Mit dem neuen Wissen/Gear den alten (Herzens)Kram aufarbeiten oder lieber gleich Neues anfangen!?

Ich habe auch alte Tracks, wo ich Software und Hardware technisch keinen Zugang mehr habe...
Vieles aus den ganz frühen 90ern, als Beispiel, habe ich noch auf Disketten und ob die noch heute funktionieren?

Leider man kann nicht alles bewahren und muss auch loslassen können...

Leider
 
Ich habe bei mir festgestellt:

Es reicht vollkommen, wenn man beim kreativen Prozess seine Sachen liebt und es hilft ungemein, wenn man früher oder später irgendwann (idealerweise 10 sekunden später) eine Hörhaltung einnehmen kann, die so neutral, wie möglich ist, damit man sich nicht von seinem eigenen Schrott beim Hören und der Erinnerung an den geilen kreativen Prozess selber besoffen macht.

Dann ist es wurscht, ob man was wegwirft oder eben weiter dran arbeitet, denn dann dient es einer Sache, an etwas weiterzuarbeiten,
Habe aber eh nicht so viel Output. Meine Festplatten sind nicht voll.

Mir hilft es mit anderen Leuten über meine Musik, Ziele und Absichten zu reden, dann weiß ich, was mir (akuell oder immer schon) wichtig ist.
Wenn alles klappt, kann ich mein eigenes altes Zeug hören, wie ein fremdes Stück und weiß genau, was ich mag und was nicht und warum und es bleibt oder nicht oder "gecovert" wird.

Neulich hab ich nur durch das Hören in einem anderen Raum und mit anderen Boxen gemerkt, was ich vor 1 Jahr in einem Song für einen Scheiß Bass programmiert hatte.
Nur den Bass neu gemacht, bissl die Kick verschoben. Viel besser. Passiert schon mal.

Es hilft mir auch Stücke als persönliche Phasen zu sehen. Dann hab ich gar keine Lust an was weiterzuschrauben.
Man muss auch bedenken: Die Art wie man MUsik hört kann sich im Laufe der Zeit grundsätzlich ändern, auch nur in bestimmten Parametern. Man sollte schon wissen, wann und warum das so ist.
Sonst ist Musikmachen ein Fass ohne Boden.

Kurz: Ich löse das, indem ich mich selber versuche so gut wie möglich zu kennen.
 
Witzig, ich arbeite grad an einem Song der 1985 auf einer Session zu dritt entstanden ist. Die Aufnahme dazu ist seit über 20 Jahren verschollen , aber das Feeling ist die Substanz ...

Ansonsten scheue ich mich die alten Multitrack Recordings zu öffnen ( aus der Coronaphase ) und mich durch den Haufen von Spuren zu hören.
Dann besser NEU 😉.
 
ps: Ich würde gerne mal deine set-up sehen und auch gerne mal wieder in deine sachen rein hören! Wo?
 
Das ist gut wenn man das kann.
Das erinnert mich auch daran, das ich mal vorhatte immer am selben tag einen track fertig zu machen!
Ich glaube Babizs? macht das so!
Morgens rein ins Studio und dann bis 18 Uhr. Wenn es bis dahin nicht fertig ist oder es Probleme gab. Weg damit. So ähnlich war die Aussage in einem Online Interview
 
Morgens rein ins Studio und dann bis 18 Uhr.
hab ich noch nie geschafft, aber ich bin auch kein Berufsmusiker, der von morgens bis 18:00 Uhr im Studio arbeiten kann.
Die meisten meiner Tracks entstehen an mehreren Wochenenden, wobei ich pro Tag jeweils zwischen 2 und 4 Stunden daran arbeite.
 


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