Andreas Krebs: Improvisation XI - Let's Party

Dieses Thema im Forum "Your Tracks" wurde erstellt von AndreasKrebs, 27. Juni 2010.

  1. AndreasKrebs

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    Ein recht einfaches und eingängiges neues Stück:
    [mp3]www.andreaskrebs.de/assets/media/improvisation-20100627a.mp3[/mp3]

    Das Ganze startet mit Digital Noise durch ein A-106-5 (Hihat) und Rauschen durch A-127 und A-188-2 (ebenfalls perkussiv), ab ca. 2:20 wird das Feedback vom BBD hochgedreht für die Karplus Strong Sachen, später eine A-106-6 Bassdrum und ab 3:05 kommt der A-108 Bass dazu.

    Ansonsten: Partystimmung - schönes Fußballspiel heute Nachmittag! (ohne musikalischen Hintergrund...)

    Details und technische Hintergründe zum Stück:
    http://blog.andreaskrebs.de/2010/06/27/ ... ets-party/
    Andreas
     
  2. AndreasKrebs

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  3. Phil999

    Phil999 aktiviert

    schön eingesetzte Filter. Da merkt man deutlich den Unterschied. Mit einem virtuellen Filter kannste solche Sachen zwar auch machen, aber sie klingen nicht so. Schön auch die Delaysounds mit viel Feedback (BBD?). Hört man nicht oft heute, früher war ein DD oder AD vielleicht das einzige Effektgerät, das man hatte, und spielte eben mit viel Feedback und kurzen Delayzeiten für diese metallischen Klänge.

    Gelungene Sache, macht auch Spass zum Hören.
     
  4. AndreasKrebs

    AndreasKrebs aktiviert

    Vielen Dank!

    Ja, die kurzen, etwas metallischen Delays sind vom BBD (A-188-2), das mir immer mehr Spaß macht: kann kurze "Flatterechos", kann Flanger, kann aber auch tonal (na ja, so ziemlich jedenfalls) per CV als Oszilator gespielt werden, entweder in Selbstoszilation (z.B. das Jaulen ab 4:16) oder "angetriggert" für Karplus Strong (ab 2:20).

    Längere Echos sind dann meist ganz schnöde Ableton Live...

    Andreas
     
  5. Phil999

    Phil999 aktiviert

    habe zwar schon ein Analogdelay (Ibanez AD-220), aber das Doepfer BBD scheint mit seinen Steuereingängen eine starke Nummer zu sein. Boah, ich sehe gerade dass das A-188-2 viel komplexer ist als das A-188-1. Ich denke, das A-188-1 wird reichen für mich.
     
  6. AndreasKrebs

    AndreasKrebs aktiviert

    Das A-188-1 ist wohl auch etwas optimiert, was die Nebengeräusche der internen Clock betrifft (die addieren sich wohl beim A-188-2 durch die diversen Abgriffe). Der Reiz beim A-188-2 ist, dass es zwei verschiedene "Mixes" z.B. für Stereo herstellen kann und auch, dass es modular bezüglich Feedback arbeitet. Is so eine Wunderkiste, an der ich immer wieder was Neues entdecke... Tonal spielen kann man das A-188-1 auch.

    Andreas
     
  7. fab

    fab -

    habs mir angehört - nette rhythmisch/klangliche variationen. wie das bei improvisationen so ist: wenn du daraus 20-40 sekunden zusammenschneidest hast du ein prima breakdown für einen track oder eine bridge für einen song (der natürlich her müsste).

    nicht so gut gefallen hat mir das "geige-üben" nach ein paar minuten percussion (wahrscheinlich karplus-strong?). klingt ähm, einfach schief.
     
  8. JB

    JB -

    Die noisigen Percs haben einen schönen bissig-körnigen Sound. Mit welchem Wandler hast du das eingefangen?
     
  9. AndreasKrebs

    AndreasKrebs aktiviert

    Vielen Dank für Euer Feedback!

    Verstehe schon den Punkt, bzw. Deine Erwartung. Track oder Song zu sein ist nicht das Ziel der Stücke - vielleicht ein wenig so, wie ein improvisiertes Boogie-Stück keine Klaviersonate sein will. Hat andere Strukturen und innere Logik der Abläufe.

    :mrgreen: Das soll an der Stelle schief / unharmonisch / schräg / merkwürdig klingen. Ich suche in vielen Stücken nach einer Balance zwischen einfachen und "harmonischen" Elementen, an denen man sich als Hörer ruhig auch etwas "festhalten" kann, und Dingen, die das dann wieder aufbrechen und in Frage stellen.

    Das geht alles in 6-8 Eingänge vom Steinberg MR816x mit 88 kHz, im Ableton Live wird's dann erstmal auf 6-8 getrennte Audiospuren abgelegt und 32-bittig gespeichert.

    Andreas
     
  10. Phil999

    Phil999 aktiviert

    das ist es eben. Eine Improvisation ist kein Stück, Track oder Song. Bei den klassischen bzw. akustischen Instrumenten ist uns das vertraut, man kann vom Gehör her leicht eine Fingerübung von einem Konzert unterscheiden. In der Elektronik scheint das schwieriger . . .

    P.S. habe mir ein A-188-1 besorgt.
     
  11. fab

    fab -

    freie improvisation kann wunderbare musik sein! ich kenne einige musiker, die zweistündige konzerte frei spielen (trio) und es ist toll. das erfordert allerdings kompositionsarbeit beim spielen.

    bei meinen eigenen improvisationen ist es aber meist so, dass ich einige ideen verwenden kann, wenn ich mir die mühe mache sie herauszudestillieren. ähnlich habe ich es auch hier empfunden.
     
  12. Phil999

    Phil999 aktiviert

    stimmt. Ob jetzt Lied, Stück, Track, oder Improvisation, es ist keine qualitative Einstufung. Eine Improvisation kann zu einem Stück werden, auf einem Element eines Stücks kann improvisiert werden, das ist alles wertungsfrei.
     
  13. AndreasKrebs

    AndreasKrebs aktiviert

    Beim Improvisieren auf einem Klavier z.B. macht man auch ganz andere Dinge, bzw. arbeitet mit ganz anderen musikalischen Parametern, als beim Modularsystem (zumindest, so wie ich das mache): ich habe sehr viele, teils recht spezielle klangliche Eigenschaften, die ich am Synth bearbeiten kann, bin dafür an anderen Ecken viel eingeschränkter. Ein Sequenzer zum Beispiel läuft dann halt mal und ich kann keine ganz freie Melodie daraus machen, nur am Tempo arbeiten, Start- und Endpunkt verändetn, vielleicht Schritte dazunehmen, usw. Das ist am Klavier wieder kein Thema, dafür stehen mir keine allzu massiven Veränderungen der Obertöne, usw. zur Verfügung.

    :supi:

    Ist an dieser Stelle hier nicht mein Ansatz, aber natürlich völlig legitim (ich hab andere Stücke ganz "klassisch" komponiert, in oft monatelanger Tüftelarbeit). Für mich ist meine Improvisation dann gelungen, wenn ich - aus meiner ganz persönlichen Sicht - einen von mir so gewollten Spannungsbogen habe, sich Teile sinnvoll aufeinander beziehen, bzw. eine für mich stimmige Entwicklung haben. Ist mit Sicherheit höchst subjektiv :lol: und ich will hier auch kein theoretisches Dingenskirchen draus machen. Wenn ich mit dem Instrument das musikalisch ausdrücken konnte, was ich jeweils wollte, war's richtig. Wenn das Ergebnis gefällt - supi, wenn nicht - schade, aber was soll's.

    Andreas
     

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