klangsulfat
SYS 64738
Musik ist nur Hobby und ich nutze dazu gerne und viele Samples. Da will ich mir um Copyright keinen Kopf machen. Also veröffentliche ich nix. So einfach ist das.
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Das klingt bei dir, als ob die Wörter "Veröffentlichung" und "Spotify" in irgendeinem nachvollziehbaren sachlichen Zusammenhang stehen würden.veröffentlichen, wozu?
ich würde mit all meiner Musik, in einem Jahr , auf Spotify nichtmal das Geld für einen einfachen Cheeseburger bei McDonalds verdienen
Es hat nun wirklich gar nichts mit "ausweichen" zu tun, wenn jemand die Reife zeigt, die eigene Musik als "zu schlecht" für eine wie auch immer geartete Veröffentlichung anzusehen.Auf Nachfrage nach dem „Warum“ kommen relativ ausweichende Antworten: Zuviel Arbeit, zu schlecht, etc.
Proktologengemeinschaftspraxis?Mutig ist, wer Dünnpfiff hat und trotzdem furzt…
(hat einer unserer Kollegen hier als Signatur)
Wo kann ich deine Wohnzimmer live Sachen hören bzw sehen?Was ich aber mache, sind kleine Live-Jams im Wohnzimmer per Video aufzunehmen und dann bei Youtube hochzuladen. Einfach nur für mich selbst um einen schönen, kreativen Moment meines Lebens für mich und andere festzuhalten.
Hier ist ein Beispiel:Wo kann ich deine Wohnzimmer live Sachen hören bzw sehen?
Das klingt bei dir, als ob die Wörter "Veröffentlichung" und "Spotify" in irgendeinem nachvollziehbaren sachlichen Zusammenhang stehen würden.
Veröffentlichungen im bekannten Sinne (nicht im Wortsinn, um den geht es nicht) fangen für mich bei CDs oder Downloads bei Bandcamp an.
Bin auch 48, mache seit meinem 16 Lebensjahr Elektronische Musik. Lange Zeit nur aus Spaß, für eine Demoszene und kleine Releases auf Sampler Compilation und Netlabels. Wenn man in der Spirale mal drin ist hat man das Gefühl immer Output generieren zu müssen, zumindest ging es mir so. Nach Kind, Kranken Eltern und einer depressiven Phase hab ich nur noch Spaß an den Instrumenten an der Technik, wie bei einem Chemiebaukasten oder Fantasie Legoprojekt und dass ist gut so.Ich sage sofort: Schwieriges Thema, bei dem ich vermute, dass den einen oder anderen aus der Reserve locken könnte (Vielleicht auch mich?).
Ich habe vor ca. 6 Jahren erst, im Alter von bereits 48 Jahren mit Musik machen angefangen. Zuerst nur Epiano, über die Jahre hat natürlich GAS zugeschlagen und heute sind es über 30 Synthis/Grooveboxen, auch DIY und natürlich das ganze weitere Equipment wie Mixer, Spezialkabel, Ständer, etc..
Ist und bleibt aber alles nur Hobby und ich habe wenig Ambitionen auf Live-Auftritte hinzuarbeiten. Was ich aber mache, sind kleine Live-Jams im Wohnzimmer per Video aufzunehmen und dann bei Youtube hochzuladen. Einfach nur für mich selbst um einen schönen, kreativen Moment meines Lebens für mich und andere festzuhalten.
Ich habe immer mal wieder gleichgesinnte Menschen kennengelernt, die mir erzählen, dass sie Musik machen, sogar ähnlich wie ich. Sie erzählen mir stundenlang von der eingesetzten Technik, ihrem Gear, Software, Plugins, was ich natürlich sehr interessant finde. Aber wenn es zur Frage von mir kommt, wo kann man Deine Sachen hören/sehen, heißt es: Nirgendswo………
Komischerweise kenne ich mindestens 5 Leute mit diesem Verhalten. Ist das Zufall? Auf Nachfrage nach dem „Warum“ kommen relativ ausweichende Antworten: Zuviel Arbeit, zu schlecht, etc..
Aus meiner Sicht war es nie so einfach wie heute, seine „Kunst“ der Öffentlichkeit zu präsentieren. Youtube, Soundcloud, etc. . Ich habe sogar das Gefühl, dass es nie einfacher war als heute, eine Vinyl deines Schaffens pressen zu lassen. Aber das ist jetzt ein anderes Thema.
Womit ich auf meine anfängliche Frage im Threadtitel zurückkomme? Kennt ihr sie auch? Oder geht es nur mir so?
da hätten wir nur das Problem gehabt, dass Gear sehr teuer und im Prinzip unerreichbar war....
Das erinnert mich an einen Roast vom Statistik-Prof vor ewigen Zeiten - glücklicherweise war ich nicht der Grund: "Bevor Sie im Plenum eine Frage stellen, überlegen Sie erst einmal, ob das für andere auch relevant ist."Es gibt im Gegenteil schon viel zu viele Synthmusiker, die viel zu früh und ohne jede Selbstreflexion alles Mögliche irgendwo ausstellen
Stimmt schon - bloß war ich damals 15 und da hatte es gerade für einen ST und einen D10 gereicht.Und das wäre schon viel gewesen und wäre schon für gebraucht damals für 6000,- DM möglich
und entspräche ca 6300-7000€ heute kaufkraftbereinigt.
Ich hatte eine Zeit Anfang der 90er, als ich, nach Jahren in g/b/dr-Bands, mit elektronischer Klangerzeugung anfing und überhaupt nicht wusste, "wie man das macht" – ich hatte keine Ahnung von Studiotechnik und Produktion, und genau diese Unbedarftheit war es, die direkt zu Ergebnissen und ein paar VÖs auf Source Records bzw. km20 führte … gerade weil mein Zeug neu und frisch war und sich nicht sklavisch an den gerade gängigen Hörgewohnheiten oder Produktionsstandards orientierte, sondern meine eigene, spielerisch entwickelte Interpretation von "elektronischer Musik" darstellte. In der Zeit gab es kein youtube und keine Webforen, noch wusste nicht jeder immer und überall alles über weltweit jede Musik, sondern man kannte nur einen kleinen Teil dessen, was auf Platte oder CD rauskam – die Zeit war in dem Moment genau reif für einen wie mich, und ich war in der richtigen Stadt und im richtigen Umfeld dafür. Es hat einfach alles gestimmt. Die Bestätigung durch ein so feines Label war eine wunderbare Erfahrung, die mich bis heute trägt, und ich bin immer noch super-dankbar für die Freundschaft und die damals geschenkt erhaltene Möglichkeit, Musik zu veröffentlichen und auch in Clubs aufzulegen.
Haben andere doch auch geschafft udn viele kamen da ausm Untergrund/Arbeiterviertel.
Alles ging in die Musik. Hab ich auch gemacht. Jobben während der Schule, erstes Lehrlingsgehalt war der Yamaha CS1x 1996.
gut beschrieben..Ich kenne das aus beiden Richtungen: Ich habe schon Leute (vergeblich) zu Veröffentlichuzngen ermuntert und bin auch selbst schon ermuntert worden, ohne das sofort umzusetzen.
Ich frage mich auch manchmal: wozu veröffentliche ich überhaupt ab und zu was?
Die eigene Freude, wenn ich glaube, etwas Schönes zustande bekommen zu haben … Die möchte ich dann gerne teilen. Da ist zwar auch Ego im Spiel (ich würde lügen, wenn ich behaupten würde, dass zwei, drei oder zehn Daumen hoch mich nicht freuen würden), aber da Musik machen für mich weniger "Leistung" ist als vielmehr "erfolgreiches Experimentieren", ist diese Freude nicht unbedingt so sehr Zufriedenheit mit mir selbst (ich weiß selbst, dass ich als ewiger Amateur viel mehr Produktions-Skills "bräuchte", um "konkurrieren" zu können …), sondern eher begeistertes Staunen darüber, was da entstanden ist. Weil es mich selbst inspiriert und folglich potenziell auch andere – aber das ist vom Zufall abhängig. Ich bringe was in die Welt, was vorher nicht da war – ist das nicht wunderbar?
Ich hatte eine Zeit Anfang der 90er, als ich, nach Jahren in g/b/dr-Bands, mit elektronischer Klangerzeugung anfing und überhaupt nicht wusste, "wie man das macht" – ich hatte keine Ahnung von Studiotechnik und Produktion, und genau diese Unbedarftheit war es, die direkt zu Ergebnissen und ein paar VÖs auf Source Records bzw. km20 führte … gerade weil mein Zeug neu und frisch war und sich nicht sklavisch an den gerade gängigen Hörgewohnheiten oder Produktionsstandards orientierte, sondern meine eigene, spielerisch entwickelte Interpretation von "elektronischer Musik" darstellte. In der Zeit gab es kein youtube und keine Webforen, noch wusste nicht jeder immer und überall alles über weltweit jede Musik, sondern man kannte nur einen kleinen Teil dessen, was auf Platte oder CD rauskam – die Zeit war in dem Moment genau reif für einen wie mich, und ich war in der richtigen Stadt und im richtigen Umfeld dafür. Es hat einfach alles gestimmt. Die Bestätigung durch ein so feines Label war eine wunderbare Erfahrung, die mich bis heute trägt, und ich bin immer noch super-dankbar für die Freundschaft und die damals geschenkt erhaltene Möglichkeit, Musik zu veröffentlichen und auch in Clubs aufzulegen.
Ich weiß aus meiner Erfahrung, dass eine VÖ zum genau richtigen Zeitpunkt mit ein bisschen Glück Interesse bei Leuten wecken und sogar Resonanz erzeugen kann. Einmal war es eine Vinyl-Platte, die ich selbst rausbrachte … Geld kostet das natürlich, aber Musik ist mir heilig und spielt für mich in einer komplett anderen Kategorie. Deswegen verdiene ich mein Gear mit einem Beruf, der nichts mit Musik zu tun hat.
Zusammengefasst: Also, warum nicht?
Selbst Null Resonanz würde mich nicht unbedingt abhalten, aber ein bisschen Interesse hilft schon sehr![]()
ich hatte damals mein ersten gehversuche mit nem atari st un einem k11 gemacht.
jaMeine Liste oben bezog sich auf Ende 80er/Anfang 90er, nicht 1996
da hätte man eisenhart sparen, nebenjobs und verwandte anbetteln müssen
Was ist mit Moped, Autoführerschein, 1. Auto, Klamotten, Platten , Party??
Veröffentlichen, wenn deine Musik es wert ist, sie mit der Welt zu teilen. Wozu? Um gehört zu werden. Dazu ist Musik da.veröffentlichen, wozu?
ich würde mit all meiner Musik, in einem Jahr , auf Spotify nichtmal das Geld für einen einfachen Cheeseburger bei McDonalds verdienen
Dünnhäutigkeit ist eine Erscheinung unserer jüngeren Gegenwart. Der Threadersteller wird es sicher nicht als Angriff oder Herbsetzung gemeint haben. Der Rest deines Beitrages driftet stark ab.Nochmal kurz eine Anmerkung zum Threadtitel:
Dieser suggeriert, alle Technik begeisterten die nichts veröffentlichen sind Angeber.
„Veröffentlichtluchungsverweigerer“ ist ebenso äußerst negativ behaftet.
Es gab auch mal den Begriff „Wehrdienstverweigerer“. Letztere mussten alternativ Zivildienst leisten und haben mE in Altenpflege oder Behindertenbetreuung mehr zum Gemeinwohl beigetragen als sich der allabendlich auf der Stube besaufende Wehrdienstleistende.
Moralisch müsste man eigentlich dem Wehrdienstleistenden „Zivildienstverweigerer“ unterstellen.
PS: Ich war W12 Wehrdienstleistender und habe miterlebt wie die Bundeswehr „volkswirtschaftlichen“ Schaden anrichtet. Könnte jetzt einen Roman an Punkten aufzählen, weiß aber nicht ob ich mich rechtlich dann auf Glatteis bewege. Nur folgendes Beispiel:
Wie kann/konnte es sein, dass Wehrdienstleistende per Fahrbefehl besoffene Offiziere (=hoch besoldete Staatsbeamte) auf Staatskosten an ihre Privatadressen fahren müssen?