Welche Konzerte sind eure Top5 ?

Bei einem Schlagzeugsolo von Tommy Clufetos während eines Black-Sabbath-Konzerts 2014 in Essen

Ooooooh, da war ich auch, das war ein wirklich denkwürdiges Konzert. Bin trotz Poncho (stand im vordersten Bereich Innenraum) beim Gewitter nassgeworden. Und es war bisher mein einziges Open-Air-Konzert, bei dem man wegen des Gewitters zwischendurch mal für ein paar Minuten unters Überdachte musste.

Was übrigens völlig OK seitens der Vor-Ort-Organisation war. Ich habe in meinem bisherigen Leben zweimal einen Blitzeinschlag in weniger als 50 Meter Entfernung live mitbekommen - einmal bei einem Rheinkultur-Festival in Bonn, als der Blitz in die Wiese einschlug (zum Glück stand da niemand mehr, weil sich alle vor dem Regen unter die Markisen der Imbissbuden geflüchtet hatten), und einmal vor ein paar Jahren beim Plattbodenschiff-Segeln auf dem Ijsselmeer, als ein Blitz geschätzt 20 oder 30 Meter hinter uns ins Wasser einschlug.

Nicht lustig.
 
Jau. Bei dem von mir o.g. Konzert 1993 ging die Band (das war noch mit Blixa dabei :D) durch die Songs, als ob sie sie noch genau dieses eine Mal spielen dürften und danach nie wieder. Wahnsinnsintensität.
Daran hat sich übrigens nichts geändert. Die sind die intensivste Liveband, die man heute zu sehen bekommt. Einfach 150%, volle Möhre.
 
(Vermutlich) Kompliziertestes live gespieltes Konzert: Secret Chiefs
Sympathischstes Konzert: Matmos
Härtestes Konzert: Dillinger Escape Plan
Größter Unterschied: Autechre - einmal supergeil, einmal unterirdisch schlecht
Entspanntestes Konzert: Piotr Kurek
 
Hätte ich gerne gesehen:

- Jimi Hendrix (da war ich noch zu jung)
- Genesis in den frühen 70ern.
- AC/DC (die Karten waren nach zehn Minuten!! ausverkauft)


In angenehmer Erinnerung habe ich:

- Pink Floyd 1994 im Müngersdorfer Stadion
- ZZ Top mit Gary Moore als Vorband 2002
- Deep Purple, Mitte der 70er (danach hatte ich drei Tage Klingelohren)
- Frank Zappa (der Typ war cool)
- Mother´s Finest im Turock in Essen 2014 (das groovte wie Hölle)
u.v.m.

Mittlerweile bevorzuge ich Konzerte im kleineren Rahmen. Z.B. treten im Piano Dortmund super Bands zum angenehmen Preis auf. - Wenn es endlich weitergeht.
 
Ich erinnere mich noch dunkel an ein Konzert von denen wo ich nach dem Konzert mit Alexander Veljanov diskutiert hatte.
Er hat mich dann rausgeschmissen. Leider weiss ich heute weder das Thema der Diskussion, noch den Grund des Rauswurfs.
Ich war wohl nicht ganz nüchtern...
 
mein erstes:
A-HA , Frankfurt 86 oder 87

Front 242 , Offenbach 1991
Alien Sex Fiend , Frankfurt 1992 rum
Helge Schneider , Mainz Phoenixhalle 2007 rum
Kraftwerk 3D Frankfurt Jahrhunderthalle 2015
Panasonic in Heidelberg, war auch wahnsinn
 
Zuletzt bearbeitet:
Dann legen wir doch mal als alternative zu all den alten säcken hier mit paar Erfahrungen der neuen Generation (Baujahr 1994) nach...

mal sehen... top 5...

1. David Byrne - American Utopia - 2018 (Zürich, Theater 11)
Unfickbar. Nicht zu toppen. Wer diese Show verpasst hat, hat Konzertrevolution verpasst. Dabei hätte ich sie fast selbst verpasst. Regelmässig nach Tickets geguckt, irgendwie nie zugeschlagen und plötzlich war ausverkauft (hat sich schnell rumgesprochen wie gut die Show war). Also auf Kartenjagt vor der Hütte auf gut Risiko. Und reingekommen. Beste Plätze letzte Reihe (bei dem Konzertkonzept hat sich das als absolut premium rausgestellt!), herausragender Sound (okay, Delays waren nicht so 100 on time teilweise, aber bisher ist sonst noch niemand so genau an eine Lautstärke die rummst aber nicht wehtut gekommen), wahnsinnige Choreos, grossartige Hits (alt wie neu) und ein David Byrne, der starres Schweizer Publikum inkl. notorischer "absitzen absitzen" - Platzanweiser von den Stühlen holt und in eine rauschende Tanznacht verwandelt. Grossartig!


2. Devin Townsend - Empath Tour - 2019 (Zürich, Xtra)
Mein letztes Konzert bevor die Welt pausierte (Leprous im Februar 2020 war noch angedacht, war aber mal wieder zu faul mich dran zu erinnern), gleichzeitig Devins erste Tour nach dem Befreiiungschlag mit dem Empath-Album. Seine "Tour ohne Click und mit komplett neuer Band". Eine Horde Bekloppter macht faszinierenden Krach. Impro galore. Palmen und Cocktailbar onstage. Classics und Newbies. Blödsinn und Lärmwand. "Disco Inferno" und "Black Page"- Covers für die Ewigkeit (beide hintereinander). Es war absolut Peak. Wenn's aus irgendeinem Grund dass jetzt gewesen sein sollte mit Konzertbesuchen, ist's Abtritt auf allerhöchstem Level.


3. Haken - The Mountain Promo Tour - 2013 (Pratteln, Gallery Music Bar)
Erstes von insgesamt vier Haken-Konzerten meines Lebens und bis heute das beste davon. Mag etwas dran gelegen haben, dass es das erste "richtige grosse Konzert" gewesen sein dürfte, welches ich (dank im Jahr vorher erreichter Volljährigkeit) wirklich unabhängig von irgendwas besucht habe - keine Begleitung (was sich in den letzten Jahren oft wirklich bewährt hat), keine "dann bist du zuhause"-Limite, kein Plan wo die Location war (ich war aber noch rechtzeitig). Aber "gross" ist eigentlich das falsche Wort. Winz-Club kurz vor Schliessung, keine fünfzig Nasen da, Band zwar grad mit Durchbruchsalbum am Start aber der kleine Tour-Leg noch quasi in der Releasewoche (ein halbes Jahr später hat man schon das "mini"Z7 gut gefüllt (das inzwischen die Gallery-Music-Bar abgelöst hat, nachdem das Parkhaus entweder abgerissen oder neu gebaut wurde oder was auch immer die aus dieser Dachterasse gemacht haben... muss mal gucken gehen). Aber auch ansonsten wars halt einfach sehr gut als solches. Band noch in Originalbesetzung mit Tom McLean am Bass, die Setlist grossartig (das komplette Trio aus Minds Eye -> Portals -> Shapeshifter hab ich mir immer wieder gewünscht, aber nie mehr bekommen), fast zweieinhalb Stunden ohne Vorband, alles noch recht rough und DIY wirkend, und man hat den Dingen quasi beim Wachsen zu gesehen, aber trotzdem musikalisch top notch. Wahrscheinlich auch viel verklärte Erinnerung bei, aber bis heute (trotz zweier weiterer wirklich guten (und einem okayen, weil ich die neuen Sachen weniger mag, aber war halt im Devin-Vorprogramm, da nimmt man's mit) Konzerten) eine Erinnerung für die Annalen. Heimfahrt per Drahtesel mit dem einzigen Song den man gerne noch in der Setlist haben wollte ("Visions") inklusive.


4. Mogwai - Every Country's Sun Tour - 2017 (Basel, Kaserne)
Anderthalb Stunden Lärm, und für meinen Tinnitus zumindest mitverantwortlich. Aber fetzt halt. Muss ich jetzt nicht unbedingt nochmal haben, hat aber gerade dank Aushilfedrummerin Cat Myers echt geballert. Songmaterial war auch schön, wenngleich ich mir da bessere Oropax gewünscht hätte (die mehr durchgelassen hätten), es war insgesamt doch etwas zu laut um die filigraneren Momente (welche die Musik ja durchaus hat) noch so wirklich mitzunehmen. Aber kleiner Schönheitfehler. Dafür hatte ich einen Jazzmusiker mit (warum auch immer...), der während des Abends zuerst vom Glauben an meinen Musikgeschmack abgefallen und irgendwann einfach rausgelaufen ist. Kanns ihm nicht verübeln. Hat vermutlich "Prog-Rock" statt "Post-Rock" verstanden, aber bei meinem Spektrum sollte er vermutlich eher froh sein nicht an ein Rapkonzert oder schlimmer mitgegangen zu sein. Dafür nutzt er das Konzert sehr gerne als Vergleichs-Spott für die lokalen Ableton-Link-Jam - Sessions, falls er aufkreuzt (gemeinsame Bekannte bei der Session), und verweist zuweilen drauf, dass "die durchen Schotten das Gedudel wenigstens 15min stur durchgespielt haben und nicht per Laptop geloopt wie ihr!". Guter Mann. Guter Gig.


5. King Crimson - 50 Year Tour - 2019 (Kaiseraugst, Augusta Raurica Open Air)
Noch so ein durcher Gig. Natürlich ausverkauft. Natürlich ohne mich. Aber war ja Open Air. Alles abgesperrt bis zum gehtnichtmehr, Sicht auf Bühne unmöglich, aber das hat mich und gefühlt tausend andere nicht abgehalten, auf die umliegenden Hügel und Wiesen zu hocken und in meinem Fall Teile, aber für viele wohl auch das ganze Konzert mitzubekommen. War ja auch arschlaut, dagegen waren selbst Mogwai im Rahmen. Also Sonnenuntergang und Impro-Grillieren bei Crimso-Krach. Construkction of Light bis heute nie besser gehört, schade gibts kein Bootleg.



Ansonsten sind da auch noch so ne Handvoll Konzerte die eigentlich Potential gehabt hätten aber irgendwie underwhelming waren... Dream Theater auf Images & Words 25th - Tour mit sterbendem Wal am Mikrofon und dem grottigsten Sound den ich je gehört hab und das in einer Location wie der Samsung Hall, die tot optimiert ist und die man quasi gar nicht schlecht abmischen kann, eigentlich... The 1975, eigentlich eine fantastische Liveband, aber die Setlist an dem Tag war Murks und der Sänger auf allen Drogen der Welt und ist irgendwann in einer Prideflag eingewickelt auf der Bühne rum gerollt... Kraftwerk in Montreux waren halt Kraftwerk, auch wenns n guter Best-Of-Einzelgig war (Ralf Hütter auf französisch ist auch n Erlebnis)... Daneben viele Gigs die eigentlich nur darin brillieren dass man sie sich in die Agenda geschrieben und danach verpasst hat... Aber dafür auch immer mal wieder kleineres lokales Zeug, grad im Jazzbereich, man hat ne Hochschule mit Jazzclub um die Ecke, von daher...
 
Wobei... zwei weitere muss ich doch noch ausführlich nachlegen...


6. Christian Muthspiel - Für und mit Ernst - 2015 (Basel, Jazzcampus Club)
War das noch Konzert oder schon Kunst? Whatever. Ein Mann mit Klavieren, Posaunen und diversem anderen Kram bewaffnet, daneben ein leerer Stuhl. Muthspiels Solostück, nur unterstützt von Tonband-Rezitaten des verstorbenen Ernst Jandl. Das Album gewährt einen Einblick, aber Muthspiel als begnadeter improvisator erweitert und varriiert das Stück laufend. Auch wieder so ein Einzel-Besuch-Ding, dazu noch um die Ecke im Jazzclub, vor gefühlt zwanzig Leuten, aber es hat mir einen ansonsten unspektakulären Oktoberabend versüsst, und, falls es mal in der Gegend ist und ihr was mit Kunst und Jazz anfangen könnt... ich würd hingehen wenn ich euch wäre. Ich würd sogar selbst auch nochmal hin.


7. Fewjar - Until Spring Tour - 2017 (Stuttgart, ClubCANN)
Fewjar sind ein Phänomen. Unbekannte nach Berlin gezogene Musiktypen denen irgendwer eine Vlogkamera in die Hand gedrückt hat, eine Internetkarierre inkl. abgeräumten Webvideopreisen, danach "richtig" Band geworden und das allererste Clubkonzert sowie alle darauf folgenden Touren komplett ausverkauft. Der erste von bisher zwei besuchten Gigs war eine Moogbassschlacht im Heizkesse. Eine so atmosphärische Band auf Platte, die einem live ähnlich, wenn nicht mehr umboxt, als Trent Reznor (das Vergnügen hatte ich noch nicht, aber ein Kollege hatte beides und ich vertrau da seinem Urteil). Ich hatte eigentlich einen poporientierten Melancho-Indie-Abend vor einer versammelten Fanbase sexuell unentschlossener Teenager vermutet, aber was da von der Bühne kam... kein Stein blieb mehr auf dem anderen, teils waren die Songs bis zum Gesangseinsatz nicht zu erkennen, ein kompletter Remix, der ganze Abend. Mit Doublebass in die Nacht geschickt, ein ausführlicher talk mit allen möglichen und unmöglichen leuten (man kennt sich) und pappdünne Wände in der angeschlossenen Herberge, wodurch man der einen oder anderen Person entweder beim die-zugabe-die-ganze-nacht-singen oder hart weggeknallt werden zuhören konnte, anstatt ein Auge zuzukriegen, um wenige Stunden danach mit der komplett von WannaCry verseuchten Deutschen Bahn irgendwie zurück zu kommen. Ein Erlebnis. (Das zweite Fewjar-Konzert am selben Ort knapp ein Jahr später war übrigens noch mehr Heizkessel, aber ansonsten dann doch ein wesentlich gepflegteres und auch mehr am Original orientiertes Konzert. Missen möchte ich keines von beiden, das dritte folgt hoffentlich, nach der ganzen Scheisse, so der Herrgott will und wir noch leben...)
 
Um das irgendwie einzugrenzen liste ich jetzt mal nur Konzerte mit einem deutlichen Bezug zu Synthesizern.
  • SAGA – Worlds Apart Tour 1982, war mein erstes Rockkonzert überhaupt, und auch im Rückblick wahrscheinlich das Beste. SAGA waren da auf dem Höhepunkt ihres Schaffens und ihrer Popularität in Deutschland, und spielten mit voller Energie vor 2000 begeisterte Fans in einer ausverkauften Provinzhalle. Besser geht es kaum. Sogar die Gitarrenfraktion im Freundeskreis war beeindruckt von der schieren Wucht der Moog-Bässe und natürlich auch vom nicht ganz alltäglichen Gitarrenspiel des Ian Crichton.
  • Tangerine Dream – Logos Tour, auch 1982, Circus Krone in München. Toller Sound, tolle Lightshow und eine beeindrucke Menge an elektronischen Musikinstrumenten. Neben mir saß ein Student der Elektrotechnik, der gerade an seiner Diplomarbeit zum Thema (irgendwas mit) Automatisierung schrieb. Der war ziemlich enttäuscht, weil seiner Ansicht nach viel zu viel von Hand Keyboard gespielt wurde.
  • Röyksopp 2009 in Berlin (kleinere Location, irgendwo in Friedrichshain), unglaublich wieviel Energie die live rübergebracht haben. Es war auch immer irgendwie ein Zusammenhang zwischen den Aktionen auf der Bühne und der Musik nachvollziehbar, was bei Electronica nicht unbedingt selbstverständlich ist. Eine Sängerin und ein Bassist/Gitarrist auf der Bühne waren da sicherlich hilfreich. Tolle Stimmung, toller Sound und etwas „härter“ als das was ich von den CDs kannte.
  • Depeche Mode – Tour of the Universe 2009, Nürnberg, Arena. Mein erstes DM-Konzert. DM hat scheinbar echt eine große, treue Fangemeinde. Trotz des sehr verspäteten Beginns herrschte von Anfang an eine begeisterte Stimmung. Ich hatte zwar den Eindruck, dass Dave Gahans Stimme nicht mehr in bester Verfassung war, aber das spielte kaum eine Rolle, weil er bei den meisten Refrains einfach das Mikro ins Publikum gehalten hat.
  • Kraftwerk, 2014, Burgtheater, Wien. Es war kaum zu erahnen was die vier Gestalten auf der Bühne mit dem audiovisuellen Geschehen im Saal zu tun haben sollten. Aber das Publikum war gewillt sie zu feiern. Und irgendwie waren diese perfekt auf die glasklar und (für mich) erfrischend neu abgemischte Musik abgestimmten 3D Visuals in dieser alt ehrwürdigen Umgebung etwas ganz Besonderes. Nach dem Konzert sah man überall nur grinsende und zufriedene Gesichter.
  • Klaus Schulze und Lisa Gerrard – Loreley, Night oft the Prog 2008. Das war irgendwie magisch. Der „wiederauferstandene“ Klaus Schulze wirkte zwar sehr gebrechlich aber gut gelaunt und die gute Lisa irgendwie entrückt. Trotz des ein oder anderen Missverständnisses zwischen den Beiden bei der gerade anliegenden Tonart, oder vielleicht auch gerade deshalb, wirkte alles organisch, spontan und sehr stimmungsvoll. Dass danach Tangerine Dream auf der gleichen Bühne noch ein sehr abwechslungsreiches und von Spielfreude geprägtes Konzert gaben, machte diesen lauen Sommerabend im wundervollen Ambiente des Loreley- Amphitheaters perfekt.
 
Dann legen wir doch mal als alternative zu all den alten säcken hier mit paar Erfahrungen der neuen Generation (Baujahr 1994) nach...

mal sehen... top 5...

1. David Byrne - American Utopia - 2018 (Zürich, Theater 11)
Unfickbar. Nicht zu toppen. Wer diese Show verpasst hat, hat Konzertrevolution verpasst. Dabei hätte ich sie fast selbst verpasst. Regelmässig nach Tickets geguckt, irgendwie nie zugeschlagen und plötzlich war ausverkauft (hat sich schnell rumgesprochen wie gut die Show war). Also auf Kartenjagt vor der Hütte auf gut Risiko. Und reingekommen. Beste Plätze letzte Reihe (bei dem Konzertkonzept hat sich das als absolut premium rausgestellt!), herausragender Sound (okay, Delays waren nicht so 100 on time teilweise, aber bisher ist sonst noch niemand so genau an eine Lautstärke die rummst aber nicht wehtut gekommen), wahnsinnige Choreos, grossartige Hits (alt wie neu) und ein David Byrne, der starres Schweizer Publikum inkl. notorischer "absitzen absitzen" - Platzanweiser von den Stühlen holt und in eine rauschende Tanznacht verwandelt. Grossartig!


2. Devin Townsend - Empath Tour - 2019 (Zürich, Xtra)
Mein letztes Konzert bevor die Welt pausierte (Leprous im Februar 2020 war noch angedacht, war aber mal wieder zu faul mich dran zu erinnern), gleichzeitig Devins erste Tour nach dem Befreiiungschlag mit dem Empath-Album. Seine "Tour ohne Click und mit komplett neuer Band". Eine Horde Bekloppter macht faszinierenden Krach. Impro galore. Palmen und Cocktailbar onstage. Classics und Newbies. Blödsinn und Lärmwand. "Disco Inferno" und "Black Page"- Covers für die Ewigkeit (beide hintereinander). Es war absolut Peak. Wenn's aus irgendeinem Grund dass jetzt gewesen sein sollte mit Konzertbesuchen, ist's Abtritt auf allerhöchstem Level.


3. Haken - The Mountain Promo Tour - 2013 (Pratteln, Gallery Music Bar)
Erstes von insgesamt vier Haken-Konzerten meines Lebens und bis heute das beste davon. Mag etwas dran gelegen haben, dass es das erste "richtige grosse Konzert" gewesen sein dürfte, welches ich (dank im Jahr vorher erreichter Volljährigkeit) wirklich unabhängig von irgendwas besucht habe - keine Begleitung (was sich in den letzten Jahren oft wirklich bewährt hat), keine "dann bist du zuhause"-Limite, kein Plan wo die Location war (ich war aber noch rechtzeitig). Aber "gross" ist eigentlich das falsche Wort. Winz-Club kurz vor Schliessung, keine fünfzig Nasen da, Band zwar grad mit Durchbruchsalbum am Start aber der kleine Tour-Leg noch quasi in der Releasewoche (ein halbes Jahr später hat man schon das "mini"Z7 gut gefüllt (das inzwischen die Gallery-Music-Bar abgelöst hat, nachdem das Parkhaus entweder abgerissen oder neu gebaut wurde oder was auch immer die aus dieser Dachterasse gemacht haben... muss mal gucken gehen). Aber auch ansonsten wars halt einfach sehr gut als solches. Band noch in Originalbesetzung mit Tom McLean am Bass, die Setlist grossartig (das komplette Trio aus Minds Eye -> Portals -> Shapeshifter hab ich mir immer wieder gewünscht, aber nie mehr bekommen), fast zweieinhalb Stunden ohne Vorband, alles noch recht rough und DIY wirkend, und man hat den Dingen quasi beim Wachsen zu gesehen, aber trotzdem musikalisch top notch. Wahrscheinlich auch viel verklärte Erinnerung bei, aber bis heute (trotz zweier weiterer wirklich guten (und einem okayen, weil ich die neuen Sachen weniger mag, aber war halt im Devin-Vorprogramm, da nimmt man's mit) Konzerten) eine Erinnerung für die Annalen. Heimfahrt per Drahtesel mit dem einzigen Song den man gerne noch in der Setlist haben wollte ("Visions") inklusive.


4. Mogwai - Every Country's Sun Tour - 2017 (Basel, Kaserne)
Anderthalb Stunden Lärm, und für meinen Tinnitus zumindest mitverantwortlich. Aber fetzt halt. Muss ich jetzt nicht unbedingt nochmal haben, hat aber gerade dank Aushilfedrummerin Cat Myers echt geballert. Songmaterial war auch schön, wenngleich ich mir da bessere Oropax gewünscht hätte (die mehr durchgelassen hätten), es war insgesamt doch etwas zu laut um die filigraneren Momente (welche die Musik ja durchaus hat) noch so wirklich mitzunehmen. Aber kleiner Schönheitfehler. Dafür hatte ich einen Jazzmusiker mit (warum auch immer...), der während des Abends zuerst vom Glauben an meinen Musikgeschmack abgefallen und irgendwann einfach rausgelaufen ist. Kanns ihm nicht verübeln. Hat vermutlich "Prog-Rock" statt "Post-Rock" verstanden, aber bei meinem Spektrum sollte er vermutlich eher froh sein nicht an ein Rapkonzert oder schlimmer mitgegangen zu sein. Dafür nutzt er das Konzert sehr gerne als Vergleichs-Spott für die lokalen Ableton-Link-Jam - Sessions, falls er aufkreuzt (gemeinsame Bekannte bei der Session), und verweist zuweilen drauf, dass "die durchen Schotten das Gedudel wenigstens 15min stur durchgespielt haben und nicht per Laptop geloopt wie ihr!". Guter Mann. Guter Gig.


5. King Crimson - 50 Year Tour - 2019 (Kaiseraugst, Augusta Raurica Open Air)
Noch so ein durcher Gig. Natürlich ausverkauft. Natürlich ohne mich. Aber war ja Open Air. Alles abgesperrt bis zum gehtnichtmehr, Sicht auf Bühne unmöglich, aber das hat mich und gefühlt tausend andere nicht abgehalten, auf die umliegenden Hügel und Wiesen zu hocken und in meinem Fall Teile, aber für viele wohl auch das ganze Konzert mitzubekommen. War ja auch arschlaut, dagegen waren selbst Mogwai im Rahmen. Also Sonnenuntergang und Impro-Grillieren bei Crimso-Krach. Construkction of Light bis heute nie besser gehört, schade gibts kein Bootleg.



Ansonsten sind da auch noch so ne Handvoll Konzerte die eigentlich Potential gehabt hätten aber irgendwie underwhelming waren... Dream Theater auf Images & Words 25th - Tour mit sterbendem Wal am Mikrofon und dem grottigsten Sound den ich je gehört hab und das in einer Location wie der Samsung Hall, die tot optimiert ist und die man quasi gar nicht schlecht abmischen kann, eigentlich... The 1975, eigentlich eine fantastische Liveband, aber die Setlist an dem Tag war Murks und der Sänger auf allen Drogen der Welt und ist irgendwann in einer Prideflag eingewickelt auf der Bühne rum gerollt... Kraftwerk in Montreux waren halt Kraftwerk, auch wenns n guter Best-Of-Einzelgig war (Ralf Hütter auf französisch ist auch n Erlebnis)... Daneben viele Gigs die eigentlich nur darin brillieren dass man sie sich in die Agenda geschrieben und danach verpasst hat... Aber dafür auch immer mal wieder kleineres lokales Zeug, grad im Jazzbereich, man hat ne Hochschule mit Jazzclub um die Ecke, von daher...
Ich alter Sack war drin im Augusta Raurica. Bin nur wegen einem freund mit. KC hab ich mit 13 (1976) meine erste platte (wake of Poseidon) kaputt gehört. War ab Discipline dann komplett weg von KC. Ich war aber von diesem Konzert dann doch angenehm überrascht. Die super eltricjazz Passagen haben mir am besten gefallen. Hätte ruhig mehr sein können. Aber ... . Tja und da bin ich auch schon beim Punkt warum es für mich halt nicht mehr sssssoooooo gut funktioniert mit KC und mir. Unisono, unisono, Break, powerchords, unisono, .... .
Ist mir dann doch ein ganzes konzerT zu viel. Und ja: ich war vorher bei Neil Young und der hat diesmal auch kein einziges langes geiles solo hingekriegt. Denn ich kann mich an kein längeres Fripp solo in basel erinnern. Schade: aber wie sagte einst Neil young: „ An einem scheiß Tag gebe ich dann auch ein scheiss konzert“ mir sind solche Künstler und Konzerte allemal lieber.
die Stimmung fand ich total angenehm in basel. War zum ersten mal in der AuGusta. Und die Akustik/ Anlage: superb! Besonders mel Collins hat mich gefreut, aber auch da ... , nun, sorry, altersmilde ist His Frippness geworden.
 
1. Madonna "Music"-Tour 2006 in Hannover vor 45.000 Menschen. Ich fünf Meter/Reihen vor dem mittleren Steg. Das war mit den riesigen LED-Wänden, den extra Videosequenzen, so geil filmisch und atmosphärisch inszeniert, dass mir andauernd vor Freude und Überwältigung die Tränen über die Wangen gelaufen sind. Leider gibt es von der Tour bis heute nur DVDs und keine Bluray :sad:

2. Front 242 "Classic"-Tour 2014 Hamburg Markthalle. Mein absoluter Traum, da ich sie bis zu dem Tag nie live gesehen hatte, obwohl ich ein riesiger Fan war, seitdem ich mit 14 Jahren die "Front by Front" als Kassette in die Finger bekommen habe. Erste Reihe rechts - direkt vor Richard23 and ich habe den einzigen Abklatscher des Abends von ihm bekommen. Bis heute absolute Idole und ein Abend voller Glücksgefühle für mich.

3. Apparat "The Devils Walk"-Tour 2012 im Kampnagel Hamburg. Wurde von Freunden mitgeschleppt und kannte die Band nicht. Sehr gechillte Atmosphäre und darum erste Reihe rechts direkt vor dem Drummer. Unglaublich stimmungsvolles Konzert - schlichtes, aber wundervolles Bühnenlicht, grandiose Liver-Performance der einzelnen Künstler und eines meiner absoluten Lieblingsalbum bis heute. Hab mir an dem Abend auch das limitierte Tour-Digipack gesichert und lege es regelmäßig in den Player. Ist allerdings bei dem einen Album geblieben. Früheres oder späteres hat mich nicht so angesprochen.

4. Yelworc & Dance or Die auf dem "Dark Eastern" in der Markthalle Hamburg (neben S.p.o.c.k., Numb, Lacrimosa, In the Nursery, Twice A Man). Wohl das prägendste Konzert in meiner frühen EBM-Phase. Ich war total geflasht und fasziniert von Yelworcs krankem Splatter-Electro und ihrer morbiden Performance. Ebenso von Wagners Ausstrahlung zusammen mit seiner Stimme und der Präsentation des "Psychoburbia"-Albums.

5. Haujobb mit ihrem ersten Album "Homes & Gardens" auf einem Benefiz-Konzert in der Markthalle Hamburg als Vorband von Blind Passengers (Synthpop), die damals bei den weiblichen Hörern sehr beliebt waren - uns aber nicht interessiert haben. Mein Kumpel und ich sind nur wegen Haujobb hin - im tiefsten Winter von Kiel nach Hamburg getrampt und dann zu zweit allein vor der cool gestalteten Bühne (alte Fernseher mit wirren Videos, Metalltonnen zum Draufkloppen, zwei Synthburgen, etc.). Wir habens total gefeiert und Haujobb auch. So waren wir danach dann auch noch mit Daniel, Dejan und Björn sowie Mähne von Steril bei McD :cool: Da kein Zug mehr gefahren ist, kamen wir dann erst gegen 6 Uhr morgens und total durchgefroren wieder in Kiel an. Herrlich, wenn man heute daran zurückdenkt...

Das waren meine Highlights. War später - so ab 2000 - nicht mehr so der Konzertgänger und die meisten Bands, an denen ich damals Interesse hatte, haben meist eh nur in kleineren Clubs gespielt oder man war selbst mit der eigenen Band und ihnen auf Tour und Festivals (z.B. TOOL (Mera Luna 2007), In Strict Confidence, In the Nursery, Armageddon Dildos, Lights of Euphoria, Funker Vogt, Steril, Haujobb, etc.). Ansonsten habe ich 2x A-ha, 2x Silbermond (grandiose Live-Musiker), Tina Dico, Depeche Mode (SOFAD-Tour in Mannheim), Front Line Assembly ("Hard Wired"-Tour in Bremen), Robin Gibb & Orchester (mit meiner Mum in Hannover), Ivan Rebroff (mit Oma zum Kirchenkonzert in Preetz - war aber toll mit der Akustik und wir haben ihn danach noch gesprochen und ich ein Autogramm bekommen - beeindruckende Persönlichkeit) und viele kleine und größere Indie-/EBM-/Gothic-Bands in den 90ern gesehen. Meine größte Enttäuschung war Skinny Puupy auf dem Amphi 2006.
 
Zuletzt bearbeitet:
1. Tears For Fears, Seeds Of Love Tour, Köln Sporthalle 1990
2. Billy Idol, Charmed Life Tour, Köln Sporthalle 1990
3. Julian Cope, 20 Mothers Tour, London Shepherds Bush Empire 1995
4. Spiritualized, Ladies&Gentlemen We Are Floating In Space Tour, Köln Luxor 1997
5. Coil, Musick To Play In The Dark Tour, Amsterdam Melkweg 2004
 
Hab die Sondaschule im Autokino gesehen. War völlig okay, aber irgendwie auch völlig krank. Was natürlich nicht an der Band, sondern an dem Umständen lag.

Chemokeule kommt aus unserem erweiterten Freundeskreis, und ist damals immer mit uns zu Festivals gefahren. Zumindest er ist durchaus völlig krank - das aber im sehr liebenswerten Sinne gemeint in Richtung durchgeknallt :mrgreen:
 
Moin .-)

Meine persönlich Highligts habe ich eher in jüngeren Jahren gehabt, manche davon waren auch für meinen eigenen 'Stil' durchaus wichtig.

1. 1982 KRAAN bei uns an der Schule. Mein erstes 'grosses' Konzert. Es war die Zeit mit Gerry Brown am Schlagzeug (Nachtfahrt-Tour) und Ingo Bischof an den Keys, der danals ein Setup spielte, welches ich viele Jahre danach auch immer hatte: Rhodes mit Prodigy obendrauf.

2. 1985 Das Festival Bruchhausen-Vilsen. James Brown (damals noch die Band mit Maceo Parker und Fred Wesley an den Horns und Bernhard Purdie Schlagzeug, Rory Gallagher (BluesRock war nie mein Fall, aber live ist sowas ne ganz andere Nummer), Toshinori Kondo (aggresiver E-Trompeten-Fusion, aber groovy wie sau... Eine Frühform des Helge-Schneider-Straf-Jazz ;-).. Kondo verstarb letztes Jahr).

3. 1988 Red Hot Chili Peppers im PC69 Bielefeld. Damals noch rockiger und noch in der Urbesetztzung mit Hillel Slovak und Jack Irons. Für ganze, heutzutage undenkbare 15 DM. Das einzige Mal, wo im PC 69 der Saal 'verkleinert' wurde durch einen Vorhang, weil da kaum 100 Leute waren... damals kannt die halt noch kaum einer.

4. 2001 Björk mit Matmos in der Oper Frankfurt... Einfach nur schön (auch wenn wir ganz oben im Balkon in der letzten Reihe saßen... stilecht mit Opernglas dabei !) :)

5. 2006 Azymuth im JazzClub Minden. Der Gig in meinem 'Stammclub' war nur einem Zufall zu verdanken, und so durfte ich einen meiner Helden meiner Rhodes-Leidenschaft persönlich kennenlernen (Jose Bertrami, leider auch schon verstorben). 3 älteren Herren aus Brasilien spielen groovigen Fusion-Bossa, der live noch besser klang als auf den Platten.



Jenzz
 
Zuletzt bearbeitet:
Ohne Sortierung:

Kraftwerk „Computerwelt Tour“ Alte Oper, Frankfurt/M, bestuhlt 1981 (?)

Tangerine Dream „Logos Tour“ Alte Oper, Frankfurt/M, 1982

Boele Gerkes (Something Completely Different) EMIL Festival, Langenfeld, 15.03.2003

Matthias Frey (Flügel und PPG 360A) und Wolfgang Tiepold (Cello) im Beethovensaal, Alte Oper, Frankfurt/M (in den Achtzigern definitiv vor 1986)
 
Peter Gabriel in Stgt.
Egal welches Konzert seit Secret World Tour.


Ausnahme: die letzte Tour, da ich nicht dort war.
 
Zuletzt bearbeitet:
Für mich wäre wichtig, wie oft ihr so auf Konzerte geht - bis heute - also nicht jetzt wo es keine gibt, sondern WENN es wieder welche geben wird & davor. Ich bemerke unfassbar viele sehr alte Konzerte (ich bin selbst alt, ich habe also auch in den 80ern Konzerte besucht, aber erst mit dem Auto konnte ich wirklich RICHTIG überall hin).

Das nur nebenbei - habe auch sehr coole Sachen nach 2010 oder auch 2014 gesehen,
Und da gab es sicher jeden Monat ein Konzert, was ich richtig gut fand von im Durchschnitt sicher 1-2 Konzerten pro Woche. Es gibt ja sicher Unterschiede wie oft ihr so auf Konzerte geht.

Nur als Anmerkung. Spielt ggf. eine Rolle.
Ebenso wie bekannt diese Acts sind - ich geh auch viel zu Leuten, die die Allgemeinheit eher nicht kennt weil Neue Musik oder Stil noch undefiniert. Manche davon sind heute bekannter, andere nicht..
 
Zuletzt bearbeitet:
Prodigy 1996 in Hannover Hanomag
Ween ca. 2008 in Berlin
Tuxedemoon in Berlin, muss so 2018 gewesen sein
Revolting Cocks ca. 1991 oder 1992 in Berlin
Killing Joke in Berlin, müsste auch so 2018 gewesen sein.

das sind die 5, die mir spontan einfallen und die gut waren.
 


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