr für das Porto ausgeben müssen als für die Ware, die sie bestellen wollen. Da sehe ich in der Tat eine große Bedrohung, gerade für den kleinen Kreativmarkt.

Bei einem Label, das einen Katalog und einen Kundenstamm wie Ant-Zen hat (auch, wenn es sich um einen Nischenmarkt handelt), werden die Auswirkung nicht so dramatisch spürbar sein -- die werden locker auf mehr als fünf Bestellungen ins Ausland pro Quartal kommen (unterstelle ich einfach mal) und somit ihren Status als Geschäftskunde bei der Post aufrechterhalten können. Natürlich wird die Menge an CDs, die sich in Zukunft verkaufen wird, merkbar abnehmen (also noch weiter, als sie es ohnehin schon getan hat), aber auch hier ist es der Kreativität der Anbieter überlassen, das Marktsegment zu retten und den Kunden etwas zu bieten, das ein gutes Argument *für* den Kauf der CD an erster Stelle darstellt. Daß der Bereich an Streaming und digitalen Downloads in anständiger Qualität nicht zu vernachlässigen ist, habe ich selbst durch Bandcamp lernen müssen -- und warum sollte es mir da anders gehen als den Kollegen?

Daß dank der digitalen Medien von heute mittlerweile jeder jeden Pups ins Internet stellen und für sich Aufmerksamkeit generieren kann, ist ebenfalls ein Faktor, der den Kreativmarkt unter Druck setzt -- wer einen Tonträger veröffentlicht, investiert in der Regel mehr Zeit, Geld und Energie in das Endprodukt als jemand, der sich selbst mit wackelnder Selfiekamera beim einarmigen Dudeln im schlecht ausgeleuchteten Schlafzimmer filmt. Gegen diese Art Störrauschen müssen Label auch ankämpfen -- das kostet Zeit und vor allem Geld. Wenn kein Geld mehr für Werbung verdient werden kann, weil die Absätze einbrechen und das Budget beschnitten werden muß -- das macht das Leben nicht leichter und ist sicherlich die Kehrseite der Medaille "Jeder ist ein Künstler".

Natürlich kann man von den zu erwartenden Absätzen kein Unternehmen mit mehreren Mitarbeitern mehr führen, das ist klar -- unter solchen Vorzeichen steht ein größeres Label wie Ant-Zen sicherlich schlechter da als ein Ein-Mann-Betrieb, weil mehr Leute daran mitwirken (obwohl ich keine Vorstellung davon habe, wie viele Beschäftigte bei Ant-Zen mitarbeiten).

Sich seine eigene Kreativität und seinen eigenen Output von solchen äußeren Widrigkeiten diktieren zu lassen, halte ich für falsch. Machen, scheitern, lernen, weitermachen.

Am Ende sterben wir alle, was haben wir also zu verlieren?

Stephen
 
ich fände es schade, wenn die CD verschwinden würde. CD-Spieler haben sicher noch deutlich mehr Leute und trotz Vinyl-Hype erreicht man mit CD mehr Leutz, denke ich.
Viny ist viel umständlicher, obwohl ich es eigentlich lieber mag.....

Und MP3 ist für mich kein "Medium", spiegelt aber leider deutlich wieder, wieviel/wenig Musik nur noch wert ist....
 
Nochmal der Hinweis - es geht nicht um CDs oder Vinyl als Ganzes sondern um einen großen Teil der Tonträger - es wird immer irgendwas noch geben, aber nicht mehr in DEM Maße.
 
Ich habe seit Jahren - seit 2005? - keinen CD Player mehr.
Heute nutzt man Leasing Musik, "streams" genannt, und öfter Smartphone als Abhöre.
 
Das Medium CD war doch von Anfang an dem Untergang geweiht als klar war was über Downloads möglich wird.
Napster :).

Da haben die Plattenfirmen gut dran verdient(CD)und den Nutzer schön verarscht.
Preis LP Ende der 80er ca.18DM(und genau soviel haben sie auch imho Anfang der 80er gekostet).
Preis CD Ende der 80er und bis weit in die 90er ca.36DM.
Begründet wurde das mit den höheren Produktionskosten.
Ich habe damals bei Polygramm in der CD-Produktion gejobbt, die Herstellungskosten waren sehr viel niedriger.

Ich weine der CD keine Träne nach, hat sie doch entscheident dazu beigetragen das der "entschleunigte" Musikgenuss verschwunden ist.
Ein Booklet einer CD hat niemals das Erlebnis vermittelt wie es das Sleeve einer Schallplatte imstande war zu geben.
Ich sage nur: "Iron Maiden: Live after Death".
Da habe ich jahrelang drin gelesen und kann heute noch die Texte auswendig...
 
Klar werden Audio-CD's immer weniger gekauft, aber gleich Ende? Noch nicht.
Weiß noch jemand den Zeitpunkt als bespielte Kassetten von Regalen komplett ausgeräumt wurden?
Mitte 90er wurden sie noch verkauft, außerdem wurden bespielte DAT-Kassetten verkauft.
Ende 90er war noch MiniDisk ein Thema. Haben sich aber nicht lange auf dem Markt gehalten.
Es wurde danach, glaube ich, sogar versucht, Speicherkarten mit Musik drauf zu verkaufen. Ginge auch heute noch, nur wird das auch gemacht? Habe ich irgendwie nicht gesehen.
Online geht klar. Aber physikalisch? CD's, DVD's, BluRay's werden noch verkauft. BluRay-Player können auch CD und DVD abspielen. Und per USB auch externe Medien.
du hast vergessen anfang der 2000er die superaudio cd und die dvd audio. darkside of the moon in surround drauf war ein traum. .


ich glaube das in zukunft vinyl wieder starkes thema wird für leute die bewusst zuhause musik genießen. für die masse und derren plastik 50eur kisten wird es streamingabos und downloadlinks weiter geben und eventuell massen speicher ala die top 10 der letzten 50 jahre auf einen datenträger.
 
Ich kaufe wenn dann nur CD oder Vinyl ( aber seltener ), Digital hingegen eher nicht, bzw. ich würde keine Alben in MP3/WAV
von Künstlern kaufen die ich gerne hören möchte, sondern höchstens mal ne Reverenz elektronischer Musik.

Macht bei mir und meiner Frau ca. 400€ im Jahr CDs, und vlt 5-10€ MP3/WAV.

Also wegen mir müsste es der Plattenindustrie bombig gehen !
 
Nochmal der Hinweis - es geht nicht um CDs oder Vinyl als Ganzes sondern um einen großen Teil der Tonträger - es wird immer irgendwas noch geben, aber nicht mehr in DEM Maße.

In welchem Maße denn? Von welcher Größenordnung sprechen wir? Von Größenordnungen, die den Betrieb eines kommerziell ausgerichteten Labels erlauben, also kostendeckend arbeiten? Das dürfte in der Tat schwierig werden -- mit Downloads dabei kann man heutzutage froh sein, wenn sich die Produktionskosten amortisieren.

Hat z. B. Ant-Zen jemals fünfstellige Stückzahlen eines Albums verkauft? Das würde mich sehr wundern, da Ant-Zen für mich wahrgenommen das für die Brachialabteilung ist, was Groove für die elektronische Dudelfraktion darstellt: Ein Spartenlabel, das einen Spartenmarkt bedient.

Das physisch heute im Vergleich zu 1999 ein Bruchteil von dem verkauft wird, was damals noch möglich war, ist nichts Neues. Die Kurve zeigt beständig nach unten.

Ob eine CD schöner oder besser als Vinyl ist, steht nicht zur Debatte -- die Entstofflichung des Mediums läßt sich nicht aufhalten, und dennoch werden etablierte Medien weiter bestehen. Nur nicht mehr in der Menge.

Stephen
 
du hast vergessen anfang der 2000er die superaudio cd und die dvd audio.
Ja. Aus persönlichen Gründen. Erstens fand ich die CD-Qualität ausreichend. Zweitens habe ich mich für Surround nie interessiert, weil ich Stereo auch für ausreichend halte. Klar wären in Surround coole Sachen möglich, allerdings bin ich als Produzent noch mit Stereo nicht soweit coole Sachen fertig zu produzieren, und als Konsument gäbe es für mich nicht so viele Produktionen und der Aufwand zu hoch.
 
Ja, ist Spartenmusik. Es ist meiner Ansicht nach aber einer der ersten, es wird noch mehr kommen, bitte nicht so radikal denken - die CD wird aber deutlich leiden und es wird sehr sehr viel weniger geben - überall zunehmend verschwinden.

Vermutlich dauert es nicht lange und hat lange begonnen, siehe Text, ich vermute den hat keiner gelesen, daher werde ich nicht zu viel wiederholen was ich da schrieb und was die schrieben, ich nehme das bewusst als Anlass, zusammen mit dem Gespräch mit einem der auch sehr große Acts macht..
 
Da haben die Plattenfirmen gut dran verdient(CD)und den Nutzer schön verarscht.
Da bin ich nicht sicher - bei Stream eher..

Da finde ich wichtig, die echten Zahlen und Bedingungen zu nennen und zu kennen, dann erst wäre es fair.
Ich glaube, dass das schon lange nicht mehr viel "Power" dahinter ist. Da ist viel mehr Fassade als man glaubt. "die Musikindustrie" ist weniger als die meisten anderen "Industrien".. und in diesem Bereich sowieso. Mir geht es aber um Indie-Labels und Vertriebe ganz allgemein und ein weites Umfeld, wo ich vermute, dass das alles immens weniger wird, alles!

Nicht gar nicht mehr - aber sehr viel weniger.

Der CD-Verkauf "nach dem Konzert" dürfte für einige damit übrigens auch wegfallen und seltener werden. Bei vielen Acts sinds meist nur Shirts und so.
 
Nochmal der Hinweis - es geht nicht um CDs oder Vinyl als Ganzes sondern um einen großen Teil der Tonträger - es wird immer irgendwas noch geben, aber nicht mehr in DEM Maße.
Der Einbruch im Verkauf von Audio-CD's liegt aber schon viele Jahre zurück, wo schon zig CD-Läden zugemacht haben. Lediglich große Elektromärkte haben noch Abteilungen für CD's, aber auch nicht mehr so groß wie früher, sondern nur mit einem Bruchteil des Angebots.
Jetzt aktuell vom Ende zu sprechen?... Warum?... :dunno: Weil ein Label keine CD's mehr vertreiben will?... In der Vergangenheit gab es bestimmt mehrere, die damit aufgehört haben. :agent:
 
Das Medium CD war doch von Anfang an dem Untergang geweiht als klar war was über Downloads möglich wird.
Napster :).

Da haben die Plattenfirmen gut dran verdient(CD)und den Nutzer schön verarscht.
Preis LP Ende der 80er ca.18DM(und genau soviel haben sie auch imho Anfang der 80er gekostet).
Preis CD Ende der 80er und bis weit in die 90er ca.36DM.
Begründet wurde das mit den höheren Produktionskosten.
Ich habe damals bei Polygramm in der CD-Produktion gejobbt, die Herstellungskosten waren sehr viel niedriger.

Ich weine der CD keine Träne nach, hat sie doch entscheident dazu beigetragen das der "entschleunigte" Musikgenuss verschwunden ist.
Ein Booklet einer CD hat niemals das Erlebnis vermittelt wie es das Sleeve einer Schallplatte imstande war zu geben.
Ich sage nur: "Iron Maiden: Live after Death".
Da habe ich jahrelang drin gelesen und kann heute noch die Texte auswendig...

ja, stimmt wohl aus damaliger Sicht, ABER heute ist CD doch eigentlich ein ganz guter Kompromiss, es gibt wenigstens noch ein Booklet, wenn man das möchte und man hat "was in der Hand" und CD klingt gut (im Vergleich zu schlechten MP3, wobei MP3/Digital ja nicht schlecht klingen MUSS....).
Für unbekannte Menschen, so wie mich, ist CD ein ganz guter Weg, Musik unter die Leute zu bringen, ich verschenke meine CDs auf Parties zb und freue mich, wenn mal ein Feedback kommt, auch wenn das selten passiert. Auf den Internetplatformen wie Soundcloud, Bandcamp usw. erreicht man garnix, wenn man nicht schon irgendwie ne "Fanbase" oder so hat, da geht man doch einfach im Rauschen unter, wenn die Musik, die man macht, nicht herausragend (im wahrsten Sinne ...) ist....

Vinyl ist super, aber im Moment noch sehr nerdig, klar stehen im Saturn wieder Vinyls, aber was gibts denn da? Rock und Pop aus vergangenen Zeiten, für die Oppas, die iher Plattensammlung wieder auffrischen, oder mal Musik von hippen jungen Bands, weils halt "in" ist, auch Vinyl zu machen... eine irgendwie breit gefächerte Auswahl habe die ja nicht wirklich.
 
:lol: wahrscheinlich schon, hätte aber vermutlich einen anderen Effekt.
Bin glaube ich einfach zu alt für den StreamingKram.... nee, keine Ahnung, evtl. gibt es auch einfach nur mir ein besseres Gefühl.
 
Das große Problem bei CDs war für mich schon immer, dass so viel gute Musik nie in den full-length Versions auf CD veröffentlicht wurde. Hardcore/Harstyle (und früher als Trance noch ein Thema war) ist fast nur auf Vinyl zu bekommen oder nur cut auf Compilations bzw Alben in den kurzen Edits oder als Set gemixt.

Vinyl ist schön und gut aber im Endeffekt einfach viel zu unpraktisch und groß und auch zu teuer. Wenn wenigstens die Wave-Dateien zum Download dabei wären, müsste man das ganze nicht auch noch digitalisieren aber das ist die Ausnahme.

MP3s sind physisch nicht vorhanden und die Soundqualität stimmt nicht immer.

Spotify klingt nicht super aber kostet nicht.

Da brauchen sich die Labels und Vertriebe nicht wundern, dass ich kaum noch Musik kaufe. Wenn es die Musik nicht auf CD gibt, kann ich sie auch nicht kaufen. Wenn, dann Second-Hand CDs aus den 90ern oder auch mal CDs bei Amazon wenn sie so günstig sind, dass es sich lohnt.

Ich finde es traurig, eigentlich ist die CD immer das beste Medium für mich gewesen, wenn ich denn auch die Musik die ich haben will, auf CD bekomme.

Außerdem geht mir der Platz aus, da macht es nicht mehr so viel Spaß CDs zu kaufen, wenn man nicht mehr weiß wohin damit in der Wohnung
 
Ja, keine Ahnung, ich glaube der Trend zur "Entstofflichung" der Musik wird weiter voranschreiten.
Digitale Download-/Streaming-Geschichten werden wohl zunehmen.

Mich persönlich "stören" auch zunehmend physische Tonträger - ich finde sie lästig (der Klassiker: Freunden beim Umzug helfen zu müssen, die Vinyljunkies sind...).

Was mich übrigens immer wieder wundert und unverständlich ist:
Wieso sind so viele Alben / Stücke auf YouTube online - von irgendwelchen Leuten ("Fans") hochgeladen - so dass die Urheber der Musik so gar kein Geld dafür sehen?
 
Da bin ich nicht sicher - bei Stream eher..

Da finde ich wichtig, die echten Zahlen und Bedingungen zu nennen und zu kennen, dann erst wäre es fair.
Ich glaube, dass das schon lange nicht mehr viel "Power" dahinter ist. Da ist viel mehr Fassade als man glaubt. "die Musikindustrie" ist weniger als die meisten anderen "Industrien".. und in diesem Bereich sowieso. Mir geht es aber um Indie-Labels und Vertriebe ganz allgemein und ein weites Umfeld, wo ich vermute, dass das alles immens weniger wird, alles!

Nicht gar nicht mehr - aber sehr viel weniger.

Der CD-Verkauf "nach dem Konzert" dürfte für einige damit übrigens auch wegfallen und seltener werden. Bei vielen Acts sinds meist nur Shirts und so.
Da soltest Du sicher sein, und klare Zahlen hab ich genannt.
Ich empfand es geradezu als "fair" als Itunes mit Preisen um die 10€ für ein Album und 0,99€ pro Titel angetreten war, das war wieder der Preis von 1980!!! Und der Musiker bekam von Apple pro Verkauf die gleiche Summe wie von den "Plattenfirmen".
Ich vermute mal das ist nun nicht mehr so.
 
Als Kunde würde ich somit bei Ant-Zen wegfallen. Downloadkultur interessiert
mich überhaupt nicht.

An CDs (+ LPs) haben die Majors lange ganz gut verdient. Ein physischer Tonträger
ist mit ner Menge Arbeit verbunden. Daher kam die Möglichkeit komplette Alben
downloadbar zu machen zur richtigen Zeit.

Ob die Rechnung langfristig aufgeht?
Gibt es Anzeichen dafür, dass Download-Fans wieder zu materiellen Tonträgern "zurück"
gehen?
 
Tja, wenn die CD aussterben sollte, werde ich wohl keine neue Musik mehr konsumieren, denn ich werde definitiv nicht für Dateien bezahlen! Habe ich noch nie und habe ich auch für die Zukunft nicht vor. Kann man meinetwegen stockkonservativ finden.

Meine CD-Sammlung ist außerdem so reichhaltig, daß ich die nächsten Jahre gut damit leben kann. Gerade im Metalsegment habe ich in den letzten Jahren nur wenig gekauft. Und dann auch nur von Lieblingen aus dem Doom- und Gothicbereich. Was man heutzutage so unter Deathmetal versteht, kann ich eh kaum noch nachvollziehen. Lustig ist, daß ich erst neulich wieder darüber nachdachte, komplett auf Vinyl umzusteigen und einen Teil meiner CDs zu verkaufen.

Um Ant-Zen tut es mir leid. Ist m.E. neben Hands mit Abstand das sympathischste Indielabel.

Edit:Galakthorrö vielleicht noch. Aber wie Stephen schon sehr richtig erwähnte, alles Mikrolabels in der Krachnische.
 
Zuletzt bearbeitet:
Es kann sein, dass das Label eben auch nichts mehr raus bringt, so wie hier - außer eben digital.
Ich finde digital ok, ich brauche das Drumrum auch nicht so sehr.

Ja, die Industrial-Szene ist klein, dh wenn Hands auch noch verschwindet, ist das Ding faktisch fast weg.
Es zeigt aber, dass es ja doch eine eher treue Szene gibt, die aber auch nicht ewig funktioniert. Irgendeinen Grund muss es ja geben, wenn es auch nur das ist, dass die Infrastruktur einfach nicht da ist.
 


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