DSI Kritik

Xpander-Kumpel schrieb:
Ach ja, noch ganz vergessen:

Die Doppel-, Dreifach- und Vierfach-Belegung der Regler für Oszillatoren und Hüllkurven ist richtig schön schice!!!
Haben ja nicht alle DSI-Synths - der Prophet 08 z. B. nicht.

Ich kann das Gemecker über die DSI-Synths auch in keiner Weise nachvollziehen. Allen Synths dieser Firma ist aus meiner Sicht und für meinen Geschmack gemein, dass sie sehr gut klingen und zu sehr fairen Preisen zu erwerben sind.

Im Übrigen glaube ich nicht, dass es so ohne Weiteres möglich ist, die polyphonen DSI-Synths zu toppen, denn sonst würde irgendein anderer Hersteller mal ein polyphones, analoges Konkurrenzprodukt anbieten. Und gibt es eins? Nein!
 
Am einfachsten hätte es Moog. Aus dem Sub Phatty einen Polyphonen zu bauen wäre dank getrenntem Bedienpanel und Hauptplatine recht einfach, wenn sie im Stil des Mopho x4 einfach weitere Stimmen drandocken. Wäre dann halt nur monotimbral, für Split oder Multi braucht's einzelne statt gemeinsamer Steuerspannungen und mehr Aufwand bei der Firmware.
 
microbug schrieb:
Am einfachsten hätte es Moog. Aus dem Sub Phatty einen Polyphonen zu bauen wäre dank getrenntem Bedienpanel und Hauptplatine recht einfach, wenn sie im Stil des Mopho x4 einfach weitere Stimmen drandocken. Wäre dann halt nur monotimbral, für Split oder Multi braucht's einzelne statt gemeinsamer Steuerspannungen und mehr Aufwand bei der Firmware.
Ja, aber ob mit den VCOs wirklich so richtig Freude aufkommen würde, wenn sie einen polyphonen Synth bauen würden? Ich weiß nicht. Die DSI-Synths haben schon ein sehr stimmiges und schlüssiges Gesamtkonzept. Und ihr größter Vorzug sind eben die riesigen Modulationsmöglichkeiten, die es so fast nirgendwo sonst gibt. Ein polyphoner Moog könnte da m. E. nur schwer mithalten.
 
Ich sehe da nicht wo wirklich das Problem. Man weiß inzwischen schon länger, wie stimmstabile VCOs gehen. Sowohl Polysix als auch Trident hatten VCOs (Hz/V-Aufbau), diskret aufgebaut und ziemlich stabil. Autotune gabs da keins. Es hatte aber auch etliche Synths mit CEM-VCOs, die ähnlich stabil liefen. Einen richtigen Polyphonen mit dem beheizten VCOs von SSM hab ich allerdings auch nie gesehen, nur den MonoPoly.
 
Xpander-Kumpel schrieb:
Ach ja, noch ganz vergessen:

Die Doppel-, Dreifach- und Vierfach-Belegung der Regler für Oszillatoren und Hüllkurven ist richtig schön schice!!!


hmm. das ist auch ansichtssache. die mehrfachbelegung bei den keyboards hält sich ja sehr im rahmen und ist auch logisch aufgebaut. z.b. der attack regler in der envelope sektion ist eben der attack regler für alle adsr . daneben gibts nen schalter, der bestimmt, welcher adsr gerade aktiv ist. das ist so simpel wie es nur sein kann. und es gibt die möglichkeit, alle drei adsr gleichzeitig zu aktivieren, so dass ich den attack von allen drei hüllkurven synchron verändern kann und alle drei am ende den gleichen wert haben. dazu bräuchte man bei nem anderen synth 3 hände.

lediglich das interface des sequencer beim mopho keyboard ist bescheiden gelöst. für melodielines eingeben taugt das kaum. ist aber wohl auch nicht gewollt, da der sequencer ein gate signal braucht um zu laufen. -eher ein mod sequencer

was die leute immer über dünne bässe beim mopho sagen kann ich auch nicht nachvollziehen: der mopho hat 2 suboscs und der filter oszilliert bis in die tiefsten frequenzen selbst. ich kann da eher einem meiner vorposter zustimmen, dass der mopho etwas muffig klingt. basstechnisch fehlt ihm die "snappyness". so schöne pumpende bass sequenzen a la alte tangerine dream kriegt man echt nicht hin. dazu braucht man wohl wirklich einen moog

filter fm beim mopho klingt super und es gibt nen extra knopp dafür :phat: dafür gibt's kein ringmod und kein osc fm.

und allen, die die immer über das grellgelb des mopho keyboards motzen unterstelle ich mal, dass sie noch nie einen in natura gesehen haben, farbenblind oder auf drogen sind: das ist kein grellgelb, das ist ein schönes warmes safrangelb :school: . sieht in verbindung mit den dunklen holzseitenteilen richtig edel aus.
 
Ich habe damals intensiv den Mopho und den Little Phatty parallel getestet. Beide haben ja in der Bedienung so ihre "Spezialitäten" und der Preis ist auch ein anderer. Fakt ist aber, dass der Phatty wesentlich Dichter, wärmer und satter klingt. Der Unterschied war schon sehr deutlich. Für mich war der Moog daher erste Wahl. Das heißt nicht, dass der Mopho schlecht klingt, gerade die Pan Optionen durch den Stereo Ausgang sind schon toll. Es kommt darauf an was man sucht. Soundmäßig ist der Mopho doch eher am unteren Ende der analogen Brillanz. Allerdings fand ich den Prophet 08 da deutlich besser, warum auch immer. Die Architektur ist ja ähnlich.
 
Hi,

ich hatte eine Zeit lang den Slim Phatty und den Mopho-Keys hier stehen. Der Moog ist geblieben, aus dem Mopho ist ein Minibrute geworden. Ein Schritt, den ich zu keinem Zeitpunkt bereut habe.

Der Mopho hat zwar wesentlich mehr Features (2VCO/Modulationen en masse etc.), aber der Minibrute hat etwas, das dem Mopho fehlt : EIER!!! :mrgreen:
 
So verschieden sind die Ohren und Hörgewohnheiten der Menschen. Ich würde die Eier im Vergleich eher dem Mopho attestieren ;-)
(Wobei ich meinen MB auch ganz nett finde)
 
Erstaunlich, da hast Du Recht. ;-)

Der DSI klingt zwar gut, aber immer ein wenig zu glatt/unspektakulär. Wie mit angezogener Handbremse, etwas belegt vom Klang und die Parameter waren an vielen Stellen einfach nicht gut skaliert (siehe z.B. PW).
Beim Brute hatte ich ein solches Empfinden noch nie, der klingt "offen" und die Parameter sind sinnvoll skaliert und vor allem ohne Rasterung, da analog.

Aber so ist es halt mit den Geschmäckern, jeder tickt da (zum Glück) ein wenig anders... :peace:

Gruß
Greg
 
greg du hast recht. dafür hält man sich alle drei oder zwei. je nach belieben... :phat:

was der eine nicht kann, macht der andere. und im mixdown hauen eh alle wieder einen lowcut drauf weil es zu dick ist :kaffee:
 
Brother303 schrieb:
und die Parameter sind sinnvoll skaliert und vor allem ohne Rasterung, da analog.

Wenn man eine Rasterung merkt, wars die Falsche. Man kann sowas auch so bauen, daß die Rasterung nicht spürbar ist. Entsprechende Wandler sind schon lange günstig genug. Liegt oft einfach nur an Geiz oder Gedankenlosigkeit der Hersteller. Da wird dann einfach der im Prozessor eingenbaute Wanlder genommen, der fast immer 8Bit ist, was man dann auch hört.
 
Prophet08 klingt überhaupt nicht belegt vom Klang her. Etwas weniger dick als ein Moog, aber polyphon ist das sogar gut. Hat man ein paar gute übrige Vorverstärker, dann würde ich alles von DSI darüber nehmen. Mein Pro 08 klingt definitiv schlechter direkt an den Wandlern wie übers Pult vorverstärkt. Früher hatte ich ihn am edel-DI von Phoenix, gleiche Wirkung.

So gut er klingt und so viele Modulationen möglich sind, auf VCO-Ebene kann er echt fast nichts. Daher nur Brot-und Butter Grundsound dafür immer sehr luxuriös moduliert. Der Filter ist ok. Kein Überflieger, aber gefällt mir VIEL besser als sämtliche Filter aus der VA-Welt.
 
sägezahn-smoo schrieb:
Mein Pro 08 klingt definitiv schlechter direkt an den Wandlern wie übers Pult vorverstärkt. Früher hatte ich ihn am edel-DI von Phoenix, gleiche Wirkung.

Interessant.
Bei mir ist es so, dass der Mopho x4 mit dem Boss Space Echo verheiratet worden ist.
Die beiden sind wie für einander gemacht. Auf meinen anderen Geräten fand ich das Space Echo eher uninteressant, aber für den x4 passt es imo wie der Arsch auf den Eimer.

Ich bin recht froh darüber, wie schön die Flächen sind, die da teilweise rauskommen aus dem x4, wirklich was feines.
 
darsho schrieb:
sägezahn-smoo schrieb:
Mein Pro 08 klingt definitiv schlechter direkt an den Wandlern wie übers Pult vorverstärkt. Früher hatte ich ihn am edel-DI von Phoenix, gleiche Wirkung.

Interessant.
Bei mir ist es so, dass der Mopho x4 mit dem Boss Space Echo verheiratet worden ist.
Die beiden sind wie für einander gemacht. Auf meinen anderen Geräten fand ich das Space Echo eher uninteressant, aber für den x4 passt es imo wie der Arsch auf den Eimer.

Ich bin recht froh darüber, wie schön die Flächen sind, die da teilweise rauskommen aus dem x4, wirklich was feines.


gleich heute mal mein space echo an den tetra und mopho dran. gute idee.
der mopho4x ist such auf der gas liste, leider ist die schon zu lang. :selfhammer:
 
Brother303 schrieb:
Hi,

ich hatte eine Zeit lang den Slim Phatty und den Mopho-Keys hier stehen. Der Moog ist geblieben, aus dem Mopho ist ein Minibrute geworden. Ein Schritt, den ich zu keinem Zeitpunkt bereut habe.

Der Mopho hat zwar wesentlich mehr Features (2VCO/Modulationen en masse etc.), aber der Minibrute hat etwas, das dem Mopho fehlt : EIER!!! :mrgreen:
Das sind alles Äpfel und Birnen. Ich hatte auch schon mal einen Little Phatty und mal das Mopho Keyboard und aktuell habe ich den Minibrute. Den Minibrute liebe ich, dem MoKey trauere ich hinterher, dem Little Phatty nicht, obwohl er natürlich auch ein guter Synth ist. Stärke des Moog ist m. E. der sehr fette Klang, seine Schwächen aber sind die sehr, sehr begrenzten Modulationsmöglichkeiten und die im Vergleich dann doch unterlegene Bedienung. Modulationen bis zum Abwinken sind die Stärke des MoKey, der für meine Ohren darüber hinaus auch großartig klingt. Er klingt anders als der Moog, aber für meinen Geschmack jedenfalls nicht schlechter. Der Minibrute ist ein nicht speicherbarer Voll-Analoger mit WYSIWYG-Layout und sehr eigenwilligem Klang. Im Grunde tun sich alle drei nichts. Es kommt halt darauf an, was man musikalisch damit anfangen will.

Alle drei sind sehr coole Synthesizer. Wenn ich reich wäre, hätte ich gerne alle drei. ;-)
 
Ich hatte bei MS mal den LP und den Mopho Key angespielt, wobei mir der Mopho da irgendwie mehr zusagte. Lag wahrscheinlich an der Bedienung mit direkterem Zugriff. Von den reinen Möglichkeiten her würde mir der LP völlig ausreichen.
 
also der mopho kann natürlich mehr als der LP. mich stört eigendlich nur das der LP kein echtes noise hat. gut man kann noise über eine mod. quelle erzeugen, kommt aber nicht an ein echtes noise heran und klingt bescheiden....

den noch 2 total unterschiedliche dinger und beide klingen toll.
 
Klar. Von der Bedienung her mag ich eher Minitaur und Subphatty. Wenn der als Rack bzw Modul kommt, wäre das was. Wird aber eh teurer als eine BS2 werden.
 
Man sollte das Thema Dichte und Wärme auch nicht überbewerten. Im Mix ist zuviel mitunter stressig und man muss brutal nach eqen. Insofern kann man die DSI Geräte problemlos in Produktionen einsetzen.
 
Ich habe seit neustem wieder einen six trak und habe spasshalber bzw auch interessehalber nochmal
mit einem prophet 08 verglichen indem ich ihn direkt vor mir hatte und ich bin jetzt leider doch endgültig zum
ergebniss gekommen das der sixtrak trotz nur einem osc viel besser klingt.Prophet 08 klingt mir einfach zu
seicht als wäre da immer ein komischer effekt zugeschaltet.Der sixtrak klingt viel direkter.Beim Prophet 08
klingen viele einstellungen einfach nur schlecht und man muss viel schrauben um was annehmbares rasuszuholen.
Diese neuen dsi Dinger haben mit den alten Kisten meiner Meinung nach nix gemeinsam.Da liegen vom Sound Welten dazwischen.
Ich finde es schade das es so ist weil ich mir ehrlich gerne auch einen Prophet 08 zugelegt hätte aber es hat einfach keinen
Sinn ich bin mit dem sixtrak letztendlich viel glücklicher als mit nem Prophet 08.Für meine PolyphonZwecke reicht ehrlich gesagt auch
das was der sixtrak kann.Den anderen schnick schnack können meine monophonen und das reicht mir.
 
Gerade mit dem Sixtrack hast Du aber auch einen "Schönklinger" erwischt.
Auch der Dark Energy I klingt nach meinem Gefühl her richtig toll, es ist ja der selbe CEM drin.

Es gibt aber auch alte analoge Synthesizer die echt bescheiden klingen, ich sag jetzt hier mal keine Namen :D und die eher aufgrund ihrer guten Möglichkeiten genutzt werden :mrgreen: ...
 
Xpander-Kumpel schrieb:
Es gibt aber auch alte analoge Synthesizer die echt bescheiden klingen, ich sag jetzt hier mal keine Namen :D und die eher aufgrund ihrer guten Möglichkeiten genutzt werden :mrgreen: ...
Ach komm jetzt, give us names!!!
 
...also ich finden den JX-3P klanglich ziemlich bescheiden, er hat nur diesen einzigartigen polyphonen Sequenzer, deshalb wird er gern genutzt...
 
Habe zwar nur den MKS-30, aber zu Abrundung der Reihe MKS-80, MKS-70 und MKS-50 macht er sich gut, alle mit Programmer natürlich...
Das Piano fehlt noch, auf den Sampler kann ich wohl verzichten.
 
Xpander-Kumpel schrieb:
Gerade mit dem Sixtrack hast Du aber auch einen "Schönklinger" erwischt.
Auch der Dark Energy I klingt nach meinem Gefühl her richtig toll, es ist ja der selbe CEM drin.

Es gibt aber auch alte analoge Synthesizer die echt bescheiden klingen, ich sag jetzt hier mal keine Namen :D und die eher aufgrund ihrer guten Möglichkeiten genutzt werden :mrgreen: ...

bin auch wie gesagt seehr zufrieden mit der kleinen sequential circuits original Kutsche. :phat:
Ich bin sicher der kleine steckt sogar den 12er in die Dasch und das mit nur einem osc ohne sub osc ;-) Klingt hart
für kaufwillige 12er fans aber wie gesagt die alten Kisten haben echt mehr Dampf unter der Haube
und dickere Eier.
Ich finde es ja schon crass wie hier manche Leute den neuen Kram anfangs so hoch gelobt haben als
wären die Klassiker jetzt plötzlich nicht mehr daseinswert.Aber genau das gegenteil ist der Fall.Es wird immer klarer
wie wertvoll die "alten Schinken" sind.Ich denke jeder der altes Gear verkauft hat um den neuen Kram an Land zu ziehen
wird sich früher oder später noch in den Arsch beissen und bitter bereuen.
 
Xpander-Kumpel schrieb:
Gerade mit dem Sixtrack hast Du aber auch einen "Schönklinger" erwischt.
Auch der Dark Energy I klingt nach meinem Gefühl her richtig toll, es ist ja der selbe CEM drin.

Es gibt aber auch alte analoge Synthesizer die echt bescheiden klingen, ich sag jetzt hier mal keine Namen :D und die eher aufgrund ihrer guten Möglichkeiten genutzt werden :mrgreen: ...

Ich finde das system der aufgedruckten Matrix wie beim six trak sehr angenehm und gut bedienbar.
Da komme ich gut mit wenig Reglern klar und die Bedienung macht trotzdem Spass.Es ist ja auch so das
bei Speicherbarkeit eh die reglereinstellungen nie authentisch wären.Das nervt mich übrigens auch beim Juno.
Viele Regler machen für mich nur sinn bei vollanalgen Geräten.Bei einem Synth wie dem sixtrak mit seinen überschaubaren möglichkeiten
(die mir allerdings für meine simplen sounds reichen) wäre ne vielreglerlösung sogar gar nicht so gut gewesen.Die haben bei dem Kasten alles richtig
gemacht...ein schönes Produkt...klar ausser man will live was damit machen das ist was anderes aber rein um sounds zu kreiren und zu
speichern für zuhaus ist das vollkommen o.k.
 


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