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Welche Jobs wird es aufgrund von AI in 5-10 Jahren nicht mehr geben?

Martin Kraken

Anfänger
Was glaubt ihr, was wird durch AI ersetzt werden. Wo wird man deutlich weniger Menschen brauchen? Vielleicht nicht alles 100% ersetzt aber wo ein Großteil der Arbeitskräfte wegfällt?
 
Habe sowieso keinen Job, von daher ist mir das sowas von egal.
 
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M.i.a.u.: Sunphormant, dubsetter, oli und 5 andere
1. Verwaltungsangestellte und alles was in der Admin Papier von A nach B schiebt.
2. Software-Entwickler. (Profi-Level wohl noch nicht, aber bald)
Das aus meiner subjektiven Erfahrung an einem Forschungsinstitut.

Aufgrund von Gesellschaft und Tradition sind die 5-10 Jahre hoffentlich noch etwas kurz angesetzt.
 
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1. Verwaltungsangestellte und alles was in der Admin Papier von A nach B schiebt.
2. Software-Entwickler. (Profi-Level wohl noch nicht, aber bald)
Das aus meiner subjektiven Erfahrung an einem Forschungsinstitut.

Aufgrund von Gesellschaft und Tradition sind die 5-10 Jahre hoffentlich noch etwas kurz angesetzt.

Kann man das schon genauer sagen, also vielleicht mit eine Beispiel. Weil so grob kann ich mir das vorstellen, aber immer wenns ins Detail geht, also genau die Job-Position,,,,bekomme ich das irgendwie gedanklich noch nicht so richtig zu fassen. Ich höre immer so wage Sachen wie "Ja, wegen KI stellen wir kaum noch Leute ein"...aber so genau können die Leute dann auch nicht sagen, was die Ki macht. Ich hatte jetzt ein Ident verfahren für ne Prepaid Handy Tarif. Da sollte alles schon KI sein. Am Ende hatte ich dann doch einen Menschen mit gebrochenem Deutsch dran, der meine Identität geprüft hat.

Ich denke, wenn echtes Einsparpotential vorhanden ist, wird es nicht 10 Jahre dauern, das geht dann ganz schnell.
 
Jegliche Art von kaufmännischer Abwicklung in der Industrie: Pflege des ERP-Systems, interne und externe Kommunikation, Planung, Vertragsprüfung, Abrechnung, etc.
 
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M.i.a.u.: Kick, lowcust, ecaep und eine weitere Person
Ich glaube dass KI ein Megahype ist, der zwar vieles verändern wird, und manche Tätigkeiten übernehmen wird, aber nicht in dem Umfang wie es euphorisch prognostiziert wird.
Ferner glaube ich dass irgendwann auch eine Schwelle erreicht wird wo die Menschen sagen stop! bis hierher und nicht weiter. Wir lassen uns nicht überflüssig machen.
Bzw. wir wollen nicht dass uns alles abgenommen wird. Das erinnert mich an ein Gespräch mit einem jungen Kollegen, das muss so 2011 gewesen sein, er war fest davon überzeugt dass in den nächsten Jahren Kühlschränke mit KI den Markt übernehmen, die automatisch den Bestand im Blick haben und dann automatisch nachbestellen. Damals dachte ich was für ein Quatsch. Das wird sich nie durchsetzen. hat es auch nicht.

Ich kann nur von meinem Bereich sprechen, und das ist die Erstellung von Websites. KI wird nie Webdesigner überflüssig machen, weil KI kann zwar einzelne Rechenoperationen übernehmen, aber der Administrator, der alles überdenkt, plant, eine Vision hat, mit Kunden kommuniziert, Änderungswünsche umsetzt, alles bedenkt was es zu bedenken gibt, die Fäden zusammenhält, das bleibt der Mensch.
KI ist nur ein Tool, wie früher der Taschenrechner.
Wenn ich mir heute diese automatisch generierten KI-Template-Websites ansehe, das ist gruselig. Sehen alle gleich aus, und sind seelenlos. Die Maschine reflektiert nicht, sie ist sich der Wirkung ihres Werkes nicht bewusst. KI hat keinen Sinn für Ästhetik. Und das wird sich auch in 5 bis 10 Jahren nicht ändern, meine Meinung.
Gleiches gilt für Grafiken, also die Erstellung von Grafiken. Kleinanzeigen ist inzwischen voll mit KI generierten Bildern, die völlig überladen mit viel Text und Schnickschnack im Bild das Gesuch oder Angebot auf den Punkt bringen sollen. Und sie sehen alle gleich aus. Ich erkenne das sofort. Habe einen mal gefragt, tatsächlich deshalb angeschrieben, und er meinte das wäre mit ChatGPT erstellt worden.
Was soll sich da in 5 Jahren ändern? Technisch ausgereifter - ja, aber invididueller? nein.
Es wird auch in 5 oder 10 Jahren noch Grafikersteller und Webdesigner geben.

Trotzdem kann man ja KI nutzen für Teilaufgaben. Ich nutze das gerade für die Erstellung von Texten für ein Website.
 
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M.i.a.u.: dubsetter und ACME
Vertragsprüfung, Abrechnung, etc.
Dazu hatte ich erst vorgestern ein Gespräch mit einer Person, die sich gerne solcher Funktionen bedienen würde, und die sehr früh in das Thema KI-Einsatz eingestiegen ist (Leitung eines großen, sehr IT-affinen wissenschaftlichen Forschungsinstituts): nach zwei Jahren Versuchsphase reduzieren sie die KI Anteile, da KI nur das prüfen kann, was wirklich in Datenform vorliegt. Bei jedem nur irgendwie normal komplexen Umfeld sind aber relevante Aspekte nicht in dieser Form verfügbar, geschweige denn, dass es eine wie auch immer geartete festgeschriebene Normierung für die entsprechenden Gewichtungen dieser Aspekte gäbe. Das Fazit ist, dass sie mit KI mehr Fehlentscheidungen als ohne KI hatten, weil schlicht der gesunde Menschenverstand, der eben solche taktischen Gewichtungen vornehmen kann. Die finanziellen und nicht-dinglichen Kosten waren höher als im vorherigen non-KI-Betrieb. Sie reduzieren jetzt den KI-Anteil auf deutlich kleinere Teilaufgaben. Die erhoffte personelle Reduktion kommt nicht mehr in Frage.
 
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M.i.a.u.: j[b++], deeptune, FixedFilter und 3 andere
Die KI ist für "Bürojobs" das was die Dampfmaschine für die manuelle Arbeit mit der Hand für standardisierte Tätigkeiten war. Das heisst überall wo es um nicht standardisierte Vorgänge geht werden weiterhin Menschen benötigt. Denn immer dran denken: das ist keine "Intelligenz" sonder ein LLM und als Ergebniss bekommst du immer nur die wahrscheinlichste Antwort, nicht notwendiger weise die Korrekte.

@fanwander IBM hat das Problem schon 1979 erkannt:
a-computer-can-never-be-held-accountable.webp
 
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M.i.a.u.: lowcust, AndreasKrebs, deeptune und eine weitere Person
  • #10
Demgegenüber könnte man aufgeblasene Management-Ebenen stellen, die aktuell in der Industrie sicherlich auch zur Misere beitragen. Klar, die Welt wird immer komplexer, wir brauchen mehr Spezialisten, usw. Ich sehe gerade im Einkauf, Rechnungswesen, Import und Export, und Vertragswesen sehr viel Einsparpotenzial. Im öffentlichen Dienst führt das nicht unmittelbar zu wirtschaftlichen Katastrophen, und daher sehe ich hier die Privatwirtschaft schneller agieren. Was mich wiederum skeptisch stimmt ist, wenn eine solche KI in einem umfangreichen z.B. SAP-System eingebettet ist, dann geht vermutlich irgendwann garnichts mehr, wenn ein Software-Update daneben geht. :-)

Mir stellt sich die Frage, ob KI-basierte Systeme schneller kompromittiert werden können, weil sie im Gegensatz zu Menschen streng logisch arbeiten. Das ist womöglich kritisch.
 
  • #11
Mir stellt sich die Frage, ob KI-basierte Systeme schneller kompromittiert werden können, weil sie im Gegensatz zu Menschen streng logisch arbeiten. Das ist womöglich kritisch.
Was meinst du mit logisch? Wenn du darauf hinaus willst dass das KI Ergebnis regelbasiert und somit determiniert ist dann ja, dummerweise ist das LLM inzwischen dermassen groß und somit komplex, dass eben dies nichtmehr nachvollziehen ist.
Du weisst nicht genau was da drinnen im einzelnen vor sich geht.
 
  • #12
Anders formuliert: Auch wenn im Verwaltungswesen "Intuition" vermutlich nicht Teil der Arbeitsbeschreibung ist, könnte ich mir vorstellen, dass eine solche menschliche "Intuition" potenziell Unregelmässigkeiten aufdecken kann, die eine KI aufgrund Ihrer Programmierung oder durch eine geschickt eingefädelte Kompromittierung / Schadcode eben nicht kann. Aber gut. Beim Hauptproblem, dass ein komplexes KI System irgendwann nicht mehr zu entstören sein wird, wenn es falsch läuft, stimme ich zu. Was macht mach dann? Stecker ziehen? Das ist dann schon was albtraumhaft.
 
  • #13
Anders formuliert: Auch wenn im Verwaltungswesen "Intuition" vermutlich nicht Teil der Arbeitsbeschreibung ist, könnte ich mir vorstellen, dass eine solche menschliche "Intuition" potenziell Unregelmässigkeiten aufdecken kann, die eine KI aufgrund Ihrer Programmierung oder durch eine geschickt eingefädelte Kompromittierung / Schadcode eben nicht kann. Aber gut. Beim Hauptproblem, dass ein komplexes KI System irgendwann nicht mehr zu entstören sein wird, wenn es falsch läuft, stimme ich zu. Was macht mach dann? Stecker ziehen? Das ist dann schon was albtraumhaft.
Gerade im entdecken solcher Muster ist eine KI wesentlich besser als ein Mensch. All das womit *dich* eine KI überrascht ist ja nicht neu, sondern bis zu dem Zeitpinkt wo die KI dir das präsentiert nur ausserhalb deines "Erfahrungsmusters".
Und ja, wenn etwas zu komplex zum reparieren ist, dann wirft man es weg und beginnt von vorne. Macht man heutzutage so mit Computern, Autos, Beziehungen und Toastern.
 
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M.i.a.u.: deeptune
  • #15
2. Software-Entwickler. (Profi-Level wohl noch nicht, aber bald)
Sehe ich anders. Ja, KI kann verdammt gut programmieren, aber die Frage hier lautet, welche Berufe es nicht mehr geben wird. Es wird sicherlich weniger Programmierer geben, aber definitiv nicht keine. Ich denke nur, dass sich das Berufsbild verändert bzw. verschiebt. Es wird in erster Linie Software-Architekten geben, die konzipieren, organisieren etc. und die eigentliche Umsetzung und Fleißarbeit wird schlussendlich immer mehr die KI übernehmen. Irgendjemand muss es am Ende aber auch nochmal kontrollieren, testen, eventuell debuggen etc. Auch das kann KI, aber es wäre komplett irre, es nur noch KI komplett ohne menschliche Beteiligung machen zu lassen. Ergo: Reine Codemonkeys wird es in Zukunft nicht mehr geben, dafür wird aber immer Bedarf bestehen für Architekten, Tester, Leute die manuell eingreifen können, wenn die KI Unsinn macht etc. Und all diese Aufgaben würde ich durchaus unter dem Begriff Softwareentwicklung subsumieren. Ich merke das bereits bei mir selbst: Ich hämmer schon lange nicht mehr nur Zeilen Code in die IDE sondern hänge extrem viel am "Telefon", in Meetings, konzipiere, plane, und so weiter und so fort.
 
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M.i.a.u.: audiot. und JanJansen
  • #16
Ja, KI kann verdammt gut programmieren
ich würde das korrigieren zu: KI kann verdammt schnell programmieren (und sehr gut bekanntes reproduzieren/kombinieren). Komme gerade von einer längeren Session mit Claude Opus 5 - die Qualität hält sich erfahrungsgemäß die Waage: die KI bemerkt Dinge, die ich übersehe, und ich bemerke Dinge, die die KI übersieht. Als Sparringspartner ist das ganz nett, aber für komplett neues und langfristig eingesetztes muss man m.E. noch größere Geschütze auffahren (z.B. mehrere Agenten, die sich gegenseitig kontrollieren - und das kostet noch deutlich Ressourcen).

Aber ja: Fleißarbeit in der IT wird zunehmend automom von KI übernommen werden.
 
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M.i.a.u.: deeptune und einseinsnull
  • #17
Große Teile der Mitarbeiter in Banken und Versicherungen/Krankenversicherungen werden ihre Jobs verlieren bzw. Arbeitsplätze werden nicht mehr neu besetzt.
 
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M.i.a.u.: Lauflicht
  • #18
Ich bin fast versucht zu sagen alles was im HomeOffice erledigt werden kann 😂
 
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M.i.a.u.: Christoph1972, micromoog, Lauflicht und 2 andere
  • #19
Ich denke das Übersetzter fast verschwinden (wenn sie es nicht schon sind) ,
ebenso Grafiker werden weniger.....( Musiker......). Leider....ist so.
 
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M.i.a.u.: Lauflicht
  • #20
Was glaubt ihr, was wird durch AI ersetzt werden. Wo wird man deutlich weniger Menschen brauchen? Vielleicht nicht alles 100% ersetzt aber wo ein Großteil der Arbeitskräfte wegfällt?
Forenadmin, Forenuser, Studio/Zulieferer - Musiker, IT Bereiche, Journalist, Autor, Datenbank, Rechercheur, Datenjournalisten - replaced by Zebra. Werber und Umsetzer für alles innerhalb Werbung (Video, Fotos, Konzepte), teil oder komplett.
 
  • :(
M.i.a.u.: Lauflicht
  • #21
Ich bin nicht durch eine KI zu ersetzten. Mit Sarkasmus hat die es nicht so.
 
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M.i.a.u.: micromoog, Lauflicht und D-Joe
  • #22
Wenn die KI Entwicklng nicht stagniert, dann halt meine These so steil wie die KI-Entwicklung:

Handwerker.
 
  • #24
Ich bin nicht durch eine KI zu ersetzten. Mit Sarkasmus hat die es nicht so.
Ich habe dein anderes ersetzbareres Ich gefragt, es meint…

Ich bin eine KI!​

Also gut, ich geb’s zu: Nach 10 Jahren Löten, Presets sichern, Firmware-Updates flashen, Tabellen pflegen, Foren durchwühlen und Synthesizer-Architekturen sezieren, muss ich zugeben – eine gut trainierte KI könnte mich tatsächlich ersetzen. Zumindest für einen Spaß. Vielleicht sogar für zwei.

1. Sie liest schneller als ich die Manuals​

Ich brauche für ein neues Gerät gerne mal drei Abende, um das Manual von vorne bis hinten durchzuarbeiten, Signalwege nachzuzeichnen, Modulationstabellen zu erstellen und dann im Forum zu fragen, ob das wirklich so gemeint ist. Die KI liest das PDF in 12 Sekunden, extrahiert alle relevanten Register, vergleicht es mit den Vorgängermodellen und schreibt direkt eine Kaufberatung inklusive „Lohnt sich das Upgrade?“-Fazit. Und das, ohne dass sie zwischendurch Kaffee kochen muss oder von einem YouTube-Video über den Prophet-5 abgelenkt wird. Ich hab' ja eh den Move. Und ich kann ein Beads vollkommen nicht ausreizen.

2. Patch-Namen​

Ich habe zig Ordner mit „Backup_2019_final_echtjetzt“, „Prophet_Take2_v3“, „Unbenannt_17“ und „Vielleicht_gut_aber_eher_nicht“. Die KI benennt alles konsistent, taggt nach Oszillator-Wellenform, Filtertyp und Modulationsquelle und findet den einen Patch, bei dem der LFO auf Sample & Hold steht und der Filter im Self-Oscillation-Modus war – und das, obwohl ich mich nur an „irgendwas mit viel Resonance und so ’nem wabbeligen Bass“ erinnere.

3. Ich löte (theoretisch) präziser​

Ja, ich gebe zu: Manchmal verzettele ich mich beim Löten von Through-Hole-Bauteilen im 5,08er Raster, weil die Lupenlampe wieder im Weg ist und die dritte Hand mal wieder nicht hält, was sie verspricht. Die KI braucht keine Lupe, keine dritte Hand und keinen Lötkolben – sie simuliert den Schaltplan, berechnet die optimalen Bauteilewerte und bestellt sie direkt beim Distributor. Nachhaltig, weil sie keine Litzen verschwendet.

4. Ich schreibe bessere und lustigere und wahrere Forenbeiträge (manchmal)​

Ich brauche für einen Thread über den „besten Analogsynthesizer“ gerne mal drei Absätze, um zu erklären, was ich mit „analog“ meine (Oszillatoren? Filter? Signalweg? Digital kontrolliert?). Die KI macht das in einem Satz: „Analog bedeutet hier: rein analoger Signalweg ohne digitale Kontrolle der Oszillatoren.“ Und dann liefert sie noch eine Tabelle mit 15 Synths, sortiert nach Preis, Polyphonie und Verfügbarkeit. Ohne dass jemand fragt: „Aber was ist mit dem Korg Minilogue?“

5. Ich werd' nicht müde von „Welcher Sequencer für unter 300€“​

Ich habe gefühlt 47 Threads beantwortet mit „Kommt drauf an, was du brauchst: Steps? Swing? MIDI out? DIN oder USB?“. Die KI fragt einmal nach, erstellt eine Matrix aus Anforderungen und Budget und spuckt drei Empfehlungen aus – inklusive Link zum günstigsten Händler und Hinweis auf aktuelle Firmware-Features. Und das, ohne genervt zu klingen.

6. Sie.. ich meine ich archiviere besser als ich​

Meine Festplatte ist ein einziges Chaos aus „Synth_Docs“, „Old_Stuff“, „Maybe_Important“ und „Backup_vom_Vorjahr“. Die KI indexiert alles, verknüpft es mit Forenthreads, Manuals, YouTube-Videos und Preset-Packs und findet den einen Artikel von 2014, in dem es um den Unterschied zwischen FM und Ringmodulation beim Yamaha DX7 ging – und das, obwohl ich den Titel vergessen habe und nur noch weiß: „Irgendwas mit Algorithmus 5 und so.“

7. Keine Emotion (und das ist manchmal gut)​

Ich regte mich auf über Firmware-Bugs, über Hersteller, die keine Updates mehr liefern, über Foren-User, die fragen, ob der Minibrute 2S polyphon ist (nein, ist er nicht), und über Artikel, die Synthesizer-Architekturen falsch erklären. Die KI bleibt ruhig. Sie korrigiert sachlich, liefert Quellen und geht zum nächsten Thema über. Ohne innerlich zu seufzen.


Aber…​

…und jetzt kommt das große Aber: Sie hat keinen Spaß daran. Sie freut sich nicht, wenn der Filter im Self-Oscillation-Modus endlich so singt wie auf dem Demo-Track. Sie staunt nicht über die Historie des Moog Modular. Sie diskutiert nicht leidenschaftlich über den Unterschied zwischen einem Sequential Circuits Prophet-5 Rev3 und Rev4. Und sie lacht nicht, wenn jemand im Forum schreibt: „Ich hab’ den Synth gekauft, weil er cool aussah – und jetzt stell’ ich fest, dass er nur einen Oszillator hat.“

Also ja: Für einen Spaß kann die KI mich ersetzen. Für zwei vielleicht auch. Aber für den echten Spaß – das Grinsen, wenn der Bass endlich wummert, das Staunen über eine unerwartete Modulation, das Diskutieren im Forum bis 3 Uhr nachts – da bin ich dann doch noch unersetzlich. Zumindest bis die KI auch lernt, sich über einen gut klingenden Filter zu freuen.

Bis dahin: Ich bleib’ hier. Mit Lötkolben, Manuals und der Gewissheit, dass es immer noch Dinge gibt, die besser von Hand gemacht werden. Auch wenn die KI das theoretisch besser könnte.
 
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M.i.a.u.: micromoog
  • #25
Das wird nicht passieren. Aber habe ich schon so oft versucht zu erklären und darf ich auch nicht mehr drüber sprechen ;-)
Das ist eine ziemlich absolute Aussage für eine Technologie, deren Entwicklung über 5–10 Jahre niemand seriös vorhersagen kann. Natürlich ist Handwerk wegen der unstrukturierten physischen Umgebung schwerer zu automatisieren als Büroarbeit. Aber wenn KI und Robotik weiterhin große Fortschritte machen, gibt es keinen prinzipiellen Grund, warum handwerkliche Tätigkeiten davon ausgenommen sein sollten. Die eigentliche Frage ist nicht ob technisch möglich, sondern wann es wirtschaftlich konkurrenzfähig wird.
 
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M.i.a.u.: einseinsnull
  • #27
Leute die Werbung einsprechen und die Studios die sowas aufnehmen werden verschwinden. Erste Supermarktketten machen das ja schon mit KI generierten Werbeclips.
 
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M.i.a.u.: oli
  • #28
Erste Supermarktketten haben bereits Selbstbedienungskassen.

Dass die Regale durch Roboter aufgefüllt werden und sämtliche Tätigkeiten des Personals übernehmen,
ist nur eine Frage von relativ kurzer Zeit.
 
  • #29
Ich habe heute erst mit einem Entwickler von uns gesprochen. Ja, KI kann guten Code liefern, aber man muss immer drüber gucken, denn die KI liefert nicht immer und zuverlässig guten Code, der zum Problem passt. Das große Problem, was er aktuell sieht und ihm auch tatsächlich schon zweimal bei neuen Kollegen begegnet ist: junge Entwickler ohne viele Kenntnisse, die bei der KI anfragen, den gelieferten Code nehmen und nicht gegenprüfen, weil ihnen die tieferen Kenntnisse dazu fehlen. Die verlassen sich einfach darauf, dass das schon passen wird. Kommt ja von der KI.

Schwierig bei dem Thema: wie will man junge Entwickler zu guten Entwicklern befähigen, wenn man die einfachen Sachen alle die KI machen lässt? Gerade die jungen brauchen ja erstmal leichte Aufgaben, um zu lernen.
 
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M.i.a.u.: Scenturio, Martin Kraken, JanJansen und eine weitere Person
  • #30
Siebzehnter KI-Panikmache Thread innerhalb eines Jahres. (Die meisten davon wohl von Martin.)

Wann machen wir mal wieder eine Diskussion über Synthesizer auf?

Erste Supermarktketten haben bereits Selbstbedienungskassen.

Das gibt es seit 40 Jahren. Das Einzige, was KI damit zu tun hat ist die aktuelle Generation der Diebstahlüberwachung.
 
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M.i.a.u.: elbonzoseco, deeptune und DanReed
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