Ich denke du verstehst das Wesen der FM nicht, Operatoren sind nicht nur zur Generierung von Wellenformen zu gebrauchen, wenn ich schon keine Wavetables oder Formant Operatoren hab', nutze ich viele der Operatoren zur Klangveränderung, als zusätzliche LFOs - die dank Waveshaping sehr viel mehr als nur Vibrato sondern auch Bewegung, PWM/Symmetrie Modulation und ähnliches erzeugen können.
Doch schon, nur bin ich da lange nicht so drin wie du. Du sagst ja selbst "auch".
Aber du hast schon recht, dass ich am Anfang so gedacht habe.
Wirklich dreckig sind die Sounds nur wenn ich das mit der Parametermorphing auf die Spitze treibe, ansonsten sind das ganz normale nutzbare Sounds.
Inwiefern hat Dreck etwas mit Parametermorphing zu tun?
Ich meinte, wie dreckig oder harsch oder was auch immer, ist das Ergebnis bei der Audioratemodulation? DX7 ist Texturreicher oder dreckiger, als ein opsix.
Da mir die Erfahrung fehlt, war die Frage, ob es auch Vorteile bingt, i m Patchuniversum der FM Synthese, wenn es sauberer ist.
Davon unabhängig, scheinst du das ja grundlegend zu bevorzugen.
Wenn ich mir den leviasynth so höre, wie er reagiert, dann gefällt mir das einfach auch sehr gut. Ohne bestimmten Grund. Passt mir einfach.
Ich habe das neue Video von diesem FLUX zu diesem Synth gesehen, wo nur im Grunde einfache Features gezeigt werden, aber mir gefällt einfach was der Levisynth macht.
Klangveränderungen - speziell jenseits der subtraktiven Filter und Layer Methoden - sind für mich ein wichtiges Element um die Stimmung der Melodien zu unterstüzen. Mein Ziel ist es bei Klängen (zumindest wenn ich sie für mich mache) ähnlich flexibel zu sein wie guter Instrumentalist der sein Instrument beherrscht.
Soweit normal für elektronische Musik.
Manche Leute hier nutzen Sounds eher wie eigenständige Instrumente und spielen, die dann über die tastatur und pitch, modwheel.
Andere wollen eher stetige Soundveränderungen über livetweaken und deutliche Abweichungen über die Zeit. So das der Sound stetig im Wandel ist, in dem für ihn vorgesehenen Klangraum.
Und ich versuche mich gerade daran, eben dieses Schrauben auch auf den opsix zu übertragen. und das ist viel unberechenbarer, allein schon wegen den unterschiedlichen Algorithmen.
Aber ich denke das geht auch, nur braucht es mehr Einarbeitung.
Das was ich mit dem Virus TI, Surge XT und Ultranova (da halt mit Ringmod statt FM) so mache ist mehr oder weniger auch das was ich mit dem FS1R mit deutlich mehr Operatoren/Oszillatoren so machen kann, statt Wavetables nutze ich bei Bedarf Operatoren im Formant Mode (das ist das praktisch das Equivalent eines obertonreichen Signals -> pseudo Bandpass mit flexibler modulierbaren Bandbreite) die PEG pro Operator verwandelt sich dann in eine Hüllkuve für die jeweilige Formant Frequenz bzw. "Bandpassfilter Frequenz" des Operators. Die Operatoren/Oszillatoren haben im FM Kontext dann keine feste Frequenz, es werden stattdessen die Ratio Frequenzen die den Harmonischen entsprechend durchfahren. Wobei sich auch eine feste Formant/Bandpass Frequenz über den ganzen Keyboard Bereich einstellen lässt.
Sieht man von den Formant Geschichten und den zusätzlichen freien (außerhalb der Algorithmen) 8 Rausch bzw. Sinus Operatoren ab, entspricht die Architektur der FS1R FM weitgehen der FM-X vom Montage/MODX, nur eben mit 'nem überarbeiteten AN1x VA Filter - der bei Nutzung die Anzahl der Stimmen auf 16 halbiert.
Kurz gesagt: Was die Texturen und möglichen LOFI Dreck betrifft, kann der FS1R bei Bedarf mit Virus TI/Montage mehr als nur mithalten. Ich muss mich halt mal bei Gelegenheit hinsetzen und meine letzen Sounds aus den 00ern fertigstellen bzw. mit Macros versehen, damit man hören kann wie flexibel sich der Sound verbiegen lässt.
Danke. Dieser Formant mode klingt spannend.