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Warum sind die '20er so trist-grau?! - Der Farben- und Mode-Thread

  • #691
Um's aufzulösen - ja, ich wohne tatsächlich im alten Königreich 'Oranje-Nassau' - nicht nur geografisch, sondern auch Gebäudetechnisch. Daher rührt auch die Beziehung oder besser gesagt das heutige Fundament der Niederlande mit dem (Adels)Haus Oranien-Nassau. Das alte Fürstentum Nassau wurde von den Preussen nach der Annektion 1866 zusammen mit der freien Stadt Frankfurt zum Staat 'Hessen-Nassau' erhoben. Aus dieser Verbindung stammt dann auch das Orange der alten Nationalflagge
welches hier mal ganz frech und politisch inkorrekt auf die neue Flagge übertragen wurde:
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Schon eigenartig diese Verbindung. Und ich lebe sie quasi unbewusst wieder auf, in einer Art des Reimports über die Gabber-Kultur von den Niederlanden zurück nach Frankfurt. Und schlagen wir mal den Bogen noch weiter zurück in die ganz frühen 90er, sowar es wiederum Frankfurt, das mit seinem speziellen elektronischen und teils auch angetrashten-Sound überhaupt erst die inspirative Basis für den Boom in den Niederlanden kurz darauf und auch für den Happy-Hardcore legte.

Schlussfogerung: Ohne Nassau und ohne deren institutionelle Nachfolger jener Zeit wie die 'Nassauische Heimstätte Wohnen' gäbe es natürlich auch kein Happy-Hardcore und kein Gabber ;-) Aber das mit dem Gabber hatten wir ja schon indirekt nachgewiesen, dass ja Richard Wagner der eigentliche Urheber war und die Spur somit auch wieder nach Deutschland führte ^^

Schon verrückt wie das manchmal zusammenhängt - in dem Falle historisch.

Und es gibt noch eine weitere verblüffende Verbindung in meine Heimat Brandenburg (also Preussen). Nördlich von Berlin liegt die Stadt Oranienburg, welche auf das Geschlecht Oranien-Nassau zurückgeht. Und auch in meiner Heimatstadt Potsdam gab es eine historische Verbindung zu den Niederlanden über die Hugenotten, nach den heute ein ganzes unter Denkmalschutz stehendes Viertel benannt ist, was von genau diesen damals aufgebaut wurde als sie flüchten mussten.
 
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  • #692
Na passt mal auf, was die Google KI ausspuckt:
Frage:
Was verbindet Frankurt (Main), Nassau, Niederlande, Oranie, Oranienburg, Preussen, Gabber und Hardcore miteinander?

Antwort:
Alle genannten Begriffe sind durch die Farbe Orange und die historische Dynastie Oranien-Nassau miteinander verbunden, die sowohl die Niederlande als auch Preußen beeinflusste und indirekt einen kulturellen Bezug zur Musikszene hat.

Das Haus Oranien-Nassau
Die Verbindung beginnt beim Haus Oranien-Nassau (niederländisch: Oranje-Nassau), einer Dynastie, die bis heute die Könige der Niederlande stellt und deren Name symbolisch für das Land und die Nationalfarbe Orange steht.

  • Nassau ist der ursprüngliche Stammsitz der Dynastie im heutigen Rheinland-Pfalz, nahe Frankfurt (Main).
  • Das Fürstentum Oranien (Orange) in Frankreich wurde von Wilhelm von Nassau geerbt, wodurch der Name Oranien-Nassau entstand.
  • Die Dynastie hatte auch starke dynastische Beziehungen zum Haus Hohenzollern in Preußen. Kurfürst Friedrich Wilhelm von Brandenburg heiratete beispielsweise Louise Henriette von Oranien-Nassau, die die Stadt Oranienburg (zuvor Bötzow) prägte und ihr den neuen Namen gab. Sie holte niederländische Siedler in die Region, um das Land zu kultivieren.

Kulturelle Verbindung
Die Begriffe Gabber und Hardcore beziehen sich auf Musikgenres, die in den späten 1980er und frühen 1990er Jahren entstanden sind.

  • Der Hardcore Techno (oft nur Hardcore genannt) entstand unter anderem in Frankfurt (Main) in der dortigen Techno-Szene.
  • Gabber ist ein spezifischer, schnellerer Stil des Hardcore Techno, der seinen Ursprung in den Niederlanden (insbesondere in Rotterdam) hat und eng mit der dortigen Jugendkultur verbunden ist.

Zusammenführung
Die ultimative, wenn auch weitläufige, Verbindung ist die Farbe Orange als Symbol der Niederlande und des Königshauses Oranien-Nassau, die sich durch die Geschichte Preußens bis nach Oranienburg zieht und kulturell in der niederländischen Gabber-Szene präsent ist:

  • Historisch/Geografisch: Die Dynastie Oranien-Nassau verbindet Nassau, Frankfurt, Oranien, die Niederlande, Oranienburg und Preußen.
  • Kulturell/Musikalisch: Die Hardcore/Gabber-Szene entstand in Frankfurt und den Niederlanden. Die Farbe Orange wird oft im Kontext der niederländischen Gabber-Szene getragen, insbesondere bei Veranstaltungen oder Nationalfeiertagen, als Ausdruck der nationalen Identität und der Verbindung zum "Oranje"-Königshaus.
Wie würde Spock sagen? "faszinierend"
Ergo?! ORANGE ist meine neue Lieblingsfarbe! ;-)

Eine schöne Identitätsfindung das Ganze, wo ich mich mit diesem Thema ohnehin sehr schwer tue.
 
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  • #693
Ich hab ja in meinem ganzen Leben das alte Herzogtum Nassau als Wohnsitz nie verlassen. Selbst die (eingemeindeten) Frankfurter Gebiete in denen ich einst lebte hatten die 65er PLZ.
Wie kam ich bei drauf zu fragen...? Der Stahltürrahmen und die Wohnungstüre sind bei der NaHeimst ein Kkassiker.
 
  • #694
Lol - sowas hab ich mir schon fast gedacht.
Wobei mein PLZ-Bereich der von Frankfurt eingemeindete Bereich mit 60 vorne ist. Aber da bin ich mir nicht ganz sicher, ob das historisch noch zu Nassau zählt. Na jedenfalls wirds dann morgen denke ich mal Zeit für den ultimativen Orange-Holland-Look, den ich ja noch schuldig bin :-)
 
  • #695
Man nenne den Stadtteil und ich kann es beantworten.
Übrigens... Selbst heute ist Frankfurt da noch geteilt. Im preussischen Teil betreibt die Mainova, im nassauischen die MKW/Süwag das Stromnetz.

Aber mach jetzt erstmal Orange 👍🏻
 
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  • #696
Ich wohne am Rebstockbad/Park. Das war ja auch der Ausgangspunkt für den Farbfrust. Da läuft im Sommer das Love-Family-Park-Festival über 2 Tage. Und was ich da zusehen bekam veranlasste mich diesen Thread aufzumachen und für mich persönlich eine Zäsur vorzunehmen. Eine mit aller Nachdrücklichkeit und Nachgiebigkeit.
Offiziell zählt das noch zu Bockenheim, inoffiziell sehe ich ich mich aber dem Gallus zugehörig, da ja die Stadt die Sachffung eines neuen Verwaltungsteils 'Europaviertel' versäumt hat. Keine 3km weiter ist die Heimat von Mark Spoon - Sossenheim. Den Gallus nehme ich als sehr lebendigen, jungen, offenen und auch multikulturellen Stadtteil wahr - ganz anders als das biedere Bockenheim.
 
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  • #697
Das ist ja wirklich nicht weit von meiner alten Wohnung weg. Da ist Dein Wohnsitz wahrlich "grenzwertig" 😉, die 60er PLZ weist aber auf Preußen hin. Gut. Die Eingemeindung der einst nassauischen Ortschaften fand ja schon in den 20ern statt, ergo hat sicht die NaHeimst auch Richtung Osten ausgebreitet.
Egal... Zurück zu Farben!
 
  • #698
Offenbar bin ich genau auf der Grenze. Denn im Gallus gibt es zwei Sparkassen keine 300m auseinander. Die eine gehört der Nassauischen Sparkasse, die andere der Frankfurter Sparkasse.

Die KI spuckt aus:
Frankfurt grenzte früher an das Herzogtum Nassau. Historische Grenzsteine (z. B. mit der Kennung „W“ für das nassauische Wiesbaden oder „K“ für Kelsterbach) finden sich heute noch im Frankfurter Stadtwald, jedoch nicht direkt am Gallus. Früher war Bockenheim ein Dorf vor den Toren Frankfurts und grenzte an das Gebiet des ehemaligen Herzogtums Nassau (heute ungefähr die Region um Wiesbaden und die Lahn). Mit der Annexion durch Preußen 1866 wurde Frankfurt Teil der preußischen Provinz Hessen-Nassau. Diese historische Verbindung spiegelt sich heute aber nicht mehr in den Stadtteilgrenzen wider.

Also tatsächlich ein Grenzgänger - naja, wen wundert's noch? ;-)
Aufgewachsen bin ich in Sichtweite der Berliner Mauer im Grenzgebiet zwischen Potsdam und Berlin am Ortsteil Steinstücken gelegen - einer (ehemaligen) Exklave von Berlin in Potsdam. Achso - und im Studium war ich dann 15 Jahre lang in der (Grenz)Vermessung im Außendienst tätig.
 
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  • #700
Für die Cordhose hab ich nochmal am Schriftzug gefeilt:
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Dacht' ick mir so, soll groß auf dem linken Bein prangern. Hier könnte man dann evtl. auch nochmal mit den Farben spielen über die Zahlen. Das wäre dann meine ultimative Gabber-Signature-Hose :-) Denn mit Jahreszahlen versehen bekommt das Teil nochmal ne ganz eigene Note. Und es spannt den Bogen, der für den Zuseher ein Impuls der (zeitlichen) Orientierung geben kann.
 
  • #701
Für den Winter hab ich mir noch was richtig cooles bestellt: Handschuhe - aber nicht irgendwelche.
Die haben ein cooles 3-Linien-Muster, dass damit eine physische Landschaft beschreibt - anz ähnlich einer Höhenlinienkarte.
Mitnichten, mein lieber @GeoTeknique, denn das Muster auf den Handschuhen zitiert das hier:
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Hach, die Jugend von heute…

…aber ich sehe es als ein gutes Omen, dass auch du den Weg aus den neun Kreisen der Happy-Hardcore-Hölle finden wirst, um dich auf den rechten Pfad der einzig wahren Musik zu begeben - „Goth sei Dank“, wie schon @Moogulator stets zu sagen pflegt.
 
  • #703
Also ein Frequenzspektrum - hmmmm - stilistisch sehr verwandt die Darstellungsweise.
Sowas sollte doch die Astro-Tennis-Jacke auf dem Rücken zieren :-) Auf jeden Fall sehr nerdig und irgendwie kryptisch - wenn ich ja schon selbst dran scheitere ;-)
 
  • #704
Ausgehend von der Erkenntnis gestern, MUSS sich doch das ganze irgendwie in einem ganz spezifischem Kleidungsstück manifestieren! Und tatsächlich habe ich da was passendes gefunden, das meine persönliche Identität auch irgendwie widerspiegelt. Alle genannte Begriffe kulminieren also in die Farbe Orange bzw. verbinden sich darüber. Und dem Königshaus Oranien-Nassau. Genau Das findet sich in folgendem T-Shirt wieder. 😍 Die niederländischen Nationalfarben, das all-verbindende Oranje und der Löwe des Nassauischen Königshauses. Perfekt! 🧡❤️🤍💙🧡


Hier kann man sich dann noch eine Rückennummer und ein Namen raufdrucken lassen. Ich dachte dabei an ein 95 für die Zahl in Korrespondenz an das Jahr, wobei ich da mal nachfragen würde ob auch ein '95 gehen würde ^^ Und als Text will mir nichts sinnvolles einfallen, da ja nur ein Wort zur Verfügung steht. Da könnte sich 'gabber' anbieten. In jedem Fall stünde dies für meine ganz persönliche Identität. Das Tolle ist, dass am Ende das ganze eine Farbe ist - und umso noch toller, dass es Orange ist ;-)

PS. Gestern stellte sich durch die nette Hilfe eine Forenmitglied's heraus, dass ich in Sichtweite der alten Grenze Nassau-Frankfurt auf Frankfurter Seite wohne, die in dem Falle wohl genau entlang der heutigen A5 verläuft.
 
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  • #705
Blau Orange Niederlande…..

Da fällt mir nur das ein…

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Es geht leider nach über 30 Jahren (!!!) ausgiebigen Tragens den Weg alles Irdischen.
 
  • Daumen hoch
M.i.a.u.: GeoTeknique
  • #707
Du sagst es. Das Shirt zerfällt sozusagen um die Aufdrucke herum, irgendwann gibt es nur noch
Buchstabensuppe mit Acid-Smileys. Ich trage mich immer mal wieder mit dem Gedanken einer Neuauflage in Kleinst-Serie in anderen Farben, z.B. ein knalliges Grün auf Rot. Da die Siebdruck-Expertin mit mir wohnt, werde ich Sie mal zu Rate ziehen.

Dann könnte ich zum nächsten runden Geburtstag eine Motto-Party veranstalten, alle Gäste müssen das tragen.
 
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  • #709
Ich habe mich jetzt entschieden.
Es werden zwei T-Shirts der selben Art.

Shirt A: "gabber" als Text stilecht in OldEnglish-Schriftart - '95 als Zahl drunter
Shirt B: " 3 Steps Ahead" als Text in normaler Schriftart - '97 als Zahl drunter

Interpretation:
Ich denke da muss nicht viel interpretiert werden, das sollte unmissverständlich sein! ;-)

Dann habe ich im Prinzip alle Komponenten drin, die ich die Google-KI befragt habe: Frankurt (Löwe (als Folge der preussischen Annexion), Farben Rot+Weiss), Nassau (Löwe, Farbe Blau), Niederlande (3-farbige Flaggenandeutung+Orange), Oranie (Orange), Oranienburg (Orange, Löwe), Preussen (Löwe, Weiß als Farbe), Gabber und Hardcore (alles zusammen)

Na wenn DAS nicht DIE ultimativen Retro-Gabber-Hardcore-90's-Frankfurt-Oranje-Nassau-Preussen-Holland-Fan-T-Shirt's sind ... 😍
Die Google-KI meint dazu folgendes:
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Wenn du diese beiden Shirts hast, besitzt du quasi das „Heim- und Auswärtstrikot“ der Gabber-Kultur. Das erste für die harten Raves, das zweite als respektvolles Tribute an einen der größten Künstler der Szene.
 
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  • #713
Aha aha - "ethnozentrischen Nationalismus" wollte ich damit natürlich nicht unbedingt bedienen. Daher bleibt's bei 'gabber' in Frakturschrift.

Das ist halt schwierig, da die ganze Symbolik teilweise ja von den Rechten vereinnahmt wurde. Da muss man echt aufpassen, es nicht zu weit bzw. falsch zu treiben. DIE haben ein ganz anderen National-Identitären-Begriff als wie ich und viele Gabbers ihn verwenden. Und das macht es auch so schwer sich seine eigene persönliche Identität darüber auszudrücken und abzubilden. Denn fast jedes Element wurde diesbezüglich aufgeladen - bis auf das Orange vielleicht.

Aber ich will mir nicht von Leuten, die genau das Gegenteil von Lebensfreude sind, vorschreiben lassen, was ich anzuhiehen habe und wie und über was und wen ich mich mit meiner Heimat identifiziere und zu definieren habe. Dann haben die Rechten ja gewonnen.

Stellt man diese Symbolik in einem neuen friedlichen kreativ-verbinderischen Kontext dar, besteht zumindest die Chance, die Heimatsymbolik nicht den Rechten Identitären zu überlassen - ganz so wie die Trai8ningsanzüge den Assis.
 
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  • #714
Klamottencodes sind oft ne ziemlich knifflige Angelegenheit.

Bei Fraktur denk ich auch erstmal (bedauerlicherweise) in eine Richtung. Aber dann muss der Rest des Eindrucks auch in diese Richtung gehen, sonst ergibt sich kein einheitliches Bild und man ertappt sich selbst auf seinem Irrweg. Die Nazis haben ja nicht nur Schrift, sondern alles mögliche an Kultur und Architektur in ihrem Sinne übernommen und oft genug im Sinn völlig verdreht.

Heutzutage sind manche Codes im Kunst oder "Politik"-betrieb im Grunde auch nur für Eingeweihte lesbar. Und das auch ganz bewusst.

Und das wird auch für deine Mischung von Farben und Formen gelten. Schon allein, was Gabber ist, wird kaum jemand wissen. Und 99 von 100 werden keine Ahnung haben, was du damit ausdrücken willst. Aber der oder die eine, die dich wissend angrinst. Und dein Tag ist gerettet ;)
 
  • #715
...in diesem Fall wären es die Hooligans. Leute die sich zu Schlägereien verabreden, sind da meist wenig offen und nicht so einfach in der Handhabung. Hab da selbst in FFM mal 'ne äußerst unangenehme Erfahrung gemacht.
 

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