44,1 kHz / 48 kHz / 96 kHz – aus heutiger Sicht...

Cyclotron

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Also die Beschreibung oben habe ich auf die Berechnung eines phasenlinearen Filters bezogen (in meinem Fall war das ein AA Filter zum Downsampling). Bei "normalen" Filtern verwindet sich stattdessen der Phasengang. Der Mensch kann zwar nicht die absolute Phasenlage wahrnehmen, jedoch die relativen Beziehungen. Man nutzt sowas beispielsweise im Phaser.

Nach meinem Schluss gehen eben deshalb die Theorie und Praxis etwas auseinander: Zwar gilt Nyquist Shannon für das nackte Signal an sich uneingeschränkt. Aber die Technik zur Hörbarmachung desselben hat eben auch Nebeneffekte und Grenzen. Was man dann beobachtet, ist ggf. der bessere Klang der Technik - nicht der prinzipiell bessere Klang von Audiosignalen bei überdimensionierten Sampleraten. Aber auch das kann ein Argument für SR > 44.1 kHz sein. Wer hört schon die Nullen und Einsen direkt von der Platte ab... ?
 

Michael Burman

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Aber die Technik zur Hörbarmachung desselben hat eben auch Nebeneffekte und Grenzen. Was man dann beobachtet, ist ggf. der bessere Klang der Technik - nicht der prinzipiell bessere Klang von Audiosignalen bei überdimensionierten Sampleraten. Aber auch das kann ein Argument für SR > 44.1 kHz sein. Wer hört schon die Nullen und Einsen direkt von der Platte ab... ?
Ich habe neulich eine Datei (einen meiner Mixdowns) abgespielt, und die erschien mir transparenter als sonst. Dann habe ich gemerkt, dass ich aus Versehen eine 32 Bit-Version abgespielt habe. Sonst spiele ich mit dem Player am Computer normalerweise 16 Bit-Versionen ab. 32 Bit speichere ich nur für alle Fälle ab, sollte ich die Datei noch nachbearbeiten wollen oder so. Eigentlich sollte bei der Lautstärke über die Boxen der Unterschied nicht hörbar sein. Aber seltsamerweise klang die 32 Bit-Version trotzdem anders – transparenter. :agent:
 

Max

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Nach weiteren Tests bin ich jetzt auch bei 96 kHz / 24 Bit angelangt...

Der Unterschied zwischen 48 kHz und 96 kHz ist für mich viel deutlicher, als der zwischen 96 kHz und 192 kHz - bei ersterem Sprung bekomme ich etwas klarere Höhen mit weniger "Artefakten" (vom Filter?), bei letzterem Sprung klingt es ganz subtil "anders", aber ich würde gar nicht von besser/schlechter sprechen und könnte es in einem Blindtest auch eher nicht zuordnen.
 

Max

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...es gibt sogar auch Meinungen dass es bei höheren Samplingraten dann wieder andere Probleme gibt 😮

So baut Dan Lavry - ein ziemlich renommierter Hersteller von Wandlern (Preisklasse "wtf?") - ausschließlich bis 96 kHz, er behauptet dass bei 192 kHz die Messgenauigkeit der einzelnen Samples abnimmt weil dafür weniger Zeit pro Sample zur Verfügung steht. Kann man hier nachlesen: Sampling Theory For Digital Audio By Dan Lavry, Lavry Engineering, Inc. - die "Introduction" klingt ganz plausibel, den Rest hab ich mir mal gespart ;-)
 


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