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DSP56300 DSP-Emulator (Ostirus, Nodal Red, Xenia, Vavra, JE8086) …

  • #1.441
Audiotechnik ist nicht mein Fachgebiet aber ich würde als Elektroniker die oben genannten Bauteile der Ausgangsstufe so zuordnen:
Genau so ist es, man kann sich die Werte im Schaltplan ansehen und die jeweiligen Filter-Typen, Ordnungen und Eckfrequenzen ausrechnen. Aber es ist evident, dass sich der Analog-Teil der jeweiligen Synths vom Analogteil der Audiokarte unterscheidet. Ein wenig EQ sollte das aber in den Griff bekommen. Wenn man es denn braucht.
 
  • #1.442
In Sachen CPU Performance habe ich mal die jeweils angegebenen Daten aufgelistet und mit Info von Passmark ergänzt. Und ja, der AMD FX-8350 ist von 2012 (Wikipedia gibt den 23. Oktober 2012 an).
Relevant ist hier die Single Core Leistung und offenbar wird es unter 2000 Passmark schon mal eng, bzw. muss die Konfiguration stimmen. Ein Apple M1 liegt da um einiges drüber.

N.B.: Einige Angaben waren zu unspezifisch, da habe ich geraten (steht in Klammern).
N.B.: Die Überlegenheit des Apple Silicon sieht man auch schön im schon mal verlinkten Affinity Photo Benchmark: https://forum.affinity.serif.com/index.php?/topic/213944-benchmark-results-v25000/
Wenn Apple nur nicht so doof wäre (meine private Meinung).

UserCPU or Computer NameTypeCoresBaseBoostCache MBIntroMultiSingle
mnbi5-6500Desktop43.23.66Q3'1556012090
phunkM1 ProNotebook8+23.2n/a24+42021219213797
marcelfrehseAMD FX-8350Desktop844.28Oct 201260891580
SeleNMac Ultra M1Desktop16+43.2n/a48+8Q1 2022413663862
SeleNi7‑8700BNotebook63.24.612Q1 2019117892711
SeleNMacBook Pro ( i7‑2920XM)Notebook42.53.58Q1 201143361457
harry-tuttleintel arc 9 core (Ultra X7 358H)Notebook161.64.818Q4 2025322884105
[COLOR=black]Elkobomb[/COLOR]Mac Mini M4Any103.9n/a40Q2 2024237184519
subsoniqryzen5800xDesktop83.84.732Q4 2020277043447
zlaserIntelcore coffeelake i5 (i5-8400)Desktop62.849Q4 201792302367
SlushyluvApple M3 Pro Notebook124n/a20Q4 2023240884264
kybernaut_01Intel i7 MacBook Pro 2015 (i7‑4870HQ)Notebook42.53.76Q3 201463162051
TDAi7 9850HNotebook62.64.612Q2 2019108602453
juhunetMac Mini M4Any103.9n/a40Q2 2024237184519
majestixAMD Ryzen 7 7735HSNotebook83.24.816Q1 2023227883274
Dagalosi7-12700HNotebook142.34.724Q1 2022253093509
 
  • hilfreich
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M.i.a.u.: Moogulator, Dagalos, teletom und eine weitere Person
  • #1.445
Hört ihr es auch, wie metallisch kalt das Plugin klingt und wie satt und weich die Hardware?
Nein, überhaupt nicht.

Aber das ist ein eher schlechter Vergleich, weil überhaupt nicht die gleichen Sachen gespielt werden. Das Filter wird bei beiden Varianten komplett unterschiedlich bedient zum Beispiel.

Und ganz allgemein, Geschichten wie warm, kalt usw. ist so individuell dass es sich kaum lohnt sich darüber zu unterhalten, da das jeder anders hört und bewertet.

Für mich erzeugt das Plugin sofort das 90er Feeling und damit ist es ein perfektes Ding geworden.
 
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M.i.a.u.: subsoniq und virtualant
  • #1.446

sehr aufschlussreich..

Das ist schon sehr, sehr beeindruckend, was die Usual Suspects da erreicht haben. Es steckt ein irrer Aufwand drin, besonders im Vergleich zur 56k-Emulation.

Ich könnte mir vorstellen, dass sie mit dem angeeigneten Wissen auch in der Lage sein werden, irgendwann die Yamaha-Chips dieser Zeit zu rückentwickeln.

Damit wären dann EX5, FS1R, A3000, A5000, etc in Reichweite.
 
  • wunderbar
M.i.a.u.: subsoniq
  • #1.447
Es ist leichter einen FS1R als Soft nachzubauen als ihn 1:1 zu "emulieren". Es gibt nur noch nicht sehr viele, die das 8OP und das Formant-System zusammen gepackt haben. 8OP FM ist auch noch sehr rar. Ansich könnte man auch mehr machen, Software wäre hier die bessere Lösung.
 
  • #1.448
Beim FS1R hast du natürlich Recht. Auch 8OP FM is kein Standard. Aber selbst wenn man den ausklammert gibt es etliche Geräte, die auf einer Generation von Yamaha custom DSPs basieren.

Ich fand persönlich die Effekte z.B. im A5000 sehr interessant und die Filter auch immer sehr gut.

War nur mal ein Gedanke, denn so wie Roland auch haben Yamaha natürlich so viel wie möglich aus einer Generation Chips herausgeholt.
 
  • Gute Idee
M.i.a.u.: harry-tuttle
  • #1.449
Will deine Idee nicht "schlecht reden", will nur sagen - es muss etwas spezielles geben, damit sich das lohnt. Ich würde die Bedienung von HW Samplern nicht unbedingt wieder haben wollen, ich hab lange damit gearbeitet. ;) Meinen ASR10 und EIV hingegen, vielleicht zu schnell verkauft. ASR weil schnell und kreativ mit Features, die noch immer Software nicht hat, beim EIV die interessanten Filter. Die basieren natürlich auf anderen Plattformen - ASR ist auch DSP und 68k (passt hier rein), EIV ist ein späterer 68K der fast letzten Generation vergleichbar Apple Quadra, damals - ggf. auch passend.
 
  • #1.450
Will deine Idee nicht "schlecht reden", will nur sagen - es muss etwas spezielles geben, damit sich das lohnt. Ich würde die Bedienung von HW Samplern nicht unbedingt wieder haben wollen
Das wird eh spannend, muss ja hardwarebedienungstechnisch nicht zwangsweise 1:1 sein.... schon beim Ensoniq DP4 koennte man ueberlegen, wie man dort das komplexe Handling mit bis zu 4 Quellen und DSPs Algos/Bloecken am besten umsetzt...
 
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M.i.a.u.: Mr.Pink
  • #1.451
Oft würde ich eher die besten Sachen aus den alten Samplern haben, aber Keymapping, Wave Edits, sowas mach ich echt lieber in einer Software. Oder ich habe SampleRobot, Verteil-Mechanik, was gern eingebaut in einer Groovebox sein darf. Das ist aber bisschen OT - übertragen auf die Thematik hier ist: Die Features nehmen, die man braucht geht mit dieser Methode nicht, die bleiben wie sie sind.

Ich fand so gesehen den Weg Arturia Origin besser - Filter ausm Juno, Oszillatoren aus dem Moog, ENVs von Moog und FM Yamaha, 5 LFOs bei diesem Patch, bei dem brauche ich nur einen. Wenn das gut gemacht ist, ist es aber leider nicht mehr auf dieser Basis, was die Arbeit der Usual Suspects nicht schmälert. Aber hier gibts wirklich das, was viele sich wünschen.

Den Modular hätte ich auch nicht mit Waldorf Analogfiltern sondern dann lieber UDO DMNO-Filter, die Struktur kann mir dafür woanders besser gefallen. Die Alleskönnermaschine ist natürlich schwer und die Bedarfe können auch kompensiert werden, wenn man diese Verliebtheit in das ein oder andere begrenzt, sowas machen wir alle. Mal weniger, mal mehr.
 
  • #1.452
Ich denke, dass zumindest ein Teil der Motivation ist, Geräte zu bewahren, bevor sie das Zeitliche segnet.

Es gibt ja noch so einiges an interessanten Dingen - EP4 ist schon mal angekündigt.

Ich habe vor einiger Zeit dem Projekt ein Gerät gestiftet, mal sehen, ob und wann da etwas kommt.
 
  • #1.453
Ggf. ist, wenn man schon auf dem CCC spricht - auch die Idee, dass man alles kapiert hat - wie die Sachen funktionieren.
Ja, ich würde auch gern wissen, wie genau ein System 8 wirklich funktioniert, wie diese 4-Stimmen-Blöcke wirklich zustande kommen oder wie man sowas mit ACB auf ein anderes Level heben könnte und mit welchem Prozessor und mit welchem nicht.

Das machen die ja - aktuell eben mit den klassischen DSP Teilen, und die Sampler etc. haben ja nicht unbedingt einen DSP. Die haben Custom Chips, auch eigentlich eben DSPs - und die will man knacken. Kommerziell wäre das nicht machbar, weil ab einer gewissen Größe es garantierten Gegenwind geben wird. Deshalb kann auch Waldorf, Access etc. keine auf dieser Basis laufende Technik machen, außer die Technik würde so verklebt, dass man es nicht rausfinden kann.
 
  • #1.454
schon beim Ensoniq DP4 koennte man ueberlegen, wie man dort das komplexe Handling mit bis zu 4 Quellen und DSPs Algos/Bloecken am besten umsetzt
Das Projekt funktioniert aber nicht so, sondern ganz "einfach" über die Emulation aller beteiligten Chips, dann deren Verschaltung und die Ausführung der Original Software. Wie diese Software genau arbeitet, muss man dann nicht verstehen. Es war wohl eine Ausnahme, dass man einen Aspekt der Supersaw-Erzeugung disassembliert hat. Ist ja auch weit weniger, als Adam Szabo in seiner Arbeit gemessen und berichtet hat.
 
  • #1.456
Hier der Supersaw-Algorithmus und die Detune-Werte
 

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M.i.a.u.: Dagalos
  • #1.457
Ja, ich würde auch gern wissen, wie genau ein System 8 wirklich funktioniert, wie diese 4-Stimmen-Blöcke wirklich zustande kommen oder wie man sowas mit ACB auf ein anderes Level heben könnte und mit welchem Prozessor und mit welchem nicht.

Da würden mich auch mehr Details interessieren. Also ACB ist ja anders als das übliche Beschreiben mathematischer Wellenformen. ACB beschreibt eine Elektronische Schaltung und weiß nix von Wellenformen, Filtern usw. Ich simulieren Strom und Spannung und am Ende kommt halt das raus was auch raus kommen würde wenn ich die Schaltung vor mir auf dem Steckbrett hätte. Das geht wohl Aufgrund der CPU Leistung aber nur bis zu einer gewissen Komplexität. Aber so alle Nichtlineareren Geschichten und Bauteilkennlinien hat man alles mit drin inkl. Bauteil Toleranzen usw. und wenn man möchte kann man Temperatur simulieren und die Veränderung der Kennlinien beim Temperaturänderung usw.

Aber wie das nun im Detail funktioniert, keine Ahnung. Was ich noch weiß, es wird wohl mit Wahrscheinlichkeiten gearbeitet, damit man die ganzen Sachen, die sonst zeitgleich passieren, auch in die Ebene des Diskreten reinbekommt, aber das ist nur Halbwissen von mir.

Was wohl immer interessant ist, welche Bauteile und Schaltkreise haben wirklich Einfluss auf den Klang?

Vielleicht ist ja hier jemand DSP Entwickler und kann erklären wie Schaltungssimulationen intern funktionieren und warum das was völlig anderes ist wie die "altbackene" VA Synth Geschichte, die es zuhauf damals und auch heute noch gibt..
 

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