Crockett's Theme (Bass/Arp)

Voll, der tüftelt da aber auch sehr lange. Hab den Jump Patch von ihm mal bekommen, das ist derartig unkonventionell realisiert, klingt aber extrem gut!
 
P

Peter hates Jazz

Guest
The bass is a Roland Jupiter-8 (100% sure - read that in several Jan Hammer interviews) and probably also the strings are.

The bass in "Axel F." was a MOOG Modular System.

Ist mir jetzt aber zu blöde zum Nachspielen.
 
Welcher synth es auch ist... es kommt auf das richtige Programming an. Hier lagen die weiter oben geposteten Beispiel doch alle mehr oder minder stark daneben. Habe vorhin mal aus Neugierde am Minimoog etwas rumprobiert und war relativ schnell in der richtigen Richtung.

2 Oszillatoren mit Pulse 2, wenig Verstimmung, perkussive Filterhüllkurve, Decay/Release eingeschaltet....

Schon pluckert, perlt und rollt es :)
 
Die Sequenz ist allerdings auch nicht so ganz ohne. Das ist nicht einfach nur eine monophone Bassline die hin und wieder mal die Oktave wechselt. Hört sich eher so an als ob zwei Spuren beteiligt sind: Einmal die 16tel auf dem tiefen D und dann scheinbar zufällig immer mal wieder eine leise Note eine Oktave höher. :cry:

Oder vll. läuft da auch ein Delay mit, was ebenfalls exakt auf die 16tel eingestellt ist und deshalb die tiefen und hohen Noten "verschmiert"...

VG
kybernaut_01
 
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Ok... es ist schwieriger als erwartet. Im Anhang mein Klangbeispiel. Dachte es wäre easy es 1:1 nachzubauen. Ich zeige mich hiermit demütig und überlasse es anderen, es besser zu treffen...


play: https://www.sequencer.de/synthesizer/attachments/crockett_minimoog-mp3.25601/

EDIT: Player eingefügt.... Velleicht bastel ich an der Sequenz nochmal weiter :)
 

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Sehr lebendig das Ganze, tickert da am Anfang nicht noch ne Quarte mit (5th), oder mittels Sync?
Das ist immer so meine Herausforderung, nämlich aus einer simplen 8tel-Sequenz / Arp.
so etwas bewegendes zu zaubern.
 

Soljanka

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Weil ich grad den thread hier sehe.

Gibt es für das Pad auch so eine genaue Analyse wie von @fanwander zum Bass?


Das Posting ist jetzt zwar schon uralt, aber trotzdem mein Senf zur Bass Sequenz

Grottig. Nur ein VCO (original 2 mit minimalem Detune und ein 1VCO leiser), Filter ist viel zu weit auf.


naja, er spielt das als Coverversion, also in seinem Stil. Das beansprucht nicht, "wie das Original" zu klingen.


naja ganz weit draußen.

Das Synthedit-VST Demo ist ebenfalls jenseits von gut und böse und hat nicht kapiert um was es geht:

Das essentielle am Original ist
1.) zwei VCOs mit Sägezahn, eigentlich gleich gestimmt, nur eine sehr langsame Schwebung, VCO2 ist deutlich leiser als das Original
2.) Filter ist ziemlich zu, kaum Envelope-Modulation, das Decay des Filter Envelopes ist etwas kürzer als das vom VCA - aber viel Länger als zB bei dem Diva-Demo.
3.) VCA Envelope hat ein längeres Decay als der Filter Envelope. Vermutlich ist das modular und das VCA hat einen gewissen Anteil Initial-Gain (Sound klingt also die ganze Zeit)
4.) Der Sound läuft durch einen Kompressor. Vermutlich hoher Threshold und nur 2:1 Ratio, aber die VCA-Hüllkurve wird etwas gekappt.

Insgesamt zeigt das mal wieder schon, dass für einen Groove nicht (nur) der Notenanfang relevant ist, sondern dass das Notenende vermutlich viel wichtiger ist. In diesem Fall eben: kein Notenende. Die Bass-Sequenz ist komplett legato.
 
Hallo,

sehr spannende Diskussion! Und der Ersteller (u. a.) hat die Anfangssequenz super hinbekommen!
Wie hier schon jemand schrieb, stammt der Original-Bass-Sound aus dem Roland Jupiter 8 und sollte so auch mit U-HE's Diva hinzubekommen sein.
Ich bin mir ziemlich sicher, dass Jan Hammer einen Arpeggiator eingesetzt hat. Um dem Sound die Sterilität zu nehmen, wurde mittels Modulation nachgeholfen.

PS. Ich sehe gerade, dass es bei Diva ein Preset namens TAS Moonlight gibt, der den Grundcharakter des Hammer-Bass-Sounds gut trifft.
 
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PySeq

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sehr spannende Diskussion! Und der Ersteller (u. a.) hat die Anfangssequenz super hinbekommen!
Dankeschön, hört man immer gern. Zu der Zeit wußte ich aber noch kaum, was ich tue.
Inzwischen hab' ich (auch durch das Forum) hoffentlich das eine oder andere gelernt. Hab' gerade eben nochmal 'nen kurzen Entwurf gemacht (nur Bass Drum und Bass, also ohne Hihats, usw.), ganz locker, auch ohne groß das Original anzuhören (was man eigentlich tun müßte).
Ist mit dem "Sonicprojects OP-X Pro II" gemacht, der als Oberheim-Klon auch nicht gerade für seine Bässe berühmt ist (auf der Grundlage von Adam Borsetis Patch "Good Bass 9"). Also, entspannt anhören, so würde ich das nach heutigem Kenntnisstand angehen (noch dazu unter Linux und ohne DAW). In ein paar Jahren wieder anders. :)
 

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Das essentielle am Original ist
1.) zwei VCOs mit Sägezahn, eigentlich gleich gestimmt, nur eine sehr langsame Schwebung, VCO2 ist deutlich leiser als das Original
2.) Filter ist ziemlich zu, kaum Envelope-Modulation, das Decay des Filter Envelopes ist etwas kürzer als das vom VCA - aber viel Länger als zB bei dem Diva-Demo.
3.) VCA Envelope hat ein längeres Decay als der Filter Envelope. Vermutlich ist das modular und das VCA hat einen gewissen Anteil Initial-Gain (Sound klingt also die ganze Zeit)
4.) Der Sound läuft durch einen Kompressor. Vermutlich hoher Threshold und nur 2:1 Ratio, aber die VCA-Hüllkurve wird etwas gekappt.

Insgesamt zeigt das mal wieder schon, dass für einen Groove nicht (nur) der Notenanfang relevant ist, sondern dass das Notenende vermutlich viel wichtiger ist. In diesem Fall eben: kein Notenende. Die Bass-Sequenz ist komplett legato.

Eine Tolle Expertise, danke.


Ich hab hier die LP "Snapshots" von Jan, und da sind auch Miami Vice Song drauf.
Leider nicht Crocketts.

Es sind dort folgende Instrumente für die Produktion beschrieben:
Fairlight CMI, Kawai (K1, K3, K5 & R 100),
Yamaha DX7 II FD, Roland (Jupiter 8 & D50),
Memory Moog, Steinway piano and Gretch drums.
 
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