wie Synthies verstärken im Bandproberaum?

Dieses Thema im Forum "Studio" wurde erstellt von R-U-Nuts, 16. Januar 2013.

  1. R-U-Nuts

    R-U-Nuts bin angekommen

    Hallo zusammen,

    ich weiss, Studio ist nicht Proberaum, aber ein solches Subforum hab ich hier nicht gefunden.

    Also folgendes: Ich plane, wieder bandtechnisch aktiv zu werden. Zu diesem Zweck habe ich mir jetzt ein ganz hübsches Setup ohne Computer zusammengebastelt. Die einzige Komponente, die noch fehlt ist die Verstärkung. Mein Setup sieht im Grunde so aus: Zwei Synths und eine Gitarre, die durch ein paar Pedale gejagt ohne Amp im Mixer bei den Synths landet. Delay und Reverb auf den Send/Return Kanälen.
    Die Band wird auf jeden Fall ein akkustisches Drumset haben. Weitere Instrumente / Gesang stehen noch nicht fest. Sicherlich aber nochmal E-Gitarre oder Bass. Musikstil: Post Rock, episch, experimentelles Zeugs. Es kann also mitunter laut werden :phat:

    Nun gäbe es, denke ich zwei Möglichkeiten:

    1.Ein Keyboardverstärker ausgehend davon, dass keine Instrumente mehr dazu kommen, die eine PA benötigen.

    2. Eine PA

    Bei beidem bin ich völlig ahnungslos. Recherchen im Netz haben nicht viel ergeben, da es sich bei den diskutierten PA´s meistens um reine Gesangsanlagen und bei den Keyboardverstärkern meistens um Alleinunterhalter Setups handelte. Also nichts mit meinem Setup vergleichbares.


    Ich weiss aber überhaupt nicht, wie leistungsstark eine PA oder ein Keyboardverstärker sein müsste, um mein Setup so zu verstärken, dass es im Proberaum gegen ein akkustisches Schlagzeug ankommt. Die PA/der Verstärker sollte auch einigermassen gute Bässe liefern können.

    Noch weniger weiss ich, was mich so eine Anlage kosten würde, aber es sollte so günstig wie möglich sein. Ich nehme auch gerne erstmal völlige Ghetto-LoFi Vorschläge an, weil es mir im Moment erst mal drum geht loszurocken. Aufgerüstet wird dann sowieso :cool:
     
  2. Phil999

    Phil999 Tach

    zwei Aktivmonitore tun den Zweck. Nicht zu kleine.

    Ich mühe mich immer noch ab mit HiFiverstärkern und defekten HiFiboxen, und bin oft zu leise neben dem akustischen Schlagzeug und den vollaufgedrehten Gitarren. Finde ich aber gar nicht mal so störend, denn wenn die Mitmusiker hören wollen was ich spiele werden sie automatisch leiser. Wenn sie es nicht hören wollen dann halt nicht, ich höre es noch weil ich nahe an meinen Boxen sitze. Dieses Spiel vom ständig aufdrehen der Lautstärke will ich gar nicht mitmachen, da der Raum gar nicht gross genug ist, und überhaupt. Wenn ich eine Riesen-PA hätte und mithielte, würde das jeweils schnell zur Lärmorgie werden, jeder drehte noch weiter auf usw.

    In einer Band braucht es immer einen, der vernünftig bleibt punkto Lautstärke.
     
  3. R-U-Nuts

    R-U-Nuts bin angekommen


    was bedeutet "nicht zu klein"? wieviel watt? Das mit dem Lautstärkewahn seh ich genauso, allerdings sollte der drummer schon druffhauen dürfen :phat:
     
  4. Horn

    Horn |

    Ich würde mit einem kleinen Mischer und Aktivboxen arbeiten oder mit einer aktiven Klein-PA. Für eine vernünftige Wiedergabe der Synths im Bassbereich brauchst Du mindestens eine Box mit 15"-Lautsprecher. 12-Zöller genügen nur in Ausnahmefällen. Empfehlen aus eigener Erfahrung kann ich:

    - Aktivlautsprecher von Mackie (unbedingt das 15"-Modell nehmen) mit entsprechendem VLZ- oder Onyx-Pult:
    http://www.mackie.com/products/thump/splash/
    http://www.mackie.com/products/802vlz3/
    http://www.mackie.com/products/onyx820i/

    - Aktivlautsprecher von Yamaha mit entsprechenden Mixern (z. B. von Yamaha oder besser wieder von Mackie) in Verbindung mit dem zugehörigen Subwoofer:
    http://de.yamaha.com/de/products/proaud ... uct_lineup
    http://de.yamaha.com/de/products/proaud ... uct_lineup

    Ein Kompakt-P.A.-System ist evtl. auch interessant. Roland hat hier ein sehr interessantes Angebot - allerdings ist der Subwoofer mit 12" schwach dimensioniert:
    http://www.rolandmusik.de/produkte/SA-300/index.php
     
  5. Phil999

    Phil999 Tach

    das kann ich doch nicht sagen. :D

    Keine Ahnung, 80-150W Musikleistung sollten reichen denke ich. Kommt auf den Raum an und Distanz zum Drummer. Einfach keine Miniboxen.

    Man kann ja auch noch einen Monitor dazuschalten, damit die Synthies im unteren Bereich noch mehr Druck erhalten. Aber das musst Du wirklich selber herausfinden, vom Schiff aus gesehen ist das doch unmöglich zu beurteilen.

    Lass Dir einfach ein Boxenpaar liefern und probiere es aus. Dann siehst Du selber ob es reicht.
     
  6. micromoog

    micromoog bin angekommen

    Ich würde auch zur Lösung mit zwei mind. 10", besser 12" oder 15" Aktivboxen und Klein(st)mischer raten.

    Ein Paar 15"-Mackie-Aktivboxen bekommt man gebraucht ab 400€, neu ca. 800€. Noname und Behringer entsprechend günstiger. Klein(st)mischer neu 30-80€ je nach Ausstattung.


    Ich bereue, in den 80ern in Sachen PA rumgeeiert zu haben. In Summe habe ich in den ersten 10 Jahren für Müll viel Geld ausgegeben (Discounter Endstufe, DIY Boxen etc.). Hätte lieber einmal einen doppelten oder dreifachen Betrag für etwas "Gescheites" (was man dann viele Jahre hat) ausgeben sollen.
     
  7. Früher, als es noch keine extra Keyboardverstärker gab, hat man dafür einen Baßamp genommen, und das geht auch heute noch, vor allem weils da recht gute Sachen als Gebrauchware gibt. Muß ja keine Röhre sein.
     
  8. psicolor

    psicolor Busfahrer und Bademeister

    In der Not und ziemlich widerwillig hab ich mal in nem Proberaum meine Keyboards direkt in einen total verranzten Fender Gitarrenkombo gesteckt: GEIL!!!!
    Natürlich war's nicht absolut superclean, aber trotzdem besser als meine billigen Keyboardamps! Mit dem verranzten Fender hätt ich auch in ner Jazzcombo oder in der Kirche spielen können, und es hätte angemessen geklungen.

    Also falls im Proberaum noch n Brüllwürfel rumsteht, klink' dich doch einfach da mal ein.
     
  9. R-U-Nuts

    R-U-Nuts bin angekommen

  10. R-U-Nuts

    R-U-Nuts bin angekommen

    Bass- und Gitarrenamps sind keine option für mich, da nicht stereo. hatte icheingangs vergessen zu erwähnen, trotzdem danke. :supi:
     
  11. mink99

    mink99 bin angekommen

    Seid ihr Instrumental oder habt ihr auch Gesang geplant ? Wenn ja, ist das worüber der Gesang läuft, auch das, worüber die synth laufen ....
     
  12. Vergiß das mit dem Stereo gleich wieder. Erstens ist das im Proberaum nicht wirklich relevant, zweitens wäre es nicht sinnvoll, Sounds einzusetzen, die das voll ausnutzen und drittens ist Stereo auf der Bühne ebenfalls nicht wirklich relevant, denn ein vernünftiger FOH fährt den Mix mehr oder weniger Mono, damit die Leute, die nicht in der Mitte stehen, auch wirklich alle Instrumente plus Stimme zu hören bekommen.

    Ich empfehle Dir, mal ein paar Grundlagenartikel übers Live-Mixing zu lesen oder Dich mit Leuten unterhalten, die für Bands Beschallung machen. Wenn Du vorher weißt, wie das funktioniert, spart Dir das unliebsame Überraschungen.
     
  13. ikonoklast

    ikonoklast Tach

    Keine Bässe, keine Höhen. IMO für "richtige" Synthsounds ungeeignet.

    Servus,
    Alex
     
  14. ikonoklast

    ikonoklast Tach

    Das sind ca. 40-75 Watt Sinusleistung. Das ist meist zu wenig. 150-200 Watt SINUS sollten es IMO schon sein. Also zb. zwei 100W (Sinus) Aktivmonitore, mit 15er Speakern.

    Servus,
    Alex
     
  15. ikonoklast

    ikonoklast Tach

    Wenn (Klein-)PA, ja. Gesangsanlage: nur bedingt. Für Gesang reichen ja oft Boxen mit 1x12 auf Hochständer, für Synth ist das nix.

    Servus,
    Alex
     
  16. mink99

    mink99 bin angekommen

    Ich meinte klein pa oder grössere Gesangsanlage ( ich dachte immer das wäre das gleiche, egal, wieder was gelernt)
    wegen kosten sparen und so.... :D
     
  17. ikonoklast

    ikonoklast Tach

    Wie gesagt, 12er sind schon arg knapp im Bass.

    Ich wäre auch mehr für Aktiv-Monitore, das Handling ist halt einfacher.

    "Mal schauen was damit geht" würde ich mit nem HiFi-Amp nicht machen. Eher vorsichtig sein.

    Servus,
    Alex
     
  18. R-U-Nuts

    R-U-Nuts bin angekommen

    Richtig. Deshalb tendiere ich zur PA Lösung. Falls Gesang dazu kommt, hätte ich noch einen Kanalzug im Mixer frei... Ansonsten wird halt noc ein weiterer Mixer ageschafft.

    Hmmm, haste wohl recht. Allerdings hat mein Mixer sowieso keinen Mono Ausgang (oder gibt´s dafür auch ne Lösung?). Und Gitarrenamps kommen auch wegen dem beschränkten Frequenzbereich nicht in Frage. Mein Setup wird von Bässen bis hohe Leadsounds alles beinhalten.
     
  19. Cyborg

    Cyborg bin angekommen

    Nein, das muss die Band schon in Gemeinschaftsarbeit machen sonst ist es keine Band sondern eine Sammlung von Einzelmusikern die ständig gegeneinader ankämpfen.
    (ist leider sehr häufig anzutreffen) Es hat keinen Sinn wenn eines der Instrumente untergeht, ich habe das mal mit einem Pearl-Schlagzeug erlebt. Gitarre und Baß traten mit je 100W an, Gesangsanlage 200W (alles Marshall) und ich musste mit den Griffen der Sticks spielen damit was zu hören war. Ok, das Pearl war wirklich relativ leise...
    Was man für Synthesizer/keyboards benutzt hängt vor allem davon ab, wie es klingen soll... Baßanlagen sind vieleicht eine gute Wahl, es könnten aber auch dreckige Gitarrenanlagen sein oder Hifi-Lösungen mit Endstufen und 3-Wege Boxen.... ausprobieren, das ist eine individuelle Entscheidung
     
  20. mink99

    mink99 bin angekommen

    Wie wahr,

    Wenn der Gitarrist im 8 qm Proberaum mit dem 4*12 Marshall Top ankommt, dann ist eh alles vorbei :twisted:
     
  21. Daher ja auch das mit dem Baßamp, das war früher die beste Lösung, denn es geht um klare Sounds in einem großen Frequenzbereich, und genau das bietet Dir ein Baßverstärker. Bei einem Baß spielt sich ja nicht nur was im Baßbereich ab, sondern da sind auch die Obertöne wichtig.

    Du kannst einen Mixer auch komplett Mono fahren, kommt auf das Modell an, ebenso auf die Instrumente. Bei einem Stereoausgang kann man meist den linken Kanal als Monoabgriff nehmen.

    Die gerade eben angesprochene Lautstärkenproblematik im Übungsraum sollte man nicht auf die leichte Schulter nehmen, daran sind schon ganze Bands im Ansatz gescheitert.

    Ich empfehle immer gerne dieses Buch hier:

    http://www.uli-eisner.de/de/index.htm?/ ... s_buch.htm

    Da geht's um viel mehr als nur Mixing, sondern auch um Bands im Übungsraum incl Zusammenspiel etc. Den Sound macht schließlich die Band selbst und nicht der Mann am Mischpult, der soll das Ganze ordentlich fürs Publikum hörbar machen, kann aber nicht aus einem Blecheimer ein Goldkännchen machen.
     
  22. ikonoklast

    ikonoklast Tach

    Leicht OT: "Gesangsanlage" orientiert sich an den Erfordernissen der Gesangsübertragung (kaum Bässe - wozu auch? Und mit den Höhen muss mans auch nicht übertreiben.), daher klassisch 2-way 1x12 mit Horn. Frequenzgang eher "korrigiert" so dass die Stimme sich besser durchsetzt. Führt bei anderen Instrumenten zu Färbungen.
    Klein-PA orientiert sich eher am gesamten Spektrum, also 3-way mit subwoofer und midrange/tweeter (o.ä.) und halbwegs linearer Frequenzgang/keine gewünschte Färbung.
    Kompromiss wäre ein Subwoofer unter eine Gesangsanlage, braucht man dann aber wieder ne Weiche/Amp und die Höhen sind meist immer noch nicht so dolle.


    Servus,
    Alex
     
  23. Tonerzeuger

    Tonerzeuger bin angekommen

    Das kann ich bestätigen. In meiner Naivität hab ich zuerst gedacht "Je stereo, desto besser!" und hab die beiden Keyboard-Kanäle an unserem Mixer ganz auf links bzw. ganz auf rechts gestellt. Dann fiel mir auf , dass das Lesley meiner Orgel viel zu sehr in ein linkes und ein rechtes Signal zerfallen ist. Der Gitarrist stand neben der einen Box und ich neben der anderen, und die Orgel klang für beide nicht optimal, aus dem Lesley wurde ein Tremolo.

    Jetzt steht der Pan-Regler des linken Kanals etwa auf zehn Uhr und der des rechten auf zwei Uhr, und es klingt deutlich besser.
     
  24. R-U-Nuts

    R-U-Nuts bin angekommen

    nene, sowas hab ich garnicht vor. aber stereo hall und panning modulationen bei fx-sounds wären halt ganz schick.

    bei meinem mopho keyboard geht das. aber ich glaube bei meinem mixer (peavey pv:cool: nicht. jedenfalls ist das nicht im manual explizit erwähnt... werd´s mal testen. dann könnte ich ggfs. erstmal mit einer box starten.
     
  25. Du kannst schon 2 Boxen fahren, die sollten aber mehr oder weniger ein Monosignal abgeben.
     
  26. Cyborg

    Cyborg bin angekommen

    Weichei!
     
  27. spookyman

    spookyman bin angekommen

    Ich habe mich auch schon gefragt, warum haben die Gitaristen so eine riesen grosse Auswahl an Verstärker, Vorverstärker, Boxen, Effekte, usw...damit sie die Gitaren hörbar werden, und wir die armen Keyboarder, wir haben so kleine Mono Amps, aber im Vergleich zu den Gitaristen ist die Auswahl äusserst beschieden.

    Klar bei den Gitaristen spielt der Amp noch eine andere wesentliche Rolle, den Sound zu definieren ! Es bildet einen "ganzen Pack" mit der Gitare und die Effekten zusammen, was ein bisschen weniger der Fall ist bei uns, Keyboarder. Wir suchen eher eine neutrale Verstärkung wenn es um akustischen Pianos geht, eine Stereo Verstärkung wenn um breite Pads geht, eine starke und basslastige Wiedergabe wenn es um Synth Bass Sounds geht, usw...Es gibt immer noch einige Ausnahmen, z. B mit einem Rhodes Piano, da greift man noch gerne auf Gitaren Amp zurück, weil sie eben auch ein Teil des Sounds ausmachen (overdrive, Klangfarbe durch Röhren, usw.), oder bei einer Hammond Console mit dem Leslie Cabinet.

    Ich würde nicht von Anfang aus auf den günstigen Keyboard Amp schiessen. Sie erfüllen ihre Rolle als Übungsamp im Bandraum Kontext, einige Amps bieten die Möglichkeit zu schlaufen damit eine Stereo Wiedergabe möglich ist (Behringer bietet u.a diese Funktion).

    Aber es gibt auch eine kleine Zahl von stereo Keyboard Amps, wie den Traynor K4, oder den Roland KC 880 (2x160 Watt Leistung und fast 45 Kg schwer...), oder die SA Serie von Roland (SA 300 und SA 1000), es gab auch Motion Sound die Stereo Keyboardverstärker fabrizierten. Ob sie noch hergestellt sind, weiss ich nicht...Diese Stereo Amps kosten aber zwischen 800 und 1'200 Euros, also auch nicht gerade billig. Sie haben aber den Vorteil dass sie "All In One" sind, alles in einem Package bieten. Nur noch einstecken und los geht es. Klar, das Stereo Bild ist nicht so "breit" wie bei einer PA, aber meistens genügt es längstens...

    Die PA Lösung ist auch eine sehr gute Idee. Man braucht nicht unbedingt 15'' Bass Lautsprecher...Es gibt gute Boxen mit 10'' oder 12'' Bass Lautsprecher die sehr effizient sind und eine wahnsinnige Basswiedergabe ermöglichen...ich denke da an die K-Serie von QSC, die Art Serie von RCF, die ZX Serie von ElectroVoice, die ProMaxx Serie von FBT oder noch die neue DSR Serie von Yamaha. Allerdings kosten sie auch mindestens 600 Euros pro Boxe ! Aber da hast Du eine wirklich erstaunliche Wiedergabe mit relativ kompakte Boxen, ein Subwoofer ist nicht einmal zwingend.

    Luxus Version, eine 2.1 Anlage von KS für 4'500 Euros...das hatte ich mal, einfach der Wahnsinn als Keyboardverstärkung !

    Ich übe mit 3 Bands momentan. Bei zwei Bands sind wir mit InEar Monitoring ausgerüstet (JH Audio für die InEar in Kombination mit einem Aviom System als Kontrolle) und in der andere Band wo noch "klassisch" verstärkt wird, besitze ich ART 410 von RCF als Stereo Verstärkung.
     
  28. Horn

    Horn |

    Als Gitarrist kann ich nur sagen, dass all dieser Kram sowieso höchst überflüssig ist. Um eine E-Gitarre zu verstärken, ist ein 15 Watt Röhrenverstärker mit einer 12"-Box in der Regel absolut ausreichend für jede Musik außer Metal.

    Ich kann nur noch einmal empfehlen, hochwertiges Equipment zu kaufen. Alle Investitionen in billiges Zeug (wie die T.Amp-Geschichten) sind echt fehl am Platz. Überlege einfach mal, wieviel manche Leute für ein einfaches HiFi-System im Auto bezahlen! Für so eine Anlage, die eine kleine Fahrgastzelle beschallt, geben manche Leute locker 2000,- Euro aus, aber die PA, die einen Proberaum, eine Bühne oder gar einen kleinen Saal beschallen soll, wollen sie dann für 300,- Euro haben.

    Den Peavey-Mixer, der keinen Mono-Out hat, würde ich unbedingt durch einen guten Mischer (Mackie!!!) ersetzen. Und dann eben wirklich ein bis zwei Aktivboxen mit 15-Zöllern dahinter betreiben (z. B. Mackie oder Yamaha) - oder eben ein bis zwei Hochtöner und einen Subwoofer, was sich insbesondere dann anbietet, wenn Gesang mit über die Anlage laufen soll. Für Gesang sind 15"-Fullrange-Boxen nämlich nicht so optimal, da fährst Du mit 10"- oder 12"-Boxen besser. Für die Basswiedergabe der Synths muss dann aber der 15"-Zöller her. Bedenke aber, dass man bei so einer Lösung dann eigentlich auch schon wieder separate Monitorboxen mindestens für den Gesang braucht. Insofern ist die von mir schon vorgeschlagene Klein-PA von Roland wirklich auch eine interessante Sache.

    Zum Thema "Stereo" noch eine Anmerkung: es stimmt, dass Stereo-Effekte oft überbewertet werden und ein einzelnes Instrument mono verstärkt im Proberaum und auf der Bühne oft besser zu hören ist. Es gibt allerdings Sounds, die im Instrument bereits auf Stereo-Wiedergabe ausgelegt sind - z. B. Stereo-Piano-Samples oder Sounds mit Chorus- und Unisono-Effekten. Solche Sounds sind nicht mono-kompatibel und können Probleme machen, wenn man keine Möglichkeit der Stereo-Wiedergabe hat!
     
  29. mink99

    mink99 bin angekommen

    Anmerkung zur Anmerkung

    Live sollte man immer von Mono ausgehen. Sounds die nicht monokompatibel sind, sind auch nicht live kompatibel.
     
  30. Horn

    Horn |

    Das kann ich in dieser Radikalität nicht unterschreiben. Das hängt zu sehr davon ab, in welcher Besetzung, an welchem Ort, bei welcher Lautstärke man welche Musikrichtung spielt. Ein Jazz-Trio mit Stage-Piano, das akustisch klingen soll, wird selbstverständlich Stereo-Samples für die Piano-Sounds verwenden.
     

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