Behringer Odyssey Klon - "Ulissey"

Dieter Döpfer hatte mich vor vielen Jahren angefleht, ihm doch die Curtis Chips zu überlassen, bin da mehr als großzügig gewesen. Als es darum ging, seine Module zu verkaufen, hat er mich an den Music Store verwiesen, der könne mir sicherlich einen guten Preis machen. Danach war er dann für mich nicht mehr zu sprechen. Eine Meinung dazu habe ich, sage sie aber nicht.
 
Es war feige, denn er wollte es sich mit seinem Kölner Händler nicht verderben, der ihm seine Masterkeyboards abgenommen hat. Die hatten mich nicht interessiert, war aber bereit, ihm mit seinen Eurorack Modulen die seriöse Plattform zu bieten. Dass er sich mehrfach am Telefon verleugnen ließ, fand ich dann doch sehr schwach, hätte ja kaufmännisch argumentieren können. Egal.
 
ähm topics: brauchen karpianer unbedingt noch einen barp ? hmmm...hab noch nen verkümmernden original whiteface, der locker 1000 euro für restauration bedarf....hmmm ?? wäre doppelt so viel wie 2 barps......hmmmm ?? bekommt man noch geld für einen restaurierten whiteface ? wenn ja wieviel ca. ?
 
so, jetzt icke: auch nen 1:1 vergleich gemacht. zunächst: als ehemaliger originalbesitzer (version 2 mit moogfilter) fand ich den korg arp sehr sehr gut. weniger brachial aber insgesamt mega dicht dran. die äußerlichkeiten des originals waren einfach grottig: cinch anschluss, cv/gate locker wie nüscht, oktavregler sah aus wie selbst gebastelt.... naja. drum fand ich die korg version schon deswg. besser.
nun, heute den behringer dazu gestellt zum korg. exakt die gleichen einstellungen/selbstgebautes patch.
wer ist der gewinner? na...?
der behringer geht morgen zurück.
er ist 1.) etwas leiser, 2.) - was mich am meisten stört - hüllkurven tw. sehr verschieden zum korg, trotz identischer einstellungen. der korg hat mehr bewegung, der behringer ist irgendwie "starrer". er hat etwas mehr untenrum im bass, aber das fällt nicht so sehr ins gewicht, kann man beim korg ja über eq notfalls nachregeln. der behringer ist mehr breitseite, ich weiß nicht wie ichs ausdrücken soll. weniger musikalisch. und der rest (fx, interner seq.) kann man drauf verzichten. braucht keiner wirklich.
beide kacken beim 24db filter ab. da klingt sowieso nur der 12er wirklich gut. aber das ist beim korg auch so.
soweit, mein senf. für mich - achtung subjekt - ganz klar korg arp vorne.
 
Wieso kauft man sich noch einen Odyssey klone von Behringer, wenn man bereits einen originalen oder anderen klone hat ?
 
  • Daumen hoch
M.i.a.u.: NPN
Wenn er anders klingt, heißt das für mich erstmal nicht, dass er schlechter klingt.
 
Ich habe das Teil jetzt etwa 2 Wochen in Betrieb und bin mit dem Sound sehr zufrieden.

Die Verarbeitung finde ich gut.

Das Gehäuse ist komplett aus Metall und sehr stabil(die Korgs auch?).

Was mich aber etwas stört:
Der Oktavschalter ist von der Stabilität her nicht gerade vertrauenserweckend und mutet wackelig an.

Die Effekte hätte man sich sparen können, der Sound ist so schon beeindruckend, dafür wäre ein stabiler Oktavschalter wünschenswerter.

Die USB Anbindung funktioniert reibungslos und über die Software kann man weitere Einstellungen vornehmen und leicht Firmwareupdates aufspielen.

Ich kenne die Original Geräte zwar nicht, bin von dem Sound des Behringer aber sehr angetan.

Für den Preis (leider ist er inzwischen etwas gestiegen) muss ich das Teil klar empfehlen.
 
Und bevor man mich wegen des Ausdrucks Wegwerf-Klone steinigt, erläutere ich das gerne: Die KARP und BARP sind zeitgemäß in SMD Technik gefertigt. ALPS Schiebepotis direkt mit der Platine verlötet und ebenfalls viele Kondensatoren verbaut. Nach spätestens 10 Jahren je nach Benutzung und Lagerung auch viel früher werden die ersten Korrosionen auftreten und entweder hat man dann noch gute Augen und eine ruhige Hand oder viel Geld für jemanden, der das noch kann. Letzteres wird mit solchen Geräten zielsicher zum wirtschaftlichen Totalschaden führen und damit Mülltonne. ...
Das finde ich schon bei modernen Effektpedalen mies. Wenn was kaputt geht, ist so ein Teil für die meisten Nutzer ein Fall für den Elektroschrott.
 
also, zur ergänzung u. weil gefragt wurde: das original (mk2 mit moogfilter, "geserviced" - gibts das? ) besaß ich u. hab ihn noch bevor die korgs kamen wieder veräußert. großes manko in meinen augen waren bei dem die anschlüsse. leicht korosionsanfällig, megalocker - also beim cv hatte man glück, wenn das kabel nicht beim spielen von allein wieder rausrutschte, der audio out auf chinch ist nach wie vor völlig bescheuert gewesen. und was die haptik anging: auch das blechgehäuse war nicht sonderlich wertig. das hörte man, wenn man die lfos o. shs schalter betätigte. das hatte schöne "resonanz". drinnen war holz verbaut unter der tastatur, die weiß gott auch nicht das gelbe vom ei war. eben alles richtig vintage. die schale war vinyl/acryl. mit den markanten ecken hinten (die bei den klonen übr. nicht so stark ausgeformt sind) auch nicht super stabil. kurz u. gut, wissen wir alles. der sound war bombe. u. ich hab ihn dennoch verkauft.
will damit sagen, alle die sich über die verarbeitung der klones aufregen: alles quatsch. der korg arp ist trotz minitasten in seiner gut an der am original angelehnten spartanischen aufmachung mindestens so gut!
was den behringer angeht - den hab ich mir nur aus reiner neugier zusätzlich zugelegt. der ist natürlich rein äußerlich nen ziemlicher panzer. ansonsten finde ich die oberfläche im vgl. zum originaldesign gestört. damit meine ich nicht die led fader. diese fx section mit display, der sequencer, diese elemente finde ich sehr sehr störend. zumal die - wie ich schon schrieb- keiner braucht. wirklich! ich frage mich also, was ohne diese dreingabe der preis gewesen wäre u. fürchte schon, dass da irgendwas nicht stimmen kann in puncto allgemeiner quali. aber sei's drum.
der behringer ist nicht schlecht, aber er kommt nicht an den korg ran. das ist leider so. bei letzterem hab ich das gefühl, das ist ein ziemlich gelungener klon. beim behringer fühlt u. hört es sich leider so an, dass er eher nur wie ein guter klon klingen möchte. er wirkt auch etwas geschönt im klang. hardsync + filter auf + ring mod. da gibts kaum nuancen, die hüllkurven gehen schnell in die vollen u. ee klingt wie n brett. das ist verbunden mit dem leicht voluminöseren low end (wo der korg etwas weniger aufbringt) ok. aber wer es diffiziler haben will, mehr groove o. feinheiten, der muss dem korg den vorzug geben. ist einfach so.
in kurzen metaphern: wo der behringer ungelernter betonwerker ist, ist der korg maurermeister. der originale ist der steinmetz. so ungefähr ließen sich die differenzen beschreiben.
 
Zuletzt bearbeitet:
.....in kurzen metaphern: wo der behringer ungelernter betonwerker ist, ist der korg maurermeister. der originale ist der steinmetz. so ungefähr ließen sich die differenzen beschreiben.

Ich hätte es anders beschrieben, aber auch diesen Worten kann ich nach intensivem Probieren beipflichten.
Die Behringer-Ausgabe würde bei mir schnell in der Ecke oder im Gebrauchtmarkt landen, also lasse ich ihn lieber gleich stehen.
 
in kurzen metaphern: wo der behringer ungelernter betonwerker ist, ist der korg maurermeister. der originale ist der steinmetz. so ungefähr ließen sich die differenzen beschreiben.

Wenn du jetzt aber einen Kuchen backen möchtest oder einen Wasserhahn austauschen möchtest, dann bringt dich keiner von den Dreien weiter!
 
"Die Bedeutung des Begriffes "Funk" geht auf afroamerikanischen Slang der 1950er Jahre zurück, in dem "funky" ein Synonym für "erdig", "schmutzig" oder auch "erregt" war. Die anfängliche Bedeutung des Wortes war Rauch, schlechter Geruch."

 
„in kurzen metaphern: wo der behringer ungelernter betonwerker ist, ist der korg maurermeister. der originale ist der steinmetz. so ungefähr ließen sich die differenzen beschreiben.“

Du scheinst ja alle Geräte zu besitzen, für den Abgleich.

Ich gestehe, dass ich leider nur den Behringer habe, kannst Du denn bitte Soundfiles von deinen Geräten zur Verfügung stellen.
Eventuell kannst Du mich ja damit anfixen für die anderen Synths.

Danke
 
wie bereits dargelegt, WAR ich besitzer eines originals, kurz nach verkauf desselben kamen die korgs raus, wovon ich mir 1 leistete. vor paar tagen kam der behringer dazu, den ich nun wieder zurückschicke. leider keine soundfiles am start. aber das ganze ist - wie auch schon betont - alles sehr subjektiv. kann dir da nicht so richtig rat geben. ich verwende ihn auch anders als du. so schön spielen kann ich nicht, ich sequenziere meistens. und dabei hab ich den direktvergleich gemacht, selbe sequenz, selbes patch, beide parallel abgespielt u. im vgl. abgehört. der korg war der sieger (bei mir zumindest). hat keinen anspruch auf allgemeingültigkeit.
 
kennst du mäuse, die mehl fressen...?
wenn du mich damit meinst, fühl ich mich jetzt aber nicht angesprochen. habe exakt 1 gerät u. das reicht
 
das ist ein Sprichwort.. aber nee ich mein das mehr allgemein, da kommt ne Maschine raus für die so mancher vor ein paar Jahren eine von seinen Nieren verkauft hätte, das auch noch zu einem unglaublich niedrigen Preis... aber der Markt ist gesättigt und so fängt man an, die Neuankömmlinge kritisch zu beäugen.. ist doch irgendwie normal oder?
Wenn der Barp ein wenig anders klingt- so what? Das könnte die Chance auf neue Sounds bieten, die es so vom Original nicht gab bzw. gibt. Und schließlich: Ey! dat issn SYNTHESIZER, der is dafür da, anders zu klingen. Genau dafür hat der diese ganzen Regler!
 
ja, schon klar. es fragte nur jemand hier explizit nach einwm vergleich bzw. dem sound ...
mir ist es letztlich wurst. du hast schon recht. aber wenns am ende nur um "anders' und synth generell geht, braucht niemand - weder behringer noch korg - nen odyssey nachbauen. dann reicht ne eigenmarke.
kleiner nachtrag - weil ichs nicht lassen kann: nee, dafür dass man mit dem klon "neue" arp sounds machen könnte, reichts leider nicht.
ne polyphone version hätte noch was gehabt. so 'ne fette 6 o. 8 voice fläche mit dem arp ring mod .... alter, das wär die hölle schlechthin.
 


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