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Behringer Deepmind X

  • #121
Ja manche schreiben wohl immer gleich viel ohne mitgelieferten Informationen.
Man darf wohl manchen Beiträgen nicht immer gleich glauben oder vertrauen.;-)
 
  • #122
Manche übernehmen direkt die Aussagen, die von den Herstellern kommen. Mag sein, dass Behringer* einfach feiern möchte, ich persönlich finde das aus dem o.g. Grund zu früh und wundere mich. Aber, um ein anderes Forumsmitglied zu zitieren: was weiß ich denn schon?
 
  • #123
Da ist man bei Behringer* mal ausnahmsweise früher fertig als geplant, sprich 1 Jahr vor dem eigentlichen Jubiläumsjahr, und es ist auch nicht recht. Dann nennt es halt DeepMind IX. ;)
 
  • #126
Kaum zu glauben. Schon 5 Seiten Diskussion für den Deepmind X. Für einen überwiegend blau-rot-weißen Steifen und ein zusätzliches X. Das ist wahre Sythesizerevolution.
 
  • Daumen hoch
  • HaHa
M.i.a.u.: christoph, qwertz123, Scenturio und eine weitere Person
  • #127
Und wenn man einfach keine LED anschließt... DAS sollte kein Grund sein warum die Software nicht auf beiden läuft, was natürlich nicht heißen soll, dass es nicht genügend Wege gäbe die Software nur auf einer der Versionen lauffähig zu machen...
Da reicht ein Bit im ROM oder die Version/Seriennummer/etc der CPU...
Von was für einer Software wird hier gesprochen? Es gibt weder im Video noch auf der Facebook-Seite einen Hinweis darauf, dass sich dieses Gerät von der Hardware oder Firmware von den alten Deepminds unterscheidet. Auf Behringer*.com gibt es bei der X-Series keine aufgeführte eigene Firmware. Also worüber redet ihr?
 
  • #128
Kaum zu glauben. Schon 5 Seiten Diskussion für den Deepmind X. Für einen überwiegend blau-rot-weißen Steifen und ein zusätzliches X. Das ist wahre Sythesizerevolution.
An anderer Stelle wird ja auch ausgiebig über Holzseitenteile diskutiert ;-) Aber ich denke, dass manche Aussagen vom Video falsch verstanden werden und zu viel reininterpretiert wird. So kommen dann so viele Seiten zusammen.
 
  • #129
Woher weißt du das?
In welchem forum und Kommentaren hast du das aufgeschnappt? :-)
Es ging darum, dass viele Ankündigungen lange brauchen, bis Produkte fertig werden, wenn sie denn fertig werden. Wobei der erste DeepMind ausnahmsweise ganz ungeplant kam. ;) Wobei er da aber noch anders hieß.
 
  • #130
Von was für einer Software wird hier gesprochen? Es gibt weder im Video noch auf der Facebook-Seite einen Hinweis darauf, dass sich dieses Gerät von der Hardware oder Firmware von den alten Deepminds unterscheidet. Auf behringer.com gibt es bei der X-Series keine aufgeführte eigene Firmware. Also worüber redet ihr?
Es wird aber davon gesprochen, dass der X eine neue Firmware hat, es ist häufig so dass nur Updates veröffentlicht werden aber nicht die Auslieferungsfirmware.
In diesem Fall würden nur X Käufer von der neuen FW profitieren.
 
  • #131
Es wird aber davon gesprochen, dass der X eine neue Firmware hat, es ist häufig so dass nur Updates veröffentlicht werden aber nicht die Auslieferungsfirmware.
In diesem Fall würden nur X Käufer von der neuen FW profitieren.
Wo denn? Ich hätte gerne mal eine Quelle.

Auf Facebook steht:

DEEPMIND X Series
🔗
https://bit.ly/BEHRINGER-DEEPMIND-X-Series
True Analog Polyphonic Synthesizers with FX Engines, Per-Voice OSCs and LFOs, ADS Generators, Multi-Channel Modulation Matrices, Multi-Step Control Sequencers and Tablet Remote Control
The Behringer* DEEPMIND X Series Keyboard and Desktop Synthesizers are designed to serve our Musician Customers.
Behringer* – We Hear You.
From:
MSRP (Global List): $579
MAP (US List): $779 (in stock and immediately shipping from our factory)

Und im Video sagt er, dass das Teil einen neuen Look hätte (neue Farbe, neues Panel, womit die Frontplatte gemeint sein wird und neue Seitenteile). Wo wird von einer neuen Firmware gesprochen?
 
  • #132
Kaum zu glauben. Schon 5 Seiten Diskussion für den Deepmind X. Für einen überwiegend blau-rot-weißen Steifen und ein zusätzliches X. Das ist wahre Sythesizerevolution.
Design ist auch wichtig finde ich.
Das ist bei Synthesizer sowas wie Kunst. ;-)
Im Fall Deepmind kann man vielleicht sagen er ehrt mit der Optik die Vergangenheit und den juno.
Nostalgie hatt ebend was romantisches und ist ja heute nicht nur bei Synthesizer angesagt.
 
  • #133
Wo denn? Ich hätte gerne mal eine Quelle.

Ist doch oben verlinkt, das was Markus Müller in Keyboards verzapft: vom 'überarbeiteten Display' über 'neue Firmware ... inklusive Performance-Verbesserungen und Bugfixes' bis zur 'überarbeitete(n) Editor-Software'.

Der Typ hat ja schon vor einem halben Jahr nur Schwachsinn zum Spice geschrieben, scheint also deren Behringer-Experte zu sein...
 
  • #134
Keyboards.de schriebt zu Behringer Deepmind X-Serie:

"Doch nicht nur optisch hat sich etwas getan: Auch die Firmware wurde auf den neuesten Stand gebracht, inklusive Performance-Verbesserungen und Bugfixes. Die neue DeepMind X-Serie profitiert zudem von einer besseren Integration in die Behringer-Welt, etwa durch eine überarbeitete Editor-Software und erweiterte Kompatibilität mit zukünftigen Updates und Controllern der X-Serie"
Link: https://www.keyboards.de/equipment/deepmind-x-series-facelift-fuer-behringers-ersten-synthesizer/


Für den DM6X/12X gibt es auf der Behringer Download page noch keine Firmware und ausführlich Bedienungsanleitung. Kommt vlt noch.. :kaffee:
 
Zuletzt bearbeitet:
  • #135
Ist doch oben verlinkt, das was Markus Müller in Keyboards verzapft: vom 'überarbeiteten Display' über 'neue Firmware ... inklusive Performance-Verbesserungen und Bugfixes' bis zur 'überarbeitete(n) Editor-Software'.

Der Typ hat ja schon vor einem halben Jahr nur Schwachsinn zum Spice geschrieben, scheint also deren Behringer-Experte zu sein...
Den Keyboard-Artikel habe ich bereits hier kommentiert: https://www.sequencer.de/synthesizer/threads/behringer-deepmind-x.175150/post-2928759

Er spekuliert in meinen Augen nur herum bzw. hat das Video falsch verstanden. Im Video wird von einem „Panel“ gesprochen. Damit wird aber nicht das Display gemeint sein, sondern die Oberfläche des Geräts, also die Frontplatte.
 
  • Zustimmung
  • Daumen hoch
M.i.a.u.: Makabäer und Cee
  • #136
Wo denn? Ich hätte gerne mal eine Quelle.

Auf Facebook steht:

DEEPMIND X Series
🔗
https://bit.ly/BEHRINGER-DEEPMIND-X-Series
True Analog Polyphonic Synthesizers with FX Engines, Per-Voice OSCs and LFOs, ADS Generators, Multi-Channel Modulation Matrices, Multi-Step Control Sequencers and Tablet Remote Control
The Behringer DEEPMIND X Series Keyboard and Desktop Synthesizers are designed to serve our Musician Customers.
Behringer – We Hear You.
From:
MSRP (Global List): $579
MAP (US List): $779 (in stock and immediately shipping from our factory)

Und im Video sagt er, dass das Teil einen neuen Look hätte (neue Farbe, neues Panel, womit die Frontplatte gemeint sein wird und neue Seitenteile). Wo wird von einer neuen Firmware gesprochen?
Das war auf der ersten DeepmindX Seite bei Behringer, bevor die jetzt durch die einzelnen Modelle ersetzt wurden... Die Seite scheint nicht mehr online zu sein. Bei den analogen Sythesizern gab es die ersten Tage nur eine DeepmindX Seite, jetzt sind die durch die Seiten für die einzelnen Modelle ersetzt worden ( Deepmind 12X, 12XD und 6X).

Naja egal, falls jemand mal im Besitz eines X sein sollte würde mich trotzdem die FW Version darauf interessieren....
 
  • Gute Idee
M.i.a.u.: Cee
  • #137
Ich finde die Aussagen des Keyboard-Artikels insgesamt ein wenig komisch. Nicht nur, dass angeblich das Display der X-Serie besser wäre, auch wäre angeblich die Firmware und die App überarbeitet worden - für beides gibt es auf behringer.com aber gar keinen Hinweis und auch nicht in der Kommunikation auf Facebook. Die aktuelle Firmware der normalen Deepminds ist die Version 1.1.2 von 2016 - und bei der X-Serie ist kein Firmware-Eintrag vorhanden. Das gleiche gilt für die App.

Wäre interessant zu erfahren, woher der Artikelschreiber seine Infos hat.
Artikelschreiber=KI/ChatGPT in Kombi mit Behringer-Werbetext, vermute ich mal. Das klingt für mich nicht handgeschrieben und von einem Menschen recherchiert
 
  • #138
@recliqs Annahme ist etwas plausibler (+ @FixedFilters Hinweis auf Panel/Display). Sei's drum, einfach abwarten, dann wissen wir mehr: ob die X mehr können, ob die FW/der Ed. auch für die alten Deepminds aufgefrischt werden und ob überhaupt.
 
  • #139
Aktueller Stand laut Behringer Homepage für die DeepMind-Serie
Für DeepMind X Serie weder Software App noch Firmware

DM6: Aktuelle Software App V1.0.6 vom 2022-03-07
DM6: Aktuelle Firmware V1.1.2 vom 2016-12-13

DM12: Aktuelle Software App V1.0.7 vom 2023-09-19
DM12: Aktuelle Firmware V1.1.2 vom 2016-12-13

Screenshot 2025-04-02 191732.png
 
  • Daumen hoch
M.i.a.u.: robworld und Makabäer
  • #140
Keyboards.de schriebt zu Behringer Deepmind X-Serie:

"Doch nicht nur optisch hat sich etwas getan: Auch die Firmware wurde auf den neuesten Stand gebracht, inklusive Performance-Verbesserungen und Bugfixes. Die neue DeepMind X-Serie profitiert zudem von einer besseren Integration in die Behringer-Welt, etwa durch eine überarbeitete Editor-Software und erweiterte Kompatibilität mit zukünftigen Updates und Controllern der X-Serie"
Link: https://www.keyboards.de/equipment/deepmind-x-series-facelift-fuer-behringers-ersten-synthesizer/


Für den DM6X/12X gibt es auf der Behringer Download page noch keine Firmware und ausführlich Bedienungsanleitung. Kommt vlt noch.. :kaffee:
Siehe Update unter dem Keyboards-Artikel:

(*Hinweis 02.04.2025: In einer ersten Version des Artikels wurde eine aktualisierte Firmware aufgeführt, die so in dieser Form nicht angekündigt wurde. Der Beitrag wurde entsprechend korrigiert)
 
  • Daumen hoch
M.i.a.u.: robworld
  • #141
Aktueller Stand laut Behringer Homepage für die DeepMind-Serie
Für DeepMind X Serie weder Software App noch Firmware

DM6: Aktuelle Software App V1.0.6 vom 2022-03-07
DM6: Aktuelle Firmware V1.1.2 vom 2016-12-13

DM12: Aktuelle Software App V1.0.7 vom 2023-09-19
DM12: Aktuelle Firmware V1.1.2 vom 2016-12-13

Anhang anzeigen 248737
Aus einer Thomann Bewertung, wurde das gefixt?


"PS: Ein "Bug" ist vorhanden: Der Dry-Amount jedes digitalen FXs ist phasenverschoben im Send-Modus, d.h. wird ein send mit 100% dry zum originalen Dry-Signal dazugemischt, hat man ein Phasing-Problem. Ich glaube, das könnte man durch ein Software-Update der Effekte beheben. Entweder der Dry-Amount jedes FXs sollte den Effekt komplett umgehen und so keine Verschiebung haben, oder das Original-Dry-Signal muss kompensiert werden."
 
  • #142
Wenn sie dem X noch nen anständigen Juno Chorus verpassen würden, könnte ich das mit den neuen Farben ja verstehen.
 
  • #144
Meiner ist heute gekommen!
sorry...der geht gar nicht...einer sollte Behringer auf den Topf setzen!
Nach 20 Min. Deepmind 12 X geht das Gerät zurück
- Display schief eingebaut
- Fader wackelig
- keine Faderbürsten verbaut (ist ja sogar im Behringer 2600 und MS-5)
- Tastatur einfach nur billig und berühren sich teilweise (Spaltmaß)
- Synth Tribe erkennt bisher Gerät nicht (kommt evtl. noch)
- Lüfter wie beim Vorgänger sehr laut, lässt sich aber runter regeln, Frage nur, was richtet man damit an?
- es ist tatsächlich nichts verändert/verbessert worden, außer die Farbtupfer

100,- teurer aber 1:1 die Unzulänglichkeiten des Vorgängers übernommen!
Dann lieber Moog Messenger!
 
  • wunderbar
  • hilfreich
M.i.a.u.: Lauflicht und Michael Burman
  • #145
Meiner ist heute gekommen!
sorry...der geht gar nicht...einer sollte Behringer auf den Topf setzen!
Nach 20 Min. Deepmind 12 X geht das Gerät zurück
- Display schief eingebaut
- Fader wackelig
- keine Faderbürsten verbaut (ist ja sogar im Behringer 2600 und MS-5)
- Tastatur einfach nur billig und berühren sich teilweise (Spaltmaß)
- Synth Tribe erkennt bisher Gerät nicht (kommt evtl. noch)
- Lüfter wie beim Vorgänger sehr laut, lässt sich aber runter regeln, Frage nur, was richtet man damit an?
- es ist tatsächlich nichts verändert/verbessert worden, außer die Farbtupfer

100,- teurer aber 1:1 die Unzulänglichkeiten des Vorgängers übernommen!
Dann lieber Moog Messenger!
Ist denn eine neue Firmen drauf? Es hieß ja da, man hätte ein paar Bugs und so weiter ausgebügelt.
 
  • #148
Interessant:


Übersicht mit KI

Ja, absolut! Du sprichst genau von einer der mächtigsten Geheimwaffen des Behringer DeepMind 12. Der Synthesizer besitzt eine extrem flexible digitale Effekt-Matrix mit 10 verschiedenen Routing-Optionen.
Die letzten beiden Routing-Konfigurationen (Routing 9 und 10) schleifen das Signal aus den hinteren Effektslots aktiv zurück in die vorderen Slots. Dadurch entsteht eine echte Feedback-Schleife (Feedback Loop) im Effekt-Kreislauf, mit der du weit mehr als nur klassische Echos bauen kannst.

Was du mit den Feedback-Routings bauen kannst
Weil du das Signal absichtlich "heiß" zurückführen kannst, lassen sich experimentelle Effekte realisieren:
    • Shimmer Reverb: Du legst einen großen Hall (Reverb) in Slot 1 und einen Pitch Shifter (+1 Oktave) in Slot 2 oder 3. Durch das Feedback wird der verhallte Ton immer wieder hochgepitcht, wodurch dieser typisch schimmernde, sphärische Ambient-Sound entsteht.
    • Lo-Fi & Bitcrushed Tails: Setze einen Decimator oder eine Verzerrung (Distortion) in die Feedback-Schleife. Jede Wiederholung des Signals wird dadurch progressiv schmutziger, körniger und verliert an digitaler Auflösung.
    • Resonierende Filter-Echos: Wenn du das Signal durch ein zusätzliches Filter (z. B. das Mood Filter) im Kreislauf schickst, kannst du den EQ-Verlauf der Hallfahne oder des Echos dramatisch verbiegen.
    • Klangzerstörung / Self-Oscillation: Drehst du den Feedback-Anteil extrem hoch, fangen die Effekte an, sich von selbst aufzuschaukeln (Eigenoszillation). Das erzeugt massive, generative Noise-Teppiche und texturierte Soundscapes.
Weiter:
Der Tone Mod-Parameter bei OSC 2 ist eines der speziellsten Features des DeepMind 12. Er dient dazu, das harmonische Spektrum der Rechteckwelle drastisch zu verändern, ohne dass dafür eine klassische Pulsweitenmodulation (PWM) genutzt wird.
Technisch und klanglich passiert dabei Folgendes:

1. Was mathematisch mit der Welle passiert
  • Die Ausgangslage: Im Normalzustand (Wert 0) erzeugt OSC 2 eine ganz normale, symmetrische Rechteckwelle (Square Wave) mit einem festen 50:50-Verhältnis. Sie klingt hohl und holzig (wie eine Klarinette).
  • Der Tone-Mod-Effekt: Wenn Sie den Regler aufdrehen, fügt die Engine der Welle eine zusätzliche Flanke (einen "Schnitt") in der Mitte hinzu. Die Welle wird quasi mathematisch gespalten. Je höher Sie den Wert drehen, desto weiter wandert diese Lücke nach außen und desto komplexer wird die Wellenform.

2. Der Unterschied zur normalen PWM
  • Bei einer normalen PWM (wie bei OSC 1) wird die Welle einfach nur asymmetrisch in die Länge gezogen. Das klingt fett, schwebend und warm (der klassische Chorus-Effekt).
  • Bei Tone Mod bleibt die Grundform symmetrisch, aber es entstehen völlig neue, zusätzliche Oszillationen innerhalb eines einzelnen Durchlaufs.

3. Wie klingt Tone Mod?
Das klangliche Ergebnis ist sehr charakteristisch und unterscheidet sich stark von typischen analogen Oszillatoren:
  • Nasal und Phasenverschoben: Der Sound bekommt einen sehr "quäkigen", nasalen Charakter, ähnlich wie ein feststehendes Wah-Wah-Pedal oder ein Vokal (Aoo-Eee-Sound).
  • Metallisch und Glöckchenartig: In extremen Einstellungen oder bei schnellen Modulationen klingt es fast wie eine Ringmodulation oder leichte FM-Synthese.
  • Dünn, aber schneidend: Der Bassbereich wird bei hohen Werten oft ausgedünnt, dafür schneidet der Sound extrem gut durch den Mix.

Der beste Einsatzzweck im Sounddesign
Tone Mod erwacht erst richtig zum Leben, wenn Sie den Parameter modulieren.
Wenn Sie in der Modulationsmatrix zum Beispiel einen LFO oder eine der loopenden Hüllkurven auf das Ziel OSC 2 Tone Mod routen, wandert der Schnitt in der Welle ständig hin und her. Dadurch entstehen lebendige, morphende Klangfarben (wie menschliche Vokale oder Roboter-Stimmen), die sich hervorragend für moderne Leads, schneidende Bässe oder metallische FX-Sounds eignen.

Hier ist die Übersicht noch einmal klipp und klar zusammengefasst.
Beim Behringer DeepMind 12 gibt es zwei völlig unterschiedliche Wege, um Filter-FM (Frequenzmodulation des Filters im hörbaren Audiobereich) zu erzeugen. Beide nutzen unterschiedliche Werkzeuge:



Weg 1: Filter-FM durch extrem schnelle Hüllkurven-Loops (VCF-Envelope)
Hierbei erzeugen Sie die FM-Schwingung direkt mit der Filter-Hüllkurve selbst.
  • Wie es funktioniert: Eine Hüllkurve steuert normalerweise nur den langsamen Verlauf eines Sounds (z. B. das Öffnen und Schließen des Filters über Sekunden). Wenn Sie im ENV-Menü jedoch den Loop-Modus einschalten und die Phasen (Attack und Decay) auf extrem kurze Werte (nahe 0) stellen, rast die Hüllkurve unendlich oft im Kreis.
  • Der FM-Effekt: Durch die ultrakurzen Zeiten gerät die Hüllkurve in eine so immense Eile, dass sie viele hundert Male pro Sekunde hoch- und runterjagt. Sie fängt an zu schwingen und wechselt aus dem Zeitbereich in den hörbaren Audiobereich.
  • Das Ergebnis: Da diese loopende Kurve fest mit dem Filter-Cutoff verdrahtet ist, moduliert sie das Filter mit Audio-Geschwindigkeit. Es entsteht eine raue, aggressive, perkussive Filter-FM.



Weg 2: Klassische Filter-FM über die schnellen Audio-LFOs
Hierbei liefert ein LFO die ultraschnelle FM-Schwingung, während die Hüllkurven nur als rhythmische Kontrolle dienen.
  • Wie es funktioniert: Die beiden Haupt-LFOs des DeepMind 12 sind keine normalen, langsamen Modulatoren. Dreht man den RATE-Regler auf das Maximum (127), schwingen sie weit über 1.000 Hz (1 kHz) – also mitten im hörbaren Audiobereich.
  • Der FM-Effekt: Über die Modulationsmatrix routen Sie diesen schnellen LFO auf das Ziel VCF Freq. Da der LFO nun wie ein dritter, unsichtbarer Oszillator mit rasanter Audio-Geschwindigkeit am Filter-Cutoff "rüttelt", bricht das Filter auf.
  • Das Ergebnis: Sie hören die klassische, metallische, glocken- oder ringmodulatorartige FM. Aktivieren Sie zusätzlich das Key Tracking im LFO-Menü, singt diese Filter-FM sogar perfekt gestimmt mit den Noten auf Ihrer Tastatur mit.



Die ultimative Kombination (Das Beste aus beiden Welten)
Der absolute Sweetspot entsteht, wenn Sie beide Techniken kreuzen:
Sie nutzen den Audio-LFO (Weg 2) für das konstante, metallische FM-Kreischen des Filters. Parallel dazu lassen Sie eine Hüllkurve im Loop (Weg 1) mit einer etwas langsameren, rhythmischen Geschwindigkeit laufen (z. B. im 16tel-Takt) und routen diese in der Matrix auf die Tiefe (Depth) des LFOs.
Dadurch schlägt die brutale Audio-Filter-FM exakt im rhythmischen Takt des Hüllkurven-Loops ein – ideal für lebendige Techno-Sequenzen, Industrial-Bässe oder modulare FX.

Wenn Sie mit einer loopenden Hüllkurve oder einem Audio-Rate-LFO direkt in die digitale Effektabteilung (FX) des DeepMind 12 eingreifen, verlassen Sie das klassische Synthesizer-Terrain. Sie betreten das Feld des Advanced Sound Designs und der Granular-ähnlichen Texturen.
Da die Effekte im DeepMind digital berechnet werden, reagieren ihre Parameter extrem feinfühlig. Das passiert technisch und klanglich:

1. Das passiert bei der Modulation mit einem Audio-Rate-LFO (Maximum Rate)
Wenn ein LFO mit über 1.000 Hz (Audio-Geschwindigkeit) einen Effektparameter wie z. B. die Delay-Zeit, den Hall-Raum oder die Flanger-Feedback-Tiefe moduliert, kann der digitale Prozessor der Effekte der Bewegung nicht mehr flüssig folgen.
  • Digitale Artefakte (Bitcrush/Glitches): Es entstehen gewollte digitale "Fehler". Das Signal fängt an zu knistern, zu zerren oder klingt wie durch einen Bitcrusher oder Sample-Rate-Reducer gejagt.
  • Frequenz-Seitenbänder (AM/FM-Effekte): Wenn Sie z. B. den Mix-Anteil eines Delays oder die Frequenz eines Chorus-Dips im Audiobereich modulieren, entstehen zusätzliche Oszillationen. Ihr Effekt fängt plötzlich selbst an zu "singen" oder metallisch zu dröhnen.

2. Das passiert bei der Modulation mit einer loopenden Hüllkurve
Da Sie bei der loopenden Hüllkurve (im Gegensatz zum LFO) die Form der Kurve (Curve) exakt einstellen können (z. B. extrem steiler, exponentieller Abfall), erzeugen Sie hier harte rhythmische Sprünge im Effekt.
  • Klangwellen-Morphing: Wenn die Hüllkurve im Loop den Feedback-Verlauf oder den Predelay-Werteines Reverbs steuert, atmet der Effekt im Takt. Der Hall explodiert förmlich für Millisekunden und zieht sich sofort wieder komplett zusammen.
  • Rhythmische Filterung/Phasing: Modulieren Sie damit den Parameter eines Phasers oder Flangers, wandert der Effekt nicht mehr träge hin und her, sondern "steppt" oder peitscht rhythmisch durch das Frequenzband (ähnlich wie ein Step-Sequenzer).



Die 3 spannendsten FX-Ziele für diese Techniken:
Hier sind die Parameter, die am spektakulärsten auf ultraschnelle Modulationen reagieren:


  • Delay Time (z. B. beim DDL oder Pitch Shifter Delay):
    • LFO: Modulieren Sie die Delay-Zeit mit dem Audio-LFO, entstehen wilde, instabile Tonhöhen-Sprünge (Tape-Scratch-Effekte auf Steroiden) oder extrem metallische Resonanzen.
    • Loop-Envelope: Erzeugt sprunghafte, rhythmische Echos, die sich anfühlen, als würde jemand in Echtzeit am Zeitregler reißen.
  • Chorus / Flanger Feedback:
    • Wenn Sie das interne Feedback der Modulationseffekte mit Höchstgeschwindigkeit modulieren, verwandeln sich die sonst so weichen Juno-Chorus-Klänge in raue, industrielle Verzerrungen, die fast wie eine analoge Sättigung klingen.
  • Reverb Decay / Size (z. B. Rich Reverb):
    • Eine loopende Hüllkurve auf der Raumgröße erzeugt einen "Gated Reverb"-Effekt der nächsten Generation. Der Raum pumpt, bricht abrupt ab und baut sich sofort wieder cyber-mäßig auf.

Wichtiger Hinweis für die Praxis:
Um FX-Parameter zu modulieren, müssen Sie in der Modulationsmatrix als Ziel (Destination) die Steckplätze FX 1 bis FX 4 auswählen und dort den gewünschten Unter-Parameter (z. B. Param 1) ansteuern.

Wenn Sie den Tone Mod-Parameter von OSC 2 mit einem 1.000-Hz-Audio-LFO oder einer ultraschnell loopenden Hüllkurve modulieren, zwingen Sie die analoge Wellenform-Generierung des DeepMind 12 in extreme physikalische Zustände.
Da der Tone Mod-Befehl die Rechteckwelle im Inneren mathematisch/elektrisch aufspaltet, führt eine Modulation in Audio-Geschwindigkeit zu zwei völlig unterschiedlichen, spektakulären Klangergebnissen:

1. Bei der Modulation mit dem 1.000-Hz-Audio-LFO (Reine FM/AM-Verschmelzung)
Wenn der LFO mit Höchstgeschwindigkeit (Rate 127) an der "Spaltung" der Welle rüttelt, passiert klanglich Folgendes: [1]
  • Generierung neuer Seitenbänder (Echte Oszillator-FM): Da die Schwingung im hörbaren Bereich stattfindet, hören Sie nicht mehr, wie sich die Wellenform verändert. Stattdessen verschmelzen die Frequenz des LFOs (z.B. 1 kHz) und die Tonhöhe von OSC 2. Es entstehen massive mathematische Oszillationen.
  • Der Sound: Der Klang kippt sofort von einem analogen Synthesizer in eine brutale, metallische FM- oder Ringmodulations-Klangfarbe. Es klingt extrem glockenartig, hölzern oder nach kreischendem Industrial-Blech.
  • Vorteil gegenüber Filter-FM: Während die Filter-FM den Sound eher "zerschreddert" und dumpfer oder aggressiver macht, bleibt der Sound bei der Tone-Mod-FM extrem obertonreich, brillant und schneidend scharf, da die Oszillatoren direkt im Kern manipuliert werden.

2. Bei der Modulation mit ultrakurzen Hüllkurven-Loops (ENV 3 im Loop)
Wenn Sie statt des LFOs die Filter- oder Modulations-Hüllkurve mit minimalen Attack- und Decay-Werten loopen lassen, ändert sich das Verhalten:
  • Phasenstarrheit und Geometrie: Die Hüllkurve liefert eine exakte geometrische Form (z. B. eine steile Rampe/Sägezahn im Loop), während der LFO eine glatte Dreieckswelle liefert.
  • Der Sound: Das Ergebnis klingt deutlich grobkörniger, digitaler und "böse zerhackt". Da Sie die Kurvenform (Curve) der Hüllkurve im Menü von linear auf exponentiell stellen können, "springt" der Tone-Mod-Schnitt in der Welle regelrecht hin und her. Es entstehen harsche, fast formantartige "Sprecheffekte" (wie ein bösartiger Alien-Roboter), die sehr perkussiv wirken.

Die ultimative Sounddesign-Idee für diesen Zustand:
  1. Schalten Sie OSC 1 komplett stumm und aktivieren Sie nur OSC 2.
  2. Routen Sie in der Mod-Matrix LFO 1 (auf Rate 127) auf OSC 2 Tone Mod.
  3. Stellen Sie die Matrix-Tiefe auf ca. +50, bis der Sound metallisch wird.
  4. Nutzen Sie nun ENV 3 im langsamen Loop (z. B. im Viertel- oder Achteltakt) und routen Sie diese auf die Geschwindigkeit von LFO 1 (LFO 1 Rate).
Was passiert? Der Sound morpht rhythmisch zwischen einer normalen, fetten analogen Rechteckwelle und einem völlig verzerrten, metallischen FM-Kreischen hin und her.

Warum viele sagen, er könne „nur einfache Klänge“:


Wenn man den DeepMind zum ersten Mal einschaltet und nur an den Fadern auf der Oberfläche schiebt, verhält er sich fast exakt wie ein alter Roland Juno-106 aus den 1980er Jahren. Der Juno ist berühmt für fantastische, aber eben architektonisch einfache Klänge (ein Sägezahn, eine Rechteckwelle, ein Filter, fertig). Wer den DeepMind nur so bedient, kratzt vielleicht an 15 % seiner tatsächlichen Fähigkeiten.

Die wahre Macht liegt "unter der Haube" (Die Menüs)
Die wahre Komplexität und der Tiefsinn des DeepMind entfalten sich erst, wenn man die EDIT-Tasten neben den Fadern drückt und in die Menüs eintaucht. Wie du in unserem Gespräch gemerkt hast, verstecken sich dort Funktionen, die den Synthesizer in eine regelrechte Modulardrum- und Sounddesign-Maschineverwandeln:
  • Die Hüllkurven-Loops, die in den Audiobereich rasen können.
  • Die Audio-Rate LFOs (bis 1.000 Hz) für brachiale FM.
  • Die 10 verschiedenen FX-Routing-Strukturen mit echten Feedbackschleifen und Sättigungsstufen.
  • Das Custom Keyboard Tracking (Note Num) für mikrotonale, schiefe Skalen.
  • Die Uni Voices-Quelle in der Modulationsmatrix für individuelles Stimmen-Design.
 
Zuletzt bearbeitet:
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