Der Wandler oder die Programmierung???

Dieses Thema im Forum "SyntheTisch!" wurde erstellt von Matthias Wenzel, 5. April 2013.

  1. Hey ho,

    Ach was hätte ich gern einen JP 8000 im Virus TI. Dieses Filter, diesen kernigen Sound in den unteren Oktaven aber es geht ja nicht weil????

    Liegt es wirklich nur am Quellcode oder steckt da auch Hardwareseitig mehr dahinter?
     
  2. Summa

    Summa wibbly wobbly timey wimey

    Kannst du doch mit dem TI selbst ausprobieren, dessen Klangerzeuger kannst du via USB auf ganz unterschiedliche Wandler schicken.
     
  3. Booty

    Booty -

    Ich glaub in dem Fall macht die Programmierung den Löwenanteil des Soundunterschieds aus..
    Is im Prinzip so wie andere Bauteile zwischen den CEM´s mancher 80´s Synths (viele Synths aus der Zeit verwenden zwar die gleichen Osc-Chips, haben aber sonst einen anderen Aufbau dazwischen) und klingen dadurch total anders...

    Also nehm ich an, dass die Wandler nur eine Untergeordnete Rolle bei der ganzen Kiste spielen...
     
  4. microbug

    microbug |||

    Da steckt schon Hardware dahinter. Die Klangerzeugung des JP-8000 basiert auf 4 DSPs vom Typ TC170C140, von Toshiba für Roland gefertigt, also Custom-ICs bzw ASICs.

    Das sind allerdings keine komplett nach Kundenwunsch gefertigten Teile, sondern quasi eine Art Baukastensystem, aus dem der Kunde sich das passende Familienmitglied aussuchen kann und dann die Strukturen dort nach seinen Wünschen im Rahmen des Gegebenen festlegt.

    So ist der TC170C der Grundbaustein einer ganzen Familie. Die für Roland gefertigte Ausführung kommt übrigens auch im E600 zum Einsatz.

    Wer sich für Details interessiert, findet hier das ASIC Design manual von Toshiba aus dem Jahr 1997:

    http://www.61eda.com/code/attachment.ph ... 1277901537

    Dort wird auch der Grundbaustein TC170C beschrieben.

    Die CEM-ICs waren übrigens nichts Anderes in Analog, der Baukasten für die Grunddesigns stammte damals von Ferranti. Das ist auch im Netz dokumentiert.

    Bei den CEM-bestückten Synths sind es vor allem die Filter und deren unterschiedlichen externen Beschaltungen, die die Klangunterschiede ausmachen, ein Teil davon auch die verwendeten Chips selbst.

    Der Wandler im JP ist ein NEC uPD63200. Seriell, Stereo, 18bit, umschaltbar auf 16bit. In welchem Modus er im JP betrieben wird, kann ich leider nicht sagen, das Datenblatt gibt's offenbar nur auf Japanisch.
     

Diese Seite empfehlen