AC/ DC ?

Dieses Thema im Forum "Lötkunst" wurde erstellt von monoton, 24. Februar 2012.

  1. Ich bin jetzt schon das öfteren auf Englischen Seiten auf die Bezeichnung Ac für Audiosignale und DC für Steuerspannungen.
    Für mich ist Ac Wechselstrom und DC Gleichstrom .
    Jetzt sind ja Audiosignale und Steuerspannungen technisch gesehen das selbe.
    Woher kommt jetzt diese Bezeichnung? Hat das technische Gründe oder liegt das nur an der Sprache/ Übersetzung?



    Gruß Micha
     
  2. xqrx

    xqrx -

    Hmm, vielleicht, weil Audiosignale insgesamt "wechselstromiger" sind als Steuersignale.
    Steuersignale sind ja tendentiell "gleichstromig" als mehr nulleins-mäßig.

    Nur mal so rein philosophisch ohne Bezug auf wissentschaftliche Korrektheit.

    (ohweiha, mein Deutsch- und Physiklehrer stehen gleich von den Toten auf und suchen mich heim....)
     
  3. Das ist so nicht ganz richtig, aber Steuerspannungen können einen DC-Offset haben, also eine Dauerspannung abweichend von 0 V. Jetzt gibt es die Möglichkeit diesen Offset einfach raus zu hauen, was manche Module im Eingang oder Ausgang machen. Ist einfach eine Filterschaltung mit einem Kondensator. Dadurch werden aber auch langsame Steuerspannungen entfernt, weil es im Prinzip ein einfaches Hochpassfilter ist.

    Manchmal hat man auch einen Schalter, steht der auf AC ist der Hochpassfilter aktiv, bei DC nicht.
     
  4. Nоrdcore

    Nоrdcore deaktiviert

    Jepp, das trifft es: ein Steuereingang kann *auch* DC, d.h. man kann z.b. einen Ton beliebig lange um einen Halbton nach oben modulieren. (Pitch-Bender festhalten...)
    Das nennt man dann "DC-Kopplung".
    Bei AC-Kopplung (... so eine Umschaltung hat jedes Scope... ) ist ein Kondensator im Signalpfad (=Hochpass), so das Gleichanteile (=der DC-Anteil) weggefressen werden.

    Im Beispiel Pitch-Bender würde der Ton kurz hochgehen, und dann wieder runter, obwohl der Bender gehalten wird.
     
  5. OK das habe ich jetzt soweit verstanden.
    Aber mit Wechselstrom im eigentlichen Sinne so wie der normal Bürger es versteht hat es dann aber trotzdem nichts zu tun oder?



    Gruß Micha
     
  6. Doch.
    Es geht nur bei der Unterscheidung nicht darum, was aus der Steckdose rauskommt (um im Vergleich zu bleiben), sondern wie das verarbeitende Gerät damit umgeht. Diese Unterscheidung gibt es auch in der normal-Bürger-Wechselstrom-Welt: Z.B. kann man Wechselstrommotoren üblicherweise auch mit Gleichstrom betreiben. Aber umgekehrt wird sich ein Gleichstrommotor mit Wechselstrom nicht drehen.
     

  7. Ok von der Seite habe ich die Sache noch gar nicht betrachtet. Das mit den Motoren wusste ich (Universalmotor........) und um so mehr ich darüber nachdenke um so mehr denke ich auch das ich das ganze langsam verstehe. Man darf halt nicht von 50Hz ausgehen sondern auch mit 1Hz oder 0,0012Hz ist es kein Gleichstrom mehr sondern halt auch schon Wechselstrom ODER?


    Gruß Micha
     
  8. Korrekt. Im Prinzip bestimmt bei einem Modul die Art der Einkoppelung des zu verarbeitenden Signals und mit der Geschwindigkeit der Signalbearbeitung, ob das Signal als Gleichspannung oder als Wechselspannung betrachtet wird.
     
  9. psicolor

    psicolor Busfahrer und Bademeister

    Erwähnenswert wäre vielleicht noch, dass manche Oszilloskope einen "AC" Modus haben, wo ein Hochpassfilter (naja, ein Kondensator paralell zum Eingang) den Gleichspannungsteil aus dem Signal filtert.
     
  10. a.xul

    a.xul -

  11. Nоrdcore

    Nоrdcore deaktiviert

    AC-Adaptor ist *kein* Netzteil mit AC-Ausgang. "AC-Adaptor" ist einfach Amerikanisch für Wandwarze. (Wobei die "wall wart" durchaus auch kennen... )
    Wie (fast) jeder Bodentreter-Effekt braucht das ein stabilisiertes(!) 9V Netzteil mit Pluspol außen.
    Das Netzteil ersetzt direkt die Batterie, und durch die Ein- und Umschaltmimik über die Schalter in den Buchsen geht das kaum anders.
     
  12. a.xul

    a.xul -

    merci. haette mich auch gewundert wie das dann mit 9v bloecken funktionieren soll.
     

Diese Seite empfehlen