Wie würde dein absolut perfekter Synthesizer sein ?

Wenn wir jetzt von einem Fantasie-Synth sprechen, dann wären es für mich mehrere Synths in einem Gehäuse. Die Kiste wäre dementsprechend groß und schwer.
Wenn man jetzt nicht unbedingt den Traum von dem einen perfekten Synth träumen will, kann man auch hergehen und einzelne Synths auf einem Rig arrangieren. So liefert das Rig einen Anschein von Einheit. Wenn man dann von den auf dem Markt verfügbaren Synths, die auswählt, die einem am meisten zusagen, hat man doch nahezu dass, was der eine perfekte Synth für einen ausmachen würde. Der Perfekte Symth ist ohnehin vielleicht nur temporär perfekt.
Für mich ist ein Synthesizer dann perfekt, wenn mir sein Sound gefällt, die Bedienung übersichtlich ist und intuitiv von statten geht und ich ihn mir leisten kann.
 
Interessant zu sehen, dass es zwei Lager gibt. Natürlich mit Zwischenstufen.

Die einen sehen als perfekten Synthesizer ein Gerät, dass möglichst viele Möglichkeiten vereint. Also verschiedene Klangsynthesen, viele Funktionen, alles im direkten Zugriff. Sozusagen der Übersynth. Die Eierlegende Wollmilchsau.

Die anderen sehen den perfekten Synthesizer in einem einfachen Gerät, ohne viel drumherum was einen ablenken könnte. Rhodes, Minimoog, Juno etc.

Ich selbst sehe mich heute der zweiten Gruppe zugehörig. Komplexe Synthesizer (von denen hatten ich viele) bieten wahnsinnig viele Möglichkeiten der Klangfarben aber sie behindern meiner Meinung nach den kreativen Prozeß des Musikmachens. Man verliert sich zu sehr im Sound Design und in der Vielzahl der verschiedenen Sounds.
Der musikalische Output wuchs bei mir mit dem Verkauf Komplexer Synthesizer.
 
Zuletzt bearbeitet:
Interessant zu sehen, dass es zwei Lager gibt. Natürlich mit Zwischenstufen.

Die einen sehen als perfekten Synthesizer ein Gerät, dass möglichst viele Möglichkeiten vereint. Also verschiedene Klangsynthesen, viele Funktionen, alles im direkten Zugriff. Sozusagen der Übersynth. Die Eierlegende Wollmilchsau.

Die anderen sehen den perfekten Synthesizer in einem sehr einfachen Gerät, ohne viel drumherum was einen ablenken könnte. Rhodes, Juno etc.

Ich selbst sehe mich der zweiten Gruppe zugehörig. Komplexe Synthesizer (von denen hatten ich viele) bieten wahnsinnig viele Möglichkeiten der Klangfarben aber sie behindern meiner Meinung nach den kreativen Prozeß des Musikmachens. Man verliert sich zu sehr im Sound Design und in der Vielzahl der verschiedenen Sounds.
Der musikalische Output wuchs bei mir mit dem Verkauf Komplexer Synthesizer.
Finde ich sehr gut auf den Punkt gebracht. Als "gelerntem Eierschneider" sind Synthesizer für mich ja Zweitinstrument, aber ein perfekter wäre der, der mich zum Musikmachen bringt und dessen Basissound in mir irgendeine Response erzeugt. Was natürlich höchst individuell ist. Der Matriarch könnte so einer sein und steht auch auf meiner Liste.
 
ein perfekter Synthi? hmh. alle verfügbaren Synthesearten in einem Kasten. also analog und digitale (FM, VA, Wavetable, Vector, Sampling, Waveshaping, Rompler, DWGS, usw usf)

ist nur eine Frage des Preises 😋:schwachz:
 
Für mich ist der perfekte Synth der, der für den Hersteller in der Produktion, Logistik und Vertrieb so kalkulierbar ist, dass er zum ersten lange erwerbbar bleibt
und der zweitens dadurch seinem Hersteller den wirtschaftlich notwendigen Erfolg beschert, dass dieser stetig neu entwickeln und ab und an wieder genauso tolle
neue Synthesizer präsentieren kann.

Damit ist der perfekte Synthesizer das krasse Gegenteil vom perfekten Synthesizer. Und das ist gut so, denn alles andere würde bedeuten, sich nicht weiterzuentwickeln !
 
Interessant zu sehen, dass es zwei Lager gibt. Natürlich mit Zwischenstufen.

Die einen sehen als perfekten Synthesizer ein Gerät, dass möglichst viele Möglichkeiten vereint. Also verschiedene Klangsynthesen, viele Funktionen, alles im direkten Zugriff. Sozusagen der Übersynth. Die Eierlegende Wollmilchsau.

Die anderen sehen den perfekten Synthesizer in einem sehr einfachen Gerät, ohne viel drumherum was einen ablenken könnte. Rhodes, Juno etc.

Ich selbst sehe mich heute der zweiten Gruppe zugehörig. Komplexe Synthesizer (von denen hatten ich viele) bieten wahnsinnig viele Möglichkeiten der Klangfarben aber sie behindern meiner Meinung nach den kreativen Prozeß des Musikmachens. Man verliert sich zu sehr im Sound Design und in der Vielzahl der verschiedenen Sounds.
Der musikalische Output wuchs bei mir mit dem Verkauf Komplexer Synthesizer.
Ich gehöre da auch eher in die zweite Gruppe, wobei ein Juno aber vielleicht etwas arg simpel ist. Grundsätzlich aber denke ich auch, dass Reduktion der Kreativität hilft und allzu viele Möglichkeiten die Kreativität durchaus behindern können.

Der neue "Take 5" von Sequential bringt übrigens ziemlich genau den aus meiner Sicht optimalen Mittelweg in dieser Richtung. 2 LFOs, 2 OSCs, 2 Hüllkurven - also alles andere als überladen, aber andererseits eben auch nicht zu simpel. Lediglich den Klang des "Take 5" finde ich ehrlich gesagt für meinen Geschmack nicht ganz optimal - das werden andere sicher anders sehen.
 
Ich gehöre da auch eher in die zweite Gruppe, wobei ein Juno aber vielleicht etwas arg simpel ist. Grundsätzlich aber denke ich auch, dass Reduktion der Kreativität hilft und allzu viele Möglichkeiten die Kreativität durchaus behindern können.

Der neue "Take 5" von Sequential bringt übrigens ziemlich genau den aus meiner Sicht optimalen Mittelweg in dieser Richtung. 2 LFOs, 2 OSCs, 2 Hüllkurven - also alles andere als überladen, aber andererseits eben auch nicht zu simpel. Lediglich den Klang des "Take 5" finde ich ehrlich gesagt für meinen Geschmack nicht ganz optimal - das werden andere sicher anders sehen.

Da haben wir es wieder. Irgendwas ist immer. :D
 
Und dann sitzt man manchmal da, feilt am jenen und diesen Preset und nach 4 Stunden stellt man fest, dass es nicht wirklich so wesentlich anders klingt als vorher... und da wünscht man sich halt `n Lazy-Button, der irgendwelche Parameter zusammenwürfelt (mal mehr mal weniger brauchbar) und kommt auf ganz andere Ideen.
Kannst du da nicht würfeln, bist du schwarz wirst? Aber ja, Zufall kann inspirieren, keine Frage. Das Problem ist nur, dass Bequemlichkeit süchtig macht, und doch unzufrieden, denn sie erfüllt dich nicht, wetten?

Überlege nämlich auch wiederholt, meine (textbasierten) Sounddefinitionen über Templates zu generieren. Templates können Platzhaltervariablen, die sich mit zufälligen Werten füllen lassen. Dann sag ich mir wieder, dann würfel ich drei Millionen Mal und habe dann vielleicht endlich meinen ersehnten mich und auch andere überzeugenden Klaviersound.

Aber die Art und Weise wie ich dahingekommen wäre, würde mich auf dem Sterbebett bilanzieren lassen: Oh, wow, ich habe Sounds gewürfelt und habe so am Ende, wie Novalis, die Blaue Blume gefunden. Da es die Blaue Blume, bzw. elektronische Pianos, aber zu hunderten im Geschäft zu kaufen gibt, hätte ich das in den Augen anderer auch einfacher haben können. Und ich erinnere mich: Einst wollte ich mich mit Hörtraining, Literaturstudium und Ausprobieren an den Sound heranpirschen, so dass ich mir dadurch zumindest den Sound auf der Mikrogranularebene selbst erarbeitet habe. Aus dem gleichen Grund scheue ich mich auch, Fourieranalyse zu betreiben und dann einfach nur zu reproduzieren.

Reproduzieren und Würfeln ist langweilig, damit Lebenszeit verschwenden?

Meinen für mich perfekten Synthesizer kenne ich wie meine Westentasche, denn ihn hab ich mir gebaut. Perfektion erkaufe ich mir damit, dass jeder andere nur den Kopf schüttelt über meine Arbeitsweise, die zum Glück seit 50 Jahren passé wäre. Leider zuweilen auch über die Ergebnisse, aber hier liegt die Ursache an meiner Ungeduld und daran, dass ich schnell betriebstaub bin und höre, wie ich es gerne hätte, nicht wie es ist. Die Objektivität kommt mir abhanden. Hauptsache einzigartig.
 
Mein perfekter Synth ist auch ein eher einfacher: der aktuelle Prophet-10.

Ich war schon immer von Prophet-5-inspirierten Synthesizern begeistert (z.B. Nord Lead, Prophet-6) und der Prophet-10 ist sowohl vom Sound als auch vom Layout und der Größe der Regler und Schalter sowie von der Anzahl der Stimmen her absolut perfekt.

Ebenfalls perfekt (für einen monophonen Synth) finde ich den Minimoog.
 
Einen Poly-D in vierstimmig echt-polyphon und mit eingebautem Delay sowie ein Juno 60-Klon vom bösen B. fände ich erwerbenswert. Auch gut: Ein vierfach multitimbraler Micromonsta 2, gerne auch mit Keyboard dran.
 
Hatte jetzt eine Nacht darüber schlummern können und bin zu folgenden Überlegungen gekommen:

- Es wäre praktisch eine Workstation aus der Kombi eines Hybridsynth mit integrierten, einfachen Sampler und sollte dennoch einen alten analogen Vintage-Look haben.
- Ein riesiges Synthesemonster braucht es allerdings nicht sein. Eine Mixtur aus `nem Juno/Prophet5/PPG W2 würde mir für meine Soundvorstellungen reichen.
- Er sollte über ein Pitchwheel a la Korg M1 verfügen und einen Ribbon für Theremin-like spielbares.
- Das Panel wäre zur Soundkontrolle überwiegend nur mit Fader bestückt und als praktisch einziges Dial für etwaiges Parametergewühle würde ich mir in seiner Funktion den angenehm griffigen und präzisen Synclavier-Knob wünschen, inklusive einer kleinen 0-9, Yes/No/Enter- Nummerntastatur.
- Ein netter kleiner Arpeggiator muss natürlich auch mit an Bord sein.
- Ebenso brauche ich ein internen Sequencer, allerdings Marke "C-Lab Creator" oder einen Marke "Yamaha QY20". Ein dafür riesiges Display möchte ich jedoch nicht, so `n 3-Zoller würde mir reichen.
- Die FX-Sektion bestünde aus dem Juno-Chorus, sowie einem einfach gehaltenen Reverb und Delay.
- Eine leicht gewichtete, leise und nicht klappernde 76`er Tastatur mit polyphonen Aftertouch wäre toll- und die Kiste trotzdem leicht und dennoch robust ist.
 
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Kannst du da nicht würfeln, bist du schwarz wirst? Aber ja, Zufall kann inspirieren, keine Frage. Das Problem ist nur, dass Bequemlichkeit süchtig macht, und doch unzufrieden, denn sie erfüllt dich nicht, wetten?
Es mag sein dass es nur eine Phase ist, aber irgendwann ist man auch nur noch übersättigt von seinem eigenen Zeugs und an dem Punkt bin ich nach über 30 Jahren Sampling und Soundgeschraube sehr drastisch mit Leere und Sinnfragen angekommen.

Es ist ein bissl so wie "warum die Wege gehen von denen man eigentlich doch wisse, wohin sie führen ?"
Das war und ist für mich keine Erfüllung mehr und ich möchte auch weg von dem Wissen und der Kontrolle, was mich erwartet- hin zu der Überraschung, wo ich vlt. gelandet wäre, wenn ich doch den anderen Weg genommen hätte ?!
Es ist wie eine Reise der Eindrücke und Entdeckungen anderer Natur... und halt nicht so etwas wie in der Art "gibbet da auch Currywurst wo wir hinfahren ?" 😁

Daher auch das Ding mit Lazy-Button und der Drang nach Zufall.
Mir geht es auch gar nicht (mehr) um den perfekten Sound per se und seiner totalen Optimierung, sondern- und das war eigentlich immer schon so, was man mit diesem Sound anfängt.
Genauso wie halt jene Songs die man mal ab und zu so im Leben macht, die so gar nicht nach einem selbst klingen und sich praktisch von ganz alleine entwickelt haben- aber nicht selten dann auch die sind, die man selbst irgendwie doch am interessantesten findet.
 
das kann doch jeder zweite editor?



die guten editoren lassen dich die parameter values gruppenweise würfeln.

bei envelopes oder modulationszuweisungen wird man sonst in der tat nicht so schnell glücklich.
Gibt es einige (Software)... aber Hardware ?
Bisher war ich auch noch gar nicht so erpicht auf nen Lazy-Button und kam bisher auch sehr gut ohne aus, weswegen ich da nie so darauf geachtet habe.
Erst seit kurzem merke ich allerdings, dass mir so ein simpler Lazy-Knopf a la "gute Frage-nächste Frage", ohne erst großartig editieren oder vorkonfigurieren zu müssen in meiner "Phase"(?) recht dienlich erscheint.
 
Zuletzt bearbeitet:
ne, hast schon recht, direkt am gerät wäre auch nicht schlecht und "editor" wäre nicht mehr ganz das thema hier.

das mit dem "gruppenweise" wird dann aber schwer umzusetzen. und was ist mit versehentlichem draufklicken und so... nicht einfach eine gute UX dafür zu finden.
 
Eine kleine Box, die auch in die Tasche passt. Im Inneren werkelt ein Quantencomputer, der jegliche Syntheseform überzeugend emulieren kann. Ergonomische Bedienelemente zum Anfassen und Displays werden mittels Nanotechnologie erzeugt und wachsen bei Bedarf aus der Box heraus...
 
perfekt wäre wenn mein subsequent 37 noch polyphonie, ein hochpass filter, reverb und delay hätte. <3
 
Hallo,

der für mich perfekte Synth ist vor allem richtig gut zu bedienen. Ob viele Features im Manual aufgeführt sind, ist nicht so wichtig. Wichtig ist die Anzahl der Features auf die er intuitiv und einfach Zugriff bietet. Ich nenne das mal Spieltiefe.

Der perfekte Synth würde sich dadurch auszeichnen, dass ich ihn nicht mehr ersetze, er muss mich begleiten können, auch wenn ich mal andere Musik mache. Er muss mich immer wieder verlocken, mit ihm Musik zu machen. Auch das erfordert wieder Spieltiefe.

Viele Grüße
Martin
 
Der perfekte Synth inspiriert mich. Was dann in der Kiste so werkelt und wie das von aussen aussieht (also das User Interface) ist absolut nebensächlich. Gilt ein Vintage Vibes als Synthesizer? Frage für einen Freund.
 
Wenn mir die Antwort zu der Frage einfällt, lasse ich eine größere Serie fertigen und setzte mich mit dem Gewinn zur Ruhe in ein schönes Haus am Mittelmeer. Ein Exemplar von dem perfekten Synth ist dann dabei. Andere brauche ich dann ja nicht mehr.
 
Wenn mir die Antwort zu der Frage einfällt, lasse ich eine größere Serie fertigen und setzte mich mit dem Gewinn zur Ruhe in ein schönes Haus am Mittelmeer. Ein Exemplar von dem perfekten Synth ist dann dabei. Andere brauche ich dann ja nicht mehr.
Was du hier übersiehts: "one mans trash is another ones treasure" - aber viel Glück damit.
 
Vielleicht eine ketzerische Frage, aber kann man sich heutzutage nicht seinen Traumsynth mit entsprechenden Modulen selbst zusammenstellen? Wenn ich diese unglaubliche Vielfalt an Eurorack-Modulen und Gehäuse in jeder erdenklichen Größe und Form sehe, scheint es im Endeffekt doch nur an der Vorstellungskraft und Geldbeutel zu liegen, seine Traumkonfiguration zusammenzu-stecken/-schrauben. Erweitern und Austauschen geht zusätzlich ja auch noch.
Oder ich formuliere meine Frage um: Was würde fehlen oder was kann man so nicht mit Eurorack umsetzen?
 
Was du hier übersiehts: "one mans trash is another ones treasure" - aber viel Glück damit.
Wenn er nicht allen gefällt ist er nicht perfekt. Was heisst denn sonst der Begriff? "Für mich supa, für dich leider nicht"? Sorry nee, Ziel verfehlt.
Perfekt wäre "the synth that ends all other synth".
Und da es das eben nicht gibt... Gibt es den perfekten Synth nicht.
Musste ich das jetzt echt erklären?
 


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