Die Liebe zu analogen Mischpulten ist ungebrochen. Mix OTB/ITB ist aber bester Weg (für mich)

1999-2006: Mein Studio klang unglaublich gut mit dem Soundcraft Ghost. OTB produziert. Wandler waren RME. Die Racks voll mit Effrkten und Outboard.
2006-2010: Ghost verkauft (Fehler!). ITB, Apogee Ensemble. Ich war nie mit dem Sound zufrieden. Alles musste über den Fatso und oder DBX 160SL. Alle Mixes mit dem Ghost waren trotzdem besser. Seither meide ich Apogee reines ITB. Ein Mastetin-Ing.(Dan Suter) hörte beim Album Momentum blind heraus welche beiden Tracks noch OTB waren.

Ab 2011: Allen Heath GSR24m. Gekauft weil ich erfahren habe dass derselbe Designer vom Ghost die Voverstärker und Summierung des GSR24 designt hat. EQ bin ich nicht sicher. Das Studio war aber suboptimal und ich hatte sonst viel um die Ohren. Dann ein Midas Venice R16 Rackmixer gekauft als Submixer. Der ist geil und die EQs sind super. Aber die Arbeitsweise mit 2 Mixern und >20 Synths war viel zu kompliziert und Kreativtötend. Das GSR24m klingt durchsichtiger und breiter als das Venice. Aber die EQs vom Venice finde ich super. Darum stehts noch rum...

Ab letzter Woche, komplett neues, stark verkleinertes Studio. Weniger Synths, besserer Zugriff.

Gejammt wird auf dem GSR24m, aufgenommen auch. Summiert wird auch damit., aber mit 8 fix zugewiesenen Spuren des Pults für die DAW. (mehr möglich, aber ich summiere schon analog in der Projrktphase). Synths via simple Patchbay, direkt vor der Nase. Im Gegensatz zu vorher ist aber alles erreichbar (Ergonomisch). Ich schraube nun gleichzeitig an Plugins rum und am Pult. Schon die erste Versuchsproduktion (alles Hydrasynth, dann analog Summiert) klingt besser als alles in den letzten Jahren.

"Mein" Setup braucht also ein Mischpult, aber verbunden mit ITB. I&OTB. Nur ITB kann ich mir nicht vorstelllen, obwohl fast alle erfolgreichrn Produzenten ITB arbeiten.

Bin ich der letzte mit einem analogen Pult hier?
 
Analoge Pulte sind toll. Kosten aber viel Geld (ich meine hier Wartung und Strom) und nehmen viel Platz weg.
Geile Mixe kann man auch ITB machen mit guten Preamps und vielleicht 1-2 analoge Geräte (EQ und Kompressor als Front-End) .
Gib dem Mastering Typen mal 10 Mixe.. da dürfe die Quote schon ganz anders aussehen.

Letztendlich ist das einzig richtige was für einen selbst funktioniert, sich richtig anfühlt, Spaß macht und ein effektives und kreatives Arbeiten ermöglicht.
Ich selber habe kein Pult und hatte auch noch nie eins.. und selbst wenn ich viel Geld hätte würde ich mir keines kaufen, da ich meinen Workflow komplett umstellen müsste.
 

micromoog

Rhabarber Barbara
Wenn ein Grammy und Radio/Streaming AirPlay incl. Loudness War nicht die primären Ziele sind, ist alles richtig was Spaß macht!

Wichtig ist, das ein Mix einem selbst gefällt und zeitgleich auch Rücksicht auf Omas Küchenradio nimmt...und im Zweifel: Sch... auf das Küchenradio ;-)
 

Max

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Ist bei mir ähnlich - mein Mixer wird mich nie verlassen!

Habe ein Midas Venice 240 und liebe den Klang einfach. Generell habe ich zwei verschiedene Arbeitsweisen:

A) ich *spiele* primär mit meiner Hardware, lasse diverse Sequencer laufen (gern in "ungeraden" Looplängen, so dass sich interessante Verschiebungen untereinander ergeben), spiele dazu und nehm nur die Stereo-Summe auf

B) ich *arbeite* primär in der Box, arrangiere dort MIDI, nehme Audio-Clips auf und bearbeite diese weiter mit Plugins


Variante A macht auf jeden Fall mehr Spaß, aber wenn man richtig an einem Stück arbeiten und jede Note explizit setzen will kommt man natürlich schnell an Grenzen. Aus Zeit- und Motivationsgründen ist das aber im Moment meine absolut bevorzugte Art Musik zu machen, nur alle paar Monate packt es mich mal und ich arbeite richtig an einem Stück.

Man kann ohne Frage auch ITB einen guten Klang erreichen, aber ich finde man muss viel mehr Zeit dafür investieren - das Midas klingt einfach fast immer gut, die einzelnen Spuren klingen prägnant aber doch smooth und beim analogen Zusammenmischen ergibt sich auch sofort eine "Einheit". Dieser "unangestrengte" Sound ist finde ich am Computer nur schwer zu erreichen, meistens klingt es entweder zu schrill oder zu dumpf.
 
Ich verwende heute einen 2 Kanaligen Preamp/Channelstrip "1073" mit Eq und Inserts zwecks Effektgeräte einschleifen vor dem Wandler, und nehme so Spur für Spur auf. Klingt einfach besser und Direkter, dabei summiert sich auch nicht das Rauschen der einzelenen Kanäle eines Mischpults auf denn Masterbuss.
Eq verwende ich auch nur zum um dem Klang einen Smile zu verpassen und Dynamikproz. im Frontend gar nicht, das schafft die Daw bei weitem besser vor allem das entzerren bietet hier auch ein Visuelles feedback durch Realtimeanalyzer.
 
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ich auch, ich nutze ein macki 24.8.2. nehme aber die einzelspuren auf und mische dann wieder aus dem rechner übers pult welches ich dann stereo aufnehme.
ich habe das gefühl dass seit ich das so mache meine mixe für die band mehr "knallen". einen mehr anspringen, dabei verwende ich nicht viel kompression oder maximizer.
 
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Ah schön, bin nicht alleine. Ich nehme meistens die Summe auf, manchmal mit Vitalizer MK2, oder über einen BUS, dann mit Phoenix Nice DI (himmlisch) und evtl Analog Heat (stereo!). Früher war der DBX160SL mein Tracking Comp, Fatso mein Drum Bus. Jetzt nehme ich fast ganz ohne Kompressor auf. Hätte aber noch welche (mal wieder probieren). Focusrite Silverline. Sehr neutral. Gut und langweilig.

Die meisten externen EQs waren eigentlich nicht gut. Hatte mal Mindprint DTC, war nix. Und TL Audio und diverse Joemeek, auch nix. Mein Toft Stereo EQ geht noch, aber ein Pre davon nicht mehr. Ich geb zu mein liebstes Outboard ist der Vitalizer. Seit ca 25 Jahren:). Guter Kauf
 
Ich verwende seit sehr sehr langer Zeit kein Pult und noch länger kein analoges für Studio, so gesehen ITB. aber die Klangerzeuger sind schon ziemlich viel HW, nicht aus Prinzip- sondern weil sie da sind und da ich gern Sachen auch live spielen will, müssen sie halt auch transportabel sein.

Was ich aber bemerke - FX - die Qualität und Auswahl leidet unter dem Konzept ebenso wie bestimmte Dinge im Sequencing und Steuerung.
ITB ist Performance so winzig, aber dafür perfekt. Das mag hier ggf. das Problem sein, genug Kontrolle und Hand zu haben und die Vorteile der Rechner...
Die gibt es nämlich. Meine aufwendigsten Stücke sind DAW Sachen - meist mit nur einer kleinen Hand voll Gear, aber intensiv genutzt.

Ich stelle das nur entgegen, weil ich das als eine Frage verstehe und eine interessante Sache drüber nachzudenken.
Live wünsche ich mir auch mehr EQ und FX Wege, aber das ist immer so halbgut.

Mal sehen, welchen Weg das gehen mag. Man hat ja auch ein paar Marotten und Arbeitsweisen, einige davon sind die, die im letzten SequencerTalk besprochen wurden. Nämlich wie man mit FX, Sounds umgeht und all dem.
Dazu müsste man also mal Maus spielen.

Pultarbeiter gibt es aber - Underworld, Orbital und so.. da ist das Pult der Kern .. die schleppen die großen Dinger auf die Bühne, sonst Computer und faktisch keine Synths.
Das ist fast das Gegenteil von meinem Konzept und es ist klanglich oft gut.
 
auch hier analoge Arbeitsweise mit einem Toft ATB24 mit einigen SPL Geräten auf den 8 Subgruppen - Aufnahme der Summe über RME Multiface HDSP.
Danach wird der Track über das Pult gemastert einschl. Summenkompressor SPL Kultube, Aufnahme des Masters gleichzeitig über die RME Karte und Bandmaschine ASC6002 19 oder 38 cm, je nach Laune und Art der Mukke.
Die Bandaufnahme muss halt immer nochmal durch die RME aufgenommen werden, komplett linear versteht sich. Zum Schluss Loudness mit Ozone Maximizer Plugin aber sehr dezent wenns um Vinylschnitt geht.
 
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oh wow, ihr habt alle wenigstens qualität an HW. mein ganzer (outboard)krempel ist eher im unteren segment.

Bei Bandmixes (für meine Band) gilt folgendes Rezept: Die Snare geht immer in eine lexicon mpx100 (preset28 mit leichten variationen je nach song), alles andere geht hier auch dezent rein. Und der gesang alleine in zwei stufen dbx166xl und ein yamaha rev 500, das dann wiederum sanft in den snarehall geht. die drums landen, weil ich immer die gleichen nehme(rx5), immer nur im gesamtmix auf der harddisk. Komprimiert von einem klark teknik square one, der wohl das einzig wirklich mal teuer gewesene stück hardware ist das ich besitze. Delays und anderes (alles fusspedale) nach gusto über die anderen auxe. Alle synths und drums kommen aus hardware.

Wenn ich für andere Projekte oder solosachen mische,bzw produziere breche ich das auf und mach auch mal sachen nur im rechner, aber das ist im mment sehr selten.
 
hier auch noch mit console..(tascam m2600, mackie 16 als sub)

drums/hard ware gehen dann teilweise als einzelspuren in die daw,(audio)
dann wird arrangiert und geschnitten.
gemixt wird dann wieder übers pult mit midi-spuren parallel für synths
und das pult für dub effekte/eqs benutzt.

dann als endmix auf dat/pc.

ich liebe das rumschrauben am pult und auch dazu gespielte jams (zb. perc),
auch wird fleissig mit effekten und unkonventionellen "geräuschen" gearbeitet.

studio-bln-2.jpg
 
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fanwander

*****
@fanwander wie sitzt du an diesem pult? das stelle ich mir extrem unbequem vor, so ganz ohne fussraum. und wo ist der juppi!?;-)
Der Jupiter 6 stand damals (2014) eigentlich links auf einem Keyboard-Ständer. Inzwischen ist er verkauft (an @lfo2k ). Als großen Polyphonen hab ich den Rhodes Chroma Polaris.

Und wegen sitzen. Das Pult schaut ca 20cm über das Rack drunter raus, das sieht man nur auf dem Bild nicht. Ich sitze auf einem Klavierhocker, sitze aber eigentlich eh immer mit den Füßen nach hinten wie auf so einem Gymnastikball.
 
ja, ich mag es. aber es ist ja eher untere mittelklasse oder so. bin unter umständen auch etwas überbeieinflusst von irgendwelchen gearslutz threads?
für mich läuft es und du hast ja auch schon ein paar meiner mixe damit gehört, ich finde sie besser als mein itb zeug, aber da ist noch luft nach oben. das liegt aber an mir. :)
 
spannender Faden!

Ich baue gerade mein Studio wieder neu auf und frage mich, ob es sinnvoll ist, klanglich und "haptisch" ein altes Mackie onyx 1602 (mit FW, aber das nutze ich nicht) wieder zu nutzen?

Im Moment: Synths etc. --> in Patchbay (um Effekte einzuschleifen), ansonsten komme ich im Moment mit den 16 Stereo Ins gerade so hin --> Mackie LM 3202 Rackmischer --> Motu Ultralite MK4 --> direkt an Monitore

Der Mackie Rackmischer hat nur 2 Effektwege und nur 2 Stereo-Outs (1-2 und Alt 3/4) - da hätte ich manchmal gerne mehr Effektwege, die EQs sind nix spezielles. Für die Summe gibt es im Moment nur einen SPL Dynamaxx (und einen Stereo Vitalizer, aber der soll da eigentlich weg und nur noch vlt Pad-Synths verbreitern), aber mein Gesamt-Sound gefällt mir nicht so dolle, da müsste ich mal dran arbeiten/investieren(?). Was meint ihr - lohnt es sich aus dem Ultralight mit Subgruppen in den Mackie Onyx zu gehen (und dann von dort ggf. aufzunehmen?).
Die Idee, das Motu zu erweitern, um mit allem direkt in den Rechner zu gehen, oder mit einem TB Interface zu ersetzen schwirrt mir auch noch im Kopf rum - aber lohnt sich die Ausgabe für die neuen Interfaces...? Erstmal hatte ich das eigentlich hinten angestellt.
 
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ich bin ein grosser freund analoger pulte, aber.....ich arbeite immer an verschiedenen projekten zeitgleich.das machte die reproduktion immer schwieriger.handyfotos sind zwar nett aber irgendwann kommt man an dem punkt wo man neue lösungen braucht.also habe ich die patchbays rausgeschmissen und alles outbord(comp,lim und eqs) fest verkabelt und vom rechner aus die spuren zugewiesen.war schonmal ein fortschritt.aber trotz alledem war es immer noch nicht so einfach den originalzustand herzustellen bzw dauerte es mir zu lang.dann habe ich angefangen im rechner busse zu bilden und nur noch die ans puöt zu schicken und göeichzeitig die regler am pult auf null zu lassen.die lautstärke habe ich dann vom rechner aus gesteuert.jetzt kam das problem das ich nicht mehr so flexibel war mit dem outbordequipment.also habe ich die wichtigsten geräte direkt in den rechner über ne motu reingeholt.das war schon mal geil.jetzt ist mein mischpult aber nur noch eine riesengrosse patchbay für meine synths und effekte.ein teil meiner busse am pult liegen direkt an der motu an, so das ich während das lied läuft direkt bestimmen kann was in den rechner geht.so kommt nach und nach alles in den rechner.der endmix passiert dann mittlerweile in der daw.für mich mittlerweile das beste aus beiden welten.verzichten möchte ich aber trotzdem nicht auf ein grosses pult.es macht einfach viel mehr spass per knopfdruck sein ganzes equipment da hinzuschicken wo man es gerade soundmässig braucht.
 
Finde ich alles spannend zu lesen. Auch die ITB Variante von Moogulator. Falls Dir FX fehlt. Inzwischen kommt alles FX bei mir aus dem Eurorack mit 3 Ausnahmen (QRS, PCM92 und Zen). Ich könnte aber ohne die leben und nur mit Eurorack-FX.

Ich arbeite je nach dem auch mal ITB. Ich recorde nämlich Bandmaschinenmässig im Studio One. Danach erst wirds zerschnipselt und geht manchmal wieder OTB (dann immer in die Blackbox als Clip!).

Aber immer läuft alles auf Kanäle im Pult. Obs die DAW ist oder OTB.
 

sushiluv

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ich verwende nach dem Midas Venice seit Jahren ein Mackie 1640i, es ist einfach extrem praktisch mit Firewire und den Möglichkeiten zum schnellen Routing von Spuren. Die eQs verwende ich nicht und 6 sends sind für mich eine gute Zahl.
Über kurz oder lang möchte ich aber wieder ein Venice mit passendem Audiointerface, also so viel Kanäle wie das Venice dann hat, da ich die EQs sehr mochte, aber auf das bequeme Routing vom Mackie nicht verzichten möchte.
 

ppg360

fummdich-fummdich-ratata
[…] Soundcraft Ghost […]
Das Pult, das ich immer haben wollte: Klingt gut, ist flexibel, und es ist einigermaßen erschwinglich.

[…] Bin ich der letzte mit einem analogen Pult hier?
Vielleicht mit einer größeren Konsole, ich habe derzeit drei Mackie 1604VLZ aus amerikanischer Fertigung (sowie Tonband in zwei-, vier- und achtspuriger Variante). So praktisch ich ProTools als Werkzeug finde, mischen hinter einem Bildschirm möchte ich nicht.

Stephen
 

siebenachtel

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ich brauche Pulte fürs Routing.
Für den Fun im studio ist für mich seit eh und jeh ein nettes analoges Pult absolut essentiell !



Bin kein klang purist was Mischpulte angeht . Da ich nicht real produziere gibts bei mir auch keine mixdowns ;-)
Viele Aux Sends und wenigstens ein gewisses Mass an "subgruppen + Insert", plus masterinsert sind aber für mich ein muss !

Routing ist einfach alles !
dazu dann halt auch noch entsprechend (klug belegte) patchbays und vor allem auch, als Gesammt Fazit:
ein absolut auf Bedienergonomie hin optimiertes "Gesammtsetup".
und dazu brauchts einfach das Pult und dessen Routing.
 
Ich habe gerade noch rechtzeitig im Januar mein neues Pult abgeholt und quer durch Mitteleuropa gefahren. 7 Leute haben es gerade so durchs Treppenhaus in den 4. Stock getragen bekommen. Seitdem restauriere ich es. ADT 5MT-S mit vollparametrischen 4-Band EQs auf allen Mono-Kanälen. :)
Und was hast du für die KIste noch hingeblättert? Hatte auch mal die Möglichkeit ein 5MT geschenk zu bekommen sogar.
War allerdings schon 25 Jahre alt und wenn auch funktionsfähig schon ziemlich runtergerockt.
Gerd Jüngling persönlich hatte mir davon abgeraten.. klar wenn man Bock hat auf Restauration warum nicht.
Und man braucht auch keine Heizung mehr im Winter und hat ddafür ne stattliche Stromrechnung :D
 


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