Welches sind die 3 unverzichtbaren Synths? (und warum)

Um mal meinen Post weiter zu elaborieren:
Wenn's nur drei Klangerzeuger sein dürfen, müssen es drei Featuremonster sein. Kein Unterschied zwischen Studio und live:
  1. Kurzweil K2500S. Workstation muß sein, und Kurzweil kenn ich. Hat gegenüber der K2000 den Vorteil von mehr Tasten, vier zwei Ribbons, Ausgängen wie ein Rackexpander und acht per Performance steuerbaren Multimode-Parts, ist also besser als Schaltzentrale. Alle ROM Expansions, P-RAM, Sample-RAM-Vollausbau (mir doch egal, wenn sie eine Viertelstunde zum Laden braucht, da muß ich ja nicht die ganze Zeit davor sitzen), KDFX, interne Festplatte, natürlich neuestes OS.
  2. Novation Supernova II Keyboard in Vollausbaustufe. VA mit Firepower, Flexibilität und gutem Vocoder muß auch sein, und der Kyra ist ja noch nicht raus. Außerdem flexibler programmierbarer Arpeggiator.
  3. Akai MPC2500, ausgebaut mit JJOS XL, 128 MB RAM und interner Festplatte, um die Samplesammlung immer dabei zu haben (das, was für die Performance gebraucht wird, liegt als Autoload auf einer CF-Karte). Ordentlicher Drumsampler muß auch sein. Der Kurze könnte das theoretisch auch, aber nicht so elegant, und es frißt unnötig Ressourcen.
Wäre ein vierter Synth erlaubt, wäre das ein Yamaha TX802, um auch Phasenmodulation ohne Rumgekrücke mit KFM mit ins Spiel zu bringen.

Nicht mit eingerechnet sind MIDI-Router (Miditemp PMM 88-E), Mixer (Yamaha 02R, you can never have too many inputs), Effekte (paar Lexicons, unvermeidlicher Small Stone), Ständer (nach vorne raus natürlich ein Apex) etc. Sequencing erschlagen alle drei auf ihre Art.
Sinn und Zweck dahinter soll musikalisch erstmal klassische Elektronik sein von Leuten, die in den 70ern schon aktiv waren, außerdem 80er-Jahre-Synthpop in seinen diversen Facetten (nicht zu verwechseln mit Karikaturen wie Synthwave, Vaporwave, Retrowave und wie das alles heißt). Ich mag es nicht, am Rechner zu arbeiten. Das ist Musikmachen durchs Schlüsselloch, da kommt das "Ich bin Musiker"-Feeling weit weniger rüber, als wenn man tatsächliche Hardware-Instrumente unter den Händen hat, und zu "alter" Musik paßt eine "alte" Vorgehensweise einfach besser. Live sollte es klingen wie im Studio, außerdem Prinzip Kebu: Keine zugespielten Audiospuren, alles soll live direkt aus den Maschinen kommen.

Das setzt technisch natürlich ganz eigene Ansprüche. Andere Ansprüche setzt es gar nicht, z. B. wildes Live-Herumschrauben an allen gerade passierenden Sounds oder fette Analogdrums mit untertagemäßig deepen Wummer-Kickdrums. Drums werden eh zu einem Großteil Linn und DMX/DX sein, analog von Roland praktisch ausschließlich CR-78 und auch das nur selten.

Tatsächlich haben tu ich von den drei Maschinen nur das MPC2500, aber auch in genau der Ausführung. Aus meiner jetzigen Maschinerie ließe sich keine ähnlich gut geeignete Kombi aus drei Klangerzeugern zusammenstellen.

Ein ganz neues Setup aus jetzt gerade im Augenblick gebauten Geräten könnte ich mir gar nicht vorstellen. Kann ein aktuelles Hardware-MPC vollumfänglich ausnahmslos alle Tricks, die ein MPC2500 mit JJOS XL kann? Außerdem ist das, was sich heute "Workstation" nennt, in der ursprünglich angedachten Funktionalität (vor allem beim Sequencer) ziemlich kastriert, weil die Zielgruppe eigentlich nur noch aus Coverband-Keyboardern besteht, die gewisse Funktionen entweder eh nie brauchen oder aus dem daneben stehenden MacBook holen. Und auch wenn Kurzweil Forte unterm Strich mehr kann als eine K2500S, kann das Ding längst nicht alles, was die K2500S (oder sogar auch nur die K2000 ab OS V3) kann.
 
Meine top 3 (die ich besitze):
Moog Voyager (+Moogerfooger/Effekte): Ein wunderschoenes, wohlklingendes Instrument; mein Little Phatty klingt auch eigenstaendig gut, aber die Klaviatur ist furchtbar
Virus kb (unbedingt mit externen Effekten): sehr gute Synthklaviatur, mir gut vertraute Bedienung, vielseitig
Make Noise Shared System: Ein klanglicher Experimentierkasten mit tollen Effektmodulen; verdraengte einen Nord Modular

Speziell fuer live:
Nord Wave: Das klangliche Chameleon, samples und vsti to-go
Yamaha CS01 mit BC-1 (z.B. mit Gitarrenpedalen): Klein und mit Blaswandler nuanciert spielbar
Yamaha DX100 mit BC-1 (+ Effekte): vielseitiges Rauschmonster, mit BC-1 nuanciert spielbar
 
Satt dessen kann man hier nur ein bisschen global am CutOff herumdrehen und muss zum editieren in den Program-Mode zurückkehren.
Das ist null intuitiv und nimmt jeden Fluss raus.
An dieser Stelle hat Dave einfach aufgehört und wahrscheinlich andere Prioritäten gesetzt.
Ja, es ist ein Drama und sogar noch schlimmer als das: Man kann im Multi-Mode die Sounds editieren und verstellen wie man will, aber man kann die Änderungen nicht speichern. Heutzutage würde man mehr Speicher verbauen und statt der blossen Verlinkung von Programs im Multimode, vollständig speicherbare Multi-Programme anbieten. Also so, wie es der Analog Four halt auch macht. Bzw. der Tetra hatte auch einfach eine eigene Bank dafür. Leider hat der Tetra wiederum andere Quirks und Unzulänglichkeiten... also Multi-Timbral hat Dave dann nie wirklich gut hingebracht, obwohl ja die Dual-Timbralen Prophets 08/Rev2/12 das ja auch irgendwie konnten oder?
 
also Multi-Timbral hat Dave dann nie wirklich gut hingebracht, obwohl ja die Dual-Timbralen Prophets 08/Rev2/12 das ja auch irgendwie konnten oder?
Die können es zwar, aber es ist alles andere als gut umgsetzt. Mittlerweile vertrete ich die Meinung, dass man DSI Synths am besten nur im Polymode einsetzt, da es sonst immer schnell umständlich wird und nur den Workflow stört. Die Schweden - also Nord oder auch Elektron haben das bei weitem besser drauf - da kann man so ziemlich alles in Echtzeit machen und auch an einem Multi schrauben und das dann komplett speichern. Es ist wirklich schade, dass Nord nicht in bisschen mehr in Sachen Synths macht, aber wahrscheinlich verkaufen sich deren Electro/Stage-Linie einfach deutlich besser.
 

nox70

System konformer Querdenker...
Feste Größe:

Prophet 12 & Pro-2 (irgendwie für mich ein Synthpaket, der Pro-2 war der erste DSI der mir in allen Aspekten lag, P12 musste mittelfristig kommen um andere Stärken zu bedienen). Einsame Insel nicht ohne DSI.

Variabel mit Stand heute:

Peak (hat die klangliche Dimension, Tiefe und Wucht, die ich bei der Ultranova noch etwas vermisst hatte, obwohl das weiterhin ein schöner VA ist. Irgendwie ist der Peak für mich zwischen Roland und Oscar. Kann auf jeden Fall überzeugend weich bis zu verzerrt, auch für Sequencen und Bässe eine Wucht).

Waldorf microQ Keyboard (neben dem MicroKorg war ein gebrauchter mQlite mein erster richtiger Synth. Je wichtiger mir die richtigen Synthesizer werden, desto klarer wird mir, dass Waldorf dazu gehört. Das Klangbild eines Waldorf Synths ermüdet mich nicht, daran höre ich mich nicht satt. Bis heute bereue ich den Verkauf meines Qs, aber der kleine Bruder ist ein guter Ersatz).
 
Aktuell
-Roland Sh01A Simpler Seq, Mächtiger Sound und sehr guter Filter ...macht mega Spaß
-Roland Alpha Juno 1 kompakte Tastatur und gut für Flächen, Lead und Chords!
-Moog Minitaur, sehr Sahniger deeper Bass Synth und für mich einer der besten Moog Filter
-Analog Rytm, Hammer Step Seq incl Groove, verdammt gute Effecte, Kompressor, Overdrive, Hall und Delay.
klingt druckvoll und Teuer. Macht mega Spaß!

Alles andere könnte ich verkaufen...
 
Zuletzt bearbeitet:
Ja, es ist ein Drama und sogar noch schlimmer als das: Man kann im Multi-Mode die Sounds editieren und verstellen wie man will, aber man kann die Änderungen nicht speichern.
--->
Ich habe inzwischen 2 x Evoler- Desktop... in Daisy-Chain Mode kann ich beliebig viele aneinander Reihen,
jeden einzeln programmieren wie es mir gerade passt und auch je einzeln speichern...

(z.B. 2x4x4 Sequenzen, die alle jeweils etwas anderes modulieren... usw.
Damit kann man sich Knoten in die Ohrläppchen basteln,
noch 2, 3 Evolver dazu und man bekommt die Knoten gar nicht mehr auf!)

Und wenn man eh schon ein gutes Keyboard mit Aftertouch hat, braucht es ja nicht noch mehr Klappertasten. ;-)
Ein Desktop kostet um die 400,- € das meint, selbst wenn ich ihn 5 stimmig in Daisy-Chain erklingen lassen will,
ist es immer noch günstiger als ein Poly-Evolver, und flexibler anscheinend ja auch noch.
--->
Bei mir z.B. funzt die Clip-LED bei einem nicht, zum sauberen Einstellen sehe ich mir einfach die LED des 2. Evolver an,
der ja erst mal gleich zieht, je nachdem wie ich die beiden einstelle, was jeweils vom Anderen gesendet/empfangen wird.
-----------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------
Übrigens hat der Evolver keine Wavetables, sondern nur Waveshapes.
Eine Waveshape ist eine Single Waveform und extrem kurz. (bis 128 samples - vocal ist das etwa eine Wortsilbe)
--->
Eine Wavetable setzt sich aus vielen Waveshapes zusammen (vocal passt da schon ein kurzer Satz rein)
und sind dadurch extrem vielseitig mit Startpunkt, env, lfo usw. modulierbar...
Siehe z.B. Blofeld. ;-)

--->
Meine 3 sind:
Evolver-Desktop, vielfach Poly-Chained
Waldorf Blofeld (2x Keyboard = 98 Tasten)
Yamaha EX5 oder/und VL70-m
 
Zuletzt bearbeitet:
Ich mache ein Update:
Wäre es nötig neu zu beginnen, fänd ich Moog One, System 8 und Quantum bzw alternativ Prophet X als eine hervorragende Produktionsmaschinerie fürs Studio - für live ist das alles zu wuchtig und groß und schwer, aber für ein Studio sind diese ziemlich super. Ich hätte noch einen vierten, den ich in diese Richtung einordnen würde, aber 3 sind halt Limit.

Für meine Musik, für meine Denkweise und so weiter und meinen Klangbedarf.

Hintergrund: https://www.sequencer.de/synthesizer/threads/moog-one.140759/page-37#post-1669160
 
1. Analog 4 - deckt ziemlich viel ab und hat einen mächtigen Sequencer + recht gut klingendes Reverb onboard
2. Prophet rev2 - Fächen, Flächen, Flächen (ok, der kommt erst noch ins Haus)
3. System 1 + plugouts für Bass und Arps
 
-juno 106 oder alpha juno-gute allround soundz, pads
-dave smith evolver - für ne prise extra mit endlos modulationszielen
-ms 20 -knarzen ist schön..
 
Wenn ich meinen mühsam gesammelten Gerätepark auf drei Synthesizer reduzieren müsste ... , dann blieben übrig:
- Haken Continuum - das expressiv (intuitiv) spielbarste elektronische Instrument, das ich je unter den Fingern hatte
- Korg Kronos - kann so ziemlich alles ... auf einem sehr ordentlichen Niveau ... wenn auch schon mal umständlich zu bedienen, bis er klingt
- Alesis Andromeda - vielseitig, wenn es analog sein soll
(... aber muss ich ja nicht.) :kaffee:
 

RetroSound

|||||||||||
Gibt es nicht. Alles ist vèrzichtbar. Talent und Enthusiasmus sind unverzichtbar.

Wenn es darum geht welches meine Arbeitstiere sind, dann:
Yamaha DX7 II
Roland Juno-60
LinnDrum
 
Zuletzt bearbeitet:
Rob Papen's ALBINO3 ist mein Liebling in Flaechen und melodischem Spiel. Ich komme als Anfaenger gut klar mit Albino und liebe seinen Charakter.

AAS ULTRA ANALOG fuer Rythmen, Arpeggios und spezielle Klaenge. Er eignet sich fantastisch zum Lernen.

Synthogy IVORY mit dem Boesendorfer 290, repraesentiert fuer mich des Menschen Spiel in der Welt (Synthies). Es war immer ein Traum von mir: Konzerte fuer Klavier und Synthesizer.
 
W

Wellenstrom

Guest
Könnte ich beim besten Willen nicht auf 3 reduzieren.
Dafür bin ich zu sehr daran interessiert, verschiedene Synthesekonzepte in einen Track unterzubringen. Eierlegende Wollmilchsäue gibt es zwar, sind aber nicht mein Ding.
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:

intercorni

|||||||||||
Nr 1 ist bei mir der PPG Wave 2.2 weil die Begeisterung für dieses einmalige Instrument einfach nicht nachlässt.
Nr 2 wäre dann der Minimoog, der einen schönen Kontrast zum Wave bietet und beide sehr gut harmonieren. Nur Analog ist langweilig, nur digital aber auch. Die Mischung ist sehr reizvoll.
Nr 3 wäre mein eignener Modularsynth, der Hell Modular, den ich wirklich so konstruiere, wie es für mich am meisten inspirierend wird.
 
  • Daumen hoch
Reaktionen: oli

Sammy3000

||||||||||
Bei einem Wohnungsbrand würde ich aktuell diese 3 Synthesizer vom Tisch schnappen:

1. Elektron Octatrack
2. Roland TR8s
3. Novation Peak
 
  • Daumen hoch
Reaktionen: oli
Seid gegrüßt, und ich möchte zu meinem ersten Beitrag ein paar Worte uber mich sagen.
Bin nicht mehr ganz Taufrisch, und mache vom 12. Lebensjahr an Musik. Komme aus der DDR, und aus einer
Zeit, in der es noch keine PC und vsT mit Midi Anbindung gab.
Wir haben also richtige Instrumente gespielt.
Selber lernte ich Akkordeon, später dann Keyboard, E-Gitarre, Bass und Drums.
Jetzt singe ich hauptsächlich Leadvocal´s, zweite Stimmen und Backrounds.
Alles Autodidaktisch und in etwa semiprofessionell.
Ca 20 Jahre hatte ich eine eigene Band, dann war ich auch mehrere Jahre als DJ tätig nach der Wende.
Später eigenes Homestudio mit entdecken der Leidenschaft zum Komponieren und Arrangieren, und Mischen.
Gründete ein Duo mit ner hübschen Sängerin, mit der ich heute noch live unterwegs bin.
Unsere Playbacks und auch eigenen Songs spiele ich selber ein.

Ich hatte auch schon mal ein Fantom und ein Roland Arrenger Keyboard,
Beides abgeschafft, und arbeite
nur noch mit Softsynth´s
-WINDOWS 10
- Avenger - Cubase 10.03
- ANA2 - Samplitude
- RAPID
- Elektra
 
- Mein Euroracksystem (früher hätte ich Wiard 300 gesagt), es hat sehr viele FX und den unverzichtbaren Noise Engeneering Loquelic Percido - mein "Lieblingsmodul" zusammen mit dem Z-DSP den ich auch in fast jedem Track nutze.
-Quantec QRS
- ACME

Auf alle weiteren Mono und Polysynths könnte ich verzichten. Ich habe noch nie einen Polysynth so richtig gemocht. Aber am Montag kommt der Quantum, mal schauen ob wir zueinander finden.
 
Zuletzt bearbeitet:
Aktuell:

Minimoog
Microwave 1 Rev.A (auch nach wie vor mein persönlicher Liebling, den ersetzt bei mir auch kein Quantum)
Jupiter 6
 
Zuletzt bearbeitet:


News

Oben