Korg M1 noch zeitgemäss ?

Nachtrag: Habe mir nun auch einen M1 EX geholt, in erstaunlich gutem Zustand sogar, coole Kiste für die damalige Zeit, keine Frage. Um auf die Anfangsfrage zurückzukommen - nein, zeitgemäß ist das Teil heute nicht mehr (techn. betrachtet), aber das ist ja auch glaub ich nicht der Sinn eines Musikinstruments "zeitgemäß zu sein" - zeitgemäß kann höchstens nur die Musik sein (oder auch nicht), die man damit macht. ;-)
Gruß
:)
 
Zuletzt bearbeitet:
Na das ging ja jetzt fix, Glückwunsch
 
Jo technisch gesehen natürlich nicht auf dem Stand der Dinge, aber wie Du sagst - wen interessierts, wenn da coole Sounds rauskommen?

Dieselbe Frage stellt sich technisch bei Jupiter 8, Prophet 5 usw genauso, aber wer würde da ernsthaft als erstes auf die Frage kommen, ob die noch „zeitgemäß“ seien…..
 
Ok, hört sich gut an - besten Dank Euch! :) Ich bin eher der HW-Fan, VST und Software ist nix für mich. Is auch nicht so daß ich alte Synths sammeln tue etc., aber es gibt eben ein paar Modelle die ich noch in meinem Studio aufstellen möchte, egal ob ich sie dann regelmäßig nutze oder nicht. Hier gilt einfach nur der "will haben" Effekt. ;-)

Gibt/gab es auch einen M1 EX ? (oder nur die Rackversion?)

Gruß
:)
ja es gab eine Nachrüstung für die EX Keys version. In Oberhausen ist ein Privater anbieter der das noch einbaut. Von Ihm habe ich auch meine M1r EX gekauft :)
 
Cool!
Schade, habe gerade einen nicht mehr zeitgemäßen controller von Novation besorgt SL irgendwas mk1) für meinen Bit01.
Mal kucken ob es dafür auch sowas gibt….
Aber coole Sache!
 
In den Kleinanzeigen wird glaube ich gerade ein BCR angeboten
 
Re: Korg M1

Die Korg M-1 Workstation ist ein Relikt aus der ekelhaften Dekade synthetischer Dürre zwischen Sequential Prophet VS (1986) und Clavia Nord Lead (1995), einzig unterbrochen vom Waldorf MicroWave (1989).

Wenn Dir die M-1 Deinen K4 und DS-8 ersetzen kann, hast Du etwas Platz im Studio gewonnen. Das ist aber auch alles – dafür musst Du erstens ein neues Gerät beherrschen lernen, wobei Du zweitens die ganze Zeit mit Samples belästigt wird, die Du nicht mehr hören möchtest.

Und ja, ich gestehe, auch ich hatte damals nacheinander eine M-1, einen VFX, einen SY-77 und eine Wavestation, und wahrscheinlich ist mir deshalb dieses ganze ROMpler-basierte resonanzlose Otterngezücht auch heute noch ein Grauen: Dieses Saxofon-Sample, das einem dann von den Keyboardern jeder Provinzstadt-"Lokalmatadoren"-Kapelle um die Ohren gehauen wurde! Und dieses Drecks-House-Piano in jeder Drecks-Dorf-"Discotheque"! Einfach entsetzlich, mach's weg.

2013 warst du noch in deiner aggressiven Phase, so kennt man dich gar nicht.
 
Ach übrigens: Wenn jemand seine nicht mehr ganz so zeitgemäße M1 gerne nicht mehr ganz so zeitgemäß in Echtzeit steuern will, kann er sich meines Templates für den BCR bedienen:
https://anlage-e.de/bcrpack-m1/
Hier ne Demo dazu

https://vimeo.com/88929810


Klasse, danke fuer das Video. Ich werde es die tage mal ausprobieren, hab noch einen ausrangierten BCR Controller hier rumliegen und sitze eh grad zuhause im Shanghaier Hardcore Lockdown rum.

BCR2000 an, deine SysEx hochladen und dann an den Korg M1 anschliessen - ich bin gespannt und meld mich mit dem Ergebnis wieder :)

DANKE!

P.S. ich hab 2017 angefangen, Hardware zu kaufen und hab Anfang 2018 fuer 100 EUR einen Korg M1 mit leerer Batterie und diversen Kratzern gekauft. Als Kind der 90ier bleibt die Kiste auch im Studio, macht immer wieder Spass die alten Sounds zu spielen, die Pads passen IMO auch heute noch gut zu Acid Jam Sessions (TR8s Drums und TD-3)
 
Hi zusammen ;-)
nun, am Wochenende hab ich mich etwas genauer mit dem kürzlich erworbenem M1 beschäftigt - tja.. nicht daß mich das Teil jetzt irgendwie klanglich und funktionstechnisch vom Hocker reisst oder so,.. nein - was mich ein wenig umhaut ist die Tatsache, daß Korg eine solche Maschine bereits 1988 rausgebracht hat! Ich meine, die Korg-Techniker müssen mit den Konstruktionsarbeiten mind./etwa 3 Jahre vorher begonnen haben, damit das fertige Gerät 1988 vertrieben werden konnte. Für mich als Techniker, Hardware- und und Elektronikentwickler eine absolute Meisterleistung, denn ich weiß, welche Elektronikkomponenten und techn. Möglichkeiten 1985 zur Verfügung standen - somit Hut ab und ganz dickes Lob an die fa. Korg und deren damalige Entwickler, hier haben se damals ihre Hausaufgaben echt gut gemeistert!

Die Bedienung des Gerätes ist meiner Ansicht nach ebenfalls gut gelungen - trotz eines einfachen LC-Displays und somit vieler "kryptischer Symbole" die einige komplexen Arbeiten am Anfang etwas erschweren, ist die Bedienung dennoch verständlich, so daß man hier nur selten die Bedienungsanleitung benötigt. Ich habe mich nun einige Stunden lang mit dem Teil beschäftigt und es ist definitiv ein Synthie der - obwohl techn. veraltet - nach wie vor einfach nur Spaß macht. Was abslout cool ist und was man bei der aktuellen Hardware so gar nicht mehr kennt ist die "Bootzeit" des Gerätes, die ich bei der "zeitgemäßen" Hardware vermisse: Einschalten und kaum 2 Sekunden später ist das Ding einsatzbereit. ;-)

Gruß
:)
 
was mich ein wenig umhaut ist die Tatsache, daß Korg eine solche Maschine bereits 1988 rausgebracht hat! Ich meine, die Korg-Techniker müssen mit den Konstruktionsarbeiten mind./etwa 3 Jahre vorher begonnen haben, damit das fertige Gerät 1988 vertrieben werden konnte.
Um Deine Vermutung in Perspektive zu setzen: Dave Smith hat den Sequential Circuits Prophet-5 ab Sommer 1977 entwickelt und auf der NAMM im Januar 1978 vorgestellt. Die Arbeiten am Prophet-VS begannen Mitte 1985, ein Jahr später startete der Verkauf.

Korg konnte vor der M1 bereits auf eine für damalige Verhältnisse vergleichsweise reiche Erfahrung mit digitaler Audiotechnologie zurückblicken, daher und in Anbetracht der damals rasanten Geschwindigkeit, mit der sich die digitale Audiotechnologie allgemein entwickelte und immer preiswerter wurde, halte ich den von Dir vermuteten Entwicklungszeitraum von "mind./etwa 3 Jahren" für deutlich zu hoch gegriffen. Die Hälfte erscheint mir deutlich realistischer.
 
Und ich bleibe bei meiner Behauptung. ;-) Der Korg ist techn. um ein vielfaches komplexer, beinhaltet viel mehr Digitaltechnik, MIDI sowie die expansions-Cards - sowas zu entwickeln, Programmierung + Testphasen dauert eben bis es stabil läuft und marktreif ist. Dave S. hat seine analoge Kiste nur deswegen so schnell entwickelt, weil er auf bereits vorhandene Schaltkreise und Baugruppen zurückgreifen konnte (steht sogar irgend wo im Netz beschrieben, wie er das Teil so schnell bauen konnte) - techn. betrachtet (ich red hier nicht vom Klang) kann der Sequential da gar nicht mithalten, ist aber logischerweise normal - mit einem 10 Jahre jüngeren Synthie kann der M1 techn. auch nicht mithalten.
 
Zuletzt bearbeitet:
Seit 1-2 Jahren höre ich seltsamerweise gern House 🙃 Zuvor war mir das 25 Jahre lang zu luschig... Die Defected-Podcasts respektive -Mixes laufen hier tagsüber in Dauerschleife.

Jedenfalls kommt man da natürlich unweigerlich mit der M1 in Kontakt. Piano und Orgel halt. Insofern hatte ich mal überlegt mir auch eine M1, ggfs. platzsparend im Rack, zuzulegen. Einfach nur um halt die Klassikersounds zum Herumdudeln parat zu haben. Da ich aber mein Setup so kompakt wie möglich halten muss und auch möchte, bin ich letztlich mit der iM1-App super zufrieden. Da sind alle Erweiterungs-Karten anbei und ein iPad ist bereits vorhanden, genauso wie das Camera-Connection-Kit und ein Arturia KeyLab Essential 49. Vermutlich ist die App klanglich sehr nahe an der Hardware.

Aktuell mal wieder im Angebot für 15€. Ich hatte dann direkt auch noch die iWavestation mitgenommen, selber Preis. Für die freizeitmäßigen Kurztrips zurück in die 90er reicht mir das allemal. Die 909 hatte ich ja bereits, halt 10 BPM langsamer als normal und Shuffle an -> House. 727 dazu -> Tribal House - haha.

Was die originale Frage angeht wie zeitgemäß die M1 noch sei; für mich ist das eigentlich dann doch völlig zeitLOS, die Presets haben in 30 Jahren absolut bewiesen. Im House auf jeden Fall :dj:
 
Und ich bleibe bei meiner Behauptung. ;-) Der Korg ist techn. um ein vielfaches komplexer, beinhaltet viel mehr Digitaltechnik, MIDI…
Nun ja, der bereits erwähnte Prophet-VS hat deutlich mehr Digitaltechnik als der Prophet-5 und MIDI – und hat nur ein Jahr Entwicklungszeit benötigt.

Dave S. hat seine analoge Kiste nur deswegen so schnell entwickelt, weil er auf bereits vorhandene Schaltkreise und Baugruppen zurückgreifen konnte (steht sogar irgend wo im Netz beschrieben, wie er das Teil so schnell bauen konnte)…
Wie gesagt, wird man die Erfahrungswerte von Korg in Sachen digitaler Sequencer, digitaler Effekte, digitaler Oszillatoren und Sampling nicht vernachlässigen dürfen.
 
Hi zusammen ;-)
nun, am Wochenende hab ich mich etwas genauer mit dem kürzlich erworbenem M1 beschäftigt - tja.. nicht daß mich das Teil jetzt irgendwie klanglich und funktionstechnisch vom Hocker reisst oder so,.. nein - was mich ein wenig umhaut ist die Tatsache, daß Korg eine solche Maschine bereits 1988 rausgebracht hat! Ich meine, die Korg-Techniker müssen mit den Konstruktionsarbeiten mind./etwa 3 Jahre vorher begonnen haben, damit das fertige Gerät 1988 vertrieben werden konnte. Für mich als Techniker, Hardware- und und Elektronikentwickler eine absolute Meisterleistung, denn ich weiß, welche Elektronikkomponenten und techn. Möglichkeiten 1985 zur Verfügung standen - somit Hut ab und ganz dickes Lob an die fa. Korg und deren damalige Entwickler, hier haben se damals ihre Hausaufgaben echt gut gemeistert!

Die Bedienung des Gerätes ist meiner Ansicht nach ebenfalls gut gelungen - trotz eines einfachen LC-Displays und somit vieler "kryptischer Symbole" die einige komplexen Arbeiten am Anfang etwas erschweren, ist die Bedienung dennoch verständlich, so daß man hier nur selten die Bedienungsanleitung benötigt. Ich habe mich nun einige Stunden lang mit dem Teil beschäftigt und es ist definitiv ein Synthie der - obwohl techn. veraltet - nach wie vor einfach nur Spaß macht. Was abslout cool ist und was man bei der aktuellen Hardware so gar nicht mehr kennt ist die "Bootzeit" des Gerätes, die ich bei der "zeitgemäßen" Hardware vermisse: Einschalten und kaum 2 Sekunden später ist das Ding einsatzbereit. ;-)

Gruß
:)

Naja... jedes Gerät wurde ja 1-2 (oder mehr) Jahre vor Release entwickelt
 
Und ich bleibe bei meiner Behauptung. ;-)
Kennst du z.B. KORG DSS-1, der 1986 erschienen ist? Angeblich fanden in der M1 Samples Verwendung, die schon für den DSS-1 verfügbar waren.
Mich selber hat z.B. der kleine KORG X5 im Jahr 1995 auf der Musikmesse umgehauen. Insb. wegen der Effekte. Bis dahin habe ich kaum elektronische Musikinstrumente so direkt ausprobieren können und hatte selber nur ein CASIO-Homekeyboard zuhause, sowie eine Soundkarte für PC mit jenem ollen FM-Chip zur Klangerzeugung. ;-) Nach der Messe habe ich dann im Sommer eine X3R gekauft. Recht schnell wurde ich klanglich und bedientechnisch zwar enttäuscht, aber für den Anfang war das schon ok. :gay:
Aktuell habe ich übrigens eine Roland MC-707, die meines Erachtens Klangerzeugungs- und bedien-technisch die alten KORG-Dinger schlägt. Lediglich der Sequencer von KORG konnte damals schon mehr! :shock: Z.B. PitchBend-, ModWeel- und sogar Aftertouch-Daten aufzeichnen. Effekt-Instanzen gab es zwar nur zwei Stück, Reverb konnte man aber in jede davon laden. Bei Roland – selbst im aktuellen teuren Fantom – eine einzige Reverb-Instanz! :shock:
 
Den DSS-1 kenn ich leider nicht. Ich lese mir gerne div. Testberichte zu alter Hardware durch und höre mir auch viele Soundbispiele an, ist immer wieder interessant zu erfahren wie weit die Synthie-Entwicklung damals vorangeschritten war. Holen tue ich mir dann nur die (für mich) interessantesten Geräte, die auch noch halbwegs gut in Schuß sind, versteht sich. Der M1 ist bei mir eine Ausnahme gewesen, denn Geräte die vor 1990 gebaut wurden hol ich mir nicht mehr - momentan geb ich das Geld lieber für die aktuell erhältliche Hardware aus, oder aber für solche die vor nicht allzu langer Zeit noch aktuell war.
;-)
 
Ob zeitgemäß oder nicht ist für mich nicht Entscheidungskriterium, da ich weder produziere noch auf der Bühne stehe sondern mich im Keller an den schönen Geräten aus den 80er/90er erfreue - manchmal etwas Zeitreise, Bastelei etc. Früher unerschwinglich für mich, heute Erfüllung meiner Träume von früher. Und nebenbei finde ich die Yamaha FS-Tastatur meiner Geräte sehr brauchbar und bin erstaunt, was der after-sales-market an genialen Sounds für solcherlei Geräte anbot, die Presets waren nur Basisausstattung.
Die Gebrauchtpreise für M1 und O1/W sind aktuell ja recht ähnlich stabil und gelegentlich findet man ein Schnäppchen - dann hat man mindestens gute 61 MIDI-keys.
 
hab letzt einen M1 gewartet..... jetzt hätt ich gerne einen :cry:

das Ding ist auf jeden Fall zeitgemäss. Perfekt auf die HW/Keyboard abgestimmte Presets, Der macht einfach Spaß.
 
Gerade die Synth-Pads, wie "Universe" werden nie alt, und: man bedenke, dass man die PRG und COMBIs umprogrammieren kann und so neue Klangwelten (gerade Flächen) mit den alten Korg ROMplern erschaffen kann.
Aktuell habe ich den M1 als Emulation in allen meinen iPads als auch in den Studio-Rechnern (inkl. aller damaligen EXT-Sound-Cards) - langweilig wird (für mich zumindest) sowas nie.
Hinzu noch 01R/W (sowie die Tastenversion) und neben TR-Rack und Triton-Rack auch einen X3R.
Alles immer noch brauchbar und klanglich wunderbar.
 
Ich erinnere mich an eine Situation in einem Technikkaufhaus (sowas wie Media Markt). Muss 1988 gewesen sein. Da stand eine M1.
Der Verkäufer hat im Laden ein paar Tasten gedrückt und einem Kunden was vorgespielt. Es klang wie von einem anderen Planeten. Piano mit etwas Streicher und Chor war es. Die Leute standen mit offenem Mund da. Ich war begeistert von diesem Klang.
Später hat es dann nur für ein gebrauchtes M3R gereicht.

Ich denke die M und T Serie von Korg hat immer noch ihren Reiz. Ich finde da immer wieder was brauchbares.
 
... eine neue Batterie bekommen und ein paar neue Kurzhubtaster. Zum Glück kein Diskettenlaufwerk ...
Kleiner Tip von mir, der ich das schon bei diversen Keyboards hinter mich gebracht habe: tausche alle Taster auf einmal aus! Um an die Taster zu gelangen muß man sich einmal komplett von hinten nach vorn 'durch den Synth wühlen' - das will man so schnell nicht wieder machen (müssen)! Wennze 5 Taster getauscht hast und die Kiste wieder zu ist, dauert es nicht lange, und die nächsten fangen an, Zicken zu machen :shock:

Falls auch ein Display-Tausch angedacht ist - alles mit einem Schlag erledigen (Taster & Display). Glaub' mir, is' besser so... ;-)
 


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