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Welche Jobs wird es aufgrund von AI in 5-10 Jahren nicht mehr geben?

  • #123
Naja, wenn Ich mir die Roboterentwicklung in China angucke scheinen die aber bewegungstechnisch schon relativ fit zu sein.
Tapezierende oder Farbeimer tragende Roboter sehe Ich keine 10 Jahre entfernt.
Die können sich ja auch jetzt schon gegenseitig die Fresse polieren.
Oder ist das hier kompletter Fake?


Da kann Hainer noch nicht mithalten. Und es ist sicher daß da keine Rappeldürren Statisten drinnstecken?
Also was ich ja arm finde ist wenn im Kampfsport kein Respekt vorgelebt wird. Ich kannte das bei Karate so daß man sich
erstmal verbeugte. Anstatt gibts hier einen peinlichen Freudentanz in den ich wiederum direkt reintreten könnte.
Ich finde wenn Kampfsport dann bitte mit respektvoll wie es einmal wohl war.
 
  • #126
Und aus den heutigen Problemen einfach abzuleiten, dass reale Aufgaben grundsätzlich nicht skalieren können, ist wieder genau das: Du erklärst den heutigen Stand zur technischen Grenze der nächsten Jahrzehnte. ... Und aus dem heutigen Stand abzuleiten, dass sich daran in 20–50 Jahren grundsätzlich nichts ändern kann, ist letztlich eine Prognose, kein Beweis.
Sehe ich auch so.

Der heutige Stand ist auch schon ein bisschen weiter. Ich erinnere mich dunkel an Berichte über Experimentalroboter, die unterschiedliche Bewegungsformen gelernt haben. Das war vor zehn oder zwanzig Jahren.

Erstbester Suchmaschinenfund:

Evolution of Locomotion Controllers for Legged Robots
Part 3: Intelligent Robotic System, 2004

The construction of a locomotion controller for legged robots is a difficult and time consuming process. This task can be automated through the use of evolutionary techniques and an appropriately chosen control system. The presented approach utilizes a genetic algorithm that evolves the parameters for a spline controller. The controller outputs its control signals to a virtual robot in a mechanical simulator, enabling the robot designer to preview the robots locomotion patterns. This approach has shown to produce walking patterns for a number of robots with differing morphology. ... The resulting system has shown to be a simple and efficient method for automated controller design.

Oder in einer von vielen Anwendungen:



(Ich gehe davon aus, dass die Bewegungsformen evolviert wurden, sonst gilt das natürlich nicht.)
 
  • #128
ja, sowas wie Real Steel dürfte bald gut abgehen - auch Roboterfußball könnte in die Pötte kommen, aber das wird die Arbeitsplätze für hochbezahlte Sportler natürlich noch nicht direkt bedrohen ...
 
  • #130
Beim coden einfacher kleiner Aufgaben hilfreich, aber das wars dann...
Vor einem Jahr hätte ich Dir noch recht gegeben, aber in den letzten Monaten musste ich meine Meinung revidieren. Du scheinst keine Vorstellung zu haben, was eine fähige Person z.B. mit Cursor und Composer 2.5 oder gar einem der Frontier-Modelle anfangen kann.
Bei uns (in einer Software-Firma) ist das jedenfalls sehr auffällig, wie einige Entwickler in letzter Zeit durch gekonnte KI-Nutzung ihre Produktivität vervielfacht haben.
Ich persönlich bin normalerweise nur für das Lösungsdesign zuständig und zu teuer für die Umsetzung, aber durch diese Vorreiter motiviert habe ich im letzten Monat auch selbst Cursor ausprobiert und testweise ein paar Designs für neue Features eines Softwareprodukts direkt von Cursor in Umsetzungspläne überführen lassen (Ergebnis waren ca. 50 detaillierte Pläne) und aus diesen den kompletten Programmcode einschließlich aller geforderten Unittests generieren lassen.
Insgesamt wurden auf diesem Weg ca. 30.000 Zeilen Code generiert, ein hoher Anteil davon natürlich für die Tests. Ich konnte das mit ein paar wenigen Tagen Arbeit erledigen und musste nur die Pläne und dann den Code reviewen (was ich bei Umsetzung durch einen der Entwickler auch machen würde), wobei mir jeweils ein paar kleine Dinge aufgefallen sind. Die Code-Qualität war aber durchweg hoch. Abschließend durfte Gitlab Duo jede Story noch einmal reviewen und gegen den entsprechenden Abschnitt des Designs prüfen, wobei noch einmal ein paar Kleinigkeiten aufgefallen sind.
Ich musste keine einzige Zeile Code selbst schreiben und es wurde eine Lösung auf einem sehr hohen Qualitätsstandard (in einem der Teilprojekte z.B. mit der dort geforderten 100% Testabdeckung auf Instructions und Branches) und mit einer exakten Dokumentation der Lösung, zusätzlicher Klärungen und einer exakten Definition of Done usw. erstellt. Es wäre kaum möglich, dieses Level mit menschlichen Entwicklern zu erreichen oder in einem größeren Projekt und unter Kosten- und Zeitdruck aufrechtzuerhalten.
Und dazu kommt: Software-Sicherheit wird immer wichtiger, aber nicht jeder Entwickler kennt sich damit aus und sollte das auch nicht müssen. Durch die agentenbasierte Entwicklung können Spezialisten im Unternehmen entsprechende Regeln formulieren, die dann bei jeglicher Codegenerierung berücksichtigt und auch in den automatischen Code-Reviews geprüft werden.
Diese Standards kann man, wenn wir ehrlich sind, mit menschlichen Entwicklern alleine einfach nicht einhalten.
Mein Fazit: Softwareentwickler, Lösungsarchitekten usw., die mit der heute verfügbaren KI-Unterstützung umgehen können, sind ungleich produktiver als vorher und werden immer noch gebraucht. Außerdem erreichen sie eine vorher kaum mögliche Qualität der Arbeitsergebnisse. Gleichzeitig ist klar, dass sich die Art des Arbeitens und die benötigten Fähigkeiten verschieben und dass man weniger solche Leute braucht als bisher.
Wer aber glaubt, dass die Coding-Agenten keinen ernstzunehmenden Code schreiben können, sollte die Augen aufmachen. Wir müssen uns daran gewöhnen, dass sie inzwischen sehr sehr gut darin sind.
 
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M.i.a.u.: audiot. und oli
  • #131
Der heutige Stand ist auch schon ein bisschen weiter. Ich erinnere mich dunkel an Berichte über Experimentalroboter, die unterschiedliche Bewegungsformen gelernt haben. Das war vor zehn oder zwanzig Jahren.

genau, und vor allem deswegen sind die mit KI heute plötzlich wirtschaftlich einzusetzen, und das ist der Hauptgrund warum man plötzlich bessere baut.

Heute wissen die schlichtweg selbst, welche Bewegungen sie alles machen können und lösen dann die ihnen gegebenen Aufgaben selbstständig.

In der Robotik ist KI zwar ein Bestandteil, aber auch nur seit es KI gibt

weil es erst mit KI so richtig Sinn macht Humanoiden zu Kosten von 500,000 Euro als Produktionshelfer einzusetzen.
 
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  • #133
Nein, da hast du noch nicht verstanden was ich schreibe. Du kannst einem neuronalen Netz trillionen von Leberflecken "zeigen". Es wird dir nicht sagen können welcher Leberfleck Hautkrebs ist. Für das neuronale Netzwerk ist das alles nur Rauschen. Es hat keine intrinsische Wertung. Was machen wir also? Wir als Menschen werten die Leberflecke, geben ihnen ein Label (Hautkrebs ja/nein). Wir haben also ein Input (Leberfleckbild) und ein Zielwert (z.B. Hautkrebs). Dadurch lernt das NN und kann am Ende wenn es tausende Bilder gesehen hat unbekannte Leberflecken bewerten, ob sie Hautkrebs sind oder nicht. Es generalisiert. Das bedeutet, wir haben jede Wertung manuell übertragen. Die Maschine hat die Regeln und die Bewertung nicht selbst erfunden. Wir haben die Daten annotiert und gewertet.

Dieses Märchen kenne ich ganz anders.

In der Version, die ich gehört habe, bringt man einer KI bei, was durch Laborbefunde über Bilder herausgekommen ist, und dann nimmt man die KI um künftig Bilder zu bewerten ohne einen Laborbefund zu brauchen - was dann bedeutet, dass die KI jetzt Bilder besser bewerten kann als der Mensch.

Wäre die KI nur genauso gut wie der Facharzt, wäre sie ja komplett sinnlos und man könnte Menschen beibringen welche Bilder welche Laborbefunde nahelegen.

Jetzt musst du überlegen wie bekommst du die Bewertungen, die ein Handwerker trifft in eine Form von Input und Zielwert. Und das Problem ist hier, dass du nicht 2 Parameter ableiten musst, sondern tausende. [...] Warum können wir das? Weil wir ein Weltmodel besitzen, weil Bewertung schon ab der Geburt eingebaut ist.

Autsch.

 
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  • #135
Heute können sie Hindernissen ausweichen, morgen können sie Schrauben reindrehen, übermorgen können sie sich das dann gegenseitig beibringen.

Die Agenten laufen in der Cloud, die physischen Roboter setzen es mit 3 Sekunden Zeitverzögerung um.

Viel schwieriger als die "KI" daran ist die Energie zur Verfügung zu stellen. Der menschliche Körper ist irrsinnig energieeffizient.
 
  • #136
Er muss immer noch eins draufsetzen.

Selbst erst 12, weiß aber schon, was in 50 Jahren sein wird. Gegenreden zwecklos. :)

0 Argumente, nur Dummschwätz.

Dieses Märchen kenne ich ganz anders.

In der Version, die ich gehört habe, bringt man einer KI bei, was durch Laborbefunde über Bilder herausgekommen ist, und dann nimmt man die KI um künftig Bilder zu bewerten ohne einen Laborbefund zu brauchen - was dann bedeutet, dass die KI jetzt Bilder besser bewerten kann als der Mensch.

Wäre die KI nur genauso gut wie der Facharzt, wäre sie ja komplett sinnlos und man könnte Menschen beibringen welche Bilder welche Laborbefunde nahelegen.



Autsch.


Einfach mal gründlich lesen was ich schreibe und dann versuchen zu antworten. Sonst wird das nichts. Ich habe ja schon geschrieben, dass es durchaus in sehr spezialisierten und begrenzten Aufgaben Einsatzfelder für AI gestützte Roboter gibt und wir werden da in nächster Zeit sicherlich auch einige sehen. ABER ES SKALIERT HALT NICHT! Einfach mal durchlesen, Gehirn einschalten und verstehen, was der Kraken da sagt. Ja, ein Picking-Roboter bei Amazon kann jetzt aus einem Karton mit verschiedenen Artikeln den richtigen Artikel nehmen. Auch wenn er dafür 3x länger braucht als ein Mensch. Aber er kann nur diese eine Aufgabe, braucht selbst dafür schon ein neuronales Netz mit fast einer Milliarde Parametern. Und er kann noch nicht mal alles picken nur die einfachen Sachen, die sich mit einem Saugnapf picken lassen. Diese AI lebt in einer ich picke Gegenstände-Welt und man kann sie nicht kombinieren mit "Ich fahre Auto". Jedes dieser Systeme ist völlig isoliert. Er kann weder einen Tisch abwischen, noch irgendwas anderes. Und der Roboter der Tische abwischt, braucht ebenfalls ein riesiges neuronales Netz und er kann nur Tische abwischen, er kann aber keine Stühle stapeln und kein Auto fahren. Einzelne Aufgaben in einer definierten Umgebung, in Fabriken zum Beispiel, mit einem sehr begrenzten Handlungsumfang, das funktioniert. Aber jede komplexere Sache benötig so viele Informationen, dass kein Speicher, auch in 50 Jahren nicht, diese Menge erfassen kann und schon gar nicht in einem neuronalen Netz verarbeiten kann.
 
  • #137
@Turing
Interessanter Einblick.
Letzens hat mir die KI auch ein Programm geschrieben, das ich selbst nicht gemacht hätte, weil zu zeit intensiv.
So war das Prog in 10 Minuten fertig.
Für mich entscheidet sich das Schicksal der KI dadurch, ob der Wille und das Geld da ist, die Technik so weiter zu entwickeln, dass sie Geld bringt. Bis jetzt verdient nur Nvidia durch KI, und nicht mal die, weil die das Geld sofort in Kredite für oracle, openai usw stecken. Die es wirder bei Nvidia ausgeben...
Am Golde hängt, zum Golde drängt doch alles.
 
  • #138
Aufgrund von KI könnte Binnenschifffahrer als Beruf wegfallen..
 
  • ^
M.i.a.u.: JayBee
  • #140
Die eigentliche Sprengkraft von KI und Robotik liegt vielleicht gar nicht im Jobverlust, sondern im Verlust von Sinn und gesellschaftlicher Funktion.
Hannah Arendt hat schon früh gefragt, was passiert, wenn eine Gesellschaft von der Arbeit befreit wird, aber nicht weiß, was sie mit dieser Freiheit anfangen soll.
 
  • #141
was passiert, wenn eine Gesellschaft von der Arbeit befreit wird, aber nicht weiß, was sie mit dieser Freiheit anfangen soll.
... also ich könnte problemlos den Rest meines Lebens damit verbringen, Bücher zu lesen, gutes Essen zu mir zu nehmen, und Frau+Katzen zu flauschen. :mrgreen:
 
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M.i.a.u.: oli und smallie
  • #142
Mmmja ... ich würde meinen, dass wir i.d.R. die meisten sozialen Kontakte im Arbeitsleben bekommen. Das wäre ein Faktor.
Aber wenn dann alle zu Hause sind, könnte man sich auch anderweitig treffen :mrgreen:
Der Großteil der Arbeit wird so und so unentgeltlich verrichtet. Von daher ...
 
  • #144
Ich schaue gerade einer meiner Lieblingsyoutuber, in einem Beitrag gibt es ein Kurzinterview mit einem Konzeptkünstler und dort scheint ja KI so ziemlich übernommen zu haben. Alles im Wandel derzeit durch KI!

 
  • #145
Aus einem Thread zur Qualität einer KI-generierten SVG-Library:

Vincent Parrett, australischer Entwickler, Maintainer einer open source Unit-Test-Lib, klagt:

At this point in time it seems to me that commercial components are destined for the history books - and authors have every right to be bitter about it. When you spend a large chunk of your professional life perfecting your craft, learning everything there is to know about your subject matter, only to have people feed your product to AI - which then learns from it and then spits out a free competitor - how can you not be?

It's not just components, it's applications too. The last 6 months have been a disaster for me, I have had to lay off devs (one was with me for 14 years) - and it wasn't because I wanted to replace them with AI (which I do use, and they were too), it's because our customers are replacing us with AI generated scripts. That 25 years of earned knowledge and experience is no longer a moat - commercial software is on it's last legs, we will all be using vibe coded crap from now on. FWIW, 99% of the traffic on my website now is AI bots.
 
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