Yamaha DX1 - Allgemeine Diskussion

serge

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MOD: Der DX1 ist ein interessanter Synthesizer - nur kann man ihn wegen seiner raren und schweren Beschaffenheit nicht anders ersetzen? zB KX88 und DX7? Oder DX5? Oder irgendein gutes Keyboard und DX5 oder 7 oder deren Expander (TX7, TX802..) also DX7II und andere neuere Derivate?

Hinweis: Serge ist nicht der Starter, es machte nur Sinn hier einzustarten..
Der Preis-Thread zum DX1 ist hier https://www.sequencer.de/synthesizer/threads/yamaha-dx1-preisfrage.86005/

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Das KX88 ist eine Strafe. Überwiegend über Hex-Codes zu bedienen, eingeschränkter Dynamikumfang (na gut, passt zum DX) und dieser Dynamikumfang ist auch noch schlecht aufgelöst. Das ist der DX5 die deutlich bessere Alternative.
 
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ppg360

fummdich-fummdich-ratata
Ich werde es mir wohl kneifen... CS80 *und* DX1 in einem Raum im zweiten Stock sind einfach too much. Das muß rauf... und irgendwann wieder runter.

Stephen
 

microbug

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KX88 ist halt MIDI-Steinzeit. Schwere Tastatur, aber ohne Hammermechanik und auch nicht graduiert, dazu noch die von Serge sehr treffend beschriebenen Probleme.

Komischerweise gibt's immer noch Leute, die drauf schwören.

Poly AT gibt's anderswo deutlich besser, vor allem auch über MIDI, was der DX1 nämlich nicht kann.

Wenn man sowas wie ein besseres KX88 mit Poly-AT sucht, sollte man sich das Roland A-50 anschauen. Das hat, wie der DX1 auch, eine Tastatur mit Holzwaagenmechanik und dazu polyphonen Aftertouch.

Die günstigste Möglichkeit, an eine Tastatur mit 76 Tasten und PolyAT zu kommen, ist eine gebrauchte GEM S3. Wenn man denn eine findet ...
Keine Hammermechanik, sondern eine schön straffe und gewichtete Synth-Tastatur, IMHO die Beste, die es jemals gab, da kommt auch Fatars schon gute TP/8S nicht ran.

Das mit dem Gewicht ist nicht von der Hand zu weisen, und gerade unsereins wird ja nicht jünger :)
Ich wohne ebenfalls im 2. OG und bin froh, daß mein PC361 und mein falsches Rhodes nur um die 10Kg wiegen.
Die besagte GEM wiegt locker das Doppelte, das mag ich nimmer wuchten, aber die Tastatur ...
 

micromoog

Rhabarber Barbara
Mit Verlaub, der DX1 war doch nur Yamaha's Phallus-Symbol um die damals durch Musik neureich gewordenen vom Rest zu trennen, bzw. als Steuersparmodel wegen der Abschreibung.

Wie von Stephen schon angedeutet, bekommt man die Sounds mit 2 TX7 und einem No-Name 88er Master-KB für unter 400€.
 
microbug schrieb:
Die günstigste Möglichkeit, an eine Tastatur mit 76 Tasten und PolyAT zu kommen, ist eine gebrauchte GEM S3. Wenn man denn eine findet ...
Keine Hammermechanik, sondern eine schön straffe und gewichtete Synth-Tastatur, IMHO die Beste, die es jemals gab, da kommt auch Fatars schon gute TP/8S nicht ran.
Die besagte GEM wiegt locker das Doppelte, das mag ich nimmer wuchten, aber die Tastatur ...
ist einfach die allerbeste und findest Du sicher günstig wieder, Ram-Disk rein und an einem schönen Platz in Deiner Hütte stehen lassen,und gut ist..... :)
 

microbug

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Sequialter schrieb:
ist einfach die allerbeste und findest Du sicher günstig wieder, Ram-Disk rein und an einem schönen Platz in Deiner Hütte stehen lassen,und gut ist..... :)
Um die große, schwere Kiste isses mir nicht schade, nur die Tastatur hätte ich gerne wieder, dafür würde ich sogar ein Defektmodell schlachten :)

Angebote gibts derzeit nur auf mercantomusicale in Italien, genau wie für das Roland A-70.
 

microbug

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micromoog schrieb:
Wie von Stephen schon angedeutet, bekommt man die Sounds mit 2 TX7 und einem No-Name 88er Master-KB für unter 400€.
Eben genau das nicht. Man darf Kisten wie TX7, TX802 aber auch TX216/416/816 nur mit einem Masterkeyboard ansteuern, welches eine einstellbare Dynamikbegrenzung hat - die Sounds klingen sonst nicht so, wie sie sollen. Die Erfahrung hab ich selbst machen müssen und daher wieder einen Tastatur-DX7(II) hier stehen.

Man höre sich mal "Stay the night" von Chicago an, im Intro wird ein DX7 oder Modul von eimem Master mit voller Velocity angesteuert, der Sound klingt viel zu harsch, auch im Baßbereich.
 

psicolor

Geiler Typ
Offtopic: Ich hätte gerne ein Mini-Gehäuse in dem genau zweimal die Tastatur vom DX1 drinnen ist (ähnlich wie bei zweimanualigen Orgeln). Das wär mein Traum-Masterkeyboard!! Kompromisse würde ich zur Not auch eingehen: Das untere Manual dürfte auch die Tastatur vom DX7 sein, das könnte ich noch verkraften.
 

microbug

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Die Tastatur vom DX1 willst Du nicht wirklich haben, weil Holzwaagenmechanik, genau wie beim Roland A-80. Sackschwer. Wenns um das schwere Gefühl geht, dann tut es auch eine Fatar TP/40 Wood wie im Numa Nero.
Die Tastatur des DX7 steckt auch im PF-10, das sollte man billig irgendwo schießen können.

Elektronik mußt Du allerdings selbst bauen oder von Doepfer die d3m als Ersatzteil und anpassen.
 
Nach dem intensiven Studium des Videos, bin ich der Meinung das man hier die Lösung der Schwierigkeiten bei der Editierung von FM-Synthesizern mit dem Nutzerinterface des DX1 schon vor fast 40 Jahren sehr gut gelöst hatte. Einzig, der alleinige Value-Regler ist etwas mau.
Die direkte Operatorenanwahl und die direkte ein/aus-Möglichkeit für eben diese ist toll.

Auch die herangehensweise von Cuckoo und seine einfachen Erklärungen finde ich sehr gut und für Laien gut verständlich.

Heute könnte man das Interface des DX1 fast 1 zu 1 übernehmen, eine handvoll Regler zufügen(z.B. Feedback, Level, coarse/ratio, alle ENV-Parameter, usw...) und fertig wäre ein sehr gut zu bedienender FMSynth.

Diese Idee könnte auch die Programmer für FM-Synth, wie z.B. Jellinghaus und Clones aufräumen oder stark vereinfachen. Es gibt alles nur einmal und ncht 6-8mal.

Hoffentlich zahlt es sich für alle FM-Interessierten aus das Behringer den DX1 von Tears for Fears gekauft haben!?

PS: Interne FX wären noch toll...

PS2: Vielleicht könnte ein Moderator noch das Wort „Preisfrage“ aus dem Threadtitel löschen, der Thread hat sich eher zum allgemeinen DX1 Thread entwickelt.
Sollte es so einen schon geben, ist er per Suchfunktion nicht zu finden, bitte zusammenführen!
 
Zuletzt bearbeitet:

serge

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Nach dem intensiven Studium des Videos, bin ich der Meinung das man hier die Lösung der Schwierigkeiten bei der Editierung von FM-Synthesizern mit dem Nutzerinterface des DX1 schon vor fast 40 Jahren sehr gut gelöst hatte. Einzig, der alleinige Value-Regler ist etwas mau.
Die direkte Operatorenanwahl und die direkte ein/aus-Möglichkeit für eben diese ist toll.
Ja, der DX1 bot schon eine sehr komfortable Benutzeroberfläche. Als DX7-Anwender der ersten Stunde (meinen ersten DX7 habe ich Ende 1984 ergattern können) bin ich aber überzeugt, dass das größte Hindernis bei der Gestaltung eigener Klänge nicht die Benutzeroberfläche des "kleinen Bruders" DX7 war, sondern die grundsätzlich andere Funktionsweise der FM-Synthese.

In anderen Worten: Selbst wenn der DX7 bei gleichem Preis die luxoriöse Bedienoberfläche des DX1 geboten hätte, hätte es trotzdem den gleichen Bedarf an käuflich zu erwerbenden bzw. raubkopierten DX7-Klangbibliotheken gegeben, da sich damals kaum jemand die Mühe machte, die Funktionsweise der FM-Synthese zu erlernen.

Was der DX1 dem DX7 durch seine großzügigeren Benutzeroberfläche voraus hatte, war letztlich "nur" eine schnellere Anwahl bestimmter Klangparameter und ein schneller zu gewinnender Überblick über die Einstellungen bestimmter Klangparameter. Die grundsätzliche Art der Programmierung, nämlich nur einen Parameter zu einer Zeit bearbeiten zu können, teilte er hingegen mit dem DX7.

Zwei Beispiele zu Unterschieden und Gemeinsamkeiten (siehe dazu auch die u.a. Bilder):

1) Ein- und Ausschalten sowie Anwahl der Operatoren
Der DX1 bot für beide Funktionen (Operator Select und Operator On/Off) jeweils separate Taster. Dagegen bot DX7 nur für Operator On/Off eigene Taster (siehe Abbildung unten, Tasten 1-6 in violetter Beschriftung) und einen OPERATOR-SELECT-Taster. Den musste man im Zweifelsfall bis zu fünf Mal drücken, um z.B. von Operator 2 zu Operator 1 zu gelangen. Aber: Der OPERATOR-SELECT-Taster wählte nur die aktiven Operatoren an, wenn man also z.B. nur Operator 1, 2 und 3 angeschaltet hatte (z.B. weil man sich gerade nur mit dem linken Klangstrang von Algorithmus 3 beschäftigte), muss man nur zwei Mal drücken, um von Op2 zu Op1 zu kommen. Hier ist der Unterschied zwischen DX1 und DX7 meiner Ansicht nach einigermaßen verschmerzbar.

2) Programmierung der Hüllkurven und des Keyboard-Level-Scalings
Für den gewählten Operator stellt der DX1 alle Hüllkurven- und Keyboard-Level-Scaling-Parameter gleichzeitig dar, allerdings im Falle der Hüllkurven nur rein numerisch – die "Umrechnung" in eine Hüllkurvenform muss man nach wie vor im Kopf vornehmen.

Dennoch ist dies der Bereich, in dem der DX1 seinen Geschwindigkeitszugewinn dem DX7 gegenüber am deutlichsten ausspielen kann, denn im Vergleich ist es beim DX7 doch arg anstrengend und "lahm": Da dieser nur jeweils einen Taster für RATE (Taste 21) und LEVEL (Taste 22) hat, mit denen man zyklisch durch alle vier Hüllkurvensegmente durchhoppeln muss, braucht man allein schon acht Tastendrücke, um sich alle Hüllkurvenwerte anzeigen zu lassen, die man dabei auch noch im Kopf behalten muss, um sie dort in ein Bild der Hüllkurve zu übersetzen – beim DX1 ist es hingegen nur ein Tastendruck (Operator Select).

Und falls man statt Level 4 des dritten Operators nun mal eben Level 3 des zweiten Operators ändern will (und alle sechs Operatoren angeschaltet sind), ist man ebenfalls acht Tastendrücke unterwegs – beim DX1 sind es nur zwei (Operator Select und Level 3).

Und wehe dem DX7-Klangprogrammierer, wenn er einmal zu oft gedrückt hat, dann heisst es "noch eine Runde auf dem Karussell"!

3) Zur Ehrenrettung des DX7
Aber wenn man sich erst einmal daran gewöhnt hat, dass die Klanganwahltaster eben nicht nur Klänge anwählen, sondern in der EDIT-Betriebsart auch zur Wahl der Klangparameter (violet) zuständig sind, und in der dritten Betriebsart FUNCTION Spielhilfen- und Hausmeister-Funktionen (grün) steuern, dann stellt man fest, dass der DX7 – einmal abgesehen von den Hüllkurven – die meisten Klangparameter in einen so direkten Zugriff stellt, dass er am Ende des Tages doch hinreichend gut zu programmieren ist…wenn man das Prinzip der FM-Synthese erst einmal verinnerlicht hat…

…was mich allerdings nicht davon abgehalten hat, mir einen DT7-Programmer für meinen DX7s zu kaufen :D



DX7 Operator Select.png DX7 Mode Buttons.png



Auch die herangehensweise von Cuckoo und seine einfachen Erklärungen finde ich sehr gut und für Laien gut verständlich.
Eins hätte er besser machen können: Den Klang aus der Grundeinstellung, dem sog. "Voice Init", heraus aufzubauen. Dann hätte es diese "ich weiß nicht, warum das jetzt so klingt"-Momente nicht geben müssen.

Heute könnte man das Interface des DX1 fast 1 zu 1 übernehmen, eine handvoll Regler zufügen(z.B. Feedback, Level, coarse/ratio, alle ENV-Parameter, usw...) und fertig wäre ein sehr gut zu bedienender FMSynth.

Diese Idee könnte auch die Programmer für FM-Synth, wie z.B. Jellinghaus und Clones aufräumen oder stark vereinfachen. Es gibt alles nur einmal und ncht 6-8mal.
Zwei Einwände dazu: Die Regler, deren Wert sich je nach gewähltem Operator ändert, müssten dann als Endlos-Regler (Encoder) ausgeführt werden, sonst beginnt das sehr schnell zu nerven. Weiterhin muss man bei einem solchen System (es werden alle Werte für jeden Operator angezeigt, aber nicht alle Werte für alle Operatoren) die Werte der nicht zu sehenden Parameter – und das sind viele – im Kopf behalten, was auch nicht jedermanns Sache ist.
 
Der DX1 klingt nicht um einen (To)Yota besser als ein gewöhnlicher DX7, er ist wirklich nur von allem mehr bei Optik und mit den mehr Stimmen ausgerüstet. Das würde ich da bedenken, abgesehen von dem irren Gewicht. Klanglich ist das jetzt kein so irrer Gewinn - würde ich sagen und da kann man eher die TF Module oder sowas nehmen.
Die Bedienung ist schon cool - irgendwie - aber sie ist nicht so essentiell helfend, dass es sich mehr lohnte.

Das Ding will man also eher aus Sammelgründen und so.
Ich sag es mal so direkt, weil man sich da nicht so viel mehr versprechen sollte. Mit nem FS1R hat man deutlich mehr für weniger Geld und das kann man in Editoren stecken. Alles!! ;-) Oder Montage mit 8OP oder so - das ist natürlich dann neue Generation ohne Geistersounds und so - die manche lieben und andere nicht so. Bei Bässen eher nicht so gut, bei manchen Flächen oder Noises kann das ein netter Nebeneffekt sein, Geschmacksfrage. Das ist beim DX1 und DX5 ebenso.
 

serge

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Oder Montage mit 8OP oder so - das ist natürlich dann neue Generation ohne Geistersounds und so - die manche lieben und andere nicht so. Bei Bässen eher nicht so gut, bei manchen Flächen oder Noises kann das ein netter Nebeneffekt sein, Geschmacksfrage. Das ist beim DX1 und DX5 ebenso.
Auch die zweite Generation (DX7IID, DX7IIFD, DX7s, TX802) erzeugt noch "Geistersounds", wenn auch bei weitem nicht mehr so viele wie noch die erste Generation.
 

Klaus P Rausch

playlist
Neben der komfortableren Bedienung, die nebenbei nicht davor schützt, die FM Synthese grundsätzlich verstehen zu müssen, sind es allenfalls die Audio Outs, die einen "besseren" Sound verursachen können. Gerade die symmetrischen, die A, B und Mix Out kennen, und dazu noch damit die Option, die via Mischpult mit unterschiedlichen externen Effekten zu polieren. Der ständige Poly AT, selbst in subtilen Nuancen spielt dann sicherlich auch noch mal eine kleine Rolle. Summieren sich diese Einzelfaktoren, dann kann man dem DX1 tatsächlich einen "besseren" Sound gegenüber DX7 attestieren. Na, hoffentlich wird der Spieler hinter den Tasten diesem Angebot dann auch gerecht :)
 
Wie ich geschrieben hatte, geht es mir rein um die Bedienung. Ich weiß dass das Gerät keinen Fatz besser klingt als ein DX7.

ich finde auch das man die Hüllkurven sehr gut über die Balkenanzeigen aus roten Leds wahrnehmen kann.

Es ist auch ein Traum den Algo angezeigt zu bekommen und nicht in die aufgedruckte Tabelle schauen und sich immer wieder im Kopf umsetzend an den gewählten Algo erinnern zu müssen.

Natürlich muss man FM verstehen um gezielt in den Klang eingreifen zu können, aber bei diesem Nutzerinterface macht auch „erkunden“ Spaß.

Die Idee mit den Endlosdrehreglern finde ich super.

DX7 geht bei mir persönlich mit dem Minidisplay und endlosen Menüs gar net.
 

serge

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Es ist auch ein Traum den Algo angezeigt zu bekommen und nicht in die aufgedruckte Tabelle schauen und sich immer wieder im Kopf umsetzend an den gewählten Algo erinnern zu müssen.
Die Nummer des Algorithmus wird – zusammen mit den aktiven/inaktiven Operatoren und dem gerade selektierten Operator – im EDIT-Mode stets in der oberen Zeile des Displays angezeigt, man muss sich also nicht an die Algorithmus-Nummer erinnern, sondern hat sie permanent vor Augen.


Klasse wäre es gewesen, wenn die Ziffern im Algorithmus-Display des DX1 als Taster ausgeführt worden gewesen wären: Dann hätte man direkt dort den gewünschten Operator auswählen können – ein Umweg weniger.

Aber ob die aufgezählten Bedienvorteile des real existierenden DX1 nun tatsächlich einen Preisunterschied um den Faktor 100 wert sind*, wage ich bei aller Sympathie für dieses Instrument doch sehr zu bezweifeln. Anders gesagt: Die Bedienung des DX7 ist auch im Vergleich zum DX1 nicht so schlecht, wie sie auf den ersten Blick erscheinen mag.

Ein gangbarer Kompromiß wäre allenfalls noch ein DX5, der zwar auch nicht das dynamische Algorithmus-Display und die EG-Level-LED-Ketten des DX1 besitzt, aber dessen separate Operator-Select-Taster ebenso geerbt hat wie die direkte Anwahl aller Hüllkurven- und Scaling-Parameter, und in seinem Display auch alle Hüllkurvenwerte zugleich anzeigt.

Zur Zeit ist ein sehr gut erhaltenes Exemplar bei VEMIA mit einem Startpreis von 2.000 € im Angebot. Ich bleibe bei meiner DX7s-und-DT7-Kombi. Die war deutlich günstiger.



*: Wenn man einen Preis von 30.000 € für einen DX1 und von 300 € für einen DX7 zugrunde legt.
 
Wie ich geschrieben hatte, geht es mir rein um die Bedienung. Ich weiß dass das Gerät keinen Fatz besser klingt als ein DX7.

ich finde auch das man die Hüllkurven sehr gut über die Balkenanzeigen aus roten Leds wahrnehmen kann.

Es ist auch ein Traum den Algo angezeigt zu bekommen und nicht in die aufgedruckte Tabelle schauen und sich immer wieder im Kopf umsetzend an den gewählten Algo erinnern zu müssen.

Natürlich muss man FM verstehen um gezielt in den Klang eingreifen zu können, aber bei diesem Nutzerinterface macht auch „erkunden“ Spaß.

Die Idee mit den Endlosdrehreglern finde ich super.

DX7 geht bei mir persönlich mit dem Minidisplay und endlosen Menüs gar net.
Wie wäre es mit dem Programmer von Dtronics? Ja, ideal ist das nicht aber für einen Sound ist das schon gut.
Da hast du nämlich alle OPs frei -
Alternativ gäbe es noch 4OP Sachen, die eine gute Bedienung haben und sonst geht nur Endloskram und so, und FM mit dem G2.. da kannst du ja anbauen.

Ich will nur Alternativen bieten, die alle billiger sind als ein DX1 und weniger selten und speziell.
Weil du wegen der Bedienung das so machen möchtest.

Ein Editor ist vermutlich nicht was du willst, sondern Hardware, oder? Weil ein iPad kann ein sehr cooler Editor sein.
Oder eine SysEx CC Box .. leider aber gab es nichts, was dem DX200 noch was nachreichen konnte, und den kann man heute ohne Vintage-Technik nichts mehr bedienen.

Ich verstehe das man den Algo sehen will - das ist auch wahr.
Aber vielleicht gibt es Alternativen - einige Soft und Apps zeigen den zB an..
Also iPad als Display quasi.. wäre das nicht auch was? Bevor was rein kommt, was niemand schleppen kann?

Nur mal so abfragen möcht ich das, wo du Kompromisse machen kannst, die ggf. sogar besser sein könnten..

Wie KPR auch schon sagte - natürlich muss man die Synthese kennen, sonst kommt man nicht weit, unterstelle aber das das kein Problem ist. Weil du musst am meisten an den ENVs rumstellen und zwar subtil.. und relativ zueinander, weshalb nur gleichzeitige Poti-Controller da ok sind. Andere Lösungen sind schon wieder was wo sich neue Probleme ergeben. Auch wenn's gut gemeint ist.
 

Klaus P Rausch

playlist
Die Idee mit den Endlosdrehreglern finde ich super.

DX7 geht bei mir persönlich mit dem Minidisplay und endlosen Menüs gar net.
Endlosdrehregler gibt es beim Alesis Fusion, unter anderem das macht dessen FM Section auch vorbildlich bedienbar. Außerdem werden im Display sämtliche Hüllkurven und LFOs sowie die OP Verknüpfung samt Feedback grafisch angezeigt, mehr Komfort kenne ich gar nicht, zumindest bei Hardware FM. Und die Modulationsmatrix ist ebenfalls ein Traum in Sachen einfaches Handling. Selbst Kronos MOD7 ist da unterlegen, und alles was auf den Namen DX, SY und TG hört genauso. Wer übersichtliches und leistungsfähige FM als Hardware sucht, ist mit dem definitiv am besten bedient. Oder Montage, das ist nochmal ein Schritt in die richtige Richtung. Slider als OP Regler mit optischer Kontrolle im Display, und das simultan für alle. Echt cool.
 

Summa

hate is always foolish…and love, is always wise...
Wie ich geschrieben hatte, geht es mir rein um die Bedienung. Ich weiß dass das Gerät keinen Fatz besser klingt als ein DX7.

ich finde auch das man die Hüllkurven sehr gut über die Balkenanzeigen aus roten Leds wahrnehmen kann.

Es ist auch ein Traum den Algo angezeigt zu bekommen und nicht in die aufgedruckte Tabelle schauen und sich immer wieder im Kopf umsetzend an den gewählten Algo erinnern zu müssen.

Natürlich muss man FM verstehen um gezielt in den Klang eingreifen zu können, aber bei diesem Nutzerinterface macht auch „erkunden“ Spaß.

Die Idee mit den Endlosdrehreglern finde ich super.

DX7 geht bei mir persönlich mit dem Minidisplay und endlosen Menüs gar net.
Wenn man unbedingt HW will macht das der Montage schon recht gut, den Algorithmus bekommt man klein im Display angezeigt, Operator On/Off per Taste und ein Level Fader pro Operator mit LED Anzeige, Copy/Paste der Operator Parameter, schneller Wechsel zwischen der Operatoren. Luft nach oben ist immer, Copy/Paste oder koppeln der Hüllkurven, Feedback pro Operator.
 
Zuletzt bearbeitet:
Ni
Die Nummer des Algorithmus wird – zusammen mit den aktiven/inaktiven Operatoren und dem gerade selektierten Operator – im EDIT-Mode stets in der oberen Zeile des Displays angezeigt, man muss sich also nicht an die Algorithmus-Nummer erinnern, sondern hat sie permanent vor Augen.


Klasse wäre es gewesen, wenn die Ziffern im Algorithmus-Display des DX1 als Taster ausgeführt worden gewesen wären: Dann hätte man direkt dort den gewünschten Operator auswählen können – ein Umweg weniger.

Aber ob die aufgezählten Bedienvorteile des real existierenden DX1 nun tatsächlich einen Preisunterschied um den Faktor 100 wert sind*, wage ich bei aller Sympathie für dieses Instrument doch sehr zu bezweifeln. Anders gesagt: Die Bedienung des DX7 ist auch im Vergleich zum DX1 nicht so schlecht, wie sie auf den ersten Blick erscheinen mag.

Ein gangbarer Kompromiß wäre allenfalls noch ein DX5, der zwar auch nicht das dynamische Algorithmus-Display und die EG-Level-LED-Ketten des DX1 besitzt, aber dessen separate Operator-Select-Taster ebenso geerbt hat wie die direkte Anwahl aller Hüllkurven- und Scaling-Parameter, und in seinem Display auch alle Hüllkurvenwerte zugleich anzeigt.

Zur Zeit ist ein sehr gut erhaltenes Exemplar bei VEMIA mit einem Startpreis von 2.000 € im Angebot. Ich bleibe bei meiner DX7s-und-DT7-Kombi. Die war deutlich günstiger.



*: Wenn man einen Preis von 30.000 € für einen DX1 und von 300 € für einen DX7 zugrunde legt.
Ich hab doch nur vorgeschlagen diese Bedienung zu übernehmen.
Es geht nicht darum nen DX1 zu kaufen, sondern das Herr Behringer vielleicht einen FM Synth entwickelt, Und ja Teile dieser Bedienung für das Gerät übernehmen könnte und weiterentwickeln könnte. Schließlich hat er ja den DX1 von Tears for Fears gekauft.
Selbst wenn Du im Display die Nummer des Algo stehen hast, ist das doch immer noch ein megaunterschied wenn Du den Aufbau des Algos angezeigt bekommst.

Du musst dir die Tabelle der Algorithmen mit ihren Nummern und ihrem jeweiligem Aufbau merken Und permanent parat haben.
Im Dx1 muss man das nicht ich guck mir einfach nur den Aufbau des Algorithmus in den 7 Segment-Displays an.
 

Miks

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Auch die zweite Generation (DX7IID, DX7IIFD, DX7s, TX802) erzeugt noch "Geistersounds", wenn auch bei weitem nicht mehr so viele wie noch die erste Generation.
Als ehemaliger Besitzer eines DX7 Mk.I & aktueller Besitzer eines DX7II/D sowie eines TX802 frach ich ma: wass'n das - Geistersounds? Habe ich in diesem Zusammenhang noch nicht gehört & kann mit dem Begriff daher nix anfangen...?
 

serge

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Als ehemaliger Besitzer eines DX7 Mk.I & aktueller Besitzer eines DX7II/D sowie eines TX802 frach ich ma: wass'n das - Geistersounds? Habe ich in diesem Zusammenhang noch nicht gehört & kann mit dem Begriff daher nix anfangen...?
Das sind für mich (!) digitale Störgeräusche, die kein Aliasing sind. Ich bekomme die (äh…mein DX7s) ab und an bei Klängen, bei denen der/die Carrier auf sehr langsame Fixed-Frequency-Einstellungen gesetzt sind, wenn ich diese in tiefen Lagen spiele. Ich entsinne mich auch noch an – schwer zu beschreiben – eine Art hochfrequentes "Röcheln" bei Werks-Bassklängen meines alten DX7.

Aufnahmen kann ich leider nicht liefern, an meinen DX7s samt DT7 komme ich zur Zeit aufgrund der aktuellen Einschränkungen nicht ran.

@Moogulator, Du hast diesen Begriff ja in die Diskussion eingeführt, magst Du auch Deine Eindrücke schildern?
 

Summa

hate is always foolish…and love, is always wise...
Mit Geistersounds sind wahrscheinlich Rauschereignisse gemeint, meist im Release der Sounds zu hören, wobei der TG77 das auch kann und der Unterschied zwischen den DX7 Modellen imho in der Beziehung minimal ist.
 

Summa

hate is always foolish…and love, is always wise...
Ich bekomme die (äh…mein DX7s) ab und an bei Klängen, bei denen der/die Carrier auf sehr langsame Fixed-Frequency-Einstellungen gesetzt sind, wenn ich diese in tiefen Lagen spiele.
Ja, fixed Frequency/Waveshaping ist geradezu prädestiniert für solche Sounds, speziell bei FM-Synths die auch andere als Operator-Wellenformen als Sinus bieten, aber ich kenn' das auch von LatelyBass&Co, selbst wenn ich den 4Op Sound auf den DX7 konvertiere.
 
Zuletzt bearbeitet:
Das sind für mich (!) digitale Störgeräusche, die kein Aliasing sind. Ich bekomme die (äh…mein DX7s) ab und an bei Klängen, bei denen der/die Carrier auf sehr langsame Fixed-Frequency-Einstellungen gesetzt sind, wenn ich diese in tiefen Lagen spiele. Ich entsinne mich auch noch an – schwer zu beschreiben – eine Art hochfrequentes "Röcheln" bei Werks-Bassklängen meines alten DX7.

Aufnahmen kann ich leider nicht liefern, an meinen DX7s samt DT7 komme ich zur Zeit aufgrund der aktuellen Einschränkungen nicht ran.

@Moogulator, Du hast diesen Begriff ja in die Diskussion eingeführt, magst Du auch Deine Eindrücke schildern?
Mir wird heute noch die Sache mit dem Schwurbel nachgetragen, nur weil ich gesagt hab, dass es das gibt und keinen Begriff dafür hatte.
Das wird jetzt wieder so *G*

Leider gibt es das.

Es handelt sich um eine Mischung von Artefakte durch die 12Bit-Auflösung, die im 16Bit DX7II und noch weniger im 20Bit TG vorkommen.
Diese Artefakte sind der Grund, weshalb du zB bei nicht so obertonreichen Sounds eine Art Schatten von leisen schrilligen Obertönen hast, die natürlich nicht laut sind aber wie eine Art Rauschen wirken, was eher stört. Ab dem TG77 gab es sowas nicht mehr, deshalb mochte ich die sehr.
Das ist also mit einem Lately Bass oder sowas sehr schön zu demonstrieren - weniger im DX11 als im DX9...

Es sind technisch gesehen nicht wirklich Rauschgeneratoren oder sowas, aber geräuschhaft und obertonreich und dem Rauschen ähnlich, digitaler.
Die ersten Casio CZs hatten das übrigens auch. Ich fand das damals eher uncool, als ich die das erste Mal ausprobierte. Aber es gibt auch Sounds, wo das nicht ganz so stark ist.

Der Name ist übrigens übernommen, ich habe ihn nicht geprägt, ich glaube Keyboards hat den mal verwendet, einer der Tester oder mehrere.
Beim Schwurbel bin ich leider der erste und Fans bestimmter Synths mit viel davon hassen mich dafür - das muss wohl so sein. Heutige Synths haben das deutlich weniger. Ebenfalls durch Auflösungen und bessere Algorithmen ... ich hab es meist Rechentiefe genannt, die ebenfalls kein wissenschaftliches Wort sind, um zu sagen - wenn das verbessert ist, hört das auf.

Tja, ich finde dieser Effekt kann für Effekte, Noises und so auch interessant sein, beim Schwurbel ist das ja eher nicht der Fall, da klingt nur einfach alles "gleich", ich konnte damals deshalb kaum erkennen, welcher Synth damit denn gemeint sein sollte, weil die Artefakte einfach zu groß sind bei Vorstellung des Ion oder Fusion. Naja, trotzdem interessante Teile - aber auch etwas, was schwierig war, heute würde das alles nicht mehr vorkommen - nehme ich mal schwer an. Das ist ein 90er Jahre Ding und bei den DX'en ist es ein 80er Jahre Ding. Die TGs und Nachfolger beendeten das Problem komplett.


Ihr M
Fachleiter für akustische Artefakte
und so.
 


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