Feedback zu meiner Technoproduktion?

Morgen allerseits,

ich träume schon länger davon irgendwann mal einen Track oder zwei über ein Label zu veröffentlichen.
Ich will nicht berühmt werden, damit kein Geld verdienen und außerdem hab ich garkeine CDJs. Hab da durchaus aber schon ein paar Wunschlabels im Hinterkopf.
Darum hab ich mich bemüht Tracks auch mal fertig zu bringen und die drei die mir am besten gefallen als Demo zu verschicken.

Zu meinem Bedauern musste ich feststellen das mir ein Ableton Projekt abhanden gekommen ist und ich nur noch das Exportierte File habe. Gerade bei diesem Track(Track 01) ist mir dann auch noch viel zu spät aufgefallen das irgendwo in meinem LowEnd irgendwas zu sehr rumpelt oder sich manchmal sogar auslöscht(glaub ich). NICHT GUT :D

Nunja, jetzt werde ich das ganze erstmal verwerfen und einfach nochmal von ganz vorne anfangen.
War bestimmt eine gute Übung.
Hier aber trotzdem meine 3 Tracks die es eigentlich hätten werden sollen:


https://soundcloud.com/user-697985515/sets/rauschender-plural-1


Mit meinem Coverdesign bin ich nur bedingt zufrieden, da hätte sich wenns ernst geworden wäre bestimmt nochmal was getan :D

Die Tracks sind irgendwo bei Techno und HardTechno, würd ich sagen.
Gebt mir gerne Feedback vor allem was den Mix angeht.


Gruß
Jonas
 
1 und 3 sind schon gut. Klingt für mich aber eher nach "Darktrance". Für Hardtechno fehlt noch das schranzige und verzerrte im Klang.
 
Es wirkt imho etwas als ob Du bei allen 3 das gleiche Drumming und Tempo genutzt hättest, da würde ich durchaus variieren, dann wirken die Tracks geich unterschiedlicher.
 
Finde ich eigentlich ganz geil. Die Verzerrung auf den Sounds ist mir bei Track 2 und 3 aber ne Spur zu nervig. Weiß nicht, ob es am übermässigen Limiter liegt, aber der Sound "zerbröselt" mir irgendwie zu stark.
Track 3 wäre trotzdem mein Favorit. Starkes Ding.
 
Das Ganze geht schon sehr in eine Trancige Richtung mit den Off-Beat Pattern und dem Sound Design.
Aber du willst ja was zur Produktion wissen. Musikgeschmäcker sind verschieden, daher hier meine "Meinung" zur Produktion

Was mir beim Hören aufgefallen ist:
- Zu viel Sättigung, so geht die ganze Definition verloren
- EQs sind nicht, oder zu wenig EQed. Alles was nicht Bass oder Kick heißt kannst du locker bei 200Hz cutten, das stört nur.
- Die Mitten sind total matschig. 800-1.000Hz ggf. ein bisschen hoch, 300-500Hz ein bisschen runter
- Die Drums sind sehr monoton - gerade bei diesem Stil lässt sich da viel mehr mit machen. Wo sind Claps/Snares? Die geraden Hats sind zu leise bzw gehen unter und bieten so keinen Gegenpunkt zu Kick
- Die Percussion maskiert sich mit allem anderen
- Die Atmos/Pads sind (viel!) zu laut.

Wenn die Projekte futsch sind, und du sowieso neu anfangen musst, versuche mal einzelne Sounds erst wirklich gut zu machen (passende Länge, passendes Tuning, passender Sound, nur EQed wo nötig oder sinnvoll etc) bevor du einen weiteren hinzufügst. Jeder Sound welchen du deiner Komposition hinzufügst muss auch eine Rolle haben bzw. so handhabe ich das zumindest.

Als weiterer Tipp zum ersten Release: Du schreibst, du weißt auf welchen Lables du gerne mal veröffentlichen würdest. Kaufe dir auf Bandcamp/Beatport ein paar von deren Releases, pack sie in Ableton und analysiere ins letzte Detail was da abgeht.
- BPM
- Auf welchen Noten spielt die Kick vs. der Bass
- Welche Chords werden genutzt
- Wie ist das Arrangement aufgebaut etc. etc. etc.
- Nutze Filter um bestimmte Frequenzbänder isoliert zu hören (Sub Bass, Bass, untere Mitten, Mitten, alles darüber z.B.)

Dabei lässt sich super viel lernen. Ich mache das regelmässig, und ich hätte viel früher damit anfangen sollen...
 
Vielen dank euch.

Es wirkt imho etwas als ob Du bei allen 3 das gleiche Drumming und Tempo genutzt hättest, da würde ich durchaus variieren, dann wirken die Tracks geich unterschiedlicher.
Da weiß ich genau was du meinst. Irgendwie wirds langweilig wenn man alle drei tracks hintereinander hört. Andererseits hab ich bewusst die gleichen "Sounds" verwendet, damit alle Tracks klingen, als kämen sie aus dem gleichen Drumcomputer.
Mehr Rythmische Variation muss aber aufjedenfall sein. Da hast du Recht.

hast du früher viel harthouse gehört ?
Also wie @BTH 3000 schon festgestellt hat, bin ich nicht gerade gut darin Sachen in Genres einzuordnen :D
Falls sowas wie DJ Assault etc. unter Harthouse fällt, dann hatte ich da durchaus meine Phasen :nihao:

Finde ich eigentlich ganz geil. Die Verzerrung auf den Sounds ist mir bei Track 2 und 3 aber ne Spur zu nervig. Weiß nicht, ob es am übermässigen Limiter liegt, aber der Sound "zerbröselt" mir irgendwie zu stark.
Track 3 wäre trotzdem mein Favorit. Starkes Ding.
Vielen Dank, freut mich natürlich wenn du dem ganzen dann trotzdem was abgewinnen kannst.
Ich habe in meinem "MIX&Master Prozess" die ein oder andere Distortion verwendet. Bis zu dem Zeitpunkt war ich da klang-technisch auch sehr überzeugt von.
Nachdem ich dann aber versucht habe den Track Pegelmäßig mit Blick auf meinem Referenztrack lauter zumachen wurds irgendwie komisch und dann bin ich ganz schnell nicht mehr sicher ob ich mal wieder übertreibe. "Bröseln" trifft es ziemlich auf den Punkt. Stört mich definitiv auch aber hätte ich jetzt nicht so richtig beschreiben können.

Musikgeschmäcker sind verschieden, daher hier meine "Meinung" zur Produktion
Das klingt als würdest du grausam finden was ich da fabriziert habe, darum ein dickes danke für deine Lange antwort.
versuche mal einzelne Sounds erst wirklich gut zu machen (passende Länge, passendes Tuning, passender Sound, nur EQed wo nötig oder sinnvoll etc) bevor du einen weiteren hinzufügst. Jeder Sound welchen du deiner Komposition hinzufügst muss auch eine Rolle haben bzw. so handhabe ich das zumindest.
Ja tatsächlich gehe ich genau andersherum vor. Was du sagst macht natürlich total Sinn aber häufig wird mir dabei langweilig. Wenn ich so eine scheppernde Masse vor mir habe und ich nehme mal dies raus mal das raus, funktionierts bis jetzt meist besser. Bspw. eine HiHat ohne Gesamtkontext zu EQen find ich hart.
Aber ich werde mich Zwingen mal so vorzugehen wie du sagst.
- Die Atmos/Pads sind (viel!) zu laut.
Ok. Findest du bei allen Tracks? oder an bestimmte Stellen ?
Da hör ich auf jeden fall nochmal rein weil das hab ich im Gegensatz zu fehelenden Percussions und zu statischen HiHats selbst gar nicht wahrgenommen.
- Nutze Filter um bestimmte Frequenzbänder isoliert zu hören (Sub Bass, Bass, untere Mitten, Mitten, alles darüber z.B.)
Zu guter letzt ist das ein ziehmlich geiler Tipp.
Referenztracks hab ich durchaus auch benutzt aber eher nur als groben abgleich.
Einzelne Bänder vergleichen macht da tatal Sinn. Danke
 
Also wie @BTH 3000 schon festgestellt hat, bin ich nicht gerade gut darin Sachen in Genres einzuordnen :D
Falls sowas wie DJ Assault etc. unter Harthouse fällt, dann hatte ich da durchaus meine Phasen :nihao:
Genres sind weas für Musikredakteure und Plattenhändler ;-) Von daher alles gut! Für das Marketing können sie trotzdem von Vorteil sein.

Bei Hartouse beziehe ich mich auf das Frankfurter Label, weil es damals harten Techno mit trancigen Melodien vermischt hat.
DJ Assault geht in die Richtung Electrofunk, Booty Bass (?) Ghettotech und baut auf ein eher amerikanisches Erbe auf. Den habe ich nicht gemeint, aber seine Sets machen definitiv Guude Laune.
 
ein tipp von mir:
nie distortion auf die summe legen beim mastern.
damit zerstörst du dir das filigrane der einzelnen spuren, und es wird leicht breiig.
lieber selektiv auf die spuren legen zb. bass angezerrt, bd leichte zerre etc..
 
Hehe, ich bin musikalisch einfach auf dem ganz anderen Ende von Techno/elektronischer Musik zuhause ;-) (in meiner Sig findest du Links zu meinen SC Accounts)

Aber Techno ist Techno, gerade wenn es um die Produktion und Technik geht. Wirklich knallig oder "laut" werden die Tracks durch eine sehr genaue Trennung der Instrumente (was spielt gleichzeitig und wie lange) und Frequenzen (gerade im Low-End). Das sind die Basics welche hier ungefiltert zum Tragen kommen. Gerade da (meiner Meinung nach) "guter" Techno mit sehr wenigen Elementen auskommt, wird es umso wichtiger, dass jedes Element für sich stehen kann und im Track mit dem Rest funktioniert.
Wenn die Basics sitzen, ist der Rest, wie z.B. die Coloration eines Mixes mit Sättigung / Distortion / Compression wirklich nur das Pünktchen auf dem "i".
Darüber würde ich mir erstmal keine Sorgen machen. Und die Basics kann man üben - z.B. durch die Analyse von Referenztracks und durchs (bewusste) selbst machen. ;-)
 


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