Behriger UCA202 oder UCA222 - Welche Unterschiede?

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MrSequencer

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Hallo, ich mal wieder.

Ich möchte an meinem alten Laptop (Acer V5-171, Core-i3-2367M 1400MHz) die Cantabile 4 Software mit ein paar VST-Synths laufen lassen.
Hauptsächlich der U-HE Tyrell N6.
Mit selbstgebastelten Sounds lief das auch soweit gut.
Aber wenn ich neue Sounds aus dem Web ausprobieren will, dann kommen sehr oft Aussetzer.

Ich habe nun als Audio-Interface den Behringer UCA222 am Laptop hängen. Als Treiber läuft alles über die ASIO4ALL.
Eingestellt habe ich das in Cantabile 4 Lite wie folgt:
Samplerate: 44.100Hz
Buffergröße: 448 (doppelt gepuffertes Audio - Eingeschaltet)
Bufferdauer: 20,32ms

Damit läuft das ganze einigermaßen.

Alternativ geht es noch so über WASAPI Out über den Behringer UCA222
Samplerate: 44.100Hz
Buffergröße: 512 (doppelt gepuffertes Audio - Eingeschaltet)
Bufferdauer: 23,22ms

An meine Core-i7 PC lauft das alles über den UCA222 sehr gut.

Jetzt plane ich mir noch so einen für meinen Laptop zu kaufen. Nur frage ich mich, welcher ist nun besser?
Beim Thomann ist der UCA202 mit einer geringeren Latenz angegeben.
Wäre der dann für meinen Laptop besser geeignet oder bringt mir das nichts?

Im Web hatte ich irgendwo gelesen, dass jemand es vor über 10 Jahren geschafft hatte, die Cantabile Software auf einem uralten Intel Atom Laptop laufen zu lassen und die komplette Band auf der Bühne an dem Laptop über die Software lief, und das ohne Latenzprobleme.
Ok, damals gab es nur Cantabile 2, das war vielleicht nicht ganz so anspruchsvoll.
Das nächste wäre, der VST Tyrell N6 soll auch nicht gerade so ressourcenschonend sein.

Jetzt die Frage,
Behringer UCA202 kaufen und hoffen, dass der noch weniger Latenz bringt als der UCA222. Oder brauche ich doch einen stärkeren Laptop, wenn ich weiterhin auf den Tyrell N6 setzen will?
Oder doch nach einem anderen VST-Synth umschauen? Trotzdem frage ich mich dann, wie hat der Typ das damals mit einem Atom-Laptop für eine ganze Band geschafft, wenn ich nicht mal einen Synth + FX ohne Aussetzer zum Laufen bekomme?

EDIT:
Der Beitrag von dem Typ damals ist hier zu finden:
Ok, der hatte wohl doch einen Mini-PC mit Intel Atom aber als Audiointerface eine M-Audio Audiophile 192. Konnte die dann wirklich mehr?
 
Zuletzt bearbeitet:
Ok, der hatte wohl doch einen Mini-PC mit Intel Atom aber als Audiointerface eine M-Audio Audiophile 192. Konnte die dann wirklich mehr?
Das ist ein PCI Inteface, von daher ist die Last für die CPU was geringer, was speziell bei weniger leistungsfähigen PCs 'ne Rolle spielt.

Oder brauche ich doch einen stärkeren Laptop, wenn ich weiterhin auf den Tyrell N6 setzen will?
Auch wenn ein schnelleres Laptop sicher kein Fehler ist, hast du dein Windows schon für Audio optimiert?

 
So, hab jetzt mal verschiedene Einstellungen ausprobiert.
Der LatencyMon aus dem obrigen Link hat mir schon mal gut weitergeholfen.

Zusatzlich habe ich zum UBC222 noch einen Treiber gefunden:

Nun läuft das ganze wie folgt:
USB-Hub am USB3.0 Port (Ob der Hub USB3.0 kann, weiß ich nicht. Aber es läuft daran schon spürbar besser)
An dem Hub hängt jetzt alles: Novation Impulse, Novation Launch Control XL, Behringer UCA222.
Laptop läuft auf dem Energie-Modus Höchstleistung.

Bei den Treibern bin ich mir jetzt noch nicht sicher, welcher besser ist oder welchen ich dauerhaft beibehalte.
Der behringer_2902_x64_2.8.40 ist in Verbindung mit dem VST-Synth Tyrell-N6 eigentlich perfekt:
Samplerate: 44.100Hz
Buffergröße: 256 (doppelt gepuffertes Audio - Aus)
Bufferdauer: 5,8ms

Nur gibt es da noch eine VST-Guitar namens SSG7V, die noch deutlich mehr Leistung zieht als der Tyrell-N6.
Damit Akkorde auf der E-Gitarre mit Distortion ohne Aussetzer rüber kommen, muss ich den Behringer-Treiber fast auf Maximum stellen.
Das bedeutet:
Samplerate: 44.100Hz
Buffergröße: 1024 (doppelt gepuffertes Audio - Aus)
Bufferdauer: 23,22ms

Der Behringer-Treiber bietet leider nicht so viele Einstellmöglichkeiten wie der ASIO4ALL, und es ist mir noch nicht gelungen, in dem Treiber ASIO Resolution von 32Bit auf 24Bit oder 16Bit umzustellen. Diese Felder sind alle ausgegraut. Geht wohl anscheinend auch nicht.
Ich weiß aber auch nicht, ob der ASIO4ALL das kann bzw. wo es umzustellen ist.
Auch die Latenz lässt sich nur in 6 Stufen von Highspeed bis Relaxed regeln.
Relaxed entspricht einer Input latency von 1068 samples / 24ms. Damit läuft die E-Guitar.
Der Tyrell-N6 läuft gut auf Normal = Input latency: 300 samples / 6ms.

Könnte man jetzt noch eine niedrigere Latenz mit dem Behringer UCA202 herauskitzeln oder ist der wirklich zum UCA222 absolut baugleich, nur dass er ein größeres Bundle an Software hat?
Ich verstehe dann nur nicht, warum er beim Thomann etwas mehr kostet als der UCA222.

Gibt es zur VST-Guitar SSG7V noch eine Alternative, die vielleicht genauso aufgebaut ist und nicht mehrere GB an Platz verschlingt + MIDI-Learn funktion? (Genau das MIDI-Learn bietet SSG7V leider nicht).
Ich hab selbst schon gesucht wie verrückt, aber nichts gefunden. Sie dient eigentlich nur, um damit als nicht Gitarrist bisschen zu jammen. Auch wenn die Bewertungen auf KVR zu der VST nicht so gut sind. Sie soll ja nicht so toll klingen, mir genügt es aber vollkommen. Nur brauch sie leider ziemlich viel Leistung.
Die VST-Guitar ist jetzt kein MUSS. Mit dem ASIO4ALL Treiber ist sie selbst mit Buffergröße 1024 noch nicht spielbar.
 
Die 5,8ms Latenz für den Ausgang sind imho ok - so ab 10ms und weniger lässt sich mit Softies meiner Erfahrung recht angenehm arbeiten, der eher Office taugliche mobile i3 Prozessor des Latptops hat nur zwei (echte) Kerne, von denen mehr oder weniger immer einer damit beschäftigt sein dürfte das USB des Audio Interface zu betütteln.
Bessere Treiber sorgen vielleicht für weniger Peaks bei der Auslastung des Prozessors, aber ich glaub' fast nicht dass die beiden Interfaces sich da groß unterscheiden. Du könntest div. sparsame Freeware wie Synths (z.B. Synth1, DEXED etc) probieren und dich bei dem Wetter in einen kühlen Raum setzen, damit der Prozessor im 11,6 Zoll Gehäuse nicht plötzlich drosselt. Wenn dir das klanglich reicht könntest du auch ASIO4ALL mit dem internen Sound des Laptops probieren, weil der Chip mit etwas Glück nicht über USB sondern per PCI/PCIe angebunden ist.
 
Das mit dem internen Sound kann ich noch mal ausprobieren.

Da gibts noch was interessantes dazu:
Ich habe noch eine Novation X-Station. Die lief auf ihrem eigenen Audio-Interfache mit ihrem eigenen ASIO-Treiber schlechter als mit dem ASIO4ALL und der interne Realtek-Sound war von der Latenz noch etwas besser als die X-Station mit ASIO4ALL.

So, hab das jetzt noch mal getestet.
Mit dem internen Realtek komme ich mit dem ASIO4ALL auf 5,8ms. Zumindest läuft der Tyrell-N6 damit sehr gut.
Bei der VST E-Gitarre ist mir aufgefallen, dass es ein VST3 PlugIn ist. Die scheinen wohl gerne mal Probleme zu machen oder sind wohl besonders leistungshungrig.
Da wird mir wohl nichts anderes übrig bleiben als nach einer anderen VST Gitarre zu suchen.
 
Bei Gitarren VSTs bin ich überfragt, welches nutzt du - ist vielleicht was für 'nen eigenen Thread. VST2 wird von einigen DAWs schon nich mehr unterstützt, mit VST3 haben die Plugins div. Funktionserweiterungen bekommen, keine Ahnung ob sich das auf die Performance auswirkt.

 
Die VST E-Gitarre ist die SSG7 V von Studio Major7th. Und die gibt es wirklich nur als VST3.

Ich suche halt eine, mit der man einfach bisschen abrocken kann, ohne dass man da gleich einen Lehrgang machen muss, wie das Teil funktioniert. Das ging mit der SSG7V sehr einfach. Hab schon einige andere getestet und ausprobiert, aber die sind einfach alle viel zu kompliziert, brauchen Platz auf der HDD ohne Ende oder sie sind einfach nicht dafür ausgelegt, dass man einfach irgendwas mal mitspielen kann.
Ein Paar habe ich noch zu Auswahl, aber momentan bin ich gerade ziemlich frustriert von dem Thema VST-E-Gitarre.
Entweder klingen die VSTs wirklich unterirdisch oder wie GeneralMIDI-Standard von 1990 oder sind so wahnsinnig komplex aufgebaut, um so realistisch wie nur möglich eine echte E-Gitarre zu immitieren.
Und dazwischen hab ich sonst noch keine weitere gefunden.
 
Naja, spätestens wenn es nur noch für Windows 11 Sicherheitsupdates gibt wirds vielleicht Zeit für was mit 'nem Prozessor der nicht schon mehr als 12 Jahre alt ist. :dunno:Ich nehme an dein Budget ist begrenzt?
brauchen Platz auf der HDD
Wird wahrscheinlich anders als SSG7 V Sample basiert sein, synthetisch wird es weniger Platz aber mehr Prozessorleistung brauchen.

Und dazwischen hab ich sonst noch keine weitere gefunden.
Wie schon geschrieben, am besten hier im Forum 'nen weiteren Thread öffnen, hier gibts es so ein paar User die selbst Gitarre spielen, die können dann auch die Qualität der Software abschätzen.
 

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